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Sommer (?) 2011

Hatten wir einen? Kriegen wir ihn noch? Was ist Sommer? Fragen über Fragen und kaum zu glauben das die schönen Tage im April schon das Beste waren? Es gibt ja auch noch alte Weiber die auch einmal einen Sommer zaubern könnten. Das wäre eine Idee und diente der Versöhnung. In diesem Jahr hat es mich allerdings weniger gestört. Ich konnte nicht so viel radeln wie ich es gewollt hätte, was allerdings am vierbeinigen Nachwuchs liegt. Was tut man nicht alles für seine Kinder 😉 .

Der Junior kann den Sommer genießen

Für Ridgebacks war das ja bisher nicht das Heimatklima. Allerdings ist der Gedanke das afrikanische Hunde Wärme besser abkönnen nicht zutreffend. Sie machen auch nicht mehr als erforderlich, jedenfalls freiwillig. Das größere Problemchen ist dabei das Regenwetter. Bashira haben wir im Laufe der Zeit schon daran gewöhnen können. Noch gut in Erinnerung sind die Zeiten als sie nur unter Protest und Regenschirm das Haus verlassen wollte. Zum Glück kennen wir extreme Verweigerungen wegen Regenwetter nicht. Es gibt Ridgebacks die mehr als ein Tag nicht vor der Tür waren, weil Nässe von oben gar nicht geht. Bantu ist nicht ganz so scheu, hat aber bei zu viel Nässe – egal von welcher Seite – auch nicht allzu großen Bock. Das ist eine reine Trainingssache und aber auch erforderlich. Das richtig nasse Wetter folgt ja erst dem Sommer und das ist ja nicht so fern.

Bilder des Sommers

von der besten Seite

strahlende Pracht

und immer wieder Blüten

Uns kommt es zu Gute eine überdachte Terrasse zu haben. Unvorstellbar wenn die Hunde ständig im Haus wären und wenn sie ihre Tobeanfälle unterm Tisch und zwischen den Möbeln absolvieren würden. Das sie es trotzdem hin und wieder tun ist eben der Spontanität geschuldet die in jedem Hund steckt. Besser sie können das im Freien ausleben. Hier standen die Sterne selten gut, vor allem für Ridgebacks. Bashira ist das schon gewöhnt, Bantu muss sich auch daran gewöhnen. Es bleibt ihm nichts anderes übrig :?.

meist zeigte er sich aber so ... der Sommer

oder so ...

Mein halbes Leben lang …

4 Monate bin ich nun fast auf den Tag genau auf dieser Welt, die Hälfte davon bin ich in der Meyerei. Ein guter Zeitpunkt einmal zurück zu blicken. Ein weiter Blick wird das noch nicht, aber es lohnt sich durchaus. Viel Neues und Interessantes, aber auch Unangenehmes. Klar ist es doof wenn man nicht alles machen kann oder darf was Spaß macht. Alle Kinder dieser Welt haben damit zu kämpfen, egal ob mit oder ohne Fell.

Bei Mutti Shani und den Friedemanns waren wir wirklich frei, der Duft der großen weiten Welt schwirrte um uns, wir schliefen, tranken, Spielten und chillten ab und tranken wieder. So sagt man doch dazu :)? Man, die Tage vergingen im Flug, viele Menschen haben uns geknuddelt und immer war einer zum Spielen da, man musste nur einen Anstoß geben ….

Der Tag X. ich erinnere mich noch, ich wurde von meiner Familie getrennt. Wieder Besuch, ein Halsband um, alle freuten sich … ich wurde irgendwie nicht gefragt. Rein ins Auto – meine erste Fahrt – auf dem Rücksitz und es ging los. Eigentlich wollte ich genau aufpassen, falls ich wieder nach Hause wollte. Leider war die Fahrt so lang das ich eingeschlafen bin, so ein Pech. Trotzdem ging alles ziemlich schnell, ich wurde wach und eine neue Welt öffnete sich. Ich stand auf dem Rasen, alles neu, ein Zaun und dahinter? Juju ein Hund, genau wie Mutti und die Schwester Buffy. Ein Mädchen … sie guckte verdattert, beäugte mich und schon bald durfte sie zu mir. Große Freude zeigte sie nicht, sie war neugierig und ich war froh wenigstens ein Fell hier zu haben, wo alles so fremd ist. Das ist nun 8 Wochen her … die Hälfte meines Lebens bisher.

Hier mit Tante Bashira ... ich bin fast dran an ihr

Für mich hat sich viel geändert und ich kann nun nicht mehr machen was ich will. Schlimm ist, ich habe ständig Hunger und keiner sieht es. Immer muss ich mir was dazu klauen. Auch hier werden die Zeiten härter, man lässt nicht mehr viel liegen. Am Anfang habe ich mehr Beute machen können, Plätzchen, Nutella-Brötchen, Knäckebrot … Käse. Alles was nicht so aussieht wie der Untergrund muss ich untersuchen, das ist anstrengend. Jetzt sind alle Türen meist zu und auch die Küche, wo ich ja nun schon fast auf die Arbeitsplatte kommen kann. Ich pass ja genau auf und irgendwann kriege ich die Türen auf und stauche mir nicht mehr die Nase.

Die Absperrung nach oben - dort wo die großen Blumentöpfe stehen - ist die nicht lächerlich?

Zugegeben, in manchen Ecken ist es einfach die Hindernisse zu überwinden. Was jetzt nicht klappt sollte gehen wenn ich weiter so wachse. So wie mit dem großen Bett. Immer darf ich da nicht rein, also wartet man bis sie schlafen. Am Fußende merken sie das kaum, allerdings kann man da nicht so kuscheln. Die sollen sich nicht so haben, die paar Kilos gehen schon unter die Decke. Bashira mag es nicht, komme ich ins Bett und sie merkt es ist sie auch weg, olle Zicke. Sonntag früh muss man nur nerven, da wollen sie ausschlafen, da klappt der Einstieg so gut wie immer. Und Bashira? Die soll sich nicht so haben, ich tu ihr nix.

Mein Platz im Flur

Nein, nein, das ist keine Beschwerde. Mein Leben hat sich geändert, aber schlechter ist es wohl nicht geworden. Nur anders und aufregender. Ist schon erstaunlich, kaum buddelt man ein Loch … ist es schon wieder zu. Wer das wohl immer macht? Bin mal gespannt wer die längeren Nerven hat … ich kann ziemlich lange :mrgreen: . Ich habe mein täglich Futter, auch wenn es mehr sein könnte, ich habe ein Dach übern Kopf – gerade jetzt wo es kälter wird – und ich habe einen Garten wo man eigentlich (nicht) buddeln darf und was wichtiger ist, ich habe eine große Tante die es mir auch mal erlaubt die große Klappe zu haben. Am Zaun bellen und Leute zu verscheuchen, das macht Spaß. Allerdings muss ich noch an meiner Stimme arbeiten. Kommt Zeit kommt bessere Stimme. Wichtig wäre aber … ich will auch mal mit Bashira kuscheln, wie mit Mama und Papa … alles wird schon werden. Mir gefällt es hier … 😉 .

Sonne, weicher Boden sieht doch recht gut aus ...

Immer noch Thema 1

Ja … ja, ja früher (bei anderen Hunden) ging das schneller. Bantu hat nach einigen Tagen mal wieder zugeschlagen, bzw. abgelegt, nein Beides in verschiedenen Lebenslagen. Nix da mit der Meldung „ER ist stubenrein“. Unser Thema Nummer 1 derzeit – immer noch. Manchmal fragt man sich wo er den „Kram“ versteckt hat. Klar, stand Wochenende brachte er 14,7 kg auf die Waage, da passt was rein. Auf der er sogar alleine und ruhig stehen blieb. Ist gar nicht so einfach die 4 Pfoten auf engen Raum genau so lange zu halten bis die Waage ein Ergebnis zu bieten hat. Ist ja auch nur eine Personenwaage, Hundewaagen … gibt’s die überhaupt? 💡 Das nur nebenbei.

Der morgendliche Ablauf ist eine reine Orgie in Sachen Gartennutzung zum Entleeren. Gleich nach dem Aufstehen … Pullern und Häufchen 1, dann Futter, danach wieder Garten und wieder Beides. Bantu ist auch der Meinung dass er nicht sagen muss wann er muss. Kann man doch sehen oder? Augen dick? Wasser in den Augen …. muss man ja nicht anmelden, weil: Er tut es (vermutlich alle 5 Tage – blöder Rhythmus) da wo er gerade ist. Obwohl, etwas zu lebendig war er schon. Ok .. das gibt sich dachte ich, hat sich auch gegeben als ich es gut sehen konnte. wir haben weiße Fußbodenfliesen 👿 . Da hilft es nichts, wir haben Mitschuld, aber auch nicht immer. Auch am Donnerstag, abends, Gute-Nacht-Pfütze, im Garten widerwillig – Gras ist ja nass. Dann wieder rein, Pfötchen sauber (kann er schon recht gut wenn er will :roll:) rein in die gute Stube. Ahhh, dachte er sich. Die „Absperrung“ unterm Esstisch is weg, das wäre aber schade. Da konnte man gut drüber hüpfen wenn die „5-Minuten-Phase“ unterm Ridge eingezogen war. Moment, die Barrieren kriegen wir wieder hin, Pfütze drunter und Rechnung ging auf. Am Freitag waren die Dinger wieder da … auf zum Hürdenlauf.

Nun kann man rätseln, nachdenken und analysieren, was man aber nicht erkennt ist ein System. Bantu ist gerade mal 4 Monate, könnte er das steuern? Wir denken an das Gute im Hund, wobei es immer noch bequemer ist für ihn zum Pullern nicht zu weit zu laufen. Nur mal 10 Minuten allein (ich war im Haus), die Terrasse zeigte einen Bach. Das gab es die ganze Woche nicht, da ist er immer in den Garten. Die Geduld ist inzwischen arg strapaziert. Das führt dazu dass der Bursche immer beaufsichtigt wird im Haus, will er das etwa? Ich tendiere immer zu Gunsten des Angeklagten, nur wie lange steh ich dazu noch? Da helfen auch die niedlichen Falten auf Bantu’s Stirn nicht mehr wenn es dahinter nicht fein riecht! Da kann man schon mal böse werden, oder?

Geschrieben hatte ich die vorherigen Zeilen schon vor einer Weile – ist ja immer ein Thema. Dahinter wollte ich die Meldung des Durchbruches platzieren. Hätte könnte und wollte. Nehmen wir mal einen Zwischenerfolg zur Kenntnis, denn man soll ja auf positiven Dingen aufbauen, sie dazu nutzen um andere Probleme gelöster in Angriff zu nehmen. Allerdings kann es durchaus sein das die vermeintlich überwundenen Sachen wieder aufleben. Ich habe lange gezweifelt aber nun denke ich es ist Zeit zu sagen … dass er nur noch hin und wieder pullert. Nix aufregendes an sich, jedoch pullert er just in dem Moment wo er auf Futter wartend, in der Küche jeden Handgriff verfolgend, dich mit faltigem Gesicht (Kopf zumeist leicht geneigt) anschauend einfach so drauf los. Nicht nur das es eben in die Küche geht, nein ihm ist dabei vollkommen egal ob zwischen ihm und dem Untergrund vielleicht auch noch ein besetzter Hausschuh steht. Da sind doch in losen Abständen immer wieder Überraschungen möglich und abschließend gibt es eben dann keine Meldung, basta.

Nilpferdlippe oder Löwenkopf

Jede Jahreszeit hat so ihre Tücken. Für alle Lebewesen und sowieso auch für die Hunde. Hundstage gibt es … und Hundewetter soll es geben. Ich will nicht nachdenken was denn wohl Schweinewetter oder Sauwetter für tiefsinnige Aussagen preis geben. Es kann sich jedenfalls nicht um fliegende Schweine oder auch Hunde handeln.

Wenn man dann so herum liegt und bei eben den Hundstagen auf alle überflüssigen Bewegungen verzichtet (da geht’s den Hunden wie den Menschen) stören selbst Kleinigkeiten. Dann kommen sie meist, die Störenfriede. Viele Plagegeister kommen meist summend oder brummend daher. Man kennt es ja selber, da kommt keine Ruhe und Entspannung auf, das nervt recht bald. So wie der Mensch, so wehren sich auch die Tiere dagegen. Schlimmer sind die der stechenden Zunft, vergleichsweise harmlos aber nicht minder nervend die an sich harmlosen Insekten – nur summende Fliegen. In Kombination summend und stechend wird’s dann ganz übel. Nicht nur Menschen, auch die Jagd- oder Nicht-Jagdhunde werden zu Jägern. Viele beginnen zu schnappen und wollen so der Plage ein Ende versetzen. Der Mensch nimmt die Fliegenklatsche und die Restdauer der fliegenden Nervensäge verkürzt sich in Abhängigkeit des Geschickes des Ausführenden. Hunde haben nicht viele Möglichkeiten und schon gar keine Klatsche … es klatscht eben nur wenn beide Gebißhälften zusammenknallen … egal ob mit oder ohne „Beute“.

Man versucht die Hunde zu überzeugen es eben nicht zu tun, nach ihnen zu schnappen. Aber welche Hunde verstehen diesen Appell schon auf Anhieb? Irgendwann passiert es aber dann doch. Das Ergebnis wird in der Literatur auch als Nilpferdlippe oder Löwenkopf beschrieben. Die Biester stechen eben auch mal zurück. Verstehen kann man die auch, wer ist schon gerne IN einer Hundeschnauze?

da steht er nun der arme Tropf ...

Nein die Augen sind nicht geschwollen, er ist halt nur etwas deprimiert. Scheint aber keine Schmerzen zu haben. Glück im Unglück kann man da nur sagen. Das Stechobjekt hat wohl nur die Lefze erwischt und ist nicht in den Rachenraum gekommen. Nicht auszudenken was da passieren kann. Noch mehr Glück hat man wenn keine Allergie vorliegt. Man kann sich das gut ausmalen und uns sind Fälle bekannt, bei Mensch und Tier, wo eine Allergie hier ein schlechter Begleiter ist. Ohne Reaktion ging es jedoch nicht ab. Bantu hatte es erwischt und zeigt uns eine originale Nilpferdlippe … 😉

ziemlich geschwollen und hart aber es schien schmerzfrei zu sein

Ich kann gut mit ihm mitfühlen, hatte ich doch auch schon mal einen Wespenstich in der Zunge. Gerade solche Gewebearten schwellen recht schnell stark an, ich weiß nur zu gut was er wohl erdulden musste. Schon bald ging die Schwellung zurück und am nächsten Tag war es wieder ziemlich normal. Wenn er  wenigstens einen Lerneffekt durchlebt hat, wäre es ja noch glimpflich und gut gelaufen. Alleine das wissen wir jedoch leider nicht wirklich, wir hoffen es. Lust auf einen Test? NEIN. Das hat erst mal gereicht.