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Nun bin ich aber auch mal an der Reihe

Also Leute, seit 6 Tagen bin ich nun ein Thüringer, ich hätte es bestimmt schlechter treffen können. Das festzustellen wird wohl sehr schwer. Ist mir aber auch egal wenn es mir gut geht will ich nicht unbedingt meckern. Ich habe hier im neuen zu Hause sogar eine Kumpeline vorgefunden. Das macht es mir etwas leichter auch wenn mein Wunsch nach einer diesmal vollen Milch-Bar nicht erfüllt wurde. Da war auch nichts mehr zu holen. Bashira heißt das Mädel und ist eine Schwester von Buffy, ich bleibe sozusagen in der Großfamilie.

Nach gut zweieinhalb Stunden Fahrt – die ich total verschlafen habe – bin ich am Freitag hier gelandet. Ich dachte mit machst mal einen auf „hart“ und habe nicht gejammert. So unter uns Welpen hat sich das als gutes Mittel bewährt. Kopf schief und jammern … oder fiepen, da springen die Zweibeiner. Im Garten haben wir uns dann beschnuppert. Bashira schien eine Zicke zu sein, zeigte mir das sie gute Zähne hat und die Nase … die sollte sie mal bügeln gehen. Das hat aber Mutti auch so gemacht, ja die Mutti – die fehlt mir doch etwas. Bashira hilft mir aber gut darüber hinweg. Am Anfang durfte ich gar nicht an sie an. Hatte sie schlechte Erfahrungen mit solchen Kleinen? Auch beim Futtern, ich wollte nur gucken ob sie alles verdrückt … man die kann ja auch knurren … Mutter war strenger :mrgreen: . Ich musste nun tapfer sein, wollte mir den Laden erst mal anschauen, Studieren und mir Notizen machen. So ein kleiner Kopf kann nicht alles behalten. Mein Vorteil, ich bin niedlich, das macht die Menschenaugen trübe. Besonders trüb werden sie wenn sie süüüüüüß rufen. So trübe das sie nicht merken wie ich anfange zu wickeln … um den Finger. Das kann man sich merken. Ich also mache einen auf ruhig, Bantu … das Wort verstehe ich noch nicht und warum ich vor dem Fressen immer festgehalten werde, hier gibt’s vielleicht Rituale. Es wird Zeit das ich das mal ändere. Zugegeben, derzeit ist es recht warm, also habe ich die Sache erst mal langsam angehen lassen. Am Mittwoch dann habe ich einen Gang hoch geschalten. Bashira hat wohl nun erkannt das ich da bleibe und so langsam freunden wir uns richtig an. Bei ihr kann man die Zähnchen testen ohne dass es gleich Blut gibt. Menschenhaut taugt nicht viel, schon beim kleinsten zerren greifen die mir in die Schnauze. He – das ist nicht so toll 👿 .

Also, damit der Laden etwas in Bewegung kommt habe ich mal den ganzen Bereich durchmarkiert. Ein Pfützchen hier, eines da und schon waren wir mitten im Auftakt zur Erziehung des Menschen durch den Hund. Setzt man sich auch noch vor die Großen hin kommt was zu Futtern geflogen. Das Ganze bekommt mehr Tempo wenn man den Kopf schief hält. Mitten in Phase 1 ist Kampf an allen Fronten angesagt.  Die Futterdose ist leicht zu öffnen und wenn man knabbert kommt gleich einer laut rufend – Bantu – was heißt das denn nun? Den Becher hatte ich schon um ihn zu verstecken (dann stellen die bestimmt die ganze Dose hin 🙂 ). Auf dem Weg dorthin steht ein Eimer, den schau ich mir später an. Ist schon lustig wie so ein paar Pfützchen die Menschen zu rennen bringen. Nur warum sie das gleich mit einem Eimer tun müssen? Die Munition geht auch nie aus. Zum einen durch Nachladen am Wassernapf und man muss ja nicht immer alles auf einmal Pullern. Nur nachts, da will ich auch meine Ruhe haben, da nutze ich die Gesamtkapazität der Blase schon mal aus – ein Testlauf für Regenwetter.

Ich habe auch gesehen sie haben braune Bettwäsche, clever sind die schon. Aber nicht clever genug. Ich kann einen Ridgeback schon von Bettwäsche unterscheiden. Bashira liegt oben mit dabei, wieso haben die mir dann ein Bett gekauft? Ich habe dann auch gleich herausbekommen warum. Man kann dabei gut auf den Rand des Bettes klettern und da ist es dann halb so hoch bis ganz rein. Das hätten sie einfacher haben können. Da oben ist es immer warm und kuschelig, schade dass ich immer wieder raus musste. Die richtige Taktik aber bekomme ich auch schon hin. Man muss nur Geduld haben, ich kann tagsüber schlafen, die Leute nicht sie müssen aufpassen wegen meiner Markierungsarbeiten. Hier braucht es Konsequenz, irgendwann lässt jeder nach. Ich werde mal mir Bashira reden, wir müssen ja nicht alle beim Papa seiner Seite liegen 😉 . Nach dem Motto „und nächtlich kommen die Ridgebacks“ zahlt sich Beharrlichkeit bestimmt aus. War ja beim Säugen auch immer so, je man gegen die Zitze gedrückt hat umso schneller kam die Milch.

Gestern hat man mich auch gewogen und ich hoffe für nicht zu leicht befunden. Bei der Wurfabnahme am 22.Juni waren es 7.750 g und nun sind es schon 8,3 kg. Das passt schon :mrgreen: … am Futter soll nicht gespart werden. Gemessen wurde ich aber noch nicht, ist aber bestimmt eine Frage der Zeit. Papa schreibt das mal alles für mich auf, ich liege derzeit und träume den Tag noch mal durch. Heute hat es nur für eine Pfütze gereicht, aber der Tag ist noch nicht vorbei. Ich war auch heute unterwegs zum Bäcker. Halsband und Leine sind noch neu, ohne wäre besser … ich geh nicht stiften. Glaubt mir aber wohl keiner. Jedenfalls gab es viele Neuigkeiten zu sehen, auch Billy (ein Zwergschnauzer mit großer Schnauze 🙂 ) habe ich besucht. Dem hatte ich schon mal gezeigt dass ich knurren kann, hat er wohl nicht verstanden deswegen habe ich es noch mal wiederholt. Das ist ein Durchgeknallter. Der wird schon noch ruhiger wenn ich dreimal so groß bin wie er. DA wurde sogar mein Ridge länger und reicht fast bis zur Stirn …

So Leute … das waren meine ersten Eindrücke hier und unzufrieden bin ich nicht. Die Kleinigkeiten, die nicht nach meinem Kopf laufen kriege ich geregelt, da bin ich mir sicher. Was noch alles auf mich zu kommt werden wir sehen. Wörter wie Welpenschule und Training machen die Runde, kann ja alles nicht so schlimm werden. Wenn es mir mal nicht passt, ich kann kommunizieren … und notfalls markieren :mrgreen: .

Neue Regeln

Mit dem Einzug eines Welpen werden meist neue Regeln aufgestellt oder alte Regeln wieder hervor gekramt. Für alle die meinen es ginge ohne diese möchte ich als Abschreckung nachfolgende Regeln erwähnen die zum Tragen kommen wenn man eben keine macht oder bei der Durchsetzung seiner zu lasch ist. Weiterhin kann es durchaus passieren dass der Sinn für innerhäusliche Ordnung neu überdacht werden muss. Ja, das hat nichts mit Weihnachtszeit zu tun, da gibt es nämlich zwei kleine Zahnreihen die lechzen nach Beschäftigung. So wie Kinder alles in den Mund nehmen, tun es ja auch die Welpen. Es ist angebracht immer zu wissen wo der Bursche gerade streunt. Eines Tages schraubt mir einer der Hunde die Schrauben aus meinem Stuhl, die Kappen fehlen schon lange 😡 . Auch ist wieder alles in Gefahr was nur irgendwie lose herum hängt oder liegt. Dazu zählen auch im PC steckende Sticks !!! Von wegen Welpenurlaub und ein paar häusliche Pflichten zu erfüllen, das will wohl überlegt sein. Man meint der Matz ist cool wenn man mit der Schlagbohrmaschine Welpenschutzelemente montiert. Der tut nur so, Bantu wiegt uns in Sicherheit um gnadenlos zuzuschlagen :mrgreen: . Wenn man denkt am 5.Tag hat sich ansatzweise ein Tagesablauf herausgebildet, der Welpe schlechthin wartet nur darauf das man solche Gedanken hat 😉 . Man sollte immer mit dem Verstand bei der Sache sein. Schlaf aus der fürsorglich flachen Nachtruhe nachzuholen ist mitunter fatal. Nein das ist nicht der Futterbecher der vorbei rollt. Ein Futterbecher ist das schon … aber die stolz präsentierte Beute des Jünglings. Kaum zu glauben das er mit den weißen Stecknadeln so sicher im Fassen ist. Der Kleine Mann fordert alle Sinne. Erst macht er uns in der Nacht wuschig, ständige Attacken auf einen Schlafplatz im Bett, wenn man meint der Tag ist dann ruhig … ja ist er zu ruhig. Dringen dann noch Kaugeräusche zu unerwarteten Zeiten ans Ohr sollte man die Ursache erforschen. Der wird doch nicht? Hat er aber doch. Seine Box … Deckel weg … Köpfchen rein und aber los geht’s. Er wird wohl nicht so viel genascht haben. Das ist auch nicht das Problem, grundsätzlich weiß er ja nun Bescheid. Das hat Bashira noch nie gemacht. Ich will mal hoffen dass sich die Beiden auf ausgerechnet der Strecke nicht zusammen raufen?

Das ist NICHT Bantu ... aber unmöglich wäre es nicht

Heute am Tag 5 gab es sie ja nun doch … die Premiere. Im Rahmen der Welpenschutzmaßnahmen (wir wollen ja nur bestimmte Bereiche vor dem Welpen schützen, bzw. den Welpen vor Treppen abwärts bewahren) dachte man an den friedlich schlafenden Zwerg. Na gut, ein Gang in den Keller, mal schnell drüber gehobelt über eine Leiste, und wieder oben war er munter. Was macht man dann … den Kerl schnappen und raus in den Garten. Keine Anstalten, gut ist heute sehr warm aber trotzdem … Pullern ist wichtig. Bantu hatte aber genau daran schon gedacht. Warum bitte soll er eine volle Blase rumschleppen wenn man sie vorher auch leer machen kann? Pullermann nass … das heißt nix Gutes. Auf der Suche nach der Stelle (war schon mal die Terrasse) fand ich Teil 2 (zum Glück recht fest) seiner Hinterlassenschaften dort wo ich die Pfütze vermutet hatte. Das half wenig, die Nachsuche ergab dann auch den Ort der Tat. Nun denn, im Babyurlaub hatte mir nur noch das Herumlaufen mit Eimer und Lappen gefehlt. Heute ist Tag der Premieren. Achja … wir wollten es ja so.

Gestern wurde ich gefragt, Mensch … einen Welpen und keine Kratzer? Oh, mein Dank richtete ich an Bashira :mrgreen: … unsere späte Rache für unsere lädierten Deckschichten an den unbekleideten Stellen 😛 . Sie jault mehr als der Kleine Schnappfisch … ähmm Ridgeback. Allzu oft tauchen seine Zähne in Bashira ein, egal was gerade im Weg ist, Beine, Ohren, Lefzen und die Spitze der Rute, wir quittieren es mit einem Lächeln … Tja. Tja, dann kommt es dann doch, zu früh gefreut. Eben noch kuschelnd neben mir liegend … jetzt habe ich meinen 2 cm „Welpenvatererkennungsstreifen“ auf der Nase. Ich sag ja … Tag der Premieren. Die Situation nutzend hat er mir noch mein Taschentuch gemopst. Vorne geschnappt und hinten gemopst, meine Güte. Die Konzentration muss wieder hoch gefahren werden. Da wird’s wohl morgen nichts werden mit der Genehmigung eines Bettbesuches für den Kleinen. War ja heute schon grenzwertig. Er lag neben dem Kopfkissen gekuschelt, Bashira wird munter (sie ruhte noch in ihrem Bett) … sieht den Kleinen, sieht mich an. Ich lege Bantu SOFORT in sein Bett … 😈 (Bashira’s Blick) … sie steigt ein, ich biete ihr den Platz an … nein sie geht zu Frau Meyer. Wenn Blicke töten könnten … ich hätte nie wieder schreiben können.

Bevor ich wieder mit Blicken angeschossen werde .. es ist Futterzeit … Mahlzeit!

Der Hund im Bett ?

„Wehret Euch der Anfänge“ (das sagt der Hund dazu ) …Schmeißt die Bande gleich im hohen Bogen raus (das sagt der Hund dazu ) Seid besonders streng an dieser Stelle (das wider vom Hund ) Notfalls schaut den Tieren in die Augen (das erreicht der Hund dann ) und hebt die Decke … dann sind alle und und … das ist völlig ok

Diese Nacht … gegen 2 Uhr X, ich glaube ich habe etwas geträumt, weiß aber nicht mehr so richtig wovon, ich denke mal von Bantu, muss ja so sein. Die Vaterrolle verinnerlicht und beim kleinsten Knistern im Bett (wir haben da eine Inkonsequenz … Inkompetenz ,… na Inkontinenz-Matte liegen) wach werdend, jedoch meist umsonst, verfällt man schon mal ins Träumen. Der Traumhund durch den Garten fliegend, sich vom Wild abrufen lassend … schöne Bilder sieht man da . Plötzlich lautes Schmatzen, ein Geräusch was aber mal so gar nicht in diesen Traum passt, es ging ja nicht ums Fressen, dann auch noch Luft im und am Ohr. Man braucht da schon eine Weile um diese Reize ins Real-Leben zu übersetzen. Unruhe überkommt einen … der Drang die Augen aufzureißen, erst in Richtung Fenster …hmmm kein brauner Berg drinnen außer das Braun der Bettwäsche (hat aber auch wenig zu sagen). Dann klingelts … nein nicht der Wecker, der Blick nach links und schon krabbeln Barthaare in der Nase. Frau Meyer trägt aber keinen Bart – jedenfalls als sie ins Bett gegangen ist, dann wieder das Schmatzen, das ruhige zufriedene Ausatmen. Man kann förmlich spüren dass der Kleine von einer mit kleinen Welpenkörpern gefüllten Box träumt. Das was vorher noch Realität war sucht er sich auf seine Weise. Ja Bantu lag auf dem Hals – meinem Hals, sein Schnäuzchen dicht an meinem Ohr als wollte er sagen … oooch lass mich doch noch einmal oder mehrmals? Was soll man da sagen, was soll man tun, ja ich gebe zu ich habe es einen Moment genossen. Die Konsequenz, die angemahnte, war wohl in Auflösung wie der Traum vorher. Es ist schwer sich dagegen zu wehren, aber sie kam wieder, die Konsequenz. Wenn das Frau Meyer sonst sieht, nein nein … wir hatten ja festgelegt sind erst beide Hunde im Bett muss ja einer raus, die Entscheidung wer das sein muss ist noch offen. Frau Meyer ist die Einzigste die außer den Hunden in eines der Betten vorm Bett passen würde .

Frau Meyer darf diese Zeilen nie und nimmer lesen … die Reaktion wäre eine schreckliche. Da ich ja vorbeugen wollte, heute Morgen kann der Kleine wieder rein (er muss heimlich geübt haben, gestern schien es als dauert es noch Wochen) … da legte aber Bashira ein Veto ein. Das geht ihr im Moment dann doch zu weit. Siehe da, so schnell kommt man zu Verbündeten. Es bleibt dann nur die Frage wie lange und bei welchen Gelegenheiten dieser Bund bestehen bleibt.

Wehret Euch der Anfänge sonst ist Konsequenz, Hopfen, Malz und Bett verloren – aber man hat glückliche Hundeaugen gemacht. Nun kann jeder selber entscheiden .

Eine Anmerkung sei mir noch gestattet, jeder soll und kann auf seine Art die Regeln festlegen. Regeln nachdem das tägliche Miteinander funktionieren soll. Stimmt es in der Familie (Rudel) ist alles Bestens. Eine Regel würde es bei uns nie geben, der Hund gehört ins Haus zu den Menschen, denn das ist nun seine Familie. Unsere Erfahrungen sagen, es ist sehr positiv es so zu machen. Die Bindung zwischen Tier und Mensch bekommt eine ganz andere Qualität. Wer hat schon gerne Fernbeziehungen im Leben?

Bashira – die große Tante

Tante Bashira, das klingt schon mal nicht schlecht ist aber nicht ganz exakt. Bantu’s Mutter ist Bashira’s Halbschwester. Muss es dann Halbtante oder gar Vierteltante heißen? Das ist egal, Shani hat auch schon Bashira im Säuglingsalter den Hintern sauber gemacht. Wer kann das schon von seiner Tante behaupten? Wie das berechnet wird ist völlig egal, das Ergebnis das bei uns im Garten, im Haus und an den großen Zehen herum turnt und knabbert … das ist real und wichtig.

Haben diese Beiden das Zeug zum "Dreamteam" ?

Bashira war in dem ganzen Ablauf der letzten Tage eigentlich die große „Unbekannte“. Klar kennen wir sie und natürlich wird sie auch jetzt noch genauso ihren Status haben wie bisher. Wir haben uns in der Vorbereitung auch damit befasst. Was ist wenn? Es gibt wohl inzwischen kaum ein Buch was wir nicht haben. Es ist aber immer so das genau das was am Ende doch geschieht so nirgendwo geschrieben steht. Man kann planen wie man will … erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die ganzen Tests und Versuche vor Bantu’s Einzug sind in dem Moment hinfällig wenn sich eben DIE beiden Charaktere gegenüberstehen. Den einen glauben wir zu kennen, den anderen wollen wir kennen lernen 🙂 . Das ist ja alles ganz einfach, oder?

So springt Bantu zur Attacke ...

Ich will es hier mal richtig deutlich machen, wir sind so stolz auf unsere Prinzessin. Im täglichen Zusammenleben haben wir sie erleben dürfen und nun zeigt sie eine ganz andere Seite. Genau solche Dinge sind auch mit ursächlich an der Entscheidung pro Zweithund beteiligt gewesen. Wir haben bei der Entscheidung zwar immer auch an Bashira gedacht, aber gefragt haben wir sie nicht. Keiner kann sagen wie sie gewählt und ob sie gewählt hätte. Wir haben Tatsachen geschaffen und sie ist dabei diese Situation in gewohntem Ridgeback-Tempo für sich zu erschließen und wohl zu akzeptieren. Oft achtend auf eine (inzwischen kleiner werdende) Distanz, die nie groß war, ist sie aber dem Kleinen wohl gesonnen. Vielleicht wird sie die von uns erhoffte (das kann man nie vorausbestimmen) Hilfe bei der Erziehung des Kleinen. Hatten wir zu Pfingsten noch das Gefühl Bantu hat für nicht alle Dinge ein offenes Ohr, Bashira versteht er recht gut :mrgreen: . Befürchtungen, oder nennen wir es Erwartungen, das Bashira die Chefin raushängen lässt haben sich nicht bestätigt. Genau sehen wir noch die „Ohrfeigen“ die sie Jungrüden verabreicht hat bei Begegnungen. Sie hat die aufdringlichen Burschen auf ihr Bedürfnis gestutzt und erst dann mit ihnen gespielt. Das ist ja ihr gutes Recht, lassen wir jeden auf unseren Hintern klopfen? Ich sowieso nicht 🙂 .

Manchmal scheint sie zu fliehen ... so zu fliehen das Bantu sie unbedingt verfolgt

Wir haben die letzten Tage genau die Bashira erlebt die man sich vorstellen kann. Die Grobmotorik die sie einsetzen kann beim Toben mit Sally hat auch noch eine andere Seite. Was wir – weil wir noch keine Chance bisher hatten – nun auch kennen ist die vorsichtige, nahezu zärtliche Art mit der Beschäftigung mit dem Kleinen. Klar gibt es die Regel, hasch mich das ist mein Spielzeug, klar ist sie schneller und ganz sicher kontrolliert sie die Zahl der Chancen die Bantu erhalten soll, aber er erhält sie. Bashira lässt ihn dann auch den Triumph. Was ich auch schon lange nicht mehr sehen konnte, ein Strickknochen und Zerrspielchen. Klar dass sich Bantu manchmal auf einem Kettenkarussell wähnt oder Dank seines noch geringen Gewichtes im Rasen nicht als Pflug wirkt. Alles das passt vorzüglich. Gibt es dann doch mal ein deutlichen Ton Bantu’s (Ridgebacks könne von Geburt an hervorragend leiden :mrgreen: ) dann läßt sie sofort locker sucht das Weite und ihr Gesicht hat die Mimik einer Entschuldigung. Das alles macht so viel Laune und Spaß, man kann stundenlang zusehen. Die kleinen Gesten und Gebärden, das Fordern und Mitmachen, die Vorsicht und auch schon mal der Übermut, alles schön zu sehen. Meine Kamera lässt da auch nicht locker. Vielleicht trifft man das Ganze noch besser? Wer braucht da vielleicht noch Arbeit?

So fängt es oft an, der Kleine kommt und zwickt - ist eben rotzfrech

dann fährt er auch schon mal Karussell ... er muss ja nur los lassen

Oft bietet sie ihm etwas an ... und kein Welpe der Welt schlägt das wohl aus

Den größten Dank schulden wir Bashira weil sie einen gewisser Puffer zwischen uns und Bantu darstellt. Die kleinen Stecknadelzähnchen, diese „Schnappschnauze“ und diese übermütigen Luftsprünge die sie abfängt bevor er uns in die Zehen (am Liebsten den Großen) zwickt, oder unsere Schuhe mopst oder irgendwo knabbert, zumeist ist sie das erste „Opfer“. Erstaunlich ist wie geduldig sie dabei schon geworden ist. Bantu kannte  ja in erster Linie … Großer Hund, das kommt Milch raus wenn man bettelt … außer bei Buffy, da kam auch nix, aber das Ganze muss erst geduldig probiert werden. Am Anfang war Bashira sehr energisch, jetzt lässt sie viel mehr zu und toleriert solche Frontalattacken. Wenn man sieht wie weit man Lefzen ziehen kann … ok, wir kennen das von Bashira, da gab es keinen Puffer 🙂 . Der Kleine wuselt oft so schnell unter ihr durch, das sie gar nicht weiß wo er gerade ist und seine frechen Schnapp-Attacken ihr Ziel finden. Andererseits steht sie in Nichts nach, wenn es sein muss wird er schon mal über den Rasen gerollt. Sei es um sich selber daneben zu schmeißen ihn zum „Aufspringen“ zu bringen um ihn dann wieder zu kegeln. Das Ganze in friedlicher, ruhiger und lustiger Atmosphäre. Man merkt ihr an das sie auch Spaß dabei hat. Ich kann es mal so zugeben, die eine oder andere feuchte Stelle im beobachtenden Auge gibt’s da schon. Das ist Freude pur und man kann alles Drumherum vergessen.

da wird der Kehlbiss beprobt ... gut das wir Bashira haben

dann wird dort gezwickt ... wenn schon keine Milch kommt ...

und mal die Ohren weich gekaut …

Bashira du bist die Beste Prinzessin die wir haben und deswegen ist der kleine Prinz auch gut für Dich. Danke das du uns so behilflich bist

:mrgreen:   :mrgreen:   :mrgreen:  

 
 
 

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