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Die Meyerei hat ein Jubiläum

Der 6.September 1986, in Tambach-Dietharz, gab es zweimal laut und deutlich ein „Ja“. Die Gründung der Familie Meyer wurde vollzogen.

Lang ist es her …

25 Jahre später gibt es die Silberhochzeit!

Unsere Wege haben sich am 6.November 1982 zum ersten Mal gekreuzt. Gesucht und gefunden? Zusammen gefunden, zusammen gewachsen und manchmal auch zusammen gerauft. Die logische Konsequenz (heute nicht mehr wirklich) das man sich als Familie vereint. Das ist nun 25 Jahre her … und heißt eben Silberhochzeit. Silber ist wie grau und grau ist alt. Nein wir fühlen uns eben NOCH nicht alt, warum auch.

Beide haben wir studiert, beide mehr oder weniger noch zu Hause lebend (oder im Studentenwohnheim) begann die Geschichte der Familie Meyer. Das war auch die größte Klippe am Anfang. Im Laufe der Jahre kamen noch mehr hinzu und die Familie hat sich entwickelt. Positiv entwickelt will ich behaupten,

 1988 die erste gemeinsame Wohnung – wenn auch ohne Bad und Toilette.

1989 dann erschien unser Sohn und verstärkte die Familie

1989 bis 1991 haben wir unser Haus gebaut, fast vollkommen in Eigenleistung

Das waren die ersten Schritte festen Boden unter die Füße zu bekommen. Wir sind nicht ausgerissen mit der Wende, haben uns entschieden zu bleiben. Viele Steine aber auch angenehme Dinge begleiteten uns über die Jahre. Einmal haben andere die Steine geworfen, manchmal haben wir sie selber gelegt. Das schweißt zusammen. 

25 Jahre Höhen und Tiefen, das ist durchaus normal. Ob die grauen Haare auch ohne diese Bindung gekommen wären lässt sich so leicht nicht beweisen 😉 . Auch das wir nicht mehr das Geschirr des Anfanges haben liegt nicht daran das wir uns beworfen haben :mrgreen:, der Zahn der Zeit nagt nicht nur an uns. Das wir es geschafft haben die 25 voll zu machen hat viel mit Zuneigung, Toleranz und gegenseitigen Respekt zu tun. Es basiert auf den Willen gemeinsam das Leben mit seinen Sonnenseiten und auch den Schattenseiten zu meistern. 

Ein Rezept hierfür gibt es wohl kaum. Ratschläge können und wollen wir nicht erteilen. Im Alltag sollte man Eintönigkeit vermeiden, sich immer neuen Herausforderungen stellen und sich nicht scheuen im Leben Dinge zu ändern. Wenn es sein muss auch mal radikal. Das hilft und bringt das Leben auf Trapp.

„Es kommt nicht darauf an dem Leben mehr Jahre zu geben, man muss den Jahren mehr Leben geben.“

Altes Norwegisches Sprichwort

Der 10. Jahrestag

21.Juli 2001 … die Familie Meyer, damals noch in der Besetzung Astrid, Florian, Benny und .. ja ich natürlich 😉 , hatte Urlaub. Wir sind damals früh aufgebrochen zur Fahrt nach Dänemark, planmäßig für eine Woche an der dänischen Ostseeküste nicht weit oberhalb Flensburg. Kaum zu glauben, aber den Ort habe ich irgendwie vergessen. Sicher auch weil wir fast täglich an die gegenüberliegende Nordseeküste gefahren sind. Sie war attraktiver, nur weiß ich noch, das Ferienhaus lag am Blindwej J . Ansonsten aber ein typisch dänisches Ferienhaus. Als wir nachmittags dort ankamen hatte auch Benny gleich das Grundstück für uns erobert, auf seine Weise. Er setze auf dem höchsten Punkt des Grundstückes (ein Sandhaufen) gleich mal eine Markierung. Ein Haufen der wohl sagen sollte … jetzt bin ich der Cheffe hier :mrgreen: .

Dänemark besitzt nun nicht die atemberaubenden Landschaften oder außergewöhnliche Ziele, aber hier kann man richtig gut entspannen. Die Ruhe ist schon bemerkenswert, alles geht gediegener und das wirkt so gut dass sogar die Deutschen Hektiker hier kaum auffallen. Das Leben funktioniert auch so, man kann es kaum glauben.

Nach dem Abendessen habe ich wie meist eine Zigarette geraucht, genüsslich (?), nachdenklich aber auch entschlossen. Es wurde eine besondere Zigarette, es sollte die letzte gewesen sein. Ich hatte davor schon viele letzte Zigaretten geraucht, nur diesmal war es etwas anderes.

Die Zeit der Vorbereitung auf diesen Moment begann schon im Mai 2001, als mir bewusst wurde wie dämlich diese Sucht nach außen wirken kann. Die Erkenntnis kam, als ich damals in die HNO-Klinik einrückte zu einer Nasen-OP. Ich sah 2 Gestalten vor der Klinik, den Kopf verbunden (hauptsächlich die Nase mit umliegenden Bereichen), wie sie sich in eine Öffnung unter dem Verband eine Zigarette rein tasteten. Ein so abartiges Bild wie auch der Aschenbecher davor, gefüllt mit einer schwarzen Flüssigkeit und schwimmenden Kippen darin, was sich zum ersten Mal wirklich bewusst gesehen habe. Da kam der Entschluss auf den ich wohl viel zu lange warten musste. Das wird es bei mir nicht mehr lange geben. Die 5 Tage Krankenhaus habe ich ohne Rauch überstanden, ich war allerdings noch nicht bereit für den richtigen Schlussstrich. Ich rauchte weiter und wartete auf DEN Tag.

In Vorbereitung des Urlaubes in Dänemark stand nun die Frage, wie viele Zigaretten braucht man in einer Woche? Ich „musste“ „meine“ Sorte vorher kaufen, denn die gab es in Dänemark nicht. Ich habe mir die Frage eindeutig selber beantwortet, so viele wie in meiner letzten Schachtel noch drinnen waren, die musste ich nicht mehr kaufen. Ich wollte nie mehr welche kaufen!

Die Letzte war eben diese am Abend in Dänemark. Das war mein Wille ohne zu wissen ob nun dieser X.Versuch endlich gelingt. Die Gelegenheit war günstig, neues Umfeld, neuer Tagesablauf und genug Ablenkung in der erfahrungsgemäß schweren ersten Woche.

Das hat nun 10 Jahre Bestand. Hinweg über den schweren Anfang auch wenn ich im Nachhinein es so schwer nicht gespürt habe, da der Wille so groß war wie noch nie. Ich bin stolz auf mich und ärgere mich warum das nicht schon früher gereicht hatte. Es ist aber nie zu spät.

Danken möchte ich vor allem meinem Sohn, er trägt die größte Aktie an diesem Erfolg. Als er schreiben konnte, weit vor 2001 hatte er mir etwas Gebasteltes geschenkt, es war irgendwann Weihnachten. Darauf stand von ihm geschrieben:

Es war nichts Weltbewegendes und ein Bastler war und wird er nie werden. Aber es war sein Wunsch und seine Idee die mich zum Nachdenken anregte. Ich habe dieses Geschenk aufbewahrt und mir geschworen diesen Wunsch eines Tages zu erfüllen. Das war lange vor 2001, wann genau weiß ich nicht mehr. Ich weiß auch nicht mehr genau wann ich ihm dieses Geschenk zurück geben konnte. Ich habe aber gewartet bis die Sache stabil war und Rückfälle auszuschließen waren.

Dieser Tag vor 10 Jahren bleibt in Erinnerung.

 

 

Ohne Worte !!