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Drei Jahre Bashira

 Damals war es eine Entscheidung deren Tragweite für uns noch nicht erkennbar war. Nach Benny dem Goldie sollte es ein Ridgeback werden … ich habe darüber geschrieben. Ich habe geschrieben dass wir trotz Vorbereitung und intensiven „Ermittlungen“ gut eingestellt waren. Ich habe aber auch berichtet dass die besten Einstellungen und Vorbereitungen oft von den Realitäten überholt und sogar überrollt werden. So wie wir :mrgreen: … das war vor genau 3 Jahren. Ich will auch jetzt nicht fragen wo die Zeit geblieben ist, dass es uns noch gar nicht so lange vorkommt, ich will nur feststellen dass uns diese Jahre doch erheblich geändert haben. Bashira gehört einfach zu uns und ist fester Bestandteil in unserem Leben. Bantu inzwischen natürlich auch, aber die Lady hat schon einen besonderen Status.

Auch wenn der Kragen oft kurz vorm Platzen war, wir manchmal nicht mehr wussten was uns geschah, blicken wir doch mit gutem Gefühl zurück. Szenen die schon mal Frust erzeugten werden heute belächelt. Heute ist sie das was wir von Ridgebacks auch gelesen haben. Immer den kleinen Teufel am Anfang im Blick, dachten wir wohl nie daran dass wir eines Tages sagen können dass sie wirklich typisch ist für ihre Rasse ist. Wobei ein Hund längst nicht alle Facetten einer Rasse abdecken kann. Diese Erkenntnis haben wir durch Bantu und ich glaube je mehr Hunde man hat umso mehr kann man berichten, aber wohl nie wirklich alles.

Bashira hat dafür gesorgt dass wir inzwischen schon als Ridgebackerfahren gelten können. Trotzdem mangelt es nicht an AHA-Erlebnissen, auch heute noch aber sie ist inzwischen für uns schon berechenbar geworden. Mit Sicherheit viel ruhiger und viel schmusiger, fast das was wir irgendwann mal als Ziel vor Augen hatten. Wir danken dir Bashira das auch du uns viele Dinge gezeigt hast und wir sind so unheimlich froh dich bei uns zu haben. Sie hat mittlerweile etwas Damenhaftes, sie wirkt gelassen und teilweise cool, zumeist jedenfalls. Eigentlich strahlt sie Ruhe aus, aber das tun Vulkane auch wenn sie nicht gerade ausbrechen :mrgreen: . Es gibt jedoch gewisse Momente 😯  – das wollen wir nicht schön reden. Wer kann schon jeden und alles leiden? Ihr Beinbruch hatte doch recht großen Einfluss auf ihre Entwicklung. Der Versuch das zu regulieren ist noch längst nicht abgeschlossen. Wir wollen das auch nicht erzwingen und gehen lieber Situationen aus dem Weg und versuchen damit ein altes Problem nicht mit einem neuen zuzudecken.

Fakt ist, trotz aller Vorsätze gibt es noch keine Abschuss-Rampe für den Mond, was auch daran liegt das sie es gelernt hat uns zu bearbeiten. Man kann ihr kaum böse sein und das scheint sie zu wissen 😉 . Das macht aber gar nichts, wir können damit umgehen und lassen sie aber trotzdem nicht bestimmen. Wir versuchen ein Team zu sein und respektieren ihren Charakter ohne zu versuchen ihren Sturkopf weich zu kriegen. Wir gehen aufeinander ein … in allen Lagen. Wir wissen eben nun wie Ridgebacks „funktionieren“ 😉 .

Bashira am Anfang ... die Couch haben wir nicht mehr inzwischen

Die wilde Tante letzten Sommer

Tante Bashira

26.April 2011 – Bashira ist Tante geworden

Dass es mal passieren würde wussten wir, dass Shani die Mutter sein wird war auch klar. Seit dem Ultraschall Anfang April war auch klar das es geklappt hat und am 26.04. hat Shani 12 Welpen das Leben geschenkt, 7 Rüden und 5 Hündinnen. Alle Wonneproppen sind wohlauf und sind voll da an der Bar :mrgreen:. Das wird wohl auch die nächsten Tage ihre Hauptbeschäftigung sein. Hier die ersten Bilder auf der Seite des Züchters:

http://www.isanusi.de/index_galerie_cwurf.html

Noch vor zwei Jahren sahen wir das Gewusel in Bashira’s Kiste mit 15 Fellnasen, 12 sind auch schon eine Menge. Wir haben gleich gratuliert und um Audienz gebeten. Diese wurde genehmigt und wir werden gerne mal in die Kiste schauen wollen. Was das für Folgen haben kann? Wir lassen uns mal ordentlich überraschen. Ein kleiner ruhiger Rüde, wenn möglich farblich wie Bashira, mit schwarzer Maske um das Schnäuzchen und vielleicht ein kleines weißes Lätzchen … ich will gar nicht drüber nachdenken. Solche Gedanken obwohl wir uns noch nicht mit Barmani treffen konnten, Sarah wird hoffentlich nicht böse sein. Ein Treffen kriegen wir schon mal geregelt.

Als wir uns für Bashira entschieden haben, eine Entscheidung die wir nicht bereuen trotz massig grauer Haare, war der Gedanke an einen zweiten Hund präsent. Aber erst muss der Erste gut hören und stabil sein, damit nicht so viele Flausen im Kopf auf einen Kleinen übergehen können. Wieder zitiere ich Jörgs Mutter: „Es gibt nur eines was besser ist als ein Ridgeback, zwei Ridgebacks“. Inzwischen können wir das auch gut nachvollziehen, auch wenn wir schon Bilder und Berichte gesehen haben was passiert wenn sich die Flausen verdoppeln. Spekuliert haben wir damals schon ohne zu wissen wann es mal sein wird. Sollte ein Wurf ankommen bei den Isanusi’s … und nun ist er da. Derzeit kreisen die Gedanken zum Wie und Ob überhaupt. Es wird keine leichte Entscheidung die man treffen sollte ohne einen Blick in die Wurfkiste. Das wäre Bestechung. Nur zu gut kennen wir die unschuldigen blicke der Racker, die in der Lage sind ordentlich Bambule zu machen. Wagen wir es oder nicht? Auf jeden Fall bis zur ersten Visite am Kistenrand sollten wir mehr Klarheit haben. Das dauert ja noch eine Weile. Die ist erforderlich weil es eine wesentliche Entscheidung sein wird.

Wir wünschen den Kleinen jedenfalls einen guten Start (den sie gewiss schon hatten) ins Leben und wir wissen genau das sie bei Jörg und seiner Familie gut aufgehoben sind.
Bei dieser Gelegenheit beglückwünschen wir auch den Züchter und sind voll des Lobes für seine tollen Hunde.

Osterfahrt – Welpengucken – Vereinstreffen

Der RBC e.V.  hat Welpen – nein, nein  – ein Hund (befreit aus schlechter Haltung und durch den Verein vermittelt) bekam Welpen – Sonntagswelpen geboren am 6.März. Da wir sozusagen Scheinträchtig sind 😀 und Ostern nichts anderes vor hatten wollten wir doch mal wieder in die Vereinsregion fahren. Welpen sind zudem etwas Besonderes und immer einen oder mehrere Blicke wert. Man kann auch seinen Horizont erweitern und neue Menschen kennen lernen. Da schrecken auch 400 km (einfache Strecke) nicht ab, tun sie es ja beim Fußball auch nicht wirklich. Ein bisschen verrückt ist jeder auf seine Art, da sind wir wohl auch keine Ausnahme.

Binti die gute Mutter

och diese Kleenen ... verführerisch wenn man weiß was das für Rabauken sein können

 

Scheinträchtig? Wir? Ich will es mal so benennen wenn man mit dem Gedanken spielt einen zweiten Ridgeback ein zu Hause zu bieten. Dabei ist es erst mal egal ob Welpe oder Nothund. Beides kommt jedoch nicht wirklich auf Bestellung und das ist auch gut so. Ideal wäre für uns auch eine Welt ohne eben diese Nothunde, das wird allerdings ein Wunschtraum bleiben befürchte ich.

Holt man einen Hund zu sich muss alles passen, zeitlich und organisatorisch. Insofern ist so eine Fahrt auch eine gewisse Vorbereitung, ja sogar ein Test. Nicht wegen der Fahrt, denn das verträgt Bashira inzwischen super, wenn auch zum einstieg ein Aufzug nützlich wäre. Vielleicht ergibt sich ja ein Funkensprung zu einem der Burschen (genau sind es zwei kleine Burschen und ein Mädel) auch wenn das Zeitfenster hierfür recht ungünstig ist, aber nicht unmöglich. Außerdem wollen, ja müssen wir sogar Bashira’s Meinung einholen 😉 … an ihr führt kein Weg vorbei. Wie verhält sie sich den Welpen gegenüber? Gibt es eine Reaktion von ihr und in welche Richtung?

neugierig, vorsichtig und zurückhaltend ... Bashira war schon aufgeregt

 Wir kamen kurz nach Mittag bei den Welpen an. Zum ersten Mal überhaupt waren wir in der Bremer Gegend. Was man nicht alles so tut 8) , als HSV-Fan ja mitten in „Feindesland“ 😀 . Zur Begrüßung Kaffee und Kuchen und freien Blick auf die Kleinen, die allerdings – richtig – geschlafen haben. Kein Problem, nur ein kurzer Stubser und das Leben begann. Der eine oder andere Hobbygärtner ist auch schon dabei. Ridgebacks buddeln nicht – lächerlich 😀 . Nach einer Weile wurde Binti – die Mutter – Gassi geschickt mit Herrchen und Bashira wurde langsam heran geführt. Sie war durch die neue Situation aufgeregt und wirkte unsicher, ja vorsichtig. Viele neue Gerüche auf fremdem Gelände, das muss verarbeitet werden. Die Welpen hatte sie bestimmt gesehen, aber die waren nicht wirklich interessant. Man kann sagen, sie hat die Kleinen ignoriert und das ist schon mal nicht schlecht. Besser wie bei manchen Hündinnen die ablehnend sind und Welpen ablehnen. Auch durften wir die Fellpakete „Probetragen“ :mrgreen: … am liebsten alle Drei ?

"Probetragen" sie passen doch gut zu uns?

ob sie wohl von einer Milchbar träumen?

oder von Knochen ... das ist Knautschi der Clown, wie kommt man zu solchen Falten?

Nach diesem Test ging schnell wieder alles in den Normalzustand über. Binti durfte wieder die Kleinen hüten und wir machten uns bald zum nächsten Tagesordnungspunkt auf – das kleine Vereinstreffen bei Ingolf in Bramsche.

Ingolf Sollmann, der Vereinsvorsitzende, war ja schon mit bei den Welpen. Endlich konnten wir uns auch mal persönlich kennen lernen. Bei Ingolf waren neben Susanne und Frank inklusive Dino und Naya, die wir ja „mitgebracht“ hatten, auch noch Antje mit ihrer Sina, und (eine) Britta und Marco allerdings ohne Hund, dafür aber mit Kuchen  😀 und natürlich Ingolfs Hunde Ali und Zuri.

Sina ... Antje's Schatz

Susanne, Frank, Dino und Naya ... die Ruhe selbst

Ali hat sich richtig verausgabt .. aber die Zicken?

Zuri ist auch eine „Ex-Nothündin“ und es war noch deutlich zu spüren, was man Tieren durch schlechte Behandlung zufügen kann und wie schwer der Weg zu einem normalen Leben ist. Ich habe allerdings große Achtung vor jedem der sich so einer Aufgabe widmet und einem Tier in dieser Art eine Zukunft gibt. Da gehört schon eine große Portion Mut dazu.

Nach einer Kennenlern-Phase wurde Ingolfs Garten erforscht und man konnte sich beschnuppern – die Hunde . Besonders Ali war vom Damenbesuch angetan, nur wollte keine so richtig mit ihm Toben. Man gab sich zickig, Bashira als Jüngste nah kaum Notiz vom „Kasper“ Ali … ja ja die Hormone. Nach gefühlten stundenlangen Mühen war es dann doch die Schäferhündin Sina (ein sehr schöne Erscheinung ihrer Rasse) die endlich das Rennen eröffnete. Damit war wohl eher nicht zu rechnen, egal, der Bann war gebrochen, wenn auch nicht bei allen Vierbeinern. Ja es gibt auch wenig wilde Ridgebacks. Buchstäblich über Stock und Stein, aber nicht durch den Gartenteich ging die Hatz. Sina war auch hier clever, sie lies Ali und Bashira rennen und beobachtete alles gut. Schließlich kamen sie ja immer wieder an ihr vorbei, wahrlich gescheit gemacht. Spaß haben ohne eigene Bewegung, fast schon menschliche Züge …

na Mädel ... machste nun endlich mit?

ok ... aber nur weil du es bist Ali ...

Zuri hatte es nicht so einfach, aber auch sie bekam ihre Einheiten ...

Leider konnten wir dann nicht mehr so lange bleiben und die vielen Kilometer nach Hause mussten ja auch bewältigt werden. Es hieß bald Abschied nehmen und in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen machten wir uns auf den Heimweg. Schon am 30.Juli ist das Vereinssommerfest geplant. Diesmal etwas mittiger in der Wedemark, wir kommen bestimmt. Bramsche bis Tambach-Dietharz, der größte Teil der Strecke war für uns Neuland. Ich habe es aber schon geschrieben, ein wenig verrückt ist jeder, wir sind es eben auf diese Art. Solange man Spaß dran hat ist das in Ordnung und für Andere machen wir das ja nicht … 😆

Eine Ostergeschichte

Ostern ist vorbei – wer hätte das gedacht 🙁 . Es war ein langes Wochenende und diesmal sogar bei Kaiserwetter. Allerdings war es besser wenn der Kaiser auch gut angezogen war. Es gab der Sonne viel aber auch viel Wind. Im April kann das schon mal zum Frösteln führen. Diesmal hat der April die Schandtaten des Vorjahres wieder gut machen können und er war noch dazu recht stabil. So kennt man ihn gar nicht.

Sind das Frühlingsgefühle?

Karfreitag habe ich mich dann auch aufs Rad geschwungen – vormittags, denn zum Mittag hatte sich Besuch angesagt. Das Radeln ist immer eine gute Gelegenheit den Kopf frei zu bekommen und schließlich suche ich ja auch die Form der Vorjahre. Die 7000 km des Vorjahres warten überboten zu werden und es hat auch noch nie geschadet den Tag früh zu beginnen, man hat einfach mehr davon …

Am Ende der Tour gegen Mittag kam ich wie so oft am Festplatz vorbei. Dort gibt es Standplätze für Wohnmobile und diesmal – war da noch was? Ein richtig schöner stattlicher Rhodesian Ridgeback Rüde stand vor einem Mobil. Wann gibt es das schon mal in Tambach-Dietharz? Da ist anhalten einfach ein Muss. Ein Paar aus Mainz wollte sich gerade niederlassen. Ich behaupte mal das Ridgebacks Glücksbringer sind, warum? Das Paar hatte versucht per Telefon an den Versorgungsschrank mit Strom zu kommen. Das ging schief, will man hier keinen Besuch? Da ich ja gute Beziehungen zur Verwaltung habe konnte ich hier zum Glück helfen. Man ist also nicht weiter gefahren und konnte bleiben. Wenn das nun kein Glück ist? Wäre der Ridgeback nicht gewesen …

Das ist Simba - 4 1/2 Jahre jung - ein richtiger Riese

Ich habe die Gelegenheit auch gleich genutzt, unsere Bashira vorgestellt und wir haben ein Date vereinbart. Wir haben den Rüden Simba und seine Familie einfach eingeladen zum Spielen – die Hunde sollten spielen 😀 . Man willigte ein, denn schließlich kommen die wenigsten Hunde mit der Ridgebacktypischen Art des Spieles nicht klar. Manche Besitzer haben sogar Angst. Unsere Bashira hat bisher nur Plüschtiere beschädigt … Also ging es zum Feld, da hat man alles im Blick und genug Raum für tobende Ridgebacks …Toben? Die Rechnung war ohne die beiden gemacht worden. Wir hatten Sonne und knapp über 20 Grad, aber selbst Hunde mit afrikanischen Wurzeln machen da schon nicht zu viel. Gras fressen und möglichst nicht in Eile geraten … nun gut. Wir Menschen hatten aber genug Gesprächsstoff. Es wurden Erfahrungen und Gedanken ausgetauscht. Irgendwann, fast unbemerkt hatten die Beiden doch plötzlich Lust auf Bewegung. Nun konnten auch endlich Fotos gemacht werden …

Bewegung? Wenn dann nur die Kaumuskeln

zuerst sagt man ... Guten Tag

na los komm ... du darfst mit mir spielen

na dann mal los !!!

Wir stellten wieder mal fest, trotz aller Parallelen, die Hunde sind doch sehr unterschiedlich und richtig individuell. Für uns war niederschmetternd zu erfahren, Simba hat als Welpe nie etwas angestellt. Hmmm, da kommt man ins Grübeln. Ist Bashira der einzigste wilde Ridgeback? Schrankknöpfe, Oster-Deko, Weihnachts-Deko, Fußabtreter, Schuhsohlen und Zeitungen, ja sogar Bücher und als Höhepunkt buddeln im Garten. Da schüttelt man mit dem Kopf 😈 . Irgendwie haben wir das so angezogen und dann wohl auch bekommen. Wir haben es zwar noch nicht überstanden, aber so richtig schlimm war es ja doch nicht und Hoffnung besteht ja auch noch. Wir kennen sie ja und so manch Lächeln überzieht die Gesichter wenn ihre „Sünden“ aufgezählt werden. Wird es um sie herum zu ruhig, dann landet schon mal ein Zahn im großen Marzipanei oder es fehlt mal eine Scheibe Brot. Das wiederum fördert unsere Aufmerksamkeit und Bewegung schadet nie.

danach gab es kein Halten mehr ...

man kann erahnen warum sie untereinander am Besten klar kommen

... das ist Spiel - oder auch Ringkampf - nix Anderes

was hier zu wem gehört ... keine Sorge ... der Knoten wurde gelöst

Wir haben uns dann verabschiedet nach einer recht verhaltenen Spielrunde und wenn Simba und seine Familie mal wieder durch Tambach-Dietharz tourt … Ridgebacks und deren Halter sind immer willkommen. Bashira hat auch immer Freude daran und wie geschrieben … Bewegung schadet niemals :mrgreen: .

Bashira hatte wieder alles fest im Griff, hier den Hals von Simba - er hat übrigens unbeschadet überlebt