Juli 2019
M D M D F S S
« Jul    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Kategorien

Jahrestag

Heute vor genau einem Jahr, meine Güte wir waren da schon recht nervös, hatten wir unseren Jungfernflug. Zum ersten Mal im Leben haben wir in Leipzig ein Flugzeug betreten. Ein Flugzeug das am Ende auch fliegt, den in einem ehemaligen Flugzeug umgebaut als Gaststätte hatten wir schon gesessen. Die Nervosität war schon gewaltig, denn es ging mal eben nicht nur ebenso um die Ecke. Unser Ziel hieß Nairobi, das war unser erstes Ziel außerhalb Europas. Der direkte Abstand beträgt 6.295 km Luftlinie. Mit dem Fahrrad eine komplette Jahresleistung für mich 😉 . Wir hatten aber damals keinen Direktflug gewählt auf Grund von Insider-Tipps. Ein Direktflug ist fast so teuer wie unsere Route die wir gewählt hatten über Istanbul. Ein wesentlicher Vorteil ist bei der Verbindung Leipzig-Istanbul-Nairobi, dass man in Istanbul nur ca. 1 Stunde Aufenthalt hat. Man liegt damit nicht in irgendwelchen Wartehallen auf der Haut und kann die Urlaubszeit nahezu optimal nutzen. Das Ganze hat natürlich auch seinen Nachteil, wie sollte es auch anders sein. Verspätet sich das Flugzeug kann die Zeit zum Umsteigen ziemlich knapp werden. Ob es symbolischen Charakter hatte das ausgerechnet unser erstes Flugzeug auch gleich Verspätung hatte? Der verspätete Start in Leipzig hat uns am Ende doch ziemlich rennen lassen in Istanbul. Mit Abstand betrachtet hatten wir schon ziemlich viel Glück. Ich weiß nun gar nicht genau ob man auf uns gewartet hätte da wir ja Verspätung hatten. einer unserer Koffer hatte bei der Hektik auch den Anschluss ja verpasst ;).

Zwischen Leipzig und Istanbul liegen 1714 km Luftlinie und bis nach Nairobi kommen nochmals 4774 km dazu (macht zusammen 6488 km). So viel mehr Kilometer wie ein Direktflug sind das auch nicht. Wir wissen ja auch gar nicht ob wir dann nicht noch weiter als Leipzig zu einem Flughafen hätten fahren müssen. Leipzig als Startplatz ist schon voll in Ordnung und auch relativ schnell zu erreichen. Zählt man nun alle unsere Flugkilometer zusammen, haben wir schon stolze 12976 „gemeistert“. Trotzdem sind wir noch blutige Anfänger, die aber beim nächsten Mal schon ein gutes Stück schlauer sein werden.

Egal, heute mit Abstand betrachtet kann ich behaupten dass es doch eine ziemlich sorgenfreie Reisevariante ist. Man kann sich relativ entspannt auf das Kommende vorbereiten und versuchen zu relaxen. Dieser Versuch war natürlich beim ersten Mal nicht so von Erfolg gekrönt. Wir haben die Aufregung halt im Handgepäck gehabt. Haben aber trotzen alles recht gut überstanden, sind auch in keinem Luftloch durcheinander gewirbelt worden. Den Spruch das nur Fliegen schöner sei können wir nun auch nachvollziehen. Selbst die „Einengung“ in Sachen Gepäck ist bei Turkish Airlines nicht wirklich gegeben. Selbst in 3 Wochen Kenia reichen die zulässigen 46 kg pro Kopf aus. Die 8 kg Handgepäck lassen auch noch eine Menge zu wobei man das weder nachgemessen noch nachgewogen hat. Das ist wichtig für die vielleicht nächste Flugreise nach Kenia. Darüber machen wir uns jetzt schon wieder Gedanken. 2015 vielleicht im Januar :mrgreen: … ich bin schon fast wieder aufgeregt ;). Das gehen wir dann schon gelassener an, denn auch wenn es keine Routine ist aber wir wissen nun wie es geht. 😀 😉

Deckel drauf!

Nun ist es fast schon ein Jahr her, seit unserer großen Zeit in Kenya. Immer noch nahezu täglich kreisen unsere Gedanken um Afrika und natürlich Kenya. Es ist sicher normal dass Nachrichten nachdem man selber dort war intensiver verfolgt. Auf diese Entfernung gibt es wenige Meldungen die zu uns durch kommen. Es sind dann nur die großen Schlagzeilen, die aber in den wenigsten Fällen auch positiv sind. Sehen wir von den Wahlen im vergangenen März ab, kommen kaum gute Meldungen hier an. Das interessiert hier wohl die wenigsten, was nicht verwundert.

Zum Einen war es der große Brand in Nairobi bei dem der internationale Flughafen betroffen war. In Zeitungsbildern mit denen wir durch unsere Freunde versorgt wurden zeigten die Plätze die wir auch durchlaufen sind. Die Abfertigung, die langen Gänge mit den einzelnen Gates, die große Empfangshalle wo Steffi und Micha uns erwartet hatten. Alles ist so ziemlich zerstört worden. Für Kenya und Ostafrika eine schwere Situation. Wie es im Moment aussieht kann ich gar nicht sagen. Es wurden große Zelte gestellt damit der Flugverkehr möglichst schnell weiter gehen konnte. Er geht wohl auch weiter. 😐

Kenya

Ein weiteres dunkles Kapitel war dann vor Wochen der Anschlag auf das Einkaufszentrum „Westgate“ in Nairobi. Nach dem Anschlag auf die Botschaft der USA 1998 wieder eine solche Aktion. Das hat uns ziemlich betroffen gemacht. Waren doch gerade erst die Wunden von damals etwas verheilt. Wir waren selber nicht in diesem Gebäude, aber nicht weit weg davon waren wir in ein der Gaststätte am 6.November zum Essen. Dort hatte ich den besten Kartoffelbrei meines bisherigen Daseins gegessen 😉 . Nun ist es ja nicht so dass in Kenya bisher ein gutes Pflaster für Terror wäre. Es gibt Regionen wo auf der Strecke mehr passiert. Schlussendlich wird man es gerade auch in Afrika wohl nie ganz verhindern können. Das ist leider so. Die Leid tragenden sind neben den Opfern auch alle Menschen in Kenya. Solche Aktionen wirken sich negativ aus und Kenya braucht den Tourismus als Einnahmequelle. Uns wird das nicht abhalten nach Kenya zu reisen wenn die Gelegenheit dazu ist. 🙂

Nicht nur in den Gedanken lebt unsere Reise nach. Vor kurzem haben wir voller Schreck gemerkt, dass wir ja noch etwas offen haben. Im Zusammenhang mit den Impfungen kam uns zu Bewusstsein, dass noch eine Impfung fehlte. Die dritte Impfung gegen Hepatitis A und B fehlte noch. Es sind insgesamt 3 Impfungen erforderlich, nach 1 Monat die Zweite und nach einem halben Jahr die Dritte. Wir hatten am 21.März sogar schon unseren Termin. Dieser war aber schon vorbei und irgendwie in unserem Bewusstsein nicht gespeichert. Nur durch Zufall beim ansehen einer Sendung im Fernsehen fiel es uns auf. Noch am Freitag, wir hatten ja noch unseren Brückentag, haben wir im Gesundheitsamt angerufen und haben uns such gleich die „letzte Impfung“ abgeholt. Nun sind wir auf diesem Gebiet für 15 Jahre abgesichert. Insofern rechnen sich dann auch die Kosten alleine für diese Impfung, mit ca. 170 € pro Person. In unserem Fall hart es ja die Krankenkasse übernommen. Das macht ja auch Sinn weil eine gewisse Gefährdung im Alltag immer möglich ist. 😉

Diese Impfung war nun nicht der letzte Deckel der beim Kenya-Urlaub noch gefehlt hat. Leider und aus welchen Gründen auch immer gibt es noch den Bearbeitungsstau in Sachen Bilder und deren Aufarbeitung. Noch immer gibt es noch kein Zwischenergebnis in Sachen Fotobuch und Bildervortrag auf DVD. Ich schäme mich da schon etwas, möchte aber auf den Zeitfaktor verweisen. Ich brauche eigentlich mehr wie 24 Stunden pro Tag. Das habe ich schon seit langem gefordert, aber mich erhört da sicher niemand. Meine große Hoffnung ist still und heimlich ein Winter der mir die nötige Zeit verschaffen kann. Das will ich aber nicht zu laut verkünden, denn ich komme sonst in eine Zwickmühle, denn eigentlich will ich ja auch noch eine Weile mit meinem Fahrrad am Kilometerzähler „schrauben“. Ich verspüre in dieser Beziehung weiterhin Optimismus, es wird schon klappen. 😉

Wiking Laws

Noch immer geistert mir Norwegen durch den Kopf. Ist nicht schlimm im Gegenteil, denn Urlaub soll ja dazu beitragen das man lange von den schönen Dinge zehren kann die man erlebt hat. Selbst dann noch wenn man täglich weniger schöne Dinge tun muss. Damit ist die auch die Arbeit gemeint, die ja nur im Idealfall Spaß machen kann. Ich konnte mein Hobby nicht zum Beruf machen 🙁 … ich kann und muss damit umgehen. Inzwischen bin ich aber trotzdem doch zufriedener damit, das aber nur am Rande.

Bei den Typischen Dingen in Norwegen habe ich ja noch die guten alten Wikinger vergessen. Wobei die ja nicht nur norwegisch sondern eher nordisch insgesamt sind. Alle Nordländer können sich in ihrer Geschichte auf diese „Rabauken“ berufen. Die Rabauken mit den Bärten, die auf Schiffen kamen und ziemlich viel Unruhe verursacht haben sollen mit ihren Schilden aus Holz und den Schwertern. So manche Beule wurde so hinterlassen auf dem großen Festland. Deutlich erkennt man die alte Verwandtschaft an der Gestaltung der Landesfahnen. Norwegen und Dänemark waren ja einmal zusammen, besser gesagt Norwegen war eine dänische Provinz von 1537 bis 1814. Daher der Rote Untergrund mit dem weißen Kreuz. Anschließend ging man eine Union mit Schweden ein, welche 91Jahre dauerte. Erst 1905 ist das Land als selbstständiges Königreich zu sehen. Die schwedische Zeit wird durch das blaue Kreuz, eingebettet im weißen, in der Flagge repräsentiert.

Wikinger waren sie irgendwie alle oberhalb der Ostsee. Auch in Sachen Sprachen gibt es große Ähnlichkeiten die sich auch in typisch nordischen Buchstaben nachvollziehen lassen. Hat man die Sprache auch live erleben können, ist gut erklärbar das die Erscheinung der Wikinger im Vormittelalter in Verbindung mit der robusten Aussprache schon den einen oder anderen Schauer erzeugt haben kann. Aus den alten Zeiten sind nicht mehr viele Dinge übrig geblieben, allerdings muss man sagen, die Menschen dort schon in ihrer Statur kräftiger sind. Hungerhaken wie teilweise in der hiesigen Damenwelt habe ich dort nicht gesehen. Ich habe auch nicht überprüft ob es tatsächlich alles Norweger sind. Es ist aber aufgefallen das auch die Mädels schon einen kernigeren Eindruck machen. Oh nein, nicht etwa übergewichtig, kerniger eben und das sieht sogar recht gut aus. So kommen sie wohl auch alle besser über die nordischen Winter :mrgreen:. Natürlich ist das nur der männliche Blickwinkel der diese Einschätzung getroffen hat. Mein Blickwinkel, so will ich das weiter einschränken.

Ja, irgendwo in einem Museum habe ich dann auch eine Postkarte gefunden. Eine von Unmengen natürlich die es ganz sicher überall gibt. Ein ohne Bild und nur mit Text. Es gab sogar welche die die Runen „übersetzt“ haben. Der Tourismus bietet viele Möglichkeiten. Also dann, clever forever ;), habe ich sie kurz entschlossen noch vor Ort fotografiert. „Wiking Laws“, die Wikinger-Gesetze. Das hat mich dann doch ein wenig neugierig gemacht. So auf die Schnelle war da nichts mit merken. In meinem Alter auch irgendwie normal. Beim durchkämmen der Bilder bin ich wieder darauf gestoßen und habe sie gleich nieder geschrieben. Allerdings hätte ich mir das sparen können, das Netz ist voll von solchen Bildern :|.

§ 1 Mutig sein und aggressiv

Seien Sie direkt
Schnappen Sie sich alle Möglichkeiten
Verwenden Sie unterschiedliche Methoden des Angriffs
Seien Sie vielseitig und wendig
Greifen Sie nur ein Ziel zu einer Zeit an
Planen Sie nicht alles im Detail
Verwenden Sie hochwertige Waffen

§ 2 Seien Sie vorbereitet

Halten Sie Waffen in gutem Zustand
Bleiben Sie in Form
Finden sie gute Kampfkameraden
Einigen Sie sich auf wichtige Punkte
Wählen Sie einen Chef

§ 3 Seien Sie ein guter Kaufmann sein

Finden Sie heraus, was der Markt braucht
Machen Sie keine Versprechen, die Sie nicht halten können
Fordern Sie nicht Überzahlung
Vereinbaren die Dinge so, dass Sie zurückkehren können

§ 4 Bewahren Sie die Ordnung im Lager

Halten Sie die Dinge ordentlich und organisiert
Vereinbaren unterhaltsame Aktivitäten, die die Gruppe stärken
Stellen Sie sicher, jeder tut nützliche Arbeit
Rufen Sie alle Mitglieder der Gruppe zur Beratung

Es ist ja nun nicht so dass diese Dinge heute unmodern wären. Ich würde sagen sie sind zeitlos und zutreffend. Es gibt sicher noch die eine oder andere abweichende Veröffentlichung, diese Regeln sind die am meisten genannten. Man kann sich getrost mit dem Inhalt anfreunden. Schließlich sollen es die die Wilden Gesellen ja bis nach Amerika geschafft haben. Das war natürlich nur mit starkem willen und nur gemeinsam zu bewältigen. Bei den Gedanken an die Wikinger fallen mir da nur ein paar Textzeilen aus einem Song ein, der die Sache aus der Humor-Ecke betrachtet:

Wir saufen den Met bis keiner mehr steht unser Häuptling heißt Rote Locke.
Wir verbrauchen viel Frau’n und tun Leute beklau’n und hau’n uns reichlich auf die Glocke.

Na dann mal Prost !!! :mrgreen:

Typisch norwegisch

Nicht erst nach unserer Heimkehr aus Norwegen befasst man sich mit den Dingen die typisch sind für das tolle Land. Sylvester, der Guide aus Kenya, schrieb beim Betrachten der Bilder das es topografisch sehr schön ist in Norwegen. Dem kann man nur vorbehaltlos zustimmen, zumal Kenya auch eine Menge zu bieten hat, wie eigentlich nahezu jedes Land. Selbst Grönland soll ja seine Reize haben. Ich werde das nicht vor Ort überprüfen. 😛

Norwegen, das Land der Trolle. Trolle hier und Trolle da, Trolltunga und Trollstiegen. Ein Troll war ursprünglich ein Oberbegriff für plumpe und unheimliche Wesen, häufig auch Schaden bringende Riesen, der nordischen Mythologie. In vielen Märchen und Sagen kommen Trolle vor. Trolle gibt es auch in Schweden und Dänemark :mrgreen: . Als holzgeschnitzte Puppen gehören sie zum Kunsthandwerk und sind als Souvenir überall zu haben. Die Ausführungen und der Variantenreichtum ist schier unerschöpflich. Wir haben bei unserer ersten Reise bereits einen importiert ;).

Ein Troll

ganz klein und vielleicht lustig? Wer stand hier bloß Modell?

mittelgroß als Bewachung

dann auch mal grimmig

aber am Ende doch freundlich

In Sachen Essen merkt man schon die paar Kilometer deutlich. Man hat einige typische Essereien hier zu bieten. Da gibt’s Boller – Rosinenbrötchen oder auch Kuchenbrötchen, manchmal auch mit anderem Inhalt. Es gibt Smultringer, eine Backware so in der Art des Kräpfels also leicht frittiert, aber auch weich und ohne Inhalt. Oder auch Lefse godt, wieder etwas weiches, ein Fladenbrot mit Füllung aus Marmelade, Vanillecreme oder Zimt in der Art der Milchschnitte. Überhaupt, knusprige Dinge habe ich nicht finden können, das ist auf Dauer etwas gewöhnungsbedürftig. Selbst das Brot in Norwegen, hier gibt es zum Glück mehrere Varianten, ist alles, nur nicht knusprig. Da muss man vielleicht mit einem Toaster nachhelfen wenn es sein muss. Natürlich gibt es auch Smør, hier ist die gesalzene Ausgabe aber weiter verbreitet. Es gibt sie auch ungesalzen meist im 500 g Pack. Auch Brötchen kennt man, die heißen hier Rundstücke, wir hatten keine probiert. Auch Knäckebrot, hier Knekkebrød – Helsprøtt (wohl die Art oder Hersteller) geschrieben gibt es dort. Ist allerdings auch anders wie wir es kennen, das von uns probierte hatte eine gepresste Vollkornmischung (Rugog Speltkli war noch die Aufschrift).

Lefse godt - die restlichen "Proben" haben den Shooting-Termin nicht mehr "erlebt"

Typisch Norwegen auch die Lebensweise. In Norwegen gibt es das sogenannte Jedermannsrecht, “ Allemannsretten“. Es erlaubt jeden sich frei in der Natur zu bewegen, egal ob Wald, Wasser, Gebirge und egal von den Besitzverhältnissen. Es gibt natürlich gewisse Regeln im Umgang miteinander. Die Norweger sehen das alles ziemlich gelassen, man sollte aber nicht übertreiben und die Regeln entsprechend respektieren. Nur so kann diese gewisse Freiheit die nun auch einen Urlaub in Norwegen ausmacht erhalten werden. Dass inzwischen wesentlich mehr und vieles besser zu erreichen ist verdanken wir auch der norwegischen Baukünste. In Sachen Häuser und Bauwerke haben sie eine alte Tradition, aber wir teilweise im Straßen- und Brückenbau gesehen haben ist schon der Hammer. Ich dachte immer die Schweizer wären Spitze in Sachen Tunnelbau, die Norweger sind Weltmeister. Ich denke dass sie auch statistisch die meisten Tunnel haben. Sie liegen zwischen 200 Metern und über 20 Kilometer. Kreuzungen und Kreisverkehre aber auch Spiraltunnel, hier gibt es wirklich nichts was es nicht gibt.

Fjordstraße, Brücke in den Tunnel, Tunnel raus auf Fähre, es flutschte eigentlich immer

Als auch typisch norwegisch würde ich die durchaus beeindruckende Verkehrsdisziplin bezeichnen. Zumindest erscheint die Kultur auf den –Straßen in den nordischen Ländern auf einem wesentlich höheren Niveau zu stehen. Hier steht Paragraph 1 auch an erster Stelle, das geht auch gar nicht anders. Zu oft lassen die Bedingungen auch nicht viel Spielraum, man muss sich arrangieren können und tut es auch. Sicher gibt es einige die es eiliger haben, aber die „groben Dinge“ wie sie hier viel zu oft erlebbar sind. Auf norwegischen Straßen herrscht doch ziemliche Ruhe. Das liegt auch nicht daran das dort nur 0,2 ‰ erlaubt sind. 😉 Inzwischen ist jedoch das Fahren mit Tageslicht nicht mehr nur eine nordische Angelegenheit. Schon längst bewegen sich in Deutschland eine Menge Autos auch am Tage mit Licht. Es ist aber in Norge immer noch mit 1500 Kronen (ca. 190 Euronen) ein teures Vergehen es zu vergessen. Für Norweger mögen die empfindlichen „Erinnerungsgelder“ an Verkehrssünden vielleicht erschwinglich sein,  als Urlauber gehen da aber bei „kleinen Delikten“ schon einige Tagessätze in die Staatskasse. Das muss man nicht haben.

Es ist ja auch nicht so das es woanders keinen Käse gibt, aber der norwegische hat schon Besonderheiten in Sachen Geschmack und Art. Da gibt es den sogenannten Braunkäse. Das ist Käse aus Molke von Ziegen-, Schafs- und Kuhmilch der karamellisiert wird. Der Geschmack ist süßlich-herb und bedarf schon einer gewissen Eingewöhnung, ist aber geschmacklich doch gut. Das liegt auch darin, dass es für unsere Zungen fremdländisch daher kommt. Gudbrandsdalsost oder Ekte Geitost sind zwei Arten. Wobei Geitost Ziegenkäse bedeutet. Der Besuch in Unredal galt neben der kleinsten Stabkirche auch einem bekannten norwegischen „Käsezentrum“. Es ist aber nur ein Ort wo Käse gemacht und der aber auch ziemlich bekannt ist. Dort Leben ca. 80 Menschen und gut 300 Ziegen. Einmal im Jahr ist sogar ein 3tägiges Käsefestival. In Unredal selber kann man auch die heimischen Käsesorten probieren bevor man sie kaufen darf. Dass der Käse aber auch ein teures Vergnügen ist erwähne ich nur am Rand, denn richtig guter Käse ist überall nicht nebenher zu bekommen.

Der Braunkäse - noch steht er im Kühlschrank

 

Helly Hansen … ist noch etwas typisch Norwegisches. Es ist ein bekannter norwegischer Hersteller von Schlechtwetterkleidung und vor allem in Sachen Segeloutfit bekannt. Dass die Norweger genug Testmöglichkeiten haben konnten wir erleben. Es soll wohl die meistgekaufte Merke sein, allerdings haben wir so viele Norweger nicht damit gesehen. Das hat nichts zu sagen. Wir hatten ja unser eigenes Testfeld gehabt. Ziemlich am Beginn bei unserer Wanderung im Husedalen und teilweise auch in Richtung Hovdungo. Dort standen sich Tschibo :mrgreen: , Adidas-Kampfrichterjacke 😉 und Helly Hansen direkt auf dem „Regenfeld“ gegenüber. Dabei hat sich meine Helly Hansen Jacke frühzeitig der Feuchtigkeit ergeben. Sie war sicher froh endlich in der Heimat zu sein und war dem Regen gegen äußerst empfänglich. Von dem Adidas-Träger ist nicht wirklich überliefert ob die Feuchtigkeit mehr von Außen oder gar von Innen (der Anstrengungen geschuldet)kam. Die Tschibo-Testperson schwor auf ihr wasserresistentes „Billigprodukt“. Da haben wir wieder den Salat. Auch kann man sagen dass es nicht am Geld gelegen hat, Qualität ist anders messbar.

Wir haben in der Zeit bei weitem nicht alle norwegischen Spezialitäten erleben und verspeisen können. Es ist auch hier also genug Raum vorhanden um einen weiteren Urlaub hier zu begründen. Wenn es den Junior vielleicht doch irgendwann nach Norwegen ziehen sollte, haben wir gleich mit unserem Erscheinen zwecks Urlaubsgestaltung gedroht. Er wird dann vor Ort wieder die Reiseleitung übertragen bekommen, bis dahin kreiselt aber noch jede Menge Wasser über die Landschaften der Fjorde.