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Aron wird ein Vereinshund

Aron hatte am Sonntag dem 22.Mai Geburtstag, er wurde ein Jahr alt. Aron ist eigentlich ein Glückspilz. Er ist wohl behütet und von seinen Menschen geliebt und natürlich auch verwöhnt, man kümmert sich um ihn, eigentlich alles Bestens. Leider kann es nicht so bleiben weil gesundheitliche Zwänge der Menschen in naher Zukunft das Umfeld beeinflussen. Aron ist ein kleiner Riese, mit 45 kg und dem Alter entsprechend recht pubertär und stürmisch. Das ist nicht ungewöhnlich und in keiner Weise gefährlich wenn man das in die richtigen Bahnen lenken kann. Er soll ein Glücklicher bleiben und er wird es, das Riesenbaby 😀 .

ein richtig schöner Kerl

Tierschutz bedeutet auch, Tiere vor gewissen Situationen zu schützen bevor sie eintreten können und sie damit zu vermeiden. Ich habe schon beschrieben wie wir Aron kennen gelernt haben. Der RBC e.V. hat nun beschlossen das Aron ein Vereinshund wird. Kontakte über Wochen, ein Besuch bei ihm, viele Telefonate und zu organisierende Dinge liefen seit einiger Zeit. Für die Halter wurde die Zeit knapp und sie wollten auf keinen Fall das es dem Burschen schlecht gehen soll. Kein Tierheim und nur Menschen wo er es gut haben wird – das ist das Ziel. Dafür steht der RBC.

oh ja ... alle Taschen haben Leckerli's ... das weiß Aron

Nun war es also so weit, die Zeit des Abschiedes von Aron und seiner Familie. Ich kann sehr gut nachvollziehen das es besonders für die Menschen eine schwere Entscheidung war, ein geliebtes Familienmitglied (so war es mit ihm) abzugeben obwohl man es nicht will. Die Zwänge lassen im Interesse des Tieres und der Gesundheit aber keinen anderen Weg zu. Es ist bedauerlich aber auf der anderen Seite eine starke Handlung, hier im Interesse des Hundes zu handeln. Das ringt mir Hochachtung ab und es gehört auch Mut dazu. Das haben wir auf oft genug betont. Schon der Gedanke dass vielleicht diese Situation in Frage käme – nein, das schiebt man weg. Es war ein Abschied unter Tränen … das kann man sich gut vorstellen. Die ganze Familie war zum Abschied da und Aron wusste nicht was geschah, aber er spürte dass etwas geschieht.

Übergabe in Bad Hersfeld ... da gab's auch Erfrischung

In diesem Fall wurde auch wieder eine Fahrkette geflochten, wir hatten den Weg von Ostthüringen bis in das Saarland (dort ist die Pflegestelle) zu überwinden. Schlappe 530 km, wobei unser Teil bis nach Hessen 220 km betragen hat (einfache Strecke). Abfahrt war hier um 7 Uhr und gegen 9 Uhr haben wir ihn dann samt des Hausrates (was so in ein Auto passen kann) übernommen. Die Fahrt verlief ruhig und Aron zeigte sich ausgeglichen und verhielt sich ruhig. Schon bei der Übergabe an das nächste Kettenglied war zu spüren dass er trotz der vielen fremden Menschen und den ungewohnten Umständen uns vertraute. Wir stellten fest das er offensichtlich ein „Papa-Hund“ ist und super freundlich und ausgesprochen offen zu Menschen. Zudem war er ein hübscher, muskulös und eine stattliche Erscheinung. Fressen gehört offensichtlich zu seiner Lieblingsbeschäftigung, das ist aber nicht verwunderlich.

er ist sehr aufgeschlossen und aufmerksam

... und irgendwie doch auch ein Flaschenkind

Aron hat es bisher sehr gut gehabt und das soll auch so bleiben. Aus diesem Grund werden Pflegestellen geschaffen in den die Hunde dann vorbereitet werden auf den Weg in die neuen Familien. Wo sie eingeschätzt und „geschliffen“ werden, sprich an und mit ihnen gearbeitet wird. Das ist bei Aron sicher notwendig da er in Sachen Erziehung bisher noch nicht die erforderliche klare Linie aufgezeigt bekam. Dieser stürmische Jungrüde braucht aber diese klaren Strukturen damit er mit seinem Temperament und mit seiner Grobmotorik keinen ungewollten Schaden anrichten kann. Wenn sich so ein Hund freut kann das schon mal weh tun. Seine Energie muss gelenkt und beherrscht werden, ein lieber ist er ja schon und das soll so bleiben.

Wir wünschen Aron auf seinem Weg weiterhin das notwendige Glück und eine Familie die diesem Kraftpaket gerecht werden kann und seine Entwicklung positiv begleitet. Vielleicht, das ist in so einem Fall immer ein Wunsch, treffen sich Aron und seine ehemalige Familie wieder. Zumindest wäre es für sie von Interesse zu erfahren wie gut es Aron dann gehen wird. In diesem Sinne wünschen wir ihm alles erdenklich Gute. Ihm wird es auf keinen Fall schlechter gehen wie bisher, da sind wir uns einig.

Welpenlotto

Sonnabend … es war wie immer. Ein strenger Zeitplan und eine Besuchstzeitobergrenze (es soll ja schon mal vorgekommen sein das man so was auch einhalten kann 😉 )im Gepäck machten wir uns früh auf den Weg nach Seegrehna. Schnell den Studenten in Jena eingesammelt, Klamotten getauscht und mit dem festen Ziel … nicht ohne eine Entscheidung zurück zu kommen.

Welpenlotto .. 6 aus 12 war angesagt (einer war schon irgendwie weg … wie das? Wir schweigen  😀 ). Jörg berichtete das er so viele Interessenten hat das alle Welpen schnell vermittelt werden können. Nur die Frage wer mit wem den Heimweg antritt ist fast völlig offen. Also war es nur logisch genau heute eine Entscheidung zu fällen, eine frühe Entscheidung sichert den kleinen „Wunsch-Meyer“. Auch wenn die „Qual“ größer ist, es ist schon so, wir wollten es ja.

Ein Haufen Welpen

Da lag er nun … der Haufen mit Welpen. Eine Entscheidung war schon gefallen, aus 6 wurden 5 … die „Zwei“ war vergeben. Gut oder nicht gut? Ich würde sagen gut, das macht es vielleicht ein Stück einfacher.  Im Welpenhaufen blieben noch 4, 5, 7, 8 und die 11 zur Wahl – das sind die Jungs. Was man jetzt braucht ist eine Strategie, nur die hatten wir nicht wirklich. Alle Theorie ist grau und Erfahrung haben wir wohl nicht. Eigentlich findet zusammen was zusammen gehört … warten wir mal ab. Wir hatten schon mal das bekommen was wir nicht wollten. ABER … wie ich in den letzen Tagen viel lesen konnte, Bashira war wohl das größte „Wildschwein“ in ihrem Wurf, aber liegt sie bei Weitem nicht an der Spitze der Welpendummheiten. Ich behaupte sogar, sie war und ist ein kleiner Engel, allerdings mit immer noch ausreichend Flausen hinter den Stirnfalten. Aber nun weiter mit der Strategie …

Das ist die Mutter ... immer recht cool und gelassen, die Ruhe selber

Geht’s nach der Optik? (das ist nicht das Entscheidende) Welpentest? (geht das nach nicht mal 5 Wochen Alter?)Züchterhilfe? – Der schmunzelt und lehnt ab, er hat ja nur gute Hunde. Etwas ratlos waren wir schon … aber es half nichts. Also dann doch der optische Eindruck als Vorauswahl. Vorneweg zu erwähnen dass alle gut aussehen erübrigt sich, es ist einfach so. Niedlich sind sie auch, selbstredend. Sie sind ja auch noch niedlich wenn sie ihre spitzen Zähnchen in Menschenhaut oder Möbelstücke rammen. Wenn sie aus den Bruchstücken ihres Seziertriebes herausblicken sind sie besonders niedlich :mrgreen: . Sie sind richtige kleine Teufelchen … nur böse sein … das ist sehr schwer 😐 . 

 

früh übt sich was ein richtiger Ridgeback sein will - hier zwei Mädchen

 

Der nächste Schritt zum „Kleinen Meyer“ war eine Begrenzung auf die 4, 5 und 11. Eine scheinbar gute Entscheidung, denn der 7er zeigte sich als Rabauke 😉 und wir wollten ja die immer noch die ruhige Schiene abdecken. Trotzdem war der 7er und der 8er schöne Kerle die ihre Familie beglücken können. Die Nummer 11 – der Wirbelwind (wegen der „zu vielen Wirbel“ im Ridge) erschien uns dann doch etwas zu dunkel im Moment. Er konnte aber schon kurze Zeit später bei einer anderen Familie landen.

natürlich muss ein Welpe Schuhe öffnen können - was denn sonst

4 oder 5 … bei Bashira war es 14 oder 15, welch Zufall :mrgreen: … ich wurde von der Wahl ausgeschlossen. Ich hatte bei Bashira das letzte Wort und diesmal durfte ich nicht 😕 . Das hat jetzt nichts mit dem Losglück zu tun … das hatten wir mit ihr. Ich habe nur erwähnt dass der 5er als der ruhigste erschien und einen weißen Brustfleck hat, was ich recht lustig finde. So kam es doch wie es kommen musste … Nun also sollten Frau Meyer und Florian entscheiden … sie taten es, es wurde durch Los entschieden.

Das ist der Prachtbursche

noch recht tapsig ... ohne Gefahr für die eigene Haut

Unsere „Zusatzzahl“ ist die Nummer 4, er wird nun zum neuen Familienmitglied, quasi zum kleinen Meyer. Wir sind uns einig und ALLE akzeptieren das so und sind glücklich eine Entscheidung gefunden zu haben. Wir wissen dass es eine gute Entscheidung ist, ohne wenn und aber. Nichts ist mit hätten wir oder so … die 4 mit allem was dazu gehört.

hier isser bei "Papa"

hier bei "Mama"

... und hier im Reich der Träume

 

Jörg wurde informiert und alles wurde geregelt. Macht er später mal Dummheiten jenseits des Guten … ICH kann mich zurücklehnen … Alles wird gut. Mit großer Erleichterung konnten wir dann beruhigt nach Hause fahren … bis zur nächsten Hürde, der Namensfindung. Das wird noch ein Kapitel für sich befürchte ich mal. Jedenfalls ist die Vorfreude riesengroß. Die Vorbereitungen laufen hochtourig. Welpenbett, Futterschüssel, Einrichtung eines Hundezimmers im Keller, mal ehrlich … ich werde auch mal ausziehen, in ein Heim gehen und mich auswählen lassen :mrgreen: … die Frage ist dann nur, kriege ich dann was Besseres? Ich glaube nicht. Also nehmen wir es wie es ist und die Zeit bis zum 24.Juni wird ohnehin sehr lang werden … wir freuen uns darauf.

1000 Kilometer-Wochenende

Ja … den Druck habe ich mir selber erzeugt. Eine Homepage zu machen ist ja nicht so schwer, sie jedoch zu unterhalten und aktuell zu bleiben ist zwar nicht unmöglich aber in gewissen Zeiten nicht einfach – O.K. … ich wollte es so 😀 . Unterm Strich ist es doch mehr Lust statt Last. Ja ich habe Spaß daran … kaum zu glauben 😉 .

Neben den Pflichten am und mit dem Hund – Bashira ist zwar genügsam nimmt aber Bewegung gerne an – kommt ja der Garten (vor allem der Rasen) und das schöne Wetter dazu. Auch wenn die Tage zum Glück lang sind (das könnte so bleiben!!), manchmal reicht das trotzdem nicht. Auch das Fahrrad muss ja schließlich auch bewegt werden. Wer lässt sein Pferd schon im Stall stehen.

Auch das kommende Wochenende ist schon so gut wie verbucht. Es wird das Wochenende der Entscheidungen, wichtige Entscheidungen … die gefällt werden müssen. Am Sonnabend besuchen wir wieder die vielbeinigen Friedemänner und am Sonntag begleiten wir Aron in einen neuen Lebensabschnitt.

1000 km – Wochenende deswegen, weil wir uns dieser Distanz locker annähern oder vielleicht überschreiten werden. Ich habe schon öfter geschrieben, vom Verrücktsein und Hobbys. Wir kommen damit aber recht gut klar und was andere darüber denken … was soll’s. Unterm Strich verschafft man so seinem Dasein mehr Leben und das kann ja wohl nicht wirklich schädlich sein …

Die Meyerei Thüringen sucht den Zweithund

Nein, hier geht es nicht um ein neues Fernsehformat. Nicht Topmodel, Dschungelkönig oder Supertalent. Vielleicht ein Superstar? Man weiß es nicht. Es geht um etwas ganz Einfaches – die Meyerei Thüringen sucht den Zweithund … aus. Das ist auch irgendwie wie Lotto, denn im „Angebot“ sind 7 Rüden, also 6 mit Zusatzzahl. Genau diese Zusatzzahl sollte es dann auch sein. Nicht Zusatz im Sinne von übrig, Zusatz im Sinne von etwas besonderem. Das Zeug zum Star hat jeder Hund und die Frage ist, schaffen wir es diesmal nach unseren Wünschen nicht nur zu suchen sondern auch zu finden? Finden wir den Richtigen? Was ist überhaupt der Richtige? Selbst backen geht ja nicht. Man hat nur die Wahl zwischen diesen kleinen Rackern. Fest steht, wir können uns gar nicht verwählen, nur im Temperament (mal wieder) verschätzen. Gefährlich ist das erst mal nicht, sieht man von Schrankknöpfen, Fußabtretern oder herum liegenden Schuhen ab. Bashira war … das wissen wir inzwischen, ja doch nicht so wild. Ihre Liste der Dummheiten ist recht kurz im Gegensatz zu anderen Fällen.

Die Chancen diesmal einen ruhigen Vertreter zu finden stehen also recht günstig. Auch weil wir das Horoskop ungewollt studiert haben? Sicher nicht. Wir haben uns ja aber nicht wegen dem Horoskop wieder für einen Isanusi entschieden, das ist eine Frage des Vertrauens und des Eindruckes bei der Aufzucht. Die guten Erfahrungen all der Isanusi’s davor sprechen Bände. Außerdem ist es unwichtig ob das Äußere perfekt ist, weil das hinter den Stirnfalten wesentlich interessanter ist. Die Schönheit einer Sache liegt immer im Auge des Betrachters. Natürlich bleiben wir wegen der Faszination und dem Wesen der Ridgebacks eben dieser Rasse treu. Natürlich hoffen wir auf Züchterhilfe, der die Kleinen ja rund um die Uhr betreut und inzwischen kennen gelernt hat. Wir hoffen das er uns diesmal verrät wenn ein kleiner Racker mal eben jemanden in die Nase zwickt, auch wenn wir froh sind eben diesen Zwicker seit über 2 Jahren bei uns zu wissen. Man kann spekulieren und erwarten, suchen und abwägen, ich denke dass es so kommt wie es kommen soll – also wie eigentlich immer.

Einerseits ist es schon recht spannend in Erwartung einer neuen Herausforderung auf vier Beinen. Es gibt da schon wieder viele Fragezeichen, eine Menge sogar. Vielleicht werden wir diese Idee oft genug verfluchen, wenn die Welpentrümmer beseitigt werden müssen, Schäden ausgebessert und die Nerven gewaltig strapaziert werden. Gerne erinnern wir uns an die Zeit mit Bashira und werden sicher feststellen dass die nächste Welpenzeit wieder viel zu schnell vergangen ist. Die Schäden werden fast alle vergessen oder später nur belächelt. Vielleicht können auch wir mal behaupten … der hat nie etwas angestellt. Die Spannung ist fast so wie schwanger zu sein in früheren Jahren. Man wusste nicht was es wird. Aber noch haben wir ja keine Wahl getroffen und doch weiß ich, wir werden sie treffen, treffen müssen. Die anderen zukünftigen Welpeneltern werden nicht warten bis wir unseren neuen Superstar ausgewählt haben. Lassen wir uns einfach mal überraschen … Ob wir irgendwann danach immer noch offen sind für einen Welpen steht auf einem anderen Blatt. Es steht jedenfalls fest dass unsere kleine Welt wieder gehörig durchgemischt wird und das ist gut so.