März 2010
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Schule für Höhere Töchter oder das Hundegymnasium

 

Wir wollten einen ruhigen Hund, ja … und ausgesucht haben wir sicherlich eines der größten „Wildschweine“ die es unter der Ridgeback-Sonne und speziell in diesem Wurf gab. Der Züchter schmunzelt noch heute über diesen, unseren Spruch. Schön dass wir so zur Freude beitragen können. 😀

 

Für uns selber ist es eigentlich inzwischen relativ unproblematisch, denn wir wissen genau wie man sie nicht anschauen muss um diesen Ridgeback quer im Gesicht zu haben. Mit anderen Worten, ihr Übermut geht immer noch recht oft mit ihr durch und tut auch heute noch manchmal weh. Sie ist ja noch nicht mal 1 ½ Jahre alt mitten in der Jugendlichen Drangperiode und voll im Saft. Sie hat das Bedürfnis ihre Freude auch mal gut sichtbar (auf 30 Meter) mit einem Kuss auf die Brille (sofern eine zum Augenschutz vorhanden ist) oder notfalls ins blanke Gesicht zu drücken, egal wie hoch die Brille auch hängen mag.

 

Auch zeigt sie noch pubertäre Verhaltensmuster die förmlich nach Behandlung rufen. Dabei ist nicht gemeint wenn sie beim Opa im Garten im falschen Beet Unkraut (was noch gar nicht da ist) ausbuddelt und dafür eine Gelb-Rote Karte erhält. Zitat Züchter: „Meine Hunde buddeln nicht“.

 

 

hier ist der Beweis ...

hier ist der Beweis ...

 

 

Also ist es doch logisch nochmals einen Gang in die Hundeschule zu „wagen“.

Nach Welpenspielstunde (Kindergarten) und Grundhundeschule (letzten September) steht nun das Gymnasium an, die Schule für reife Töchter.

 

Durch Mund zu Mund-Propaganda haben wir von einem Hundeflüsterer erfahren. Dieser hat auch schon Ridgebacks „salonfähig“ gemachte haben. Also haben wir uns um Kontakt bemüht und schon beim ersten Gespräch waren wir zu der Überzeugung gekommen, dass wir hier gut aufgehoben sind. Nicht das die anderen Schulen schlecht waren, nein wir wollten einfach unseren Horizont noch weiter gestalten. Schließlich geht es nicht nur um Hundeerziehung, es muss das Ziel sein beide Leinenenden auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Bei aller Erfahrung die man gesammelt hat, das Potential zum Dazulernen ist immer noch gegeben. Ab dem 22.März ging es dann los  … wir sind gespannt auf das Ergebnis.

 

 

 

Nach der OP

 

Wie schon mal geschrieben, haben wir uns entschlossen unserer Maus noch mal eine OP anzutun. Wir haben sie kastrieren lassen.

Es gibt sicher Für und Wider und das Tier selber wird und kann es nicht entscheiden. Unsere Argumente sind einfach und plausibel, lassen sich aber sicher auch widerlegen.

 

Die Wahrscheinlichkeit dass einmal ein zweiter Hund – dann sicher ein Rüde – in unserer Familie einzieht ist recht hoch. Das alleine reicht aber nicht als Grund. Aus medizinischer Sicht bleibt zu bemerken, dass gewisse gesundheitliche Risiken von dem Hund ferngehalten werden können. Bashira hatte vor, während und vor allem nach ihrer Läufigkeit große hormonelle Probleme. Die haben sich auf der Haut durch viele Pickel und auf dem Fell durch partielle Farbänderungen gezeigt. Nach der relativ langen Läufigkeit (nahezu 6 Wochen) wurde sie stark scheinträchtig, wodurch das Wohlbefinden der ganzen Familie doch beeinträchtigt war. Alles wurde mit dem Tierarzt besprochen und abgewogen und am 2.März war dann OP-Tag. Anschließend haben wir durch Urlaub eine Rundumversorgung abgesichert, damit es ihr so an nichts fehlte.

 

Sie hat inzwischen alles recht gut überstanden und nach einer hormonellen Behandlung ging auch die Scheinträchtigkeit schnell zurück. Eigentlich ist sie ein guter Patient solange man nicht ins Sprechzimmer oder auf den Behandlungstisch muss. Ansonsten haben wir alles sogar ohne den „Lampenschirm“ überstanden. Es dauerte insgesamt gut drei Tage und wir hatten unsere „alte“ Bashira wieder … toben … tummeln … neugierig sein und Dummheiten machen … wir waren froh darüber, denn es war doch ziemlich ruhig in den Tagen bei uns.

 

Die OP Narbe ist gut verheilt uns auch sonst geht es ihr recht gut. Wir müssen nun mit dem Futter etwas aufpassen, aber das haben wir schon immer gemacht. Ridgebacks haben einfach immer Hunger. Nach ihrem Geschmack ist schon immer zu wenig in der Schüssel – so kennen wir sie … und so lieben wir sie.