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Überstanden

24.10. Besuch beim geliebten Tierarzt :mrgreen: . Rauf auf die Waage, 27,6 kg. wir haben wieder mehr Bantu, der Urin ist wieder in Ordnung, alles gut. Das freut uns. Hoffen wir dass der weitere Weg ohne Störungen fortgesetzt werden kann. An dieser Stelle möchten wir uns beim Team der Praxis Dr. Feest bedanken http://www.tierarzt-dr-feest.de/ . Seit nunmehr über 10 Jahren wird uns, oder besser gesagt unseren vierbeinigen Familienmitgliedern geholfen. Wir fühlen uns dort gut aufgehoben auch wenn die Tiere meist eine andere Meinung dazu haben. Hier schrecken wir auch nicht vor der Entfernung zurück, es ist ja nicht mal eine Stunde entfernt.

Die guten Erfahrungen ändern aber nichts an der Tatsache dass man einen Arzt durchaus vermeiden sollte. Wenn man aber keine Wahl hat, helfen kein Zittern und keine Ausreisversuche. Diese Prozedur im Bild einzufangen ersparen wir uns lieber. Irgendwie kann man nachvollziehen, aber Mitleid zeigen das geht nicht. Da müssen unsere Vierbeiner eben durch 🙁 .

Dekoration

Herbstzeit, dass es auch im Haus so aussieht wird kräftig dekoriert. Frauensache, ich kommentiere das meist nebenbei und wunder mich. Worüber wundert man sich? Vormittags, wenn keiner zu Hause ist, sind beide Hunde getrennt. Ein Hochschaukeln wird so vermieden. Bashira als reife Ridgeback-Dame im Wohnzimmer und Bantu im Flur. Das ist keine Wertung einer Reihenfolge, die zwar da ist, es geht nur darum das im Flur das Potential für „Schäden“ einfach geringer ist. Bashira hat auch eine Zeit im Flur gelegen, dann kann das Bantu sicher auch. Auf Bashira’s Rechnung sind nur ein paar angenagte Knöpfe der Flurgarderobe, den einen oder anderen rund gekauten Abtreter, ein durch Zähne modellierter Thermostat der Heizung. Mehr fällt mir nicht so ein auf Anhieb, sie war kein Engel aber auch nicht so zerstörerisch 😉 . Welpen machen mitunter Dinge die nicht so gut ankommen bei den Zweibeinern, sie haben genauso Flausen im Kopf wie Kinder. Bantu war auf dieser Strecke noch nicht auffällig geworden, nicht das ihn nichts interessiert, er hat alles in Ruhe gelassen.

Als ich nun am Montagmittag nach Hause kam, erst das gewohnte Bild. Die Kellertreppe hoch, da hörte ich die Rute schon klopfen auf der Decke. Die übliche Begrüßung wird eingeleitet und doch – ich war inzwischen ganz oben – plötzlich merkte ich eine Veränderung. Eine geflochtene Schale, diverse (künstliche) Herbstblumen und Späne, dazwischen Bantu fein liegend, Kopf zur Seite (ich laufe nicht ständig mit der Kamera herum) ich konnte es nicht festhalten …

ein Teil eines Silberhochzeitsgeschenkes

der EX-Inhalt

Tja, da ist er … der Kampf mit dem Lachen :mrgreen: . Es ist schwer sich zu beherrschen, ein Lachen jetzt wäre wie wein Leckerli und man hat den Hund am Hals. Ich habe oft das Gefühl das es nur auf so ein Signal wartet um seine Freude und den Übermut am besten in meinem Gesicht auszuleben. Das geht so nicht, ein kaputtes Schälchen reicht erst mal. Die Beichte an die Mama dann abends, Bilder werden gezeigt, mit Stolz. Ja mit Stolz weil fast alle Späne auf der Decke lagen und eine große Aufräumaktion nicht nötig wurde.

fein säuberlich abgelegt

Aus Schaden wird man klug, sollte man. Diesmal hat er die Bodenvase mit Sonnenblumen und Herbstlaub nicht mit einbezogen. Das ist aber kein Grund vorzubeugen. Ist das Betriebsblindheit? Schwer zu sagen, die Vase blieb stehen. Vorerst, wie geht Bantu damit um?  Warten wir mal ab 😀 .

Das ging runter wie Öl

Ich muss heute etwas länger ausholen, in eine Zeit als wir noch ein langes Fell an der Leine hatten. Benny unser guter, aber nicht so einfacher (das wissen wir aber erst heute) Goldie. Er war nicht ganz so wie es hätte sein können, er war die Trageeinheit unserer Fehler. In unserer Stadt gab es damals viele Goldies, unter anderen auch ein Paar (übrigens die Eltern von Bruno) auf die wir mit Neid geblickt haben. Gehorsam und stressfreies laufen sowie relaxte Erscheinungen in fast allen Situationen. Sie bewohnten ein Grundstück mit einem Zäunchen von 30 cm … und nix und niemand konnte sie zum Überqueren bewegen. Faszinierend!!. Der Rüde hatte sogar Steuerfreiheit weil er eine Rettungshundeausbildung hatte.

Da muss man ja denken das ist immer so … war es aber nicht für uns. Wir wollen das ja nun nicht so schlecht reden, aber irgendwann hatten wir uns wohl alle damit abgefunden. Ich betone aber, es war nicht sooo schlimm. aber wir hatten einen Gegensatz, nämlich Benny. Er war kein schlechter oder böser Hund, er war ja „nur“ der Spiegel seiner Erziehung gepaart mit den charakterlichen Zügen die nun mal da sind, die auch nicht schlecht waren. Hippelig bei Hündinnen, Gezerre an der Leine und ein kleiner Flüchtling der lieber zu anderen Hunden rannte als zu uns. An Prüfungen war nicht wirklich zu denken, muss ja auch nicht sein. Wir hatten ihn trotzdem viel zu verdanken und er war unser Schatz. Trotzdem denkt man heute über viele Dinge nach und merkt nun erst, klar dass es so gelaufen war.

Gestern, beim Spaziergang erreichten wir langsam wieder die geschlossene Bebauung, also hieß es anschnallen. Zugegeben, wir waren ne Weile unterwegs und am Wildgehege vorher war schon kaum Aufregung zu spüren bei Beiden. War auch nicht unnormal den die dortigen Felle bewegten nur die Kiefer beim Kauen, längst kein Grund etwas zu tun als Ridgeback. Beide Hunde also an einer Leine, verbunden mit kurzer Koppelleine, liefen relaxt und gelassen links neben mir „wie es sich gehört“. Schulmäßig hing die Leine durch, es war angenehm zu laufen. Vielleicht waren sie auch nur müde? Das kann ich mir nicht vorstellen, denn eine Katze oder ein anderes schnell rennendes Fell macht sie zu jeder Zeit wach … BEIDE.

Plötzlich hielt ein Auto neben uns, die Scheiben gingen herunter und der Besitzer von Bruno’s Eltern sprach mich an. Er stellte fest das es sehr entspannt wirkte ohne Hektik und … jetzt kommt es: er war neidisch auf uns :mrgreen: . OK, da hatte ich zu tun das mir die Jacke nicht geplatzt ist, so viel Stolz in kurzer Zeit … aber auch Ehrlichkeit des Hundefreundes. Dieser hat nämlich derzeit auch einen Goldie, allerdings der Marke Benny und so richtig Ruhe strahlt dieser nicht aus, und er macht eben Dinge der er nicht sollte. Hut ab vor der Ehrlichkeit, es ist ja nichts Schlimmes dieses Geständnis zu machen. Für uns war es allerdings schon recht genussvoll. Den Weg den wir beschritten haben sehen wir bestätigt und wir wollen zufrieden sein. Manchmal ist es wichtiger sich über kleine Dinge zu freuen als an großen zu verzweifeln. Vielleicht sind wir schon weit auf dem Weg zum Traumbild von zwei relaxten, ausgeglichenen und sicheren Ridgebacks. Gehen beide nebeneinander im Gleichlauf … ein geniales Bild. Solche Bilder habe ich schon gesehen, sogar mit 3 oder 4 Hunden gleichzeitig. Allerdings muss ich anmerken, bisher ist es mir noch nicht fotodokumentarisch gelungen das auch bei uns festzuhalten. Zum Einen ist es nicht leicht generell zwei Hunde zu führen UND eine gute Kamera sinnvoll zu bedienen. Am Ende sollen ja auch Bilder herauskommen die man ansehen kann … Also fehlt hier der Beweis in Bildform, ich nehme das als Aufgabe und versuche es …

Neues vom Tierarzt

Die Ergebnisse sind bekannt. Viel Trinken, viel Pullern (auch mal da wo es nicht sein sollte) machte uns stutzig. Ja, Bantu hat Oxalate im Urin, das deutet auf eine Blasenentzündung hin, wenn auch nur leicht. Vorsicht ist manchmal angebracht, gerade bei jungen hunden, die haben sich schnell etwas eingefangen. Für uns bedeutet das nun Diätfutter, Urinary von Royal Canin aus der Büchse zum Zufüttern. Diese spezielle Diät soll dafür sorgen das sich die Kristalle auflösen und danach wird man sehen können ob der Urin wieder normal ist. Antibiotika werden hier nicht erforderlich wenn die Diät das Ergebnis erbringt. Ich glaube in diesem Fall auch das Bantu solche Behandlungen gerne über sich ergehen lässt. Futtern ist sein Hobby. Gewogen wurde er natürlich auch wieder 27,2 kg (Stand 17.10.) … so langsam geht es in Richtung Endgröße. Hoffen wir mal das es kein Riese wird. Größer wie Bashira wäre gut, aber bitte nicht viel, sie misst ja schon 68 cm.

Das Schlechte an dieser Geschichte ist, das mit jedem Tierarztbesuch sein Unbehagen größer wird. Er traut dem „Frieden“ in der Praxis nicht wirklich. Das ist eine Situation wo die Rute geklemmt wird. Man kann es ihm verdenken, aber überzeugen kann man ihn nicht. Noch läuft er auf eigenen Beinen rein, hier an dieser Stelle habe ich schon richtige Dramen erleb 😥 .Deswegen wollten wir bei ihm anders heran gehen, das ging durch die erste Spritze etwas daneben. Wenn man nicht gerade Dauergast beim Arzt ist, bei der einmaligen Impfung kann man das vielleicht in den Griff bekommen. Bashira kennt sich ja da schon recht gut aus. Ihr kommt es zu Gute das sie nur einmal im Jahr erscheinen muss. Es hilft ja nichts. Bei den Beiden heißt Canossa eben Eisenach 😐 .