November 2011
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Bantu’s Bewertung

Der Richter in Annaberg-Buchholz war Herr Ing. Jancik. Er verfasste folgende Bewertung:

7 Monate mit korrektem Kopf,
Scherengebiss, es fehlt 1 P unten,
korrekte Augen und Ohren,
gutes Pigment und freier Rücken,
korrekte Rute, schmale Vorbrust,
etwas freie Ellenbogen, korrekte Hinterhand,
Fell korrekt

Nun Insider können da sicher etwas anfangen, ich versuche es mal zu erläutern 😉 . Ja Bantu hat einen schönen Kopf, das ist also nicht nur unsere Auffassung. Sein Gebiss ist gut und korrekt, wie bei Bashira ist der kleine der P-Zähne noch nicht durchgebrochen. Das war bei ihr auch recht spät, man kann ihn aber schon fühlen. Die schönen Augen wurden erkannt 😀 und die Ohren, wir meinen sie sind nicht ganz gleichmäßig – kann sich ja noch ändern. Gutes Pigment und freier Rücken, Farbe und Haltung ist gut. Die Rute ist korrekt und auch recht lang (meint Jörg) und die Vorbrust? Wir brauchen erst mal was auf den Rippen, dann kommt die Vorbrust an die Reihe. Etwas freie Ellenbogen, da weiß ich leider nicht zu deuten, dafür ist die Hinterhand auch korrekt. Das Fell ist auch gut und vollständig :mrgreen: . Schauen wir mal wie es sich entwickelt mit dem nicht mehr so kleinen Mann. Seine Schönheit reicht für uns …

Annaberg-Buchholz

Der 26.November, Bantu’s erste Ausstellung stand an. Eingebettet in einem kleinen „Isanusi-Treffen“, war das schon aufregend. Annaberg-Buchholz im Erzgebirge, wieder für die Hunde fast 500 Kilometer, dieses Jahr waren es schon recht viele Kilometer, das soll die Ausnahme bleiben 😉 . Was man nicht alles für die Hunde tut 😐 .

Die Ridgebacks waren erst ab 13 Uhr am Start, also hieß es nicht ganz so früh raus, auch Ridgebacks schlafen gerne lange und warm. Wer stellt nun eigentlich den kleinen Mann vor? Mama oder Papa? OK … es macht der Papa, war ja auch seine Idee, besser gesagt er hat sie als erster ausgesprochen. Es ist immer das Gleiche. Zielankunft war für ca. 11 Uhr geplant, also sollten wir 8 Uhr abfahren. Die üblichen Verzögerungen ließen das nicht zu :mrgreen: … ein altes Thema. Papa in Schale geschmissen, weißes Hemd und Jackett dabei und los. Unterwegs eine Pullerpause. Die Beiden waren ja mit einer kurzen Pause am Futternapf nicht wirklich munter und hatten noch Geschäfte offen. Es ist gut möglich das sich unserer Nervosität übertragen hat auf die zwei Geister, sie waren sehr aufgeregt. Geschäfte auf Kommando gehen da gar nicht. Der Versuch der optischen Trennung in einem Waldstück – sie dachten wohl wir lassen sie zurück 😯 … wie kommen sie nur darauf? – schlug fehl. Bantu meinte noch, weißes Hemd ohne Pfotenabdruck zur Ausstellung? DAS geht gar nicht und da das Hemd oberhalb der Hose war bekam diese auch was ab. Meine Güte … die Mütterlichen Kommentare lasse ich mal lieber weg :mrgreen: . Vom weißen Hemd wird ja nur der Kragen gebraucht, der war noch unberührt, den Rest verdeckt das Jackett.

Der Einmarsch der Meyerei ...

Angekommen, Wiedersehensfreude und jede Menge neue Eindrücke für den Kleinen. Die Halle war übersichtlich und schnell wurde eine „Isanusi-Ecke“ festgelegt. Meine Güte, alles wunderschöne Hunde … die Rasse sowieso! Ungewohnt war es zwischen den Sitzreihen schon, Bantu kannte so was noch gar nicht, Bashira auch nicht. Sie ist jedoch schon sehr gelassen geworden, wir haben das ja immer geübt.

Die Isanusi-Ecke ...

 Die Hunde sahen es ja nicht so verbissen, nur wir waren aufgeregt, warum auch immer. Die Ridgebacks waren gegen 13 Uhr am Start und wir machten mit dem Kleinen den Anfang. Ein paar kurze Trainingsrunden gab es noch, die jedoch nicht nachhaltig blieben. War ja klar, viele Hunde, alles neu und die Aufregung, das war alles andere als perfekt. gut das es in dieser Klasse nicht so streng gesehen wird. Es ist ja für uns zum schnuppern, mehr erst mal nicht. Es ist ja auch ein Zeitproblem auf Dauer und auch eine Frage ob der Hund Gefallen daran finden kann. Ein Zwang sollte nicht ausgeübt werden. Weiter zur Ausstellung standen ja mit Barmani und Buffy zwei Geschwister von Bashira und auch die „Zuchtgruppe Isanusi“ sollte auch gezeigt werden.

Isanusi Bolanile - "Buffy"

Isanusi Barmani Balou

Isanusi Chimalsi-Bantu, ein Süßer Kerl, oder?

Leider gibt es von Bantu’s Auftritt keine Bilder, nun … so gut lief es nicht. Das war aber vorher irgendwie klar. Er war doch sehr durcheinander, die vielen Eindrücke und die vielen Hunde. Im Ring waren noch zwei andere Rüden, „angeblich“ 3 Wochen älter als Bantu. „Nur“ drei Wochen, ich setze das mal in die Striche. Dass unser kleiner Mann kein Schwergewicht ist wussten wir, die beiden Konkurnten sahen eher aus wie 15 Monate.  Das wird wohl nicht ganz klar werden. Ist aber auch egal, darum ging es ja nicht.  Einer der beiden hatte übrigens den gleichen Vater wie Bashira 😉 – war aber nicht so schön 😛 .
Der Richter nahm sich den Burschen vor 😥 … er kam so wie man eigentlich nicht auf einen Hund zu geht, aufgebaut und von oben. Nicht nur Bantu hat das nicht gefallen, die Zähne wollte er gar nicht (vor)zeigen, er war ziemlich unruhig und zappelig. Nach einer Weile ging es dann doch mit dem Gebiss-Blick, geht doch. Das haben wir allerdings intensiv geübt weil der Tierarzt ja schauen muss. Egal, wir drehten noch eine Runde und Bantu bekam ein „V3“ – für das erste Mal ganz ok. Die anderen haben sich auch gefreut. Guter Bantu!

Sarah mit Barmani

Der nächste war Barmani, er ist da schon routinierter und für uns war er sowieso der Schönste in der Runde. Es waren 5 Hunde am Start. Lange konnte sich der Richter nicht entscheiden, hätte er mal uns gefragt 😉 . Barmani und Sarah wurden „nur“ Zweiter, schade aber kein Beinbruch, V2 ist eine gute Bewertung. Beide und die restlichen Isanusis freuten sich ausgiebig. Nun war der Chef an der Reihe … ups 😯, wo war Jörg? Puhh … er rutsche in den Ring und wir waren gespannt …

Position vorm Richtertisch - Isanusi Bolanile

Alle Details sind wichtig

Barmani als geduldiger Zuschauer

 

Es kam wie wir gehofft haben, Bolanile mit Jörg mit 5 anderen Hunden und auch wenn sie spät kamen, sie sahen, liefen und gewannen. V1 da gibt es nichts zu meckern. Die Freude war bei uns allen recht groß. Da gab’s sogar Sekt zur Feier des Tages. Die Zeit verging wie im Flug und schon bald mussten alle auf den Heimweg. Das war ein kurzweiliger Tag mit vielen Eindrücken und Erkenntnissen. Schön das wir uns endlich getroffen haben zusammen, wir haben lange daran gearbeitet. Zum Abschluss gab es noch ein Isanusi-Gruppenfoto, was ich allerdings noch etwas bearbeiten muss. Es ging irgendwie recht schnell, aber das Bild wird noch folgen, versprochen.

Und regelmäßig grüßt der Tierarzt …

23. November

Eigentlich war die Uringeschichte abgeschlossen. Alles war Salzfrei und auch nicht auffällig häufig – das Trinken und Pullern. Allerdings … Florian hatte Bantu gewogen am Wochenende und entweder stimmt die Waage nicht, die Bedingungen waren falsch oder der Kleine hat doch abgenommen. Ein Welpe und abnehmen? Nein, wir lassen das mal abklären und fragen den Arzt. Das genaue Gewicht war wohl unter dem des letzten Besuches und gesehen haben wir sie täglich, die Rippen von Bantu. Egal, wir lassen das mal abchecken.

Es ging also wieder auf Reisen und siehe da nur noch 27 kg … in 3 Wochen ein halbes Kilo weg auf der Waage beim Tierarzt. Das ist nicht dramatisch aber ein Welpe muss eher gebremst werden. Also Kotprobe gepackt und auf zur Untersuchung. Bantu ist schon ziemlich oft beim Arzt gewesen, das markt man ihm an. Keine aufrechte Rute, man spürt seine Nervosität, er zeigt sich unsicher und anhänglich im Warteraum.

Die Waage ist auch schon längst nicht mehr sein Freund, das war auch im Fressnapf so. Für nichts in der Welt will er auf die Waage. Egal, er musste.
Körperlich keine Anzeichen … außer er war eben recht dünn geraten und es ging kein Fett auf die Rippen, egal was wir versuchen. Trotz ungebremsten Appetit … das konnte nicht normal sein … verschieden Hinweise ergaben eventuell Verdachtsmomente. Aber krank schien er nicht zu sein. Um sicher zu sein wurde ein großes Blutbild gemacht und mit Sicherheit hatte der Tierarzt einen Verdacht. Bantu hatte wieder ein Loch im Fell mehr 🙁 . Ich weiß bisher noch nicht wirklich wie wir das wieder weg bekommen sollen, nicht das Loch sondern seinen Widerwillen zum Arzt zu gehen. Darüber kann man reden wenn es so weit ist. Also warten wir mal ab was die Ergebnisse bringen.

Was hat sich verändert?

Zwei Hunde sind besser als einer? Das war auch der Antrieb Pro Bantu. Nun haben wir den Hundesalat, seit gut 5 Monaten bekommen wir täglich Rudelerfahrungen vorgelebt. Da kann man schon mal über die Schulter zurück schauen. Ist es nun besser oder nicht? War es ein Fehler? Ist alles gut oder reden wir Dinge einfach nur schön? Die große Frage: Was hat sich alles verändert? kann man nun schon mal stellen. So „groß“ wie die Frage scheint, so knapp fällt die Antwort aus … so ziemlich alles :mrgreen:

Vorab, die Beurteilung wird in jedem Fall subjektiv werden, immer aus dem Blickwinkel des jeweiligen Betrachters. Es gibt auch keinen Sinn Vor- und Nachteile aufzurechnen, das wäre blöde. Ja es gibt sie, die Nachteile, es ist aber nur die Frage wie man damit umgehen mag. Schon legen wir die Spur in Richtung … Jawohl es passt. Das war aber doch wohl klar. Wer gibt schon vermeintliche Fehler zu? Ich versuche einfach mal den momentanen Zustand aus meiner Sicht darstellen, das muss nicht auf Andere passen. Es soll auch keine Jammerorgie werden, dazu neigt man schnell wenn Nachteile im Spiel sind. Sind es aber Nachteile? Nennen wir es einfach Änderungen nicht ganz in unserem Sinn, die aber mit genug Akzeptanz nicht tragisch. Es ist immer die Frage ob ich die neuen Situationen annehme. Klar war das sich der schön eingespielte Ablauf in Wohlgefallen auflöst. Nicht nur wir, auch Bashira wurde Veränderungen ausgesetzt die es zu verarbeiten gilt. Gerade das große Mädchen hat nun eine andere Stellung, ist nicht mehr die alleinige Prinzessin und bekommt nun auch noch Pflichten aufgebrummt. Das muss sich erst mal einspielen.

Viele haben uns für verrückt gehalten. Die einen sagten das offen, die Anderen (trotzdem merkbar) nicht, sie mussten ja auch nicht damit klar kommen. wir übrigens auch nicht, wir wollten es, das ist ein Unterschied wie ich finde. Da liegt auch der Hase begraben 😉 . Also ging es daran die einzelnen Stücke zu verbinden, eine Einheit zu formen und das tägliche Zusammenleben neu zu gestalten. Was nun gar nicht mehr passen konnte waren die ausgedehnten Fahrradtouren, solo und über Berg und Tal. Das war für mich die härteste Nuss. einen Knacker hierfür habe ich lange gesucht und eben nicht wirklich gefunden. Nach 5 Monaten bleibt festzustellen, immer noch kein Radeln aber ich lebe noch, kaum zu glauben. Inzwischen habe ich das akzeptiert und auch gleichzeitig die paar Pfunde die sich wieder eingenistet haben. die sollen aber nur Kurzzeitmieter sein.

Zwei Hunde halbe Arbeit? Das geht gar nicht, war uns aber schon klar. Nur die Deutlichkeit in der Praxis täglich war erst mal eine Umstellung. Jeder Hund hatte sein Pensum, der andere war es gewöhnt lange unterwegs zu sein, der andere durfte noch nicht. Das kommt quasi einer Doppelrunde gleich. Welpen darf man nicht so belasten also haben wir es dosiert und Bashira trotzdem ihren Teil gegeben. Die lange Suche nach DEM Ablauf nachdem die Eingewöhnungsphase (die uns getrennten Urlaub bescherte 😕 ) war länger als erwartet. Jetzt haben wir ihn aber gefunden und die beiden Hunde haben gelernt damit klar zu kommen. Hier zahlt sich Konsequenz in Form von Geduld aus. Der Lohn für uns erwartet uns täglich an der Tür wedelnd und freundlich und nun sogar doppelt auch wenn Bashira nun mit fast 3 Jahren schon eine ruhige Lady geworden ist.

Unterm Strich nun bleibt zu sagen, dass es eigentlich nichts Negatives gibt. wiegt man die schönen Seiten mit den durchaus vorhandenen Schattenseiten auf, die Waage neigt sich klar und deutlich. Besonders wenn man sieht, wie die beiden miteinander leben, ihr Spiel, Bashira’s Erziehung und überhaupt das Verhalten der Beiden im Minirudel. Manchmal braucht man nichts anderes, man beobachtet still, amüsiert sich und versucht oft die Gesten und Gedanken zu verstehen. Sicher ist es eine Frage der Interpretation, vielleicht lesen wir auch manche Szenen falsch. Spannend ist es allemal und bereichert unseren Tagesablauf in jeder Form. Ganz „nebenher“ haben wir nun auch zwei gleichwertige Spielkameraden, zwei von denen selten einer zurück schreckt. Hat man jemals ein Ridgeback-Spiel erlebt und beobachtet weiß man genau warum sie am Liebsten unter sich sind beim Spielen. Auch deswegen haben wir nun zwei Ridgebacks.

Ein Lieblingsplatz der Beiden, hinter mir am PC bei der Überwachung der HP-Gestaltung

Was die Beiden allerdings noch nicht machen, bzw. gemacht haben, das typische Ridgeback-Kuscheln. Kontaktliegen und das Zulassen von Kontakt des Anderen. Wir dürfen es bei Beiden und Beide suchen engen Kontakt zu uns, aber Bashira hat eine gewisse Individualdistanz die sich (noch?) von ihm einfordert. Das ist das gute Recht einer Tante, aber doch irgendwie schade. Im Auto hinten geht es ja auch bei wenig Platz, wir geben aber hier die Hoffnung nicht auf 8) .