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Wieder mal weise Worte

 

Woran soll man sich von den endlosen Vorstellungen, der Falschheit und Tücke des Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?

(Arthur Schoppenhauer)

 

Die Kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Menschen.

( Ernst R. Hauschka)

Winterbeginn

Der Erste (zweite) Schnee

Es gibt Hunde die Schnee mögen und welche die ihn nicht mögen. Die Gründe sind vielfältig, genetisch oder auch felltechnisch oder auch einfach nur eine Frage der Gewöhnung. Selbst am Mittelmeer haben wir schon Huskies gesehen und hier bei uns gibt es ja auch kurzhaarige Rassen.

Ich kann mich auch noch gut an den ersten Ausflug in Bashira’s neuer Heimat  erinnern, wie sie zitternd auf dem Schneeboden gesessen hat und suchend nach eine Auflösung dieser Situation gehofft hatte, damals im Februar 2009. Klar – kurzes Fell (wenn auch recht reichlich vorhanden), Großvater aus Afrika stammend, frisch getrennt von der warmen Kinderstube – da darf man auch schon mal zittern. Die Temperaturen und der Untergrund konnten nicht wirklich dagegen wirken. Eine Frage der Gene oder der Gewöhnung?

  • Ihr Großvater stammt immer noch aus Afrika – hier gab es keine Änderung
  • Das Fell ist immer noch kurz, auch wenn es jetzt wesentlich besser passt
  • Ihr zu Hause ist auch warm und kuschelig und ich denke sie will es auch nicht mehr eintauschen

ABER

Ein „Zusatzfell“ wie so mancher Hund hierzulande – NEIN – das braucht sie nicht. Selbst im letzten Winter hat sie noch „geschwächelt“, da war Schnee und Kälte unangenehm. Ich denke die Kälte ist es immer noch, aber wenn man sie in Bewegung hält ist nichts zu spüren. Sie hat Spaß beim Toben im Schnee, nur Sturm und die Flocken waagerecht, das ist nicht ihr Ding. Aber uns geht es genauso. Irgendwie muss sie sich daran gewöhnen, wir haben Ende November und es gibt schon viel Schnee. Dabei fängt ja der Winter erst am 21.Dezember an …

Bashira sitzend im Schnee - 2009 ein Unding

Zu viel tiefer Schnee? Nein sie rennt in den Spuren

Winterlandschaft um Tambach-Dietharz

Am 22.November – zum ersten Mal war in dieser Saison ein weißer Überzug in der Natur – ein kurzes Stocken, Kopf zur Seite, die Stirn in Falten gezogen und los ging es. Komischerweise war es beim morgendlichen und abendlichen „Pullergang“ im Garten weder zu nass noch zu kalt. Kein Scheuen wenn etwas von oben fällt … Schon im letzten Winter hatte Bashira ziemlich Spaß im Schnee nach einer gewissen Anpassungsphase. Besonders mit anderen Hunden, beim Toben vergisst sie ohnehin so ziemlich fast alles, aber auch alleine im Schnee. Man muss nur aufpassen dass das braune Kraftpaket immer in Bewegung bleibt. Geschieht dies nicht drückt sie ihr Unbehagen schon mal mit dreibeinigen Laufen aus. Ein kalter Fuß muss halt aus dem Schnee raus gehalten werden.

Der "Löwenfangbiss" geht auch im Winter

manchmal ist Unten eben Oben oder umgedreht

Zunge im Gesicht

Betrachtet  man die Bilder sieht man sich bestätigt. Klar ist auch das bei solchem Treiben nicht nur dem Betrachter warm ums Herz wird, nur eben nicht die Füße. Ein Mäntelchen, egal ob zum Schutz vor Kälte oder Nässe, braucht sie als junge Dame noch (oder vielleicht gar) nicht, auch wenn diese noch so modisch sind. Eine Ausnahme muss aber sein, wenn Bashira ihr Trikot  übergezogen bekommt. Hin und wieder muss das auch mal sein, besonders wenn zum großen Duell Bayernfans zu Gast sind. Aber das ist wieder was gaaanz anderes.

22.10.2010 - Das Nord-Süd Derby

Bashira war für den Norden

Geschwister

Geschwister – gefunden und doch nicht gefunden

Hin und wieder wird ja unsere Seite doch gelesen und manchmal hinterlassen auch Gäste ihre Spuren im Gästebuch oder als Kommentar zu einzelnen Fotos. So ist es vor kurzem geschehen, Sarah mit Barmani – einem Wurfbruder von Bashira – stellte fest, dass die „Isanusi’s“ irgendwie große Ähnlichkeiten aufweisen. Trotzdem sind sie auch alle sehr individuell, doch dazu später. Mit Isanusi’s ist eben der B-Wurf aus Seegrehna und dem Kennel Isanusi mit dem Züchter Jörg Friedemann gemeint.

http://www.isanusi.de/

Da Sarah auch eine HP pflegt wird man auch neugierig und man schaut sich diese an. Ein Gruß im Gästebuch, eine Visite in den Galerien, klar kennen wir Sarah, wir sind uns beim Züchter schon mal begegnet. Mal kurz in ihren Berichten gestöbert auch auf der Suche nach Parallelen und dann plötzlich – MOMENT – !!! Teilnahme erfolgreiche Teilnahmen an der Ausstellung in Erfurt 2010? Jungrüden-Sieger? Da war doch was?

http://barmani-balou.jimdo.com/

Na klar – wir waren dort. Bei dieser Ausstellung hatten wir eben diesen Barmani als Sieger gesehen. Gefühlte 3 Meter entfernt und wir haben (zu unserer Entlastung – beide Seiten) es nicht mitbekommen. Keine Wiedererkennung was im Nachhinein recht schade war. Da darf man sich schon mal etwas ärgern und vielleicht bei weiteren Besuchen dieser Art die Augen offener halten. Den dort ausgestellten Hunden noch mehr Beachtung schenken. Sarah und Barmani sind nun umgezogen, von Dresden nach Bayern, das eine war und das andere ist leider auch weit weg. Trotzdem hoffen wir auf ein Wiedersehen und geben die Hoffnung nicht auf. Die beiden Geschwister werden sich bestimmt freuen auch wenn sie sich als solche nicht mehr kennen. Kurios hierbei, ein anderer Hund aus dem Wurf hat auf dem Wege über die Homepage nun zu Barmani gefunden, sie wohnen nicht weit voneinander weg. Manchmal beschreitet das Leben eigenartige Wege, gut das es so ist. Wir würden uns über weiteren Kontakt freuen und hoffen Sarah berichtet davon.

Hier sind sie also, die beiden Isanusi’s

Bashira im April 2010 im Garten


Barmani in Erfurt im Juni 2010

Barmani – so schreibt Sarah – ist wohl auch ein Vertreter der ruhigen Isanusi-Ridgebacks. Auch deswegen, weil wir ja schon einen Ruhigen zum Welpentreffen erleben konnten. JA – es gibt sie, die ruhigen Isanusi’s. Da fallen mir immer wieder die Worte des Züchters ein: „Die Meyers wollten einen ruhigen Hund …“  dann lacht er immer, und wir mit. Er hatte uns auch verschwiegen das Bashira ihn in die Nase gezwickt hatte, eine vorzeitige „Bestrafung“ für das Lachen später.

Barmani macht einen souveränen Eindruck und sicherlich hat er eine Ausbildung zum Verhalten im Ring erhalten. Auch zeigte er eine gewisse Abgeklärtheit, ist aber trotzdem super gelaufen.

Bashira wird wohl NIEMALS der ruhige Hund werden den wir ursprünglich wollten, wir würden sie aber NIEMALS wieder hergeben. Sie hat sich mit ihrer Art in unser Herz gebuddelt – wir lieben sie wie sie ist. Bashira im Ring, ja auch das gab es schon mal zum Ridgebacktreffen in Kiel 2009. Sie war relativ ruhig, das lag aber wohl an den vielen Hunden dort. Es war für so eine junge Lady schon viel Action auf dem Gelände. Ein kleiner Pokal schmückt auch die Schrankwand, sie hatte gewonnen – ohne Garantie. Unser Herz hat sie schon lange erobert.

Es wäre sicher eine schöne Angelegenheit wenn sich noch mehr Wurfgeschwister, bzw. deren Dosenöffner 😀 mal melden könnten. Gerade weil die Racker nun fast 2 Jahre alt sind. Es wäre interessant was so alles aus den braunen Wundertüten geworden ist. Es gibt Leute die behaupten das bis zu 3 Jahren die eine oder andere (Un)Art hinzukommen, ja und sogar wegfallen soll. Wir sind da ganz gespannt was die Gene im Einzelfall so angerichtet haben. Das es gute Gene sind ist unschwer zu erkennen. Ich hoffe auf viele Meldungen.

Afrika

Ein Hauch von Afrika

Die ersten Schwarzen die Bashira gesehen hat ...

Reisen & Caravan Ausstellung 2010 in Erfurt mit Afrika-Special.

da sind wir aber mal richtig neugierig

... aber das Fell hat sich mal bewegt ...

Wir sind neugierig auf den Kontinent, der uns Bashira beschert hat. Der Ursprung des Rhodesian Ridgeback liegt im Süden Afrikas, warum sollte man nicht darüber nachdenken diesen Kontinent zu besuchen wenn man es möglich machen kann? Dieser Fakt und auch die Tatsache dass wir schon mit Wohnmobilen unterwegs waren haben uns zum Besuch der Messe animiert. Nebenbei war es auch wieder eine Gelegenheit Bashira in solchen Dingen zu schulen und so ihr Verhalten in großen Menschenmengen zu beobachten. Erfurt ist auch nicht so weit weg zumal die Ausstellung ganz im Zeichen Afrikas stand.

oh ein Fell was richtig laut ist und dabei nicht bellt?

Hier hatte man die Möglichkeit einen winzigen Einblick in das kulturelle Leben in Afrika gewinnen. Tänzer, eine recht lustige Truppe die traditionelles Handwerk nebst den fertigen Produkten und natürlich Trommelwirbel präsentierte und ein südafrikanischer Sänger mit den fremden Klängen der Sprache begleitet mit Gitarre konnten eben aber nicht mehr als die Neugier am bunten Kontinent wecken, sofern sie nicht schon vorhanden war. So kam es das Bashira den ersten Schwarzen in ihrem Leben gegenüber stand. Die Neugier an den Trommeln war allerdings weitaus größer. Sie stellte keinen Unterschied zwischen Schwarz und Weiß fest, warum auch. Der junge Mann aus Zentralafrika hatte großes Interesse an ihr gezeigt. Das beruhte dann auch auf Gegenseitigkeit. Glücklich können sich die schätzen, bei denen sie nach kurzer Freude gleich zur Ohrenpflege übergeht, das tat sie in diesem Fall auch.

der Tanz mit dem Feuer

Grüße vom Cup Horn ... dem Land der Weltmeisterschaften 2010

Prospekte zu Reisen und Sehenswürdigkeiten haben wir dann auch genug mitgenommen wenn einmal die Möglichkeit kommen sollte, wollen wir nicht unvorbereitet sein. Für uns steht erst mal fest, wir haben eine Reise nach Afrika geplant. Geplant ist zu viel gesagt, wir haben es vor und uns zum Ziel gesetzt nach Afrika zu reisen. Ob nun Südafrika, Simbabwe (das ehemalige Rhodesien – sicher kein Zufall 😉 ), Tansania oder vielleicht Kenia ist noch völlig offen. Es wird aber sicherlich Kenia werden und die ersten Kontakte sind bereits geknüpft. Es ist zwar nicht das Ursprungsland des Ridgeback, aber die soll es auch in Kenia geben.

 

Ganz nebenbei haben wir nach Jahren auch mal wieder einen anderen Traum verfolgt. Da wir schon mit dem Wohnmobil unterwegs waren, haben wir den derzeitigen neusten Stand in voller Pracht erleben dürfen. Mehr wie das Anfeuchten der Zunge ist es allerdings auch nicht und derzeit auch kein Thema. Trotzdem ist ein Urlaub mit Wohnmobil so ziemlich die beste Art Urlaub zu machen. Freiheit und Unabhängigkeit, nur befahrbare Straßen sollten vorhanden sein. Wir riskierten einige Blicke in einige Modelle und konnten auch Bashira beruhigt davor ablegen.

Das Urlaubsquartier auf Rädern, das ist richtig schöner Urlaub

Oh ja, ich weiß, der Preis ist heiß. Wenn man jedoch bedenkt das „normale“ Autos, ich meine die des täglichen Bedarfs innerhalb einer Familie, in einer brauchbaren Größe (z.B. Mittelklasse-Kombi) mit nur etwas sinnvollem Zubehör schon Mal 40.000 kosten, man aber nicht darin wohnen kann, ist das Ganze schon relativer zu sehen. So ein Wohnmobil hat schon beinahe alles was ein Ferienhaus auch bieten kann, ein Ferienhaus kann man allerdings nicht dort aufstellen wo das gute Wetter ist, ein Wohnmobil schon.

Noch ein paar Worte zu Bashira an diesem Tage. Einerseits das Produkt einer guten Erziehung und andererseits wollen wir diese Erziehung mal nicht überbewerten. Sie ist doch ziemlich verträglich und hat mit Menschen noch nie ein Problem gehabt. Es bleibt aber doch noch viel zu tun für uns und unsere kleine ( 😀 ) Prinzessin. Bashira hat, wie wir auch, jede Menge neue Eindrücke gewonnen und hat dabei eigentlich kein Problem gehabt. Gleichzeitig war es für einige Gäste schon ein Hingucker, weil sie so brav und gehorsam war und wirklich unglaublich schön ist. Aber jeder findet eben seinen Hund am Schönsten 😉 , das hat also nicht zu sagen. Leicht abzulegen vorm Wohnmobil, kein Bellen und sie wurde ziemlich oft gestreichelt, kurzum sie ist gesellschaftsfähig. Sicher würde es ihr auch Spaß machen mit einem Wohnmobil zu verreisen, so wie es Benny Spaß gemacht hat. Wir waren 2-mal in Frankreich zur Tour de France, irgendwann machen wir das bestimmt wieder.