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Die Geschichte von Bruno

Irgendwann und irgendwo gibt es immer einen Anfang und auch ein Ende.

Es begann 1999

Warum denkt man über einen Hund nach? 

Wie denkt man über einen Hund nach?

                                                                              Was gibt es für Gründe?

Ein Haustier wirkt meist positiv auf das Klima. Wir haben beschlossen unser Leben zu ändern. Mehr Bewegung, mehr Natur um dadurch mehr Gesundheit für uns zu erlangen. Und wir hatten einen Sohn mit panischer Angst vor Hunden, egal welcher Art der Hund auch war. Ich bin auch ehrlich, wir wollten die vielen Katzen von unserem Grundstück fern halten.

Der Zufall wollte es und es gab in Tambach-Dietharz einen Wurf Retriever.
Wir gucken mal … oh wie ich das kenne :-).

Bruno's Kinderstube

Bruno's Kinderstube

 

Am 21.Mai 1999 ist der kleine Bruno dann zu uns gezogen. Der Umzug dauerte gerade mal 5 Minuten.
Wir waren froh ihn bei uns zu haben.
Unser Leben begann sich zu ändern …

Da ist er und schon gibt es Erfolge

Da ist er und schon gibt es Erfolge

Wir wollten gute Hundeeltern werden und alles geben. Es machte uns riesigen Spaß ihn aufwachsen zu sehen. Man kann sagen er hat uns therapiert, auf seine Weise.

Die beiden hatten viel Spaß miteinander

Die beiden hatten viel Spaß miteinander

Größe Pläne hatten wir, er sollte wohlerzogen werden. Er sollte auch Welpe sein dürfen, wie auch unter seines Gleichen.

Ein heller Tupfer in der Meute

Ein heller Tupfer in der Meute

Da darf man auch schon mal so richtig platt sein …

Ruhe nach dem Sturm ...

Ruhe nach dem Sturm ...

Alles entwickelte sich recht gut.  Bruno macht Fortschritte in Wachstum und Gehorsam und er hat uns so gut getan. Leider war alles nur von kurzer Dauer.
Es kam alles so plötzlich, ohne Vorzeichen, wir begreifen es auch heute nicht wirklich.

Wasser bereitete ihm Spaß

Wasser bereitete ihm Spaß

Ein warmer Sonntag, unser Kleiner hatte seine Abendmahlzeit erhalten.
Nichts war unnormal.

klar hat man Durst

klar hat man Durst

Noch ahnten wir nicht das diese Bilder die letzten bleiben werden … wir wissen noch nicht mal genau wann es war.

 

Plötzlich begann er sich zu übergeben. Jedes Mal bebte der kleine Körper. Es kann ja passieren dass er sich nicht wohl fühlt, es war ja auch recht warm. Er kam jedoch nicht zur Ruhe, immer und immer wieder bebte der ganze Kerl und selbst als nichts mehr kommen konnte. Ein Anruf beim Notdienst schlug auf wenig Gegenliebe, wir sollten uns keine Sorgen machen – das kann mal passieren. Da uns die Erfahrungen gefehlt haben, haben wir es akzeptiert – notgedrungen. Es kam eine schlimme Nacht. Immer wieder quälte sich der kleine Körper. Gleich am nächsten Morgen ging es zu einem Tierarzt. Es sah nicht gut aus. Wir hatten große Angst …

Die Hoffnung kam zurück, Bruno war ein Kämpfer und erholte sich. Er machte die Praxis unsicher. Kaum gab es einen Hund der nach so einem Zustand so schnell wieder oben war. Wendet sich alles zum Guten?

Leider nein, schon bald ging es ihm wieder schlechter. Was wir befürchtet haben wurde Gewissheit. Bruno hatte durch das ständige Brechen (oder was auch immer) eine Darmverschlingung. Sofort wurde eine OP vorbereitet und durchgeführt. Ihm wurden ca. 10 cm der Darmschlinge entfernt und die OP verlief recht gut. Er hatte es gut überstanden und ist auch bald wieder auf den Beinen gewesen. Wir hatten noch viel Arbeit. Was nun kam war strenge Diät und Wiederaufbau des geschwächten Körpers.

Drei Wochen Kampf, sorgfältige Diät, stückweise Aufpäppeln und endlich, nach fast 3 Wochen gab es normale Kost im kleinen Happen. Selten haben wir uns gefreut – eigentlich noch nie – als der Kleine endlich wieder normale Haufen auf die Terrasse gemacht hat. Wir haben gedacht wir sind durch.
Das Glück schien zurück zu kommen ….

Doch es kam anders … Sein Zustand wurde wieder schlechter. Irgendwie hat sich der Darm wieder ineinander gezogen. Das haben wir aber erst später erfahren …

Es kam der 23.Juli 1999 – ein Tag den wir nie wieder vergessen werden …

Gegen 9 Uhr erhielt ich die Information, dass meine Mutter ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Wir, mein Vater und ich, sollten dort erscheinen. Mit unguten Gefühlen fuhren wir zum Krankenhaus. Wir erhielten die Nachricht dass meine Mutter an einer Lungenembolie verstorben ist. Welch ein Schock, damit war nicht zu rechnen. Ohne Worte fuhren wir nach Hause. Ich überbrachte meiner Familie die traurige Nachricht. Bruno, selbst schwer gezeichnet, versuchte in dieser Situation uns Trost zu spenden, er hat sich an uns gelehnt und so sein Mitgefühlt beteuert. Eine Geste die wir im selben Moment nicht wirklich wahrgenommen haben. Wenn ich davon erzähle überkommt mich noch heute eine Gänsehaut …

Bruno’s Zustand verschlechterte sich weiter. Wir mussten nun auch noch einen schweren Gang zur Tierklinik machen. Die letzte Hoffnung im Gepäck, wohl aber wissend das er ziemlich schwach war. Leider war alles vergebens. Eine nochmalige Operation hätte der kleine Kerl nicht überstanden und wir mussten feststellen dass wir machtlos waren. Eine Ohnmacht, die zweimalig an einem Tag zu spüren, enorm schmerzt. Alles getan und doch vergebens. Wir haben ihn dann von seinen Leiden erlöst.

Die Fragen nach dem „Warum“ bieten keine Antworten. Eindeutig und heftig haben wir an diesem Tag erfahren dass alles einmal zu Ende geht.

Bruno, wir danken dir und werden auch dich nie vergessen.