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Der Rhodesian Ridgeback – EINE Beschreibung

Immer wieder gibt es Beschreibungen von Ridgebacks, man liest sie und saugt sie auf und sucht natürlich die Vergleiche zum eigenen Hund. Am Ende stellt man fest, ja das ist typisch, aber auch nein das macht unser Hund nicht. Je mehr solcher Beschreibungen verfasst werden, umso mehr Nuancen findet man. Spezifische Eigenschaften die nur zeitweilig oder auch immer vorhanden sind. Man kann eigentlich nichts ganz ausschließen, irgendwann findet man fast alles bei diesen tollen Hunden. Eines ist jedoch Fakt: Wer einmal einen Ridgeback hatte kann sich keinen anderen Hund vorstellen. Ich behaupte mal, dass so etwas einzigartig ist und letztendes verdeutlicht es, dass sie doch etwas ganz Besonderes sind. Besonders im Wesen, in ihrer Art und der Erscheinung, aber das meinen viele Hundebesitzer egal welcher Rasse. Trotz aller Rassespezifik, ein Rest „Wundertüte“ ist in jedem noch so kleinen und mit Falten gezierten Hundblick immer enthalten, genau wie es echt typische Sachen gibt.

Dieser prachtvolle rote Hund mit dem charakteristischen Ridge auf dem Rücken hat es zum Modehund gebracht. Stolzes Auftreten, absolute Loyalität zu seinen Menschen, vielseitige Einsatzmöglichkeiten machten ihn auch außerhalb seiner Heimat populär. In Südafrika fanden die europäischen Siedler die Hunde der Einheimischen, die sie Hottentotten nannten, vor. Sie hatten den mitgebrachten Jagd- und Schutzhunden gegenüber einen wesentlichen Vorteil: Sie vertrugen das Klima, unter dem die eingeführten Hunde sehr zu leiden hatten. Waren widerstandsfähig gegen Parasiten und Krankheiten. Die Kreuzung der eingeborenen Hunde, die manchmal durch einen gegen den Strich wachsenden Fellstreifen auf dem Rücken auffielen – der übrigens heute noch, wenn auch selten, beim AfriCanis vorkommt, ergab mit den mitgebrachten Hunden die erwünscht robusten Nachkommen. Die Hunde wurden in erster Linie zur Großwildjagd eingesetzt.

Als Löwenhunde wurden sie berühmt. Sie hetzten die großen Katzen in Teamarbeit müde und stellten sie, ohne sie hautnah attackieren. Ihre große Geschicklichkeit und die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, begründeten den legendären Ruf der Rasse.

Der Ridgeback wird teuer gehandelt, und die fruchtbaren Hündinnen bessern mit vielen Welpen so manche Haushaltskasse auf. Dabei ist der Rhodesian Ridgeback ein sehr anspruchsvoller Hund, der mit großer Sorgfalt gezüchtet und aufgezogen werden muss und keineswegs unbedacht angeschafft werden darf. Ein vermeintlich günstiger Kauf wird rasch bereut.

Der Rhodesian Ridgeback ist bärenstark, windhundschnell und ein herausragender Jäger, der Äugen und Nase einsetzt, dem nichts verborgen bleibt und der blitzschnell reagiert. Er fügt sich in eine Partnerschaft ein, in der er Führung erfährt, die für ihn Sinn macht, und er somit seinen Menschen anerkennen und respektieren kann. Für einen Menschen, der sich zu vermitteln und den Hund zu motivieren versteht, tut der Ridgie alles. Allerdings gehört die Jagdleidenschaft zu seinen Prioritäten, und auch sein Territorialempfinden ist ausgeprägt. Besonders gleichgeschlechtliche fremde Hunde werden nur ungern im oder in der Nähe des eigenen Reviers geduldet. Unter Freunden sind Ridgies gesellig und lieben engen Körperkontakt. Am liebsten wären sie Schoßhündchen geworden und bevorzugen es weich und warm, besonders im Bett!

Ridgebacks sind intelligente, bewegungsfreudige, ausdauernde, aktive Hunde, für die man viel Sachverstand und Zeit braucht, um sie geistig und körperlich auszulasten. Da sie von Haus aus Teamarbeiter sind, lieben sie gemeinsame Aktivitäten mit ihren Menschen und eignen sich für vielerlei hundesportliche Aktivitäten. Aber auch als Jagdhunde sind sie vielseitig einzusetzen, zum Leidwesen vieler Jagdfreunde jedoch nicht offiziell als Jagdhunderasse anerkannt. 

Ridgebacks beschützen und verteidigen ihre Menschen und ihren Besitz mit aller Kraft und sind dann ernst zu nehmende Gegner. Alles in allem kein Hund, der Mal so eben in der Familie mitläuft. Die Besonderheit der Rasse, der Ridge, steht in Verbindung mit einer Erbkrankheit, dem Dermoid Sinus. Der Ridge ist eine genetische Mutation, der Normalfall ist ganz klar der Hund ohne Ridge, der aber bislang als nicht rassetypisch aus der Zucht ausgeschlossen wurde. Das führte zur Reinerbigkeit des Ridge und damit dem Auftreten des Sinus. Inzwischen hat man die Wichtigkeit erkannt, auch ridgelose Hunde in die Zucht einzubeziehen. Auch wenn der Ridge fehlt, so ist ein ridgeloser Hund bis auf dieses zwar auffällige, aber doch vollkommen unbedeutende ,,Schönheitsmerkmal“ ein genauso faszinierender Begleiter und nicht etwa eine Schmach für die Zucht, wie bisher betrachtet. Vielleicht sollte man sich auf eine Namensänderung besinnen, um den ,,normalen“ Hunden ebenfalls gerecht zu werden.

 Der Ridgeback erreicht eine Schulterhöhe von 63 bis 69 Zentimetern beim Rüden und 61 bis 66 Zentimetern bei der Hündin, bei einem Gewicht von 36,5 Kilogramm beim Rüden und 32 Kilogramm bei der Hündin.

Nachbericht zum Mittelalterfest 2010

Das Wahrzeichen der Veranstaltung

Auch in diesem Jahr gab es wieder ein Mittelalterfest in Tambach-Dietharz. Im Gegensatz zum letzten Jahr war diesmal das Wetter komplett anders. Nach dem Regen und dem Matsch des letzten Jahres, war es diesmal das vorerst heißeste Wochenende, zumindest in Tambach-Dietharz. Veranstalter war auch in diesem Jahr der Verein „Authentica Castrum Walinvels“, ein Mittelalterverein der sich 2003 gründete. Mit viel Liebe und Sinn für Details wurde hier wieder das Leben des Mittelalters dargeboten. Auch wenn sich auch ein Römer in diesen Event „verirrt“ hatte, es war schon ein Genuss für das Auge.

Eines der Heerlager

allerlei Stände mit Handgemachtem

mit mittelalterlichen Waren

mit den entsprechenden Waffen

Wie im Vergangenen Jahr haben wir auch wieder einen Rundgang gemacht. Das ist zum einen Interesse an der Zeit und deren Musik und andererseits auch Hundetraining. Das Bad in der Menge, die Begegnung mit großen und kleinen Leuten, dichtes Gedränge (mitunter) und Ablenkungen durch Geräusche die man nicht alle Tage vernehmen kann.

Bashira regte durchaus Interesse an

und ist recht geduldig dabei

Wie schon im Vergangen Jahr hatte man auch wieder einen „Hauptfeind“ … und zwar das Wetter. Was im letzten Jahr zu feucht war, war diesmal eindeutig zu trocken. Die Kamera versagte nicht, nein das Gras war schon am Stängel gelb. Außergewöhnlich gelb sogar. Zwar konnte man trockenen Fußes das Terrain beäugen, aber die Schritte vielen doch unter dem Druck der Sonne schwer. Mücken und sonstige Kleinlebewesen hatten auch hier einen prächtigen Sommer. Leider waren eben dem Wetter kleinere Besucherzahlen geschuldet, was ziemlich schade war.

Diese Jungs hatten den besten Job, Äpfel fangen im kalten Wasser

kein Wunder das sich manche viel Zeit gelassen haben

muss ich sowas auch machen wenn ich groß bin?

Ein noch mächtigerer Feind kam in diesem Jahr dazu. Nein keine Ritterhorden, Plünderer oder Wegelagerer, nein es waren die Fußballer des DFB. Sie hatten nämlich das Halbfinale verloren und mussten somit am Sonnabend antreten im Spiel um Platz 3. Kein Waffenschmied, kein Rüstungsbauer und keine noch so große Reiterschar konnte dagegen etwas tun. Wenn solche Ereignisse geplant werden kann man solche Dinge nicht mit kalkulieren, zumindest im nächsten Jahr ist die Zahl der Feinde wieder kleiner. Wir wollen nicht hoffen das etwas anderes dazwischen kommt. Im nächsten Jahr werde ich mich dann mit der Kamera aufschwingen und auch die Ritterkämpfe festhalten.

Mittelalterliches Kegeln - Bestandteil des mittelalterlichen Neunkampfes

gearbeitet wurde dann aber auch

manchmal offensichtlich bis zum Umfallen

alles immer gut beobachtet

... und musikalisch begleitet

die Sackpfeife ist ein Genuss für die Ohren

Wünschenswert wäre dann auch ein voller Erfolg bei moderatem Wetter. Es muss nicht regnen, was für die liebevoll gestalteten Kostüme und Utensilien nicht schlecht war, aber es ist ja Sommer da kann es auch schon mal warm sein – wenn es im Rahmen bleibt. Merken wir uns diesen Termin mal für 2011 vor.

Hier noch ein paar Impressionen von modischer und sommerlicher Bekleidung des Mittelalters 😀 .

das ist sicher kein Flanellhemd, die Schwerter und Pfeile waren ja auch nicht aus Stroh

ein luftdurchlässiges Sommergewand, Klimafaser sozusagen

Das ist der Kumpel aus ganz alten Tagen - hat sich gut gehalten

Eine Bogenschießanlage gab es auch

und es durfte auch ausprobiert werden ...

Hundeleben im Hochsommer

Ein Argument für einen afrikanischen Hund war in unserem Gedankenspiel eine gewisse Wetterfestigkeit im Sommer. Bashira ist aber wie alle anderen Lebewesen auch, wenn es nicht unbedingt sein muss passiert eben auch recht wenig. Auch in Afrika tut man auch nicht zu viel will ich meinen. Sie hat es ja noch ausgesprochen gut dass sie nicht selber jagen „muss“, sie würde es aber gerne dürfen. Hin und wieder lässt sie sich recht schnell verführen das Gesehene zu verfolgen. Das ist derzeit nicht das Thema, bei den Temperaturen.

ist es vielleicht warm? - he ich mag die Sonne

doch ... Sonne ist schön

Was uns im Mai und auch im Juni zu Meckerei veranlasst hat, ist nun wohl auch nicht richtig. Wobei der Juni schon nicht schlecht wurde – nach dem Mai wohl auch keine Kunst 😉 . Da ich ja persönlich und sicher vollkommen unwissenschaftlich die Temperaturen der letzten Jahre verfolge, kann ich dazu schon etwas mitteilen. Maximum bisher im Juli war 35,8 Grad am 11. Juli, da war es offensichtlich nicht nur beim WM-Finale heiß. Danach gab es noch 4 Tage mit über 34 Maximum und insgesamt 10 mit über 30 in der ersten Monatshälfte. Puh, war aber auch zu erwarten denn schon vorm Siebenschläfer gab es schon einen Trend in diese Richtung. Einige kleinere Hänger waren zwar dabei, aber die nimmt man dann doch als Abkühlung gerne an.

Beim Sonnenbad lässt man sich nur ungern stören ... oder?

Nicht nur für Hunde gibt es ja die Variante sich in die Fluten zu stürzen. Tja, das hat aber irgendwo einen Haken. Wenn der Fellträger aber nicht schwimmen möchte, obwohl er doch genau weiß das es irgendwie erfrischt im Unterbodenbereich, nein unsere Madame lässt in Teichen (besser am Ufer von Teichen) Leckerlis davon schwimmen. Das, wo sie sonst immer alles was eine andere Farbe hat wie der Untergrund zunächst als „Leckerli“ einstuft. Auf der Suche nach einer Bademöglichkeit im legalen Bereich (Mensch und Hund gleichzeitig) in Thüringen wird man auch nicht fündig. Hier ist noch etwas zu tun wie ich finde, Hunde pullern auch bestimmt nicht ins Wasser … daran kann es doch nicht scheitern, oder?

oh ja, deutliche Schwitzsymptome, die lange Zunge in voller Länge, und die kann richtig lang sein ...

es gibt sie aber trotzdem, die "kühlen" Plätze, da muss man sich als Hund auch mal anpassen können

egal welche Ecke, ich suche und finde die richtigen Stellen

Manchmal denke ich sogar, Ridgebacks haben gespaltene Persönlichkeiten. Wie komme ich darauf? Beobachtet man die Hunde am Tag kommt man ins Grübeln. Einmal suchen sie die Sonne um sie dann wieder zu meiden. Das sie überall dabei sein möchten, gut – das ist nicht neu. Ich habe für solche Gelegenheiten meine Kamera immer am Anschlag, man weiß ja nie so was man alles so einfangen kann. Gerade wenn man Urlaub hat und den ganzen Tag ein Auge auf der Fellnase liegen hat, da gibt es schon einige Dinge die man sehen kann. Außerdem ist es immer noch besser nachzuschauen wenn man den Hund nicht hört. Das kleinere Übel ist die Tatsache dass sie sich tagsüber in ihr „Gemach“ zurückzieht. Selbst Baustellen sind keine wirklichen Hindernisse.

hmmm ... Pause beim Arbeiten? Das geht nicht, hier ist es aber kühl und nun bin ich hier

Wie ... Arbeiten? Ne ... ich war zuerst da und bleibe ...

Dates mit Sally

 

Die Normalität ist wieder zurück nach der WM, was aber nichts Schlechtes sein muss. Normalität ist wohl auch das schöne Wetter, quasi afrikanische Verhältnisse. Noch im Mai hätte man sich solche Tage gewünscht, nun wird schon wieder gemeckert. Das sind eben die Menschen.

Auch afrikanische Hunde, oder besser gesagt Hunde mit afrikanischen Wurzeln, machen an solchen Tagen nicht mehr als unbedingt nötig. Es sei denn man nötigt sie etwas. Wie nötigt man nun Hunde? Ein wesentliches Hindernis ist, viele Hunde kommen mit der Power der Ridgebacks einfach nicht wirklich klar. Ich habe Jack Russel kennen gelernt die ridgebackfest sind und auch andere Kleinhunde, aber meistens spielt Bashira recht schnell kaputt. Einmal trafen wir einen Spielwütigen (Aussage der Besitzer) Labrador, gar nicht mal so alt – 3 Jahre. Ja wir probieren es einfach mal, und siehe da, nach 5 Minuten lag er unter einer Bank und wollte vieles, nur nicht mehr weiter spielen und am Besten seine Ruhe finden vor dem braunen Wirbelwind, da war es ja noch nicht mal richtig warm. Schade … 

Da ist schon mal guter Rat teuer, den Ridgebacks gibt es hier nicht wirklich viele. Einige Kontaktaufnahmen zu anderen Besitzern mit dem gleichen Problem sind schon im Ansatz erstickt, macht ja auch immer Mühe und Aufwand einige Kilometer mit dem Auto zu machen. Soweit war es aber noch nicht bisher, leider haben wir nichts ausfindig machen können bisher. Wir haben ja noch eine relativ komfortable Situation, wir haben ja in Tambach-Dietharz 1,75 Ridgebacks, denn es gibt Sally. Wie nötigt man Sally oder Bashira zum Spielen? Indem man sie einfach zusammen bringt, der Rest ist nur noch Formsache. Wie sieht der Rest aus? Hier die Bilder …

Beide zusammen geführt und schon geht sie los die Rennerei ... hier ist Sally

... und Bashira ist auch nicht weit ...

kurze knackige Begrüßung ... inzwischen auch ohne Nebengeräusche - sie verstehen sie wirklich gut

so spielen Ridgebacks ... das kann man als Mensch nicht nachstellen ohne Schäden zu behalten ...

nur die Halsbänder lassen erahnen wer wo und wie gerade bearbeitet wird

... mal mit Pausen ... bei den Temperaturen sicher sinnvoll

dann gehts weiter, das ist aber schon Endstadium, man spielt im Liegen weil es ja warm ist

dann geht's weiter, das ist aber schon Endstadium, man spielt im Liegen weil es ja warm ist

meine Güte ... welch Wärme heute wieder

jo ... das stimmt

Endlich Belohnung ... wir spielen ja mit leeren Magen, das ist gesünder und motiviert immer bei der "Mutti" zu bleiben

ja ihr seid die besten und wisst genau wo man was holen kann

und das ist DIE Methode wie man auch zwei Ridgebacks gut führen kann

Es wird sicher noch viele Dates geben mit den Beiden. Spiele mit viel Action und Bewwegung. Beim nächsten war die Kamera wieder dabei. Ich werde sie nicht vorenthalten.