September 2011
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Fortsetzung eines Dialoges

Stuben- und Revierreinigen ist, wenn man einen Hund hat, nach Bedarf zu regeln und auch mal öfter erforderlich. Der Zweithund verringert die Frequenz bestimmt nicht. Hin und wieder wird auch etwas gefunden, Rätselhaftes aber auch Bekanntes. Diesmal waren es pflanzliche Teile, zunächst zwei Stück. „Was hat er denn nun wieder gefressen?“ – ein Standardsatz, so häufig gesprochen wie „Guten Morgen“ ;). Weintrauben waren es nicht, wer weiß. Es gibt keine optischen Hinterlassenschaften. Aufheben, wegwerfen und weiter. Dann noch eins, nun wird’s aber verdächtig. Ich rieche daran … hmmm ❗ Birne, oha – nicht schon wieder. Geht ja gar nicht – es riecht nach Birne.

„NEIIIIN … Birne?“ schallt es aus der Küche. „Der spinnt wohl“ – ob er das versteht? Ich muss nicht beschreiben was Bantu dazu sagt? Richtig, nichts und er dreht den Kopf zur Seite. Immer diese Aufregung, er überlegt was das wieder soll.

Frau Meyer hatte die restlichen 3 Birnen aus dem Keller in das Obstkörbchen auf dem Herd verbracht. Bantu kennt das ja schon, es muss wie eine Aufforderung gewesen sein. Die kurze Halbwertszeit diverser – unserer !!! – Vorsätze begünstigt ihn noch. Groß genug Bantu ja inzwischen das er nicht mal die Decke verschiebt beim Klau. Also tut er das was er bisher gut konnte, erfolgreich gut konnte. Er holte sich Birne für Birne und lässt auch diesmal nur den Stängel über, nur so konnte er wieder entlarvt werden. Ihn stört das aber nicht, sein voller Magen belohnt ihn zusätzlich. Zum Glück waren es nur 3 Birnen, wir hatten schon andere Stückzahlen :mrgreen: . Schönen Dank auch, eine Birne hätte ich schon noch essen wollen und nicht nur am zerkauten Stiel riechen.

Fakt ist, wir haben aus dem ersten Birnenverlust wirklich nicht viel gelernt. Bantu hat eine weitere Übung nachgeschoben, das nenne ich mal Konsequenz. Eine Forderung bei der Erziehung eines Hundes. Bantu hat den Spieß umgedreht und uns das so recht deutlich vor Augen geführt ;). Selbst die Kenntnis dass zwischenzeitlich ein Apfel Bantu’s neue Zähne gespürt hat half uns nicht wirklich. Wir werden die Regeln nun doch überarbeiten und die Grunddistanz zu Lebensmitteln erhöhen müssen. Ohne Aufsicht kein Kontrollgang in der Küche mehr und die Küchtür bleibt verschlossen. Hoffen wir das Bantu in seiner Raffinesse nicht das Öffnen erlernt, dann wird’s richtig kompliziert im Hause Meyer. Bisher überwiegt das Belächeln solcher Erlebnisse … und das soll auch so bleiben. Ich hätte ja sonst nichts zum Schreiben 😉 .

Das Bantu, unser kleiner Mann, ein Dieb ist – sogar ein dreister Dieb – sollte nun nach der Birnenschlacht  in unserem Bewusstsein verankert sein. Auch wenn es sein kann das es mal nachlässt, darauf werden wir nicht hoffen oder warten. Die Wundertüte Ridgeback ist ja erst geöffnet und kann noch viel offenbaren. Bei Bashira waren es Knöpfe am Schrank und bei Bantu sind es die Birnen vom Herd. In jedem Fall ist es eine Bereicherung für den Alltag und so manch Lachfalte wird uns auf Dauer erhalten bleiben.

was immer bleibt ist dieser "gemeine" Unschuldsblick

Dialog am Abend

Frau Meyer (nachfolgend „nur“ noch Frau M. genannt 😉 ): „Hast Du die Birne gegessen?“

Herr Meyer (also ich 😀 ): “ Ja, ich habe eine Birne gegessen, neulich … die lag auf dem Herd in der Küche“.

wie jetzt … neulich *grübel* … 😯

Ich – ergänzend: „Das war aber gestern“

Frau M.: „Nein, nicht gestern, ich habe die Birne vorhin auf den Herd gelegt, neben dem Apfel in die Obstschale“

Ich: „Nö … meine lag woanders“

Frau M.: „wo ist die denn hin?“

Ich: „Keine Ahnung … in der Schale ist nur ein Apfel“

*grübel* … Bantu ?

Frau M.: „Ich sehe gar keine Spuren … wo ist sie denn hin? Bantu? Glaube ich nicht wirklich.“

Also doch, auf zur Spurensuche. 😯 Fußboden in der Küche – nix, Flur – nix. Bantu liegt entspannt auf dem Pad und denkt … ja was denkt er wohl? Jetzt wird’s eng, Bantu’s Pad wird untersucht. Erster Befund nix, wir als CSI-Birne … Sonderkommando auf Indizienjagd. Bantu weiter mit Unschuldsmine gelangweilt muss aufstehen, es geht ans Eingemachte. Decke hoch und schütteln … 💡 daaaa, irgendetwas fiel aus der Decke. Daneben immer noch unschuldig und neugierig schnüffeln … will er sagen „Ich helfe Euch“? Das wäre dreist, oder? Das Objekt, ein zerkauter Stiel einer Birne, DER Birne? Welcher Birne denn sonst und Bantu verzieht keine Mine, nur die Stirn bekommt einige Falten mehr. Der kleine Mann scheint gelassen, nach wie vor. Den „Ich-wars-nicht-Blick“ hatte er gar nicht erst abgelegt.
Hier hilft auch kein Schimpfen mehr, die Birne is weg – ich will nicht sagen futsch. Sie hat gewissermaßen nur die Speisekarte gewechselt. Schaden kann es dem Kleinen eher nicht. Er wird es schon abgehakt haben und sich des gefüllten Magens erfreuen. Insgeheim muss man dann doch lachen. Ein Lachen von oben und mit Stolz. Ach ist unser Hund raffiniert :mrgreen: und der Vorsatz sich um mehr Ordnung zu bemühen kommt wieder nach oben. Die Freude will man doch gegenüber dem Übeltäter verheimlichen – vielleicht verbindet er doch etwas und nimmt es als Bestätigung.

Für uns bleibt nicht die Birne, aber den Spaß der damit doch verbunden ist. Auf diese Weise ein zusätzliches Lächeln das ist fast genauso gut wie eine saftige süße Birne – und das waren sie :cry:. Lachen kann man schlecht bezahlen man muss es eben nutzen wenn man kann. Logisch das man doch wieder einen Gang hoch schaltet. Mehr Aufsicht und vor allem wenn es ruhig ist wird man selber Sensibilisiert. Das lernen uns die Hunde und das bringt uns noch mehr zusammen. Ein Hoch auf die gewonnene Erfahrung.

Unbenutzte Zähne

Wir haben … wir hätten da ein Angebot … ungenutzte Milchzähne eines Rhodesian Ridgebacks 😉 . Eigentlich …

Das Ganze hat einen Haken, wir haben nur einen „erwischt“. Und eigentlich – so finden wir – begann der Junior recht früh mit dem Zahnwechsel. Vielleicht ist es deswegen so an uns vorbei gegangen. Irgendwann waren sie weg, die vorderen Kauleisten waren neu besetzt und nur ein Zahn fiel hörbar auf den Laminat-Boden. Es regnete einen Zahn :mrgreen: der zum Glück gesichert und geborgen werden konnte bevor er zu Futter wurde. Die anderen Zähne sind wohl den Futterweg gegangen. Alles was nicht die Farbe des Bodens hat ist grundsätzlich auf eine mögliche innere Verwertung zu prüfen. Da ist Bantu eisern und wenn überhaupt verlassen ihn die wenigsten Dinge wieder da wo sie rein gekommen sind. Der Gesamtvorgang hat irgendwie Ende August schon begonnen, wir haben es echt nicht mitbekommen. Es hätte auffallen können, weil die Proteste von Bashira beim Eindringen eines spitzen Zahnes in ihr Fell weniger wurden. Wir wurden durch diese heimtückischen Beißerchen nur selten bearbeitet, allerdings haben die doch vorhandenen Schrammen nun Zeit zu verschwinden. Bei Bashira gehen die Schadstellen am Hals auch zurück ;).

Bantu's Zähne in Bashira's Fell ...

Unser Angebot wäre gewesen – sofern wir sie gefunden hätten – ungebrauchte Welpenzähne abzugeben. Klingt komisch … ist es aber nicht wirklich. Es hängt mit dem Futtervernichtungsverhalten vom Junior Bantu zusammen. Eigentlich vernichtet er es ja nicht, er schlingt es in sich hinein, nicht so gleichmäßig wie ein Staubsauger, dafür aber mindestens so schnell und wesentlich gründlicher. Bei allem was er sonst alles in sich hinein schlingt hat er das Zeug zum Staubsauger, Ökostaubsauger – denn er braucht keinen Strom. Ohne Strom geht es aber nicht, er steht und Strom und Spannung, ja ich würde es Hochspannung nennen. Es scheint auch nur eine Frage der Zeit zu sein wann er den Boden des Edelstahlnapfes druchgeklopft ist. Hin und wieder erschrickt sogar Bashira dabei. Der Ganze Körper – ok derzeit nur Beine mit aufgesetzten Rippenpaaren – bebt und zuckt und produziert einen blechernen Geräuschpegel. Manchmal möchte man dem Kleinen lieber ein Pflaster auf den Hintern kleben, damit das Futter nicht gleich wieder hinten raus fällt. Kauen(??) … das steht nicht in Bantu’s Liste, das Futter ist zu klein zum Kauen? Bashira haben wir gewählt weil sie auch am Napf unaufgeregt und gelassen wirkte. Trotz ihrer Wirbelsturmzeit hat sie das auch beibehalten. Die Hoffnung Bantu auch dahin zu bekommen, ich weiß nicht mehr wo ich sie vergraben habe. Bisher kommt er gut klar damit, bis auf die Tatsache das er prinzipiell zu wenig bekommt. Auch das ist ein altes Lied :). Ridgebacks sind meist Futtersauger, das haben wir aus vielen Gesprächen erfahren. Bantu ist wohl aber Bashira ² … ok darauf kann man sich einstellen. Wir werden es tun.

Silberparty

Ja, am Tag „X“ waren wir nicht zu Hause. Kein Trubel und kein Stress, für manche nicht leicht zu verstehen. So ganz ohne Feier wollten wir dann doch nicht, also haben wir schon lange die Party anberaumt. Da wir gute Erfahrungen mit Zelt und Garten hatten wurde zum 10.September eingeladen. Familie, Bekannte und Freunde – Wegbegleiter der 25 Jahre – das Beste vom Besten. Schon 2010 hatten wir einen guten Event gestalten können, also diesmal nun der Versuch 2. Standesgemäß hin oder her. Was ist standesgemäß? Welchen Stand sollten wir vertreten? Darum ging es uns überhaupt nicht. Wir wollten Spaß, ganz einfach und möglichst so intensiv wie im Juli 2010, zum 50. Geburtstag. Wenn es annähernd so klappen könnte …

Die Lokation

Also, Zelte organisiert, gutes Wetter bestellt, gute Freunde geladen, gutes Essen geordert, was kann da noch schief gehen? Immerhin, es war im September, am Ende eines wasserreichen Sommers, ein Restrisiko blieb da schon bis zum Schluss. Was soll ich sagen, vor uns stand der wohl sommerlichste Abend des Jahres 2011. Zu keiner Sekunde fiel das Thermometer unter 20 Grad und Regen? Was ist denn das? Haben wir es vielleicht verdient? Nein, Alle die dabei waren haben das verdient.

Das Essen war angerichtet

Ein Glas Sekt, der Startschuss fiel früh und wurde angenommen. Und wie :mrgreen: ? Die Party entwickelte schon recht früh eine Eigendynamik mit der einfach nicht zu rechnen war. Gewundert haben wir uns nicht, denn wenn Freunde feiern bleibt kein Auge trocken. Man kennt sich und wenn nicht ist diese Barriere schnell überwunden. Die sommerlichen Temperaturen sorgten auch für eine kaum wahrnehmbare Aufwärmphase. Die Parts nahm ihren Lauf …

bei griechischem Wein ... allerdings mehr im Ohr

... und anderen Ohrwürmern ging es an allen Plätzen in die Vollen

Dass dabei die Straße hoch und runter getanzt wurde störte ebenso wenig wie die „Viertel-Beschallung“ mit guter Musik. Jetzt waren wir wieder an der Reihe mit Party. Der erste Blick auf die Uhr gegen 23 Uhr zeigte die rasante Entwicklung. Zirtaki und Rock’n Roll … alles war dabei und natürlich der Griechische Wein. Angehalten haben wir bis … hmmm 💡 ich glaube gegen 4 Uhr waren wir im Bett. Die Zeit verging wie im Flug, das ist immer ein gutes Zeichen. Der Spaß war auf Nummer 1 und das den gesamten Abend lang. Bis zum (bitteren?) Ende …

hier blieben weder Augen noch Magen trocken ...

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitwirkenden recht herzlich bedanken. Eine solche Sache steht und fällt mit der Organisation und im Wesentlichen mit den Gästen. Klar wenn man sie sich selber aussuchen kann … man lädt die Besten die es gibt und die hatten wir an diesem Tag. Ein besonderes Dankeschön gilt auch dem DJ des Abends, dem Herrn Meyer Junior. Perfekt in Vorbereitung und Durchführung.

Auf in die nächsten 25 Jahre ...

Ein Dankeschön auch für die vielen Geschenke und teilweise recht originellen Verpackungen. Auf der Einladung gaben wir bekannt, 2012 eine hungrige Reisekasse für unser Ziel „Kenia“ zu haben. Viele griffen bei Geschenken und Gestaltungen das Thema auf. Wir haben uns sehr gefreut, es war recht originell. Stellvertretend hier eine Kreation … nicht nur tolle Gäste sondern auch Gäste mit Potential. Das hat uns bewogen einfach festzulegen dass wir nun in jedem Jahr so eine Party veranstalten. Das bedarf dann ja auch keines besonderen Anlass. Machen wir eine Tradition daraus und haben mindestens einmal im Jahr so unseren Spaß … von dem man eine ganze Weile zehren kann. 😉