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Einmal im Jahr

Es gibt notwendige Übel, wobei man wohl nicht unbedingt vom Übel sprechen kann. Einmal im Jahr „müssen“ wir zum Tierarzt um diverse Impfungen „abzuholen“. Muss eigentlich nicht wirklich, denn die Bestandteile der 6-fach Impfung haben unterschiedliche Laufzeiten. Nur eine Impfung läuft ein Jahr. Die Meinungen hierzu gehen auseinander, weil zu viel auch nicht gut ist. Ist man mit den Hunden jedoch öfter unterwegs, und das sind wir ja, ist ein ausreichender und nachweisbarer Impfschutz schon ratsam. Das trifft natürlich für längere Fahrten und Fahrten ins Ausland zu. Die entsprechenden Eintragungen im Hundepass sind alternativlos.

Wir haben den Impfzeitpunkt immer auf einen Termin im April zusammen gelegt. Die Entscheidung war sinnvoll denn unser Tierarzt ist auf eine Entfernung von 45 Kilometern zu finden. Es gibt sicher auch „nähere“ aber wir haben durchweg positive Erfahrungen mit diesem Arzt. Das ist entscheidend und sooo weit sind 45 km ja nun nicht. Wir sind nun schon seit ziemlich 15 Jahren dort „Kunde“ und immer zufrieden. Zudem kennt er unsere
Hunde, das ist auch etwas wert. Wobei, kennen bei einem Besuch im Jahr ist eigentlich nicht das richtige Wort 🙂 .

Ich glaube beide Fellnasen haben ein feines Gespür. Den Tag muss man nicht ankündigen und ich habe den Eindruck dass Beide schon nach dem Aufstehen mitbekommen dass es kein normaler Tag werden wird. Warum auch immer, aber vielleicht bilde ich mir das nur ein weil WIR es ja wissen und vielleicht eben diese Reaktion sehen wollen? Nach dem Frühstück ging es in aller Ruhe los, ab ins Auto (die Prozedur ist immer die Gleiche) und auf geht’s nach Eisenach. 45 km sind nicht so um die Ecke, aber wir fühlen uns und die Hunde gut betreut, da scheut man solche Wege nicht.

Dort angekommen, Klappe auf und da waren die Gesichter. Oh nein wollen sie sagen, Bashira mehr wie Bantu. Aussteigen und pullern bevor es auf den Anmarsch (ca. 250 Meter) in Richtung Praxis geht. Sie wussten welches Ziel wartet. Klar auch dass im Zugangsbereich viele „Nasen-Informationen“ auf sie warten. Wir rückten also ein, einer nach dem anderen in ein zum Glück recht leeres Wartezimmer. Das Spiel ist immer das Gleiche, nervöse Hunde die niemals Ruhe finden werden beim Warten und wir belächeln das schon etwas wie halt auch andere in der Praxis. Solch Riesenhunde und dann die Angst, mindestens genauso groß wie jeder einzelne Hund. Ein anderer Hund im Wartezimmer wird zur Nebensache, sie haben mit sich und mit uns zu tun. Das hat so seine Vorteile … Ablenkung eben einmal anders 😉 .

Wir müssen nicht lange warten und gehen diesmal einzeln rein. Bashira machte den Anfang mit Astrid. Das Frauengespräch beim Tierarzt 🙂 . Bantu wartete weiter mit mir und quittierte jegliches Geräusch hinter der Tür wo beide verschwunden sind. Er ist eh kaum ruhig zu kriegen und die Hoffnung dass es mal anderes werden könnte hat im Moment keine Nahrung. Dann waren wir „Männer“ an der Reihe. Die gleiche Prozedur, reingehen … wiegen … untersuchen. Da wir Solo waren erschien es mir ruhiger als letztes Jahr. Bashira war recht ruhig und lies es alles relativ entspannt über sich ergehen. Die Waage ist immer so ein Fall, aber bei Beiden. Auch Bantu wirkte ruhiger und quittierte nur die Spritze mit einem überraschten Blick, der aber gleich umgelenkt wurde. Alles bestens. Die Ärztin war sehr zufrieden gerade auch unter dem Aspekt der Bauchspeicheldrüsen-Geschichte. Sie sagte das sie überrascht sei das er das so gut weg gesteckt hat. Sie hatte damals wenig Hoffnung, das wussten wir. Umso schöner dann das Ergebnis. Da sind wir mal durchweg zufrieden :mrgreen: .

Der Ausgang aus der Praxis ist dann für alle wohl die leichteste Übung. Wir haben immer den Eindruck dass so ein Arztbesuch einer langen Wanderung gleich kommt. Sind die beiden wieder im Auto gibt es nicht so ein Gewusel. Sie sind froh dass es wieder nach Hause geht. Würde man sie befragen, sie wollen sicher nicht wieder kommen. Es hilft nix, April 2015 spätestens sind wir wieder hier. Zum Schluss bleiben noch 2 Zahlen zu erwähnen. Die Ergebnisse des Besuches auf der Waage. Bashira ist nach wie vor ein Kampfhund. Ihr Gegner ist die 40 kg-Marke um die bei ihr der Zeiger pendelt. Wir werden sie bei diesem Kampf unterstützen müssen. Bantu kämpft auch um 40 kg, aber aus der anderen Richtung. Der Zeiger blieb bei 38,5 kg stehen, so ist es nun schon mit einer längeren Konstanz. Gut so. Klar wäre mehr für ihn nicht schlecht, wir sind froh dass es nicht wieder weniger wird. Wäre das Ergebnis genau umgekehrt, das wäre super … ist es aber nicht. Er bleibt der dürre Hecht und sie halt das Pummelchen. Ihm bleibt zum Trost aber die „Wespen-Teile“, die hat wohl nicht jeder Ridgeback ;).

Ein Dankeschön an dieser Stelle an die Praxis Dr. Feest in Eisenach. Es ist gewohnt gut dort und auch wenn die Hunde hier anders denken würden, wir sind nun schon fast 15 Jahre hier mit unseren Hunden und alles ist Bestens.

 

Ridgeback-Zeit

Es ist heute so weit, wir können auf satte 5 Jahre Ridgeback zurückblicken. Meine Güte wo ist die Zeit? Hat sie jemand gesehen? Der erste Kontakt lag zwar schon eine Weile davor, war aber nur ziemlich flüchtig aber doch im Gehirn irgendwie verankert. Ein Portrait in einer Tiersendung im Fernsehen war der Anlass den Rhodesian Ridgeback einen Speicherplatz im Hirn zur Verfügung zu stellen. Das es dann doch recht schnell wieder abgerufen werden sollte war eigentlich nicht geplant. Zu früh hat uns Benny verlassen müssen. 🙁 Das ist keine Missachtung der Trauer, es war eine Art damit umzugehen. Wir waren eigentlich nicht vorbereitet. Es deutete sich in keiner Weise an, deswegen war das Loch dann recht schnell und recht groß. Wenn ein Platz leer wird bleibt immer irgendwie ein Loch. Wir hatten keine Zeit und „mussten“ handeln. Es ging nicht darum zu stopfen was nicht zu stopfen geht. Es war uns schon klar dass dieser „Leer-Zustand“ so kurz wie möglich sein sollte. 🙁

Bashira wurde am 19.Dezember 5 Jahre. Es kann sein dass sie auch als Nummer 15 erst am 20.Dezember das Licht der Welt erblickt hat. Egal, wir feierten am 19. den Geburtstag. Bashira der erste Ridgeback im Hause Meyer. Wir haben sie damals am 4. Januar 2009 – sie war gerade mal 2 Wochen alt – im Kreise ihrer Geschwister in der Wurfkiste kennen gelernt. Natürlich wussten wir noch lange nicht welche dieser vielen niedlichen kleinen Fellnasen es sein wird. Fest stand für uns nur, es wird eine davon werden. Es wurde eine … und was für eine :mrgreen: . Ob wir mit einer anderen Nase besser „bedient“ gewesen wären ist graue Theorie. Man kann auch aus dem wie die anderen heute sind keine Rückschlüsse ziehen. Zu viel im individuellen Bereich wirkt auf die Hunde ein. Genauso unterschiedlich wie sie sein können sind auch die Rahmenbedingungen. Ich gehe allerdings davon aus das ein guter Züchter auch giute Menschen auswählt für „seine“ Hunde. Man sollte vorrangig von guten Einflüssen ausgehen. Das es nicht selbstverständlich ist zeigte ja der Beinbruch bei Bashira, der alles nur nicht positiv war. 😐

Ich habe auch schon mal eine Broschüre erwähnt die versucht den Ridgeback als Rasse ins „richtige“ Licht zu rücken. Auch habe ich davon geschrieben dass wir zum Glück erst nach Bashira diese Broschüre zu lesen bekamen. Man kann darüber spekulieren, ich glaube kaum dass uns die paar Seiten wirklich abgehalten hätten uns diese Rasse ins Haus zu holen. Möglich wäre es jedoch und man kann nicht sagen dass diese Hunde darin „zu schön“ geschrieben wurden. Bei aller Schönheit und Eleganz, die Rasse ist unterm Strich nicht so einfach wie es aussieht. Die meisten Situationen zeigen wohl auch nur das äußerlich Gute. Das soll nicht heißen das die schlechten dinge überwiegen, man bekommt sie nur nicht so oft zu sehen. Trotzdem, auch wegen der hin und wieder nicht einfachen Situationen, wir sind ihnen irgendwie verfallen. Ich kann mir im Moment auch keine andere Rasse mehr vorstellen. 😀

In dieser Broschüre gibt es ein kleines Ridgeback – ABC das ich mir nun anhand unserer Exemplare mal vornehmen möchte und mit unseren Realitäten vergleichen will. Jetzt mit Abstand und noch dazu einer zweiten braunen Sonne kann man das Spektrum vielleicht erahnen. Selbst bei Bashira mit ihren fast 5 Lebensjahren gibt es noch neue Dinge zu beobachten. Die große Wundertütenzeit ist allerdings vorbei, aber kleine „Wunderchen“ gibt es aber noch zur Genüge. Das macht das Zusammenleben immer wieder spannend und sorgt für Überraschungseffekte. Ich will mich aber trotzdem nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Kaum glaubt man etwas hinter sich zu haben, schon ist es wieder da und manchmal auf einem anderen Niveau. Wir finden das gut so wie es ist und haben auch gelernt ihre Macken zu akzeptieren. Die Frage ob es sich irgendwann ausgewundert hat wird noch lange auf eine Antwort warten müssen. 😉

 

 

Gedankenspiele

Die nachfolgenden Zeilen „schleppe“ ich schon eine Weile mit mir herum. Mal präsenter und auch mal weniger. Man schreibt die Gedanken auf und ist man vielleicht fertig gefällt es nicht mehr. Während man die Dinge fest hält, vielleicht auch zu lange, ändert sich schon mal etwas. Das ist mir schon ein paar mal passiert. Die nachfolgenden Gedanken sind aber trotzdem ständige Begleiter. 😐

Ein Hund kann, muss aber nicht einfach sein. Es ist auch eine Frage der Rasse aber in erster Linie eine Frage wer das andere Leinenende in der Hand hält. Auch wie dieses Ende gehalten wird ist wichtig, die Hauptsache ist dass man es halten kann? So einfach ist es aber in Wirklichkeit nicht. Da kann man leicht zur eigenen Überschätzung neigen. Gerade beim Lesen von Hundezeitschriften fällt mir auf, dass oftmals viele Menschen (ich behaupte sogar dass es eine Überzahl ist) vorher keine Gedanken gemacht haben was sie da an der Leine haben. Wir sind dabei allerdings auch keine Engel J. Nicht Überschätzung war es bei uns aber zumindest eine gewisse Blauäugikeit. Jede Beschreibung einer Rasse kann nie alles aufdecken, das muss man wissen.

Man hat aber zwei Hände also könnte man auch einen zweiten Hund ertragen? Ertragen, wie das wohl klingt 😉 . Nun, wir haben zwei Hunde und wenn man alleine unterwegs ist nun auch keine Hand mehr frei. Das ist aber kein Merkmal der Qualität der Beziehung. Alle leisen Gedanken im Vorfeld hier durch den ersten Hund auf den zweiten einwirken zu können sind recht schnell weg gewesen. Ein Hund ist viel Arbeit, zwei Hunde halbiert diese nicht, sie verdoppelt sie mindestens. Diese Warnungen hatte wir einfach ignoriert, passiert uns schon nicht :mrgreen:

Manchmal wenn man lange unterwegs ist macht man sich trotzdem so seine Gedanken. Werden wir die Zweihundehaltung beibehalten? Es ist nicht verwerflich sich damit zu befassen, auch dann wenn man so lange wie möglich den jetzigen Zustand behalten möchte. Wir haben nun schon über zwei Jahre Erfahrungen sammeln können und haben in dieser Zeit dazu gelernt. Gelernt die Hunde zu lesen und aus den täglichen Beobachtungen entsprechende Rückschlüsse zu ziehen. Fest steht wohl, dass unsere beiden Fellnasen noch nicht die letzten der Meyerei sein werden. Wir hoffen dass wir rein körperlich das später noch schaffen können. Das ist aber derzeit noch Zukunftsmusik und sie sollen ja noch sooooooooooooo lange bei uns bleiben. 😉

Die vielen Kilometer die wir als Mensch-Hunde-Team lassen genug Raum für Gedankenspiele. Man hat ja Zeit, auch im Wald, dem Ort wo mit Jagdhunden hohe Konzentration gefragt ist. Ja, man kann sagen so richtig entspannt ist das nicht. Ok, es sind Jagdhunde, die eigene Interessen haben bedingt durch die genetischen Wurzeln. Auch wenn am Anfang die leise Hoffnung existierte diesmal (also beim Zweithund) vielleicht mehr glück zu haben. Er hat ja möglicherweise keinen Jagdtrieb. Bantu ist allerdings anders als Bashira, er ist auf dem Gebiet viel „schlimmer“, Jagdhund eben und das richtig.

Natürlich steht dann die Frage ob wir uns nochmals gleich zwei Hunde halten würden im Vordergrund. Die Antworten sind so unterschiedlich wie die jeweilige Situation. Diese gedankliche Diskussion ist so alt wie seit Beginn diverser Probleme die in der Zweithundehaltung inne liegen. Ich denke dass es auch hier zwei Seiten gibt. Auch gibt es wohl das ideale Paar ehr in Ausnahmefällen. Betrachtet man das im Hinblick auf die Rudelstellungen mag es ideale Paare geben. Das Ideal zerbröselt aber immer dann wenn es zu Begegnungen im Freien kommt. Was ist schon ideal? Es wird bei zwei Hunden immer ein gewisses Potential im Gepäck sein. Wie mein Kniefall neulich zeigte muss das noch nicht einmal mit anderen Hunden zusammen hängen.

Wie fällt nun das Fazit aus? Heute so und morgen so ;). Ich glaube aber trotzdem dass hier doch eine gewisse Bequemlichkeit einwirkt, dass auch das fortschreitende Alter zu beachten ist. Ich meine unser Alter :mrgreen: . Entgegen anders lautender Gerüchte, auch wir werden älter, ist das schon zu berücksichtigen. Die Frage der Beherrschung von zwei Hunden verlangt gewisse körperliche Voraussetzungen. Diese sollen den Gehorsam und die Hörigkeit der Hunde nicht ersetzten, aber gerade bei Ridgebacks schon wichtig. Dass es weiterhin bei der Meyerei Ridgebacks sein sollen ist eigentlich klar. Wie es am Ende wird weiß man im Voraus nie. Ich tendiere perspektivisch wieder zur Einhundhaltung. Das ist Stand jetzt und noch kein Gesetz. Die Welt ist Veränderung, das will ich abschließend betonen. 😀

 

Das Wochenende

Alle Jahre wieder, Erfurt nationale und internationale Rassehunde-Ausstellung 2013. Auch in diesem Jahr wieder zusammen mit der internationalen Katzenausstellung :D. In diesem Jahr waren wir auch wieder zu Gast, aber Solo, also nur mit insgesamt vier Beinen. Ausgerüstet mit einer kleinen Liste und dem Fotoapparat, in der Hoffnung alles zu bekommen und vielleicht das eine oder andere Bild machen zu können. Vielleicht gibt es auch Bekannte zu sehen, oder man lernt Leute kennen. Es ist immer wieder faszinierend was für eine Industrie sich um die Haustiere herum aufgebaut hat. Hier kann man sich recht gut informieren und viele Dinge sehen, die man sonst nicht glauben kann.

Es gab wie immer ein Rahmenprogramm mit Vorführungen und Darbietungen verschiedenster Art. Hervorheben möchte ich dabei die Vorstellung der Tambacher Husky Familie Kraft – http://huskyerlebnisse.eshop.t-online.de/ . Nicht weil sie aus Tambach-Dietharz kommen, nein weil es schon faszinierend ist was sie in so kurzer Zeit hier aufgebaut haben. Es ist schon ein wesentlicher Beitrag die Menschen und Hunde einander näher zu bringen. Mit Spaziergängen, Wanderungen, Schlittenfahrten und Zughundetraining befassen sie sich auch Rasse übergreifend intensiv mit Hunden. Das ihr Rudel schon eine erstaunliche Größe erreicht hat, ist bei der Aufgabenfülle beinahe logisch. Im Rahmenprogramm stellten sie verschiedene Möglichkeiten des Einsatzes der Schlittenhunde, wobei es nicht immer Schlittenhunde sein müssen. Auch andere Rassen sind zu solchen Aufgaben in der Lage und sind mit Einsatz dabei. Es gibt schon eine recht breite Palette der Fortbewegungsmittel mit den Hunden, egal ob mit einzelnen Hunden oder ganzen Gespannen.

Eine kleine Auswahl von fahrbaren Untersätzen mit Hunden

die zwei diensthabenden Hunde, ein Husky und ein Malamut

Ansonsten bietet eine solche Messe natürlich jede Menge Hunde und alles war das Hundeherz, aber auch das Halterherz begehrt. Das muss nicht immer übereinstimmen, nicht alles was Hundi mag mag auch der Mensch. umgekehrt gilt das natürlich auch, wenn nicht sogar noch mehr. Da wir unsere Beiden diesmal (zum ersten Mal) nicht dabei hatten war es für uns ein Tick entspannter. Man hat so wesentlich mehr Zeit und bessere Möglichkeiten sich mit den angebotenen Dingen zu befassen. Es ist ein intensiveres Begutachten der Dinge die man auf seiner Liste hat. Anprobieren muss man das nicht immer. Man kennt die Größe der Hunde und mitunter braucht man keine Größen.

Im Freien wurde auch geschwommen, hier ein Viszla

es gab kleine Gäste ...

... und ganz große mit viel Fell

Immer wieder beeindruckend mit welcher Ruhe besonders Doggen sich bewegen oder auch nicht

Auch Teil des Besuches war ein Abstecher in die einzelnen Hallen in denen die Ringe zu finden waren. Natürlich haben wir die Ridgebacks besucht, nur um zu sehen was es da für Hunde gab. Es ist nur etwas schade das die Ringe nahezu alle in den Hallen waren. Das sind zum Fotografieren nicht die besten Bedingungen. Auch hatten wir den Eindruck das es schon mal mehr Hunde waren. Auch die Ridgebacks waren in Sachen Anzahl wieder Spitze. Ein Fakt der mich etwas unruhig macht. Ich kann mich noch gut erinnern an die Zeiten wo Labradore und Golden Retriever die Rangfolge der Ausstellungen angeführt haben. Das ist immer ein Zeichen zum Trend hin zum Modehund. Was daraus geworden ist kann man erahnen. Es wird auf Teufel komm raus gezüchtet weil ja jeder mit der Moden gehen wollte. Diese Befürchtung habe ich nun in Sachen Ridgeback. Retriever und Labradore sind vom Wesen gut zu handeln und relativ einfach zu führen. Dass es schöne Hunde sind dürfte auch klar sein, nicht weil wir auch einen Goldie hatte. Ridgebacks sind auch schön, aber eben doch nicht so leicht zu führen und schon gar nicht im strengen Gehorsam zu unterwerfen. Das ist aber erst mal für viele uninteressant, ihre Schönheit wirkt das mitunter blendend, und es sind verdammt schöne und edle Hunde. Das ist natürlich geschrieben vom Ridgebackhaltern immer durch die Brille zu bewerten. Welcher Hundebesitzer sagt das sein Hund nicht schön ist? :mrgreen: Gerade weil wir die Hunde kennen und wissen das es eben ein schönes Tier ist, aber auf der anderen Seite ein Jagdhund und noch dazu recht selbstständig ist und zweitweise eigenwillig sein kann. Das man gute drei Jahre benötigt um ihn zu formen und als Partner zu gewinnen. Das ist die Idealvorstellung die aber viel zu oft nicht wirklich vollständig gelingt. Ridgeback sagt man, sind die Beamten unter den Hunden, das lassen sie schon recht deutlich raushängen wenn ihnen danach ist.

Ein Ridgeback in Australien geboren ... auch das gibt es in Deutschland

Eigentlich sind knappe drei Stunden viel zu wenig, es reichte aber immerhin um recht viele Dinge von der Liste zu besorgen. Der Besuch am Ring der Ridgebacks war Pflicht, dort haben wir eine Bekannte getroffen und natürlich schöne, aber auch recht große Hunde gesehen. Zu den Ergebnissen der Ausstellung kann ich mir kein Urteil erlauben. Das ist immer ein strittiges Thema. Schönheit liegt auch immer im Auge des Betrachters. Am Ende ist es dann meist wie beim Eiskunstlauf, da gewinnen auch nicht immer die Besten. Wir hatten für unseren Teil beschlossen nicht auszustellen auch wenn unser Bantu ein wirklich Hübscher ist, das haben uns verschiedene Menschen gesagt, für uns ist er eh der schönste Rüde und Bashira die schönste Hündin. Trotzdem ist es doch immer wieder erstaunlich mit welch Gelassenheit und Routine die Hunde das alles über sich ergehen lassen. Das zeugt von viel Training und großem Aufwand. Diesen Aufwand wollten wir nicht wirklich betreiben … 🙂