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Wie kommt man auf den Hund?

Wie kommt man eigentlich auf einen Hund?

Warum tut man sich so etwas an?

Ist das Leben nicht schon schwer genug?

Menschen die ohne Hunde im Schlepptau, an der (Zug)Leine oder am Hosenbein klebend leben verstehen oft die Gründe nicht wirklich. Mitunter fragt man sich auch selber wie man diesem Gedanken nachjagen und in die Tat umsetzten konnte. Mit Hunde erntet man jedoch mehr Blicke als ohne und das Spektrum ist ziemlich breit und deckt bestimmt die ganze möglich Palette ab.

Besonders Ridgeback haben so das gewisse Etwas

So kommt es schon mal vor das es auf den ersten Blick nicht logisch erscheint das man mit Hund glücklicher lebt. Das ist schon mal der Fall wenn man in Torero-Manier und um Haltung ringend durch unwegsames (aber nicht geplantes) Gelände gezogen wird – auf der Verfolgung eines sich bewegenden Felles im Straßengraben, das ist ein „Klassiker“ und das Ganze als Steigerung vielleicht auf dem Fahrrad? Auch fragt man sich oft wer eigentlich mit wem Gassi geht, wer bestimmt am Ende die Richtung und das Tempo? Selten scheint das am zweibeinigen Leinenende der Regie-Punkt zu sein. Von Kontrolle ist in vielen Fällen auch keine Spur zu erkennen. Zu viele Kleinigkeiten stehen einem glücklichen Erscheinungsbild entgegen. Oftmals blamiert man sich nur weil eben der Hund mal gerade nicht hört, weil er sabbert, laufend schnüffelt, übel riecht und sich im Gelände wälzt oder auch „nur“ überall herumpinkelt. Meist sieht man als Zweibeiner äußerst schlecht aus, sofern der Hund Kniehöhe aufweisen kann. Das sind dann auch die Momente wo man sich vornimmt selber daran zu arbeiten und das Gassi-Team zu schulen. Seltener wird es durchgezogen. Aber auch bei den kleineren Exemplaren wären hin und wieder diverse Schulungen angebracht, leider passiert das aber zu selten. Dann spielen sich im Begegnungsverkehr schon mal „grausige“ Szenen ab, die dann von „unbehundeten“ Menschen kopfschüttelnd „kommentiert“ werden. Oftmals kann man das auch schon verstehen. Hunde sind laut, sie bellen und Hunde sind leise, sie buddeln im Garten. Ob es die gut gepflegte Rasennarbe oder frisch gepflanzte Astern sind, egal Hauptsache buddeln. Da hilft die ehrlichte Beteuerung des Züchters nicht: „Meine Hunde buddeln nicht“ – na war das glaubt?

So ein Hund sieht erst mal gut aus ...

... bevor er auch (vielleicht) das tut was man möchte ...

Für mich steht zweifelsfrei fest, ohne Hund ist das Leben möglicher Weise einfacher (??), aber eben auch mindestens eine Spur langweiliger. Wir können uns daran aber nicht mehr erinnern. Oder etwa doch? War das Leben einfacher? Flöhe kannten wir nur aus Geschichten, es lag keine Decke auf der Couch die auch noch übel roch und andere Hinterlassenschaften aufzubieten hatte. Hinterlassenschaften die an schwarzen Klamotten für jedermann sichtbar waren. Man musste sich nicht laufend für die Fußabdrücke auf fremden Hosen entschuldigen. Viele dieser Dinge sehen wir heute gar nicht mehr. Wir fragen bei Besuch nach ob es denn schlimm nach Hund riecht, wir merken fast nicht mehr. Die nunmehr schon durchlebten über 10 „Hundejahre“ haben uns schon verändert. Verändert in Sachen Ansichten, Tagesabläufe, Prioritäten setzen, Urlaubsplanung, überhaupt ist kein Bereich mehr unverändert. Bei allen Lasten – z.B. Gassi gehen bei Regen oder Schnee – hat alles auch seine guten Seiten. Imme frische Luft, immer ein ausgewogener Adrenalinspiegel, das tägliche außer Atem kommen ist ohnehin garantiert und so weiter. Ich will das ja jetzt nicht schlecht reden, denn es gibt durchaus positive Seiten. Hinterlässt man Schutz von den Schuhen im Haus war es eben der Hund. Insgesamt wird das „Betriebsklima“ angenehmer, außer man hat einen Hund der im Streitfall Partei ergreift. Dann auch noch immer die gleiche Seite hält? Da liebe ich mir unsere neutrale Bashira, sie weicht aus und legt sich auf die Fußbodenheizung im Bad.

... das bedarf viel Geduld, Konsequenz und Arbeit

Aus den ganzen Dingen kann man nun sein eigenes Fazit bilden. Ich (und ich denke ich kann sagen WIR) wollen das nicht mehr missen. Ein Hund, das ist auch statistisch erwiesen, trägt wesentlich zur Horizonterweiterung bei. Man lernt viele neue Menschen kennen, das Umfeld ändert sich, die Tagesabläufe variieren nun und zum Glück, wenn der Hund auch noch gut erzogen wird, ist alles stimmig – Friede Freude Eierkuchen. Man wird einfach ordentlicher, man hat beim Grillen nicht nur den Grill sondern auch die Würste im Auge. Die Aufmerksamkeit wird geschult und somit die Konzentration. Das kann doch nicht wirklich schlecht sein? Ich denke nein, und schließlich … Hunde sind die besseren Menschen.

Nein ... das ist keine Abschreckung, das ist halt nur die andere Seite eines Hundes, gepaart mit einer Unschuldsmine, auch das erlebt man oft

 

… und trotzdem oder gerade deswegen …

„Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht.“ (Schauspieler Heinz Rühmann)

Hundeführerschein

Auch wenn ich diesen Beitrag schon lange in der Warteschleife hatte, möchte ich ihn doch bringen. Das ist eigentlich immer ein heißes Thema auch wenn zum Glück derzeit relative Ruhe herrscht.

Aus aktuellem Anlass wurde mal wieder heiß diskutiert, der Hundführerschein. Klar sind Vorfälle mit Hunden und zumeist mit Kindern keine schöne Sache, weil sie meist ein höchst unbefriedigendes Ergebnis bringen. Das ist sehr tragisch aber auch nicht vollständig zu vermeiden. Es sind eben doch  Lebewesen mit eigenem Willen und unterschiedlichen Charakter. In den meisten Fällen spielen sich solche Vorfälle im Rahmen der eigenen Familie ab. Das ist besonders tragisch und fast immer auf Fehler der Halter zurück zu führen.

Die Politik reagiert wie sie es immer macht, überhastet und völlig populistisch und demzufolge recht unausgegoren. Rasselisten, dieses Schlagwort kommt immer als erstes aus dem Sprachrepertoire, werden gefordert. Stellt man aber damit alle Risiken aus?

Man stelle sich vor, nach Autounfällen (ich meine die Unfallverursacher) werden die entsprechenden Fahrzeugtypen unter Zwang gestellt (PS-Begrenzung). Sollte das nicht helfen wird deren Herstellung verboten und alle Fahrzeuge dieses Typs „kastriert“ (PS-Begrenzt) oder verschrottet. Das ist unsachlich? Nein, das ist genau das was „übersetzt“ mit den Hunden passieren soll. So wie es unbelehrbare Fahrer gibt, gibt es auch die unbelehrbaren Hundehalter. Mag sein das es überzogen scheint, aber gemessen an den Opfern wohl zwingender notwendig?

Keiner will seine Rasse-Hunde auf irgendwelchen Listen wieder finden. Das ist auch ein Ziel von verantwortungsbewussten Menschen die sich in Vereinen zusammen finden und hier durch Aufklärung und Prävention schon vor der Hundeauswahl helfen, dass schon vor dem Erwerb eines Hundes Dinge schief laufen. Leider findet man meist wenig Gehör, das zeigen die vollen Tierheime ganz deutlich

Unsachlich fand ich auch die Diskussionen im Thüringer Landtag ob man einem Hund einen Arztbesuch zumuten muss. Na klar MUSS man. Gerade weil man nie die 100% garantieren kann, muss man alles tun damit in eben diesem Fall von dieser Seite keine Gefahren drohen. Das hat was mit Verantwortung zu tun und sollte jedem Halter bewusst sein. Schön wäre es wenn sich alle einreihen würden, besonders auch die der kleinen Hunde. Auch wenn diese sicherlich weniger Schaden anrichten können … sie können trotzdem Erziehung genießen, es ist für alle besser.

Sicherlich ist ein Hundeführerschein nicht durchsetzbar, weil es irgendwie kaum kontrollierbar ist. An die Vernunft der Halter zu appellieren bringt nicht den Erfolg, denn diejenigen die sich bisher nicht daran gehalten haben werden es auch weiter nicht tun. Etwas mehr Sachkenntnis bei vielen Hundehaltern würde so manch Problem nicht entstehen lassen. Das ist auch unabhängig von der Größe des Hundes und von der Rasse.

Ein Ridgeback allein zu Haus?

Das ist die Frage der Fragen! 

Es sind nun schon fast zwei Jahre in denen im Hause Meyer eine braune Sonne scheint. Wie das bei Sonnen nun mal so ist, gab es viele heitere, aber auch trübe Tage. Tage an denen es nicht so strahlt und wirklich schöne Tage die unseren Alltag sehr erhellt haben. Tage der Finsternis – ich denke da nur an die schlimme Zeit nach dem Beinbruch – gehörten aber auch dazu. Nicht jede Sonne macht Möbelecken rund, modelliert Schrankknöpfe, liest Zeitungen die hinterher keiner mehr lesen kann, knabbert an der Weihnachts-Deko (keine aus Schokolade), verschiebt gelegentlich Teppiche … usw. , die Liste ist lang. Trotzdem muss man mehr lächeln als wirklich böse sein. Die Schäden (sofern man das so sehen möchte) haben sich deutlich in Grenzen gehalten. Uns sind doch drastischere Dinge aus anderen Haushalten bekannt, also wollen wir auch nicht meckern. Außerdem ist das ja Bashira’s Erziehungsauftrag uns gegenüber, denn was man liegen lässt ist permanent gefährdet. Selbst USB-Sticks in Computern werden „gefunden“. Eine bessere Schulung in Sachen Ordnung kann man sich kaum vorstellen und wird wohl nur durch eine Affenherde überboten 😀 .

Wir wollten doch nicht wirklich einen ruhigen Hund??

 Ganz besonders strahlt unsere Sonne immer wenn sie ihre Zuneigung bekundet, Streicheleinheiten einfordert und engen Körperkontakt sucht und findet, in fast allen Situationen, am Tag als auch (gerade) in der Nacht. Wie die richtige Sonne ist es sehr angenehm wenn sie scheint und uns – besonders die Herzen – erwärmt. Unangenehme Seiten findet man recht selten, sie gibt es aber doch – wir sehen sie schon gar nicht mehr weil sie fast bedeutungslos sind. Bedeutungslos weil Bashira im nächsten Augenblick wieder unsere Herzen im Sturm genommen hat, man kann ihr nicht wirklich böse sein. 

Ridgeback allein zu Haus ist ein Thema bei uns. Wir wollten, wenn die Maus in einer festen Haut steckt, ihr das Leben schöner gestalten. Wenn sie in Sachen Erziehung so weit wie möglich an die 100% gekommen ist, einen zweiten Hund in das Pad legen sozusagen 😉 .

Alles zum Wohle von Bashira, aber ist es dann auch wirklich so? Wenn sich so die Tagesabläufe in Gedanken durchgehe … mir dann vielleicht eine zweite Sonne vorstelle … vielleicht eine zunächst kleine Sonne, wo Bashira gerade gegenüber junger Hunden (noch?) etwas schnippisch ist? Ehrlich gesagt, ich wüsste jetzt nicht ob das auch funktionieren würde. Sicherlich kann es irgendwann klappen, aber mit welchen Hürden auf dem Weg dahin? Im Hürden überwinden sind wir allerdings auch erprobt … 🙂  und das würde nicht nur Spannung bereithalten. 

Bashira ist unsere PRINZESSIN, das ist Fakt. Sie ist sich dieser Situation wohl voll bewusst. Ist sie aber auch bereit eben diese große Torte zu teilen? Ich kann diese Frage derzeit nicht beantworten. Im Moment muss sie auch noch nicht beantwortet werden, weil wir erst mal noch das letzte der ersten drei „schweren“ Ridgebackjahre noch vor uns haben. Vor uns ist auch noch ein nicht unerheblicher Teil der Erziehung. Keineswegs ist Bashira unerzogen oder aufmüpfig, sie ist auch gelehrig wenn man als Team arbeitet, aber im täglichen Leben gibt es eben doch noch bestimmte Situationen die einer Regelung bedürfen. Ich denke dass wir mindestens bei 80% sind. Ziel ist es die Differenz zu 100% recht klein zu halten. Das Ganze dann auch noch in der Absicht sie möglichst viel Hund sein zu lassen und uns als Team wachsen zu lassen. Erst dann können weitere Fragen gestellt werden. Und wenn wir mal ehrlich sind, 80% ist schon eine Menge, auch wenn es „nur“ eine subjektive Wahrnehmung ist. Viele Hunde erreichen diese Prozente nicht annähernd.

Bis dahin und darüber hinaus bleibt sie mit Sicherheit unsere strahlende Prinzessin, egal was passiert – also Bashira allein im Haus. Man sollte aber niemals nie sagen 😉 .

Bilder sagen oft mehr als Worte

so haben wir sie lieben gelernt

Prosit Neujahr !!!

 

Willkommen im Jahr 2011

 

Mit Knallern und Feuer

wurde das neue Jahr begrüßt

 

Wir wollen hoffen, alle sind glatt, unfallfrei und gesund ins neue Jahr gewechselt. Jeder auf seine Art, ob in Gesellschaft oder auch alleine, hat diesem Wechsel wohl geplant vorgenommen. Bashira hat nicht selber geplant, war aber zu Silvester erstmalig „allein zu Haus“. Ein wenig mulmig ist es uns schon gewesen, trotz relativer „Schussfestigkeit“, aber es war ein recht langer Zeitraum (in Stunden bemessen) in dem sie alleine bleiben sollte. Es war allerdings zu einem Zeitraum indem der Ridgeback – im Besonderen Bashira – nicht zu den Aktivposten im Rudel gehört. Vorher, beim abendlichen „Pullergang“ im Garten, hatte sie noch die ersten vereinzelten Knaller bellend abgemahnt. Anschließend ist sie recht schnell zur Tagesordnung über gegangen – allgemeines Ruhen.

Bei unserer Heimkehr dann im neuen Jahr deutete nichts auf außergewöhnliche Ereignisse hin. So waren alle Beteiligten weitestgehend zufrieden über den Jahreswechsel gekommen. So darf das neue Jahr auch weiter verlaufen.

Unsere Sorgen um und wegen Bashira waren nicht begründet, sind aber immer berechtigt. Ihr Wohlergehen liegt ja schließlich in unserer Hand und das nehmen wir sehr ernst.