Dezember 2011
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2011 Ein Blick zurück

Meine Güte geht das schnell, wieder ist ein Jahr vergangen, ja nur so dahin gerast. Der Silvesterabend ist ein guter Anlass  um das Jahr nochmals durchlaufen zu lassen. Wie im Leben gab es Höhen und Tiefen, Gutes und Schlechtes, ein ständiges Auf und Ab. Es wäre zu einfach wenn es glatt ginge, will man das? Für uns ist es wichtig dass man gesund ist, das man ohne Beklemmungen in die Zukunft blicken kann. Der Rest ergibt sich von alleine. Man muss sich allerdings auch bewegen, denn so ganz ohne eigenes Zutun wird es nicht wirklich etwas.

2011 bedeutet für uns den Verlust von Angehörigen und Freunden. Leider hat mein Bruder seinen Kampf verloren. Es ist immer schwer sich zu verabschieden, besonders wenn der Abschied viel zu früh kommt. Gedenken wir seiner still.

2011 bedeutet für die Meyerei das wieder vier Beine hinzugekommen sind, Bantu ist bei uns eingezogen mit Pauken und Trompeten. Er war schon ein „Wunschkind“ :mrgreen: , das es in diesem Jahr klappen sollte, das ist wohl Bestimmung. Er hat frischen Wind in unser Haus gebracht, genau am 24.Juni. Die Anzahl der Hundebetten ist rapide angestiegen, beinahe proportional zu den „Familienbeinen“.

2011 bedeutet für mich dass mein Fahrrad nun braun ist und acht Beine hat 😉 . Am 22.Juni war mein letzter Radeltag, zugegeben recht feucht und stürmisch, aber so war das nicht gedacht. Ein Zwergtornado hat den Thüringer Wald heimgesucht und eine kleine Schneise hinterlassen, ein deutliches Zeichen vorab ? Dabei war Bantu am Anfang ziemlich ruhig und ausgeglichen. Eine komplett neue Lage hat sich ergeben und ich will ehrlich sein, es hat eine ganze Weile gedauert sich daran zu gewöhnen und inzwischen habe ich das angenommen. Das erstaunliche dabei ist, ich dachte immer das es ohne Fahrrad gar nicht mehr geht … und wie es geht, anders aber auch prima. Irgendwann wird es sich wieder in meinem Leben einen Platz erobern, das gute Rad was mich bisher ca. 60.000 Kilometer ertragen musste :mrgreen: .

2011 war in Sachen Wetter nicht der Brüller. Auch wenn ein Jahrhundertereignis das andere abgelöst hat, der Sommer war feucht und dieser Bezeichnung unwürdig. Der gute Frühling und der trockene Herbst konnte das nicht herausreißen. Eigentlich hat es in diesem Jahr nicht wirklich viel geschneit, denn am Anfang das Zeug lag schon seit 2010 und bis auf ein paar kurze „Puderungen“ warten hier alle auf den Schnee. Ich wohl nicht so, auch wenn mich die letzte Saison animiert hat Ski zu kaufen, es ist mehr ein Experiment und derzeit mit zwei Hunden genauso undenkbar wir das Radeln in der kompletten „Mannschaft“.

Die Gesundheit, so behaupte ich, ist sehr wichtig. Wenn Bashira nicht an mir mitgewirkt hätte, wäre es nahezu problemlos gewesen. So hatte ich doch die Gipspremiere mit über 50, auch wenn der Gips heutzutage nicht so aussieht. Der Finger ist heute noch nicht wieder voll dabei, aber man kann sich an so vieles gewöhnen. Wir haben so die Möglichkeit gehabt unsere Silberhochzeit bei Bombenwetter und bester Gesundheit mit Freunden und Verwandten zu erleben. Ein Highlight was man so schnell nicht vergisst. Ich betone aber, dass so eine Party nur so gut sein kann wie die Gäste. Es waren wirklich super Gäste, sogar die Nachbarschaft hat sich nicht gestört gefühlt. Die logische Konsequenz, wir machen nun jedes Jahr so eine Party, einen Grund wird man schon finden. Wenn nicht ist es auch nicht so schlimm 😉 .

In Sachen Tierschutz hatten wir in diesem Jahr auch so richtig zu tun. Vier Hunde haben wir übernommen, drei aus dem Tierheim in Dresden und einen von einer Familie. Für uns waren das fast 3000 Kilometer mit dem Auto, zwischen Dresden, Leipzig, Hannover, Bad Hersfeld und Thüringen. Da hängen die Gedanken besonders und man ist froh wenn alles ein gutes Ende nehmen kann. Leider hatte Fin dabei gar kein Glück gehabt. Er hat eine OP nicht überstanden, offensichtlich hatte er ein Problem was keiner erahnen konnte. Wir waren sehr traurig gerade wenn man die Geschichte von Fin kennt. Es passte zu ihm das sein nicht besonders gutes Leben so ein schnelles Ende fand. Die anderen 3 Hunde haben ein gutes Los gezogen, wobei Tammie IHREN Hauptgewinn gemacht hat. Einerseits freut man sich wenn man etwas für Tiere tun kann, aber man hofft so wenig wie möglich tun zu müssen.

Es ist hier nicht wichtig alle Ereignisse aufzuzählen. Man vergisst sowieso irgendetwas. Vor allem das Positive bleibt besser hängen und das ist auch gut so. Wichtig ist es immer nach vorne zu schauen. Das was vorbei ist kann man ohnehin nicht mehr ändern. Man kann nur daraus lernen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Fehler wegstecken und Klippen umschiffen, es gibt so viele Fehler das man nicht einen zweimal machen muss 😉 .Für uns ist es wichtig das wir viele nette Menschen kennen gelernt haben. Besonders die Hunde sind uns dabei behilflich gewesen. Ohne die Vierbeiner können wir uns das schwerlich vorstellen.

Die Familie Meyer wünscht allen Verwandten, Freunden, Bekannten und Lesern dieser Seite
einen gesunden, ruhigen und fröhlichen Rutsch ins Jahr

2012

Gedanken an Benny

Der 28.Dezember ist ein ominöser Tag. 2008 hat uns Benny für immer verlassen müssen. Das ist nun schon 3 Jahre her und es kam so plötzlich, wir hatten keine Vorbereitung. Am Mittag sind wir noch gemeinsam übers Feld gegangen. Benny war entgegen seiner sonstigen Art ruhig und relativ gelassen. Aufgefallen ist es uns nicht wirklich gleich. Er zeigte eigentlich kein Verhalten was uns zu Sorgen veranlasste. Erst später, sein Blick, als wir nach Hause kamen und nicht zusammen ins Haus gegangen sind. Er hat uns angesehen als wollte er fragen was das soll. Es hatte ihn wohl nie interessiert. Heute erahnen wir was die Blicke sagen wollten. Leute kommt wenigstens meinen letzten Gang können wir gemeinsam tun … oder warum nicht? Verstanden haben wir ihn nicht, leider.

Wieder zu Hause lag er im Wohnzimmer, er war ja auch schon etwas älter, aber trotzdem voller Power. Am späten Nachmittag stellte Florian eine Verhärtung im Bauchbereich fest. Komisch, er ließ nicht vermuten ein Problem zu haben, trotzdem war es wohl da. Uns war schnell klar dass hier Handlungsbedarf ist und die Suche nach einem Arzt begann. Unser Tierarzt war nicht zu erreichen, also kam nur eine Notfallstelle in Frage – die Tierklinik in Bad Langensalza. Sofort kamen mir die Gedanken nicht, erst später ging mir wieder der 21.Juli 1999 durch den Kopf. Nein, Benny musste geholfen werden. Also fuhren wir los.

Man erwartete uns schon und Benny konnte inzwischen nicht mehr gut laufen. Im Wartezimmer lag er hechelnd und spätestens jetzt war der Ernst zu erkennen. Auch hat er zum ersten Mal die Sprechstundenhilfe angeknurrt, nicht schlimm aber es war deutlich zu hören. Sie wollte ihm nur helfen, das tat ihm wohl sehr weh. Das war dann wohl noch ein Signal wie ernst es war. Er wurde in den Behandlungsraum gebracht mit einem Wagen. Bange Minuten des Wartens, was passiert nun? Wie schlimm ist es? Was kann getan werden? Dann die Ärztin … leider keine guten Nachrichten. Benny zeigte schwere Vergiftungserscheinungen, sein Bauchraum war trübe und im Röntgenbild nicht zu untersuchen. Offensichtlich hatte er innere Blutungen und … große Schmerzen, eine Punktur ergab Flüssigkeit mit Blut getränkt. Sein Allgemeinzustand war bereits so schlecht dass es kritisch war. Die Frage aller Fragen, was tun. Eine OP war sehr möglich aber ein großes Risiko, anders kann man ihm nicht mehr helfen. Und dann, die Feststellung das es doch nicht geht? Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten, mir war übel zu Mute und zu fassen war das nicht, auch nicht für Astrid. Wir mussten eine schwere Entscheidung treffen. In Anbetracht seines Zustandes, der Schmerzen und der Diagnose auf der einen Seite und dem Wunsch ihn wieder gesund zu sehen, haben wir gemessen an den Chancen die bestanden haben entscheiden müssen ihn gehen zu lassen. Gehen zu lassen über die Regenbogenbrücke, ihn zu befreien von den Leiden und dem Leid was noch gekommen wäre. Ich konnte es leider nicht – das beschäftigt mich heute noch – aber Astrid blieb aber bis zum Schluss bei ihm.

Mir tat das alles irgendwie sehr weh. Langensalza, ja … damals war es Bruno und nun Benny. Ich glaube wir kommen hier nicht wieder her mit einem Tier. Ich weiß genau das es nicht an der Klinik liegt, schon gar nicht am Personal, aber irgendwie bleibt hier etwas hängen. Eigentlich will man so etwas nicht wieder erleben, aber es gehört eben auch zum Leben dazu. Benny haben wir wohl vor größerem Leiden bewahrt, haben dabei selber Leid auf uns genommen. Wir haben ihn mit nach Hause genommen. Hier hat er seinen letzten Platz und jeden Tag kann ich diesen Platz gut sehen. Benny hätte auch seine Freude an Bashira gehabt, bestimmt.

Benny mochte Hündinnen und wir hoffen dass er mit der Auswahl von Bashira und nun Bantu zufrieden ist. Er hat für sie den Platz frei gemacht ohne dass wir da schon wussten was kommt. Der Platz im Herzen bleibt für ihn auf immer. Wir gedenken den schönen Stunden, Tagen und Wochen die wir mit ihm haben durften und hoffen dass er sich immer wohl gefühlt hat bei uns …

Ende der Hängepartie

Über Weihnachten sind wir gekommen, diesmal ohne Schnee und an einem recht kurzen Wochenende aber mit den üblichen Überpfunden. Eine Hängepartie stand dabei noch im Raum. Die Spulwürmer war Bantu ja schon los und es stand noch die Nachfrage beim Tierarzt an. Ein kurzer Anruf und schon war die positive Nachricht aufbereitet. Bantu‘ Schilddrüsenwerte sind im Normalbereich und lässt keine Störung der Funktion erkennen. Nun … unser ehemals ruhiger Hund ist es halt nicht mehr so, na und? 😉 . Wen interessiert das im Moment, wir sind recht froh das der Bursche zunächst den Tierarzt nicht mehr besuchen muss. Wir werden ihn jedoch weiterhin genau beobachten 😯 . Das haben wir immer getan und werden es weiter tun, weil man durch Beobachtung viel lernen und erkennen kann. So wie wir auch beobachtet haben das halt ein wirklich kranker Hund anders rüber kommt. Do wie er sich bewegt … das passt schon und eines Tages werden wir froh sein die Rippen noch zu sehen.

Gehen wir mit dieser frohen Kunde in den Jahreswechsel. Ironischer Weise ist es wohl für uns ein Problem gesundheitlich unkomplizierte Hunde zu haben. Das zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Zeit mit den Hunden. Bruno wurde nur wenige Monate, Bashira hatte sich ein Bein gebrochen und nun Bantu mit seiner Bauchspeicheldrüse. Benny war die Ausnahme, wohl offensichtlich nur weil wir ihn nicht aussuchen konnten, er damals einfach übrig. Ich hatte es schon mal beim Tierarzt erwähnt, da bricht sich der Hund mal NICHT ein Bein, dann ist es etwas Anderes. Da müssen wir aber durch und für uns ist das auch keine Frage, es sind Familienmitglieder und werden so behandelt. Bashira hat sich nach dem Bruch gesundheitlich als stabil erwiesen und muss nur zur jährlichen Impfung zum Arzt. Das reicht ihr aber auch schon und Bantu wird es wohl auch so sehen. hoffen wir das es nur bei einem Mal im Jahr bleibt- 😉 . So wie der kleine Mann es bisher weggesteckt hat gibt es Grund zum Optimismus.

Frohe Weihnachten