Oktober 2010
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Der Herbst

so fängt es an

Jede Jahreszeit hat ihre guten Seiten. Ich habe da immer ein Problem auch dem Winter zumindest eine gute Seite abzugewinnen. Früher war mir der Sommer auch unbequem teilweise, vor allem wegen der Hitze die manchmal aufkam. Inzwischen hat sich da etwas geändert. Ich liebe Temperaturen jenseits der 30 Grad. Erst dann macht es wirklich richtig Spaß die Berge hoch zu radeln, unnötige Klamotten müssen nicht mit herum getragen werden und es bleibt sehr lange hell – ein Lobgesang auf die Sommerzeit. Ich für meinen Teil mähe lieber einmal die Woche den Rasen als ständig Schnee zu schippen.

Zwischen den beiden intensivsten Jahreszeiten eingebaut ist der Herbst. Ein schweres Los immer „Zwischenlösung“ zu bleiben für so eine Jahreszeit 😀 . Beide Übergangslösungen haben aber ihre besonderen Reize, im Frühling spürt man wie die Natur aus dem Schlaf erwacht, wie neues Leben an allen Ecken herausdrängt aus dem Winterschlaf. Das Grün und später das Gelb sind die dominierenden Farben dieser Jahreszeit. Es ist ein Übergang vom tristen Grau zu prallen Farben. Man spürt förmlich die Kraft selbst am eigenen Leib.

Der Herbst hat die schwere Aufgabe uns allmählich wieder die Farben abzugewöhnen. Bevor dies jedoch geschieht, kriegen wir fast die gesamte Palette was die Natur zu bieten hat. Eigentlich will man meinen dass es immer besser wird, aber auf dem Höhepunkt der Pracht werden sie vom Winde verweht. Für die Farben sind die Blätter verantwortlich. Sie werden dabei von der Sonne unterstützt die mit ihrem tiefen Stand den herbstlichen Charakter verstärkt. Eigenartige Lichtspiele und schnelle Wechsel behindern für uns oftmals den Durchblick, wir werden geblendet von der Sonne und manchmal auch durch die Schönheit. Sind die Blätter weg und der Wind bringt Regen, dann ergraut auch der Herbst uns auch der Nebel als ständiger Begleiter der Übergänge tut seinen Beitrag dem Ganzen eine besondere Note zu verpassen. diese Farbenpracht lässt uns die Verkürzung der Tage etwas erträglich gestalten. Wohl wissend das am Ende des Herbstes die Tage wieder länger werden …

Hier nun einige Eindrücke vom Herbst in Thüringen 

Die letzte (?) Blütenpracht

Die Blüte des Herbstes

Der König Albert

auch diesen Kollegen begegnet man immer öfter

mal so ... gut für das leibliche Wohl

oder mal so ... fürs Auge schön

 Auch die Landschaft zeigt sich mehr und mehr im herbstlichen (farbigen) Gewand.

zuerst das Gelb

dann kommt der Nebel

... kommt gleich Nessi?

Das sind Bilder gemacht vor der Mauer der Schmalwassertalsperre und dahinter. Nur an wenigen Tagen im Jahr bieten sich solche Szenen. Ein Blick in den goldenen Süden vom Rennsteig aus zeigt die Nebelfelder in den Flusstälern, besonders die Werra sorgt oft für solche Bilder. Aber nicht immer bei Kaiserwetter.

Blick vom Rennsteig nach dem goldenen Süden

auf dem Ruppberg 866 Meter hoch

mit Blick nach Zella-Mehlis

Bashira mit "Papa"

und Bashira mit "Mama"

Da kann man auch schon losziehen zum Sonnenuntergang gucken. Ein zauberhaftes Abendlicht, die Stille genießend. Das sind die guten Seiten des Herbstes.

Die Sonne sagt "Gute Nacht"

... und für Bashira gibts immer etwas zu holen. Sie weiß genau , gute Mine = Leckerliches

Die fliegenden Fahrräder

Oktober – ein schöner Herbsttag.

Solches Wetter muss genutzt werden. Heute war geplant der Jahresabschluss der Bike Sportler des SV Motor im hiesigen Bikepark. Dort sind die Biker der etwas anderen Art zu Hause. In langer mühevoller Arbeit wurde hier ein Terrain geschaffen für Fans des Mountainbiking. Mountainbike auf einem begrenzten Areal, wie geht das? Genau das wollten wir dann auch wissen. Nach dem wir die „Hürden“, die beiden Wildgehege und eine danach „geparkte“ Kuhherde gut überstanden hatten, ging es zum Bikepark. Einerseits aus Neugier, wohl wissend dass die Jungs dort wohl etwas verrückt sind, andererseits konnten wir Bashira auch hier neue Dinge zeigen. Fahrräder sind nichts schlechtes, egal was die Fahrer auch so anstellen.

Die Hügellandschaft

 

Eine tote Ecke einer früheren Deponie haben sich diese Jungs und Mädels ausgemacht um dort frei nach ihrem Willen sich und die Bikes zu jonglieren. Viele Kubikmeter Aushub, transportiert mit Karren und bearbeitet mit Schaufeln wurden aufgeschichtet und modelliert. Dazwischen auch Aufbauten aus Holz und so wie es auch aussieht werden diese Hindernisse befahren und … besprungen und übersprungen. Ich sagte ja, etwas verrückt sind sie schon 😀 .

Steilkurven aus Holz ... uii

Von ganz hinten kommen sie geflogen.

 

  

 

 

Wilson .. alles begutachtend lag er im Gebüsch

Das war ja noch nicht alles, nachdem wir dort ankamen wurde es nun auch für Bashira interessant. Sie konnte (musste) nun auch endlich mal Regung zeigen. Der Grund war ein Hübscher wie man gut erkennen kann … 😎

Schnüffeln vorn vorne ...

... schnüffeln von ... hinten ...

ein schöner Kerl

Die beiden haben auch etwas getobt, nicht so ausgelassen wie sonst denn Wilson ist schon ein gesetzter Bursche. Außerdem regte sich dann auch etwas, es dauerte nicht mehr lange und die Bikes flogen auch schon …

Zunge raus ... Hand weg ... und weich gelandet

Alter spielt hier keine Rolle ...

Ein sicherer Beobachtungsplatz ist was wert

da kam noch einer

Training am Wild

Training am bzw. mit Wild, das geht im Wald 😀, da hat aber eine grüne Spezies etwas dagegen. Nicht dass der Jagdertrag durch zu große Hetzerei eines Hundes geschmälert wird und das Rot- und Rehwild Pfunde verlieren könnte, nein es ist eigentlich schlicht weg verboten. Im Zusammenleben sollte man schon die Regeln einhalten, abgesehen von Sinn oder Unsinn so mancher Regeln. Also fragt man nicht danach, man tut es einfach.
Nicht jeder hat auch die Gelegenheit ein Wildgehege in der Nähe zu haben. In Thüringen, vielleicht ist das auch nur Einbildung, scheint eine Gehegeschwemme zu sein. Hundebesitzer und Jäger werden wohl selten Freunde werden, vor allem wenn man mit dem Hund im Wald unterwegs ist. Da wird schon mal die eine oder andere Faust geschwungen. Nicht förderlich ist neuerdings auch die Ausweitung der Jagdzeiten. So manch Tier des Waldes darf ganzjährig geschossen werden. So hat man ja früher auch schon die eigene Konkurrenz vertrieben, den Urvater des Hundes  – Canis Lupus.

Also auf dem Weg zu den fliegenden Fahrrädern ging es ja an den Gehegen vorbei. Eine gute Gelegenheit Bashira mit diesen Fellträgern zu konfrontieren.

... also ging es erst zum Dammwildgehege

... also ging es erst zum Dammwildgehege

 

So wenig wie die Tiere Notiz nahmen, so wenig zeigte Bashira eine Regung in der Gegenwart des Wildes. Hmmm 😕 … Ridgebacks sind Sichtjäger … blind ist sie nicht und riechen tun die Tiere ja auch. In mancher Situation am Rad im Wald explodiert sie ja schon wenn ein Eichhörnchen den Weg kreuzt. Gut, Eichhörnchen im Wald bewegen sich ja auch, diese Tiere bewegten nur die Kaumuskeln. Sie haben sich an den Menschen, nicht nur ihren Menschen (den Betreuer) gewöhnt. Also Versuch 1 zeigte nicht die Wirkung.
Am Rotwildgehege kann das ja anders sein, der dort „leitende“ Hirsch war schon zu hören – es ist ja Brunftzeit … 😈 .

da liegen sie, die Mädels

Bewegung war hier auch nicht wirklich, der Einzigste der sich bewegt hat war der Hirsch – Platzhirsch heißt das wohl. Da ist auch kaum Platz für einen anderen, er ist der Chef. Das war gut zu hören und auch zu sehen, ein mächtiger Bursche. Ich glaube 14 Enden hat er, genauer sieht man das nicht es können auch mehr sein.

hier ist er

eines seiner Mädels

Bashira scheint auch da wenig anzuheben

So richtig eine Reaktion zeigte Bashira auch diesmal nicht. Auch diese Tiere sind an Menschen gewöhnt und solange niemand davon rennt muss ein Ridgeback auch nicht nachrennen. Selbst Kühe die sie im letzten Jahr noch zum Spielen animieren wollte lösen bei ihr nicht zwingend das Triebverhalten aus. Es wäre recht leichtsinnig zu behaupten das sie keinen oder wenig Jagdtrieb hat, 😯 oh ja, sie hat ihn, den Jagdtrieb. Wenn man überhaupt von Übel sprechen kann, der Jagdtrieb ist nicht in der ersten Reihe notwendiger Erziehungsmaßnahmen. Es ist aber gut wenn man ihn in den Griff kriegen kann. Nach einigen anderen notwendigen Trainingseinheiten mit ihr werden wir uns auch diesem Thema widmen, vielleicht schaffen wir das auch irgendwann. Die hoffnung stirbt zuletzt.