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Was treibt man auf dem Campingplatz?

Um es gleich vorweg zu nehmen, sooo viel Zeit bleibt meistens gar nicht am Abend. Es kommen wohl nur die Tage in frage, wo man mehr als einen Tag verweilt oder vielleicht schon recht frühzeitig ankommt. Das liegt in der Natur der Sache. Es mag sicher auch andere Camper geben die das wesentlich besser im „Griff“ haben. Wir als Gelegenheitscamper haben da viel zu viel Unruhe im Tagesablauf. Das sage ich so unter dem Aspekt dass wir nach einer Woche doch selber (so ist unsere Einschätzung) schon wesentlich ruhiger und abgeklärter geworden sind. 😉

Hier werden böse Dinge ausgegoren

und gleich geplant

Hektik gehört in kein Wohnmobil, das wissen wir. Vermeidbar ist sie nie völlig, man muss lernen damit umzugehen. Hin und wieder beobachtet man auch andere Camper, wie sie rein äußerlich betrachtet ihre Situation meistern. Wenn man auf einem Platz ankommt, sich festgelegt hat hier zu bleiben, sollte man vorab Klarheit über seinen Standplatz haben. Es ist nicht so günstig wenn man sich erst eincheckt und dann auf Platzsuche „herumgurkt“. Vielleicht unterscheiden sich die Erfahrenen von den Neulingen? Spätestens nach dem 2. oder 3. Platz kann man das verinnerlichen. 😛

Es gab jedenfalls auch viel Spaß

aber die Wäsche musste auch trocken werden

Die täglichen Abläufe werden dann auch recht schnell zur Routine. Das Meiste spielt sich außerhalb des Mobiles ab, duschen, aufwaschen und Toilette. In unserem Fall ist das auch alles gestaffelt wegen der Hunde. Sind sie draußen muss man ohnehin aufpassen und auch sonst ist es besser wenn nicht alle zusammen das gleiche tun. So viel Platz ist ja nicht da. Aus diesen Gründen ist diese Prozedur um einiges länger als „normal“. In Norwegen kommt hinzu, dass es, wenn überhaupt, recht spät dunkel wird, wenn überhaupt. Das ist der Sache eigentlich nicht zuträglich ist, weil man das Zeitgefühl etwas verlieren kann. Erst ein später Blick auf die Uhr lässt uns manchmal leicht erschrecken. Deswegen sollte man die Uhr im Blick haben ohne sich von ihr treiben zu lassen.

Bier in Norwegen, das ist schon ein Thema für sich

Ringnes, Carlsberg oder Lysholm?

egal ... hau wech

das wirkt dann so

oder auch so

Das abendliche gemütliche Zusammensitzen erfüllt mehrere Funktionen. Man kann den Tag an sich vorbei rauschen lassen, den nächsten Tag planen oder auch nur den Abend genießen. Ein Bierchen, ja das geht auch ohne Weißbier. Norwegisches Bier gibt es ja eigentlich fast gar nicht. Der Sechserpack Ringnes oder Lisholm wird eigentlich hin Dänemark abgefüllt, das haben wir aber erst später heraus gefunden. Trotzdem muss man eigentlich das Bier aus Schnapsgläsern trinken, denn 4,5 Euronen für den halben Liter ist schon eine Ansage. Dafür kann man bei uns so manch Schnäpschen erwerben in einer 0,7er Flasche.

Egal ob bewachen ...

... oder einzeln chillen ...

oder gemeinsam

Wir haben uns auf solche Abende allerdings vorbereitet und einige Spiele dabei gehabt. Auch ein Buch kann man schon mal lesen, allerdings fehlte mir dafür etwas die Ruhe. Ich bin immer nur ein paar Zeilen weit gekommen. Meistens haben wir gewürfelt, Kniffel. Das ist auf einem Campingplatz nicht das leiseste Spiel. Das Klappern der Würfel auf dem Tisch ist sicher gut zu hören. Das war uns aber auch egal und beschwert hat sich keiner. In Flåm haben wir auch Rommee gespielt, das ist natürlich wesentlich leichter. Begleitet wurden die Spiele durch Knabbereien die wir mitgebracht hatten und das „gute“ Bier oder Rotwein. Um das  Weinkontingent hat sich Astrid alleine gekümmert. Das sowohl beim Einkauf als auch bei der Vernichtung. Drei Liter ist ja auch nicht sonderlich viel. Der Captain Morgen hatte auch nicht ewig gereicht. Der größte Captain Morgan Absatz war in Flåm, weil es dort recht frisch war und auch der Tisch inklusive Rommee-Karten ihren Anteil abbekamen. Am Ende wurde aus Captain Morgan auch schon mal Jack Wolfskin :mrgreen:, oder lag es am vielleicht schrägen Standplatz? Den letzten Schluck haben wir uns für die Henkersmahlzeit vor der Besseggen-Wanderung aufgehoben :mrgreen: .

Die Henkersmahlzeit von Besseggen

oder auch woanders

Der Hunger war immer recht gut

 

Als Anreiz haben wir dann festgelegt dem Verlierer Aufgaben zu übertragen, ungeliebte aber notwendige Aufgaben wie Abwaschen wurden somit verteilt. Das war aber mehr der Gag, denn schon längst lief  ja rund und jeder hat im täglichen Getriebe mitgewirkt. Nur das Wohnmobil fahren konnte ich so nicht los werden. Die Auslobung des Fahrerplatzes wurde vom Familienrat nicht angenommen. Einmal Fahrer immer Fahrer. Schier unerschöpflich waren dabei die  Ausreden, Insgesamt muss man sagen dass wir recht schnell doch auch Gelassenheit und Ruhe gefunden haben.  Abläufe nehmen nun mal Zeit in Anspruch und Hektik gehört in kein Wohnmobil, schon gar nicht wenn es voll ist. Zur inneren Ruhe tragen halt solche kleinen Spielchen bei.

Würfeln

Rommè mit feuchten Beilagen

Das war dann der Preis ... abwaschen

Manchmal, so kennen wir es aus Frankreich, konnte man draußen sitzen. Markise raus, Markise rein, mal viel Wind, mal weniger. Wir hatten keine zusätzlichen Heringe dabei und gingen kein Risiko. Auch  mit den Hunden haben wir eigentlich die Kontrolle behalten. Insgesamt waren sie unproblematisch aber bevor wir sie außerhalb des Mobiles zwar an der Leine postierten und sie unseren gemütlichen Sitzplatz inkl. Markise abräumen konnten, blieben sie meist im Mobil. Unglücklich erschienen sie nicht, denn dort war es kuscheliger und sicher auch wärmer. Zu groß war die Wahrscheinlichkeit dass sie jeden von uns annektierten Platz mit Revierverhalten dekorieren könnten. Auf manchen Plätzen war ja auch ständig Bewegung. Diese Abende boten uns jedoch Entspannung und wir konnten sie auch genießen. Auch wenn bei einer Rundreise solche Ruhepunkte seltener sind, das war schon wichtig. Bei allem Stress der in der Sache liegt, es gehörte einfach dazu. 😀

Es war ja doch recht schön ...

Camping in Norwegen

Nach einer gewissen Zeit und auch im Rahmen der Aufarbeitung unserer schönen Zeit in Norwegen, kann man mit etwas Abstand schon eine Wertung vornehmen. Gerade wenn man die ganzen Bilder (noch bin ich ja nicht durch) an sich vorbei rauschen lässt, stellt man Unterschiede zwischen den Plätzen fest. Man ist in der Lage nun eine Bewertung vornehmen zu können. Unser Einblick in die Situation der Campingplätze in Norwegen beschränkt sich jedoch nur auf die beiden Wochen dieses Sommers. Eine Einschätzung und Wertung kann daher auch nur vor diesem Hintergrund gemacht werden. Das ist mit Sicherheit nicht repräsentativ. Wir haben insgesamt „nur“10 Nächte „geregelt“ auf einem Campingplatz verbracht auf insgesamt 8 Campingplätzen. Mit dem zeitlichen Abstand setzte eine gewisse  Reihenfolge in unseren Erinnerungen fest.

Allgemein fällt halt auf dass es in Norwegen einfach zu campen ist. Die Plätze haben sehr lange geöffnet und haben auch so gut wie immer Plätze anzubieten. Macht man eine Rundreise muss man sich keine Sorgen machen. Auch haben die meisten Plätze neben Caravanplätzen auch Möglichkeiten zum Zeltstellen und viele sogar kleine Hütten. Eine Rundreise im Auto ohne Zelt ist demzufolge auch gut möglich. Man muss also kein Wohnmobil haben. Über Vor- und Nachteile kann ich mich nicht auslassen und will es auch nicht. Für uns wäre es in der Situation mit den Hunden nicht gut möglich.

Wir haben kleine und große Plätze besucht. Gelegen an den Fjorden oder in den Bergen, freundlich waren sie überall. Man konnte ohne Komplikationen kommunizieren und immer frei den Platz wählen, das ist eigentlich sehr gut. Wenn man dann den Platz auskundschaftet und dann erst zum Platz fährt ist das auch in Ordnung. So manch Camper macht die Stellplatzsuche mit dem Mobil, das ist nicht ideal.

In Norwegen ist das Duschen immer extra, mit Münzen – in der Regel 10 Kronen – oder Chips. Das sollte man im Vorfeld immer erfragen, man lernt es ziemlich schnell. Das Strom auch extra ist sollte klar sein. Das Angebot an Sanitäreinrichtungen erscheint auf den ersten Blick nicht ausreichend. Vielleicht denkt man auch in deutschen Maßstäben. Fakt ist jedoch, es gibt zwar kleinere Staus, aber alles ist beherrschbar und recht unkompliziert. Im Urlaub hat man ja schließlich Zeit dabei und mit etwas Timing kann man hier Einfluss nehmen. Einen großen Vorteil haben Norwegens Campingplätze, sie sind gut ausgeleuchtet :mrgeen:. Die Sonne geht ja fast nicht unter und somit verteilt sich das leben auf den Plätzen auf ein paar Stunden mehr. Vielleicht ist das der Schlüssel für die Ruhe?

Platz 1 Strandheim Camping Leira

Das ist die Nummer 1, der letzte Platz den wir besucht haben aber auch der beste. Das Duschen dort nur 5 NOK und überhaupt, die Details die so wichtig sind. Frische Blumen, Musik im Sanitärteil, das Ambiente überhaupt und der Chef. Das habe ich ihm auch deutlich gesagt. Dieser Platz wurde auch schon ausgezeichnet, kein Wunder und nur berechtigt.

Leira - idyllisch gelegen

Der Chef wohnt auf dem Platz

nochmal Leira

Platz 2 geht an Flåm-Camping        

Der Platz war weiträumig und in Etagen angeordnet. Das liegt generell an der geografischen Lage an den Fjorden. Der Sanitärbereich war sehr gut und bot alles was man und Frau brauchte. Die Anwesenheit einer Waschmaschine und eines Trockners kam uns sehr gelegen. Das haben nicht so viele Plätze zu bieten.

Flåm Camping

Flåm

Platz 3 vergebe ich an gleichberechtigt an Åndalsnes und Geiranger.

Beide Plätze waren ziemlich dicht am Wasser. Baden kann man zwar kaum in den Fjorden, aber die Lage ist schon ziemlich cool. Wobei es in Geiranger auch wegen der Bekanntheit doch hektischer wirkte aber die Ziele und die Möglichkeiten größer waren. In Åndalsnes empfand ich es als angenehm fast nur Nordländer anzutreffen. Wenige Deutsche kommen wohl dort hin.

unsere Nachbarn in Geiranger

In Geiranger zeigten wir Markise

Åndalsnes

 

Platz 4 und danach

Die anderen Plätze würde ich allesamt danach einordnen. Es ist schwer hier noch abzustufen. Die Eindrücke vor Ort stehen auch unter dem Tageseindruck und den Bedingungen die wir gerade hatten. Odda fiel da zunächst etwas ab. Ich muss aber gestehen dass es mit Abstand betrachtet anders wirkt. Auf diesem Platz kam dazu dass wir Sonntag ankamen, wir hatten Glück denn 20 Uhr ist dort Feierabend, und daher keine Ansprechpartner für die Wechselgeld und Duschfrage antrafen.

Unser Stellplatz im Fjellpark Maurvangen

Fjellpark Maurvangen - der obere Bereich

Kvandal

Odda, ungünstig direkt unter Bäumen

 

Preikestolen Camping

Alles in Allem kann man sehr zufrieden sein. Klammern wir das insgesamt hohe Preisniveau mal aus, denn das ist ja in ganz Norwegen und auf allen Ebenen so, ist es gabz angenehm für Camper. Dabei ist egal ob man mit oder ohne Räder unter dem Heim und/oder mit oder ohne Zelt unterwegs ist. Norwegen bietet alle Möglichkeiten und es gibt wohl selten verschlossene Türen. Allerdings gibt es Regeln, die man einhalten sollte, das ist aber selbstverständlich. Neben den hervorragenden Bedingungen hat Norwegen genug Plätze sich jahrelang aufzuhalten. Selbst den Einheimischen dürfte es schwer fallen auch nur näherungsweise die möglichen Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Das Wohnmobil

Das Mobil - bereit zum beladen

Das Urlaubsquartier auf mindestens 4 Rädern, eigentlich eine ideale Form der Reise. Für jeden ist das sicherlich nichts, aber wenn man etwas beweglich ist und sich mit den Platzverhältnissen arrangieren kann, für mich ideal. Es gibt Menschen die sich im Urlaub irgendwo nieder werfen, meist an einen Strand und in die Sonne, die brauchen kein Wohnmobil. Allinklusiv einschließlich dem Wasser und der Liege, im Notfall auch im Hotelpool. Im Wohnmobil hat man auch All-Inklusiv, aber die Cocktails kommen nicht in regelmäßigen Abständen an ein vorbei geschwommen Da gibt es kein Personal was die Buffets bereitet und Abwaschen muss man dann auch selber. Man hat aber die Freiheit jeden Tag zu wählen wo man sein möchte und was man erleben will. Die Auswahl ist eigentlich unendlich größer. Zum Glück gibt es da auch die verschiedensten Interessen. Es wäre schon beklemmend wenn die Anzahl der Wohnmobile um ein Vieles steigen würde, in den entsprechenden Gebieten sind es schon recht viele.

Die "Küche"

Das Heck mit dem Bett quer

Das "Badezimmer"

Bei Wohnmobilurlaub muss man im Jahr recht früh ausschlafen. Je früher man den Zeitraum kennt umso größer ist die Auswahl wenn man ein Fahrzeug mieten muss und natürlich auch will. Das ist ja der Regelfall, denn selber eines zu haben ist ein kostspieliges Hobby und „lohnt“ sich nur bei entsprechender Auslastung für die man aber viel Zeit braucht. Darum ist die Wohnmobilgeneration in den höheren Jahrgängen angesiedelt. Das heißt nicht das diese Camper alte Eisen sind, es würde uns ja auch betreffen. Es ist auch eine Frage des Geldes, was man zu früh im Leben eben noch nicht zur Verfügung hat wenn überhaupt. 😐

Der Stauraum im Heck gerade so mit Übersicht

Wir sind ja nun schon zum dritten Mal unterwegs gewesen und haben da sicherlich Erfahrungen sammeln können die bei der Auswahl eine Rolle spielen. Beim ersten Mal hatten wir ein Alkhoven-Modell. Das wollten wir aber nicht wieder. Uns schwebte wieder ein Teilintegriertes vor und wurde es ja auch. Jedes Modell hat Stärken und Schwächen, man muss hier Abwägen ohne dabei alle möglichen Situationen zu kennen. Die Teilintegrierten wirken nicht ganz so wie eine Schrankwand auf Rädern. Wir hatten ein TEC Rotec Lift 652 G. Der Vorteil ist die große Heckgarage und der damit verbundene Stauraum. Das irritiert zwar, denn man sollte schon auf das Gewicht achten, ist aber praktisch und sorgt für Übersicht. Neben den normalen Ausstattungen gab es nichts Besonderes. Ein Fernseher war an Bord, ist aber wenn man in Norwegen auf Rundreise ist nicht immer nutzbar. Wir hatten keine Zeit zum Fernsehen :|. Ironie der Geschichte, jeder fragt danach für den Fall das, aber die Meisten nutzen das nicht. Da sind auch wir dabei … 🙄

Der Fernseher wofür wir echt keine Zeit hatten

Das Cockpit mit den drehbaren Sitzen

Die Doppelliege über dem Cockpit wird heruntergeklappt, manchmal kam es alleine runter

Ansonsten staunt man doch immer wieder wie das auf engen Raum so funktioniert. Ist die Anlaufzeit von ca. 3 Tagen herum findet man zunehmend schneller seine Sachen. Wenn dann nicht immer ein Hund vorm Kühlschrank liegt ist der Zugriff nahezu grenzenlos. Erstaunlich für mich ist die Tatsache, trotz dieser großen Menge an Wohnmobilen die unterwegs sind, konnte ich kein baugleiches Modell sehen oder antreffen. Auch unter den anderen Modellen auch nicht, es ist eine große Vielfalt auf der Strecke. Natürlich haben wir in gewissen Dingen Fehlerchen gemacht. Deswegen haben wir uns aber keine Sorgen gemacht. Wir werden diese Dinge notieren und irgendwann beim nächsten Mal versuchen zu beachten. Auch unsere Ansammlung kleiner Helfer wird vollständiger. Man muss nicht alles selber kaufen, vieles haben wir uns ausgeliehen. 😉

Unterm Strich waren es 4320 Kilometer die wir zurück gelegt haben. Schlecht fand ich in erster Linie die Tatsache, dass ich das alles alleine am Steuer bewältigen musste. Es gab so einige Situationen bei denen die restlichen Insassen – die Hunde klammern wir da mal aus – plötzlich geschwiegen haben. Alleine der Moment, eigentlich waren es gefühlte Stunden, der LKW Begegnung an der Fjordstraße. Dieser mindestens viertelstündige Akt hatte auch die letzten schwächlichen Gedanken an einer Fahrbeteiligung der restlichen Meyerei erstickt. Ich saß ja dann ab diesem Moment endgültig alleine auf dem Fahrersitz … nicht Mal Bashira wollte wirklich :mrgreen: .

noch mal die Küche, darunter der Kühlschrank und jede Menge Stauraum

Vorbei

Heute gab es kein Roadbook mehr, wir waren nicht mehr auf der Road. Das Wohnmobil haben wir gestern ausgeräumt und geparkt. Wir haben wieder zu Hasue geschlafen :).  Wie schnell man sich an Dinge in nur 2 Wochen gewöhnen kann? Der Platz der nun plötzlich wieder da war, man konnte damit nicht viel anfangen. Die Hunde, die wussten ihn zu nutzen. Die ganze Zeit waren sie uns nicht auf die Pelle gerückt, es ging auch nicht wirklich. Auch das kann Urlaub sein :mrgreen:

Wie schnell sie wieder umschalten können wird sich zeigen. Wir konnten es noch nicht. Ein letzter Akt stand ja noch an. Das Wohnmobil säubern und zur Übergabe bringen. Seit gestern ratterte die Waschmaschine. Wäsche die nicht gebraucht wurde wanderte direkt zurück in den Schrank. Nehme ich mal an ;), wissen und erfahren werde ich es wohl nicht. Ist ja auch völlig egal. So wie die Wäsche vom Urlaub befreit wurde, befreiten wir das Wohnmobil von uns. Es bleibt nicht aus dass mal etwas liegen bleibt. Das wurde kontrolliert und das Gefährt gründlich gesäubert. Jeder hatte seinen Bereich, Innen, Fahrerbereich und Außen sowie der Heckstauraum. Gut das wir zu dritt waren, wobei das Ganze fließend ablief. Zugig und ohne Hektik, nur so konnte man es schnell und gründlich schaffen. Es war frühes Aufstehen erforderlich. Was man fertig hat ist fertig, je früher umso besser. Dazu gab es wieder frische Brötchen, deutsche Rundstücke (so heißt das in Norwegen). Endlich wieder was knuspriges, ein Punkt dass man froh ist wieder zu Hause zu sein. Allzu viele gab es allerdings nicht um das vorweg zu nehmen.

Wir haben 8 Uhr begonnen und waren gegen 10.45 Uhr fertig. Nochmals alles durchgeschaut. Das auch ja nichts vergessen wird. Das Bonbon unter dem Fahrersitz von einem Vornutzer haben wir auch nicht heraus bekommen ;). Wir sind dann nach Eisenach gefahren. Dort wurde vorher wieder voll getankt, der letzte Posten auf der Ausgabenliste. Nur das was an Maut aus Norwegen anflattert, das kann schon eine Weile dauern. Es war überschaubar, das hoffe ich mal. 😉 

Knackpunkt Kaution, wir hatten da ja die Streifen an der Seite. Kein Lackschaden und wie ich es vermutete, es gab ein Mittelchen. Schnell raus das Fläschchen und weg war der Gummi, kein Lackschaden. Nachdem wir die blinden aber toten Passagiere – die Fliegen an der Vorderfront – entfernt hatten, ging es an die Übergabe. Dafür die Fliegen) gab es übrigens auch ein Mittelchen, wie so für fast Alles. Schnell war das Protokoll durch und wir bekamen die Kaution zurück. Alle guten Dinge sind eben doch Drei? Beim dritten Urlaub mit Wohnmobil ging es am Ende doch glatt, Endlich einmal. Wir kehrten MIT Kaution wieder heim :D.

Dann noch DER Moment, unser kleines Auto stand ja noch in Eisenach. Es war auch hier wie immer. Rein auf den Fahrersitz und man hatte das Gefühl im Schuhkarton zu sitzen. Die Motorhaube in Augenhöhe, man sieht eigentlich nichts. Die Handbremse auf der „falschen“ Seite, die Kupplung verursachte so manch holpriges Anfahren, die Rekultivierung hinterm Steuer dauert eine Weile. Immer das Gleiche auch wenn wir es so oft nicht erleben konnten bisher. Gegen 13 Uhr konnten wir im Prinzip einen Schlussstrich unter dem Urlaub machen, außer die Waschmaschine, die machte noch Überstunden.

Wir hatten nun Zeit bis Montag den Wiedereintritt ins Arbeitsleben vorzubereiten. Einkaufen und mein Fahrrad musste seinen Urlaub auch beenden. Nur die Hunde, die waren nun an der Reihe mit echtem Urlaub. Obwohl es keine tropischen Temperaturen waren, sie hatten Null-Bock. Gut, wenn man Bantu fragen würde, der kann nicht „Nein“ sagen. Bashira hat sich weit in das Innere des Hauses verzogen. Sie genoss ihren neu gewonnenen Freiraum und ich probierte ob die Beine noch konnten, die Sitzfläche wieder bereit war und überhaupt, was passiert diesmal nach der Pause? Nicht viel, „nur“ 70 Kilometer mussten reichen. Das lässt Luft nach oben und ist für nach einer Pause wo schlecht nicht :mrgreen: .