Januar 2012
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Kategorien

Fast wie vor einem Jahr …

Die Zeit vergeht doch ziemlich schnell. Nichts einzuwenden wenn es nur um die Arbeitszeit gehen würde, tut es aber nicht. Das Jahr 2012 hat schon wieder 1/12 bewältigt und ich erinnere mich mit einem Blick auf den (noch) gekrümmten Ringfinger der linken Hand an das letzte Jahr. Schon ein Jahr seit damals? Sehr schmerzvolle Erinnerungen begleiten das Januarende 2011 und noch immer ist der Finger nicht vollkommen „im Leben“ zurück. Der Glaube an eine vollständige Rückkehr schwindet mit jedem Monat, wobei man es selbst gar nicht mehr so sehr wahr nimmt. Es ist ein Stück Normalität geworden und wenn es wieder richtig werden sollte kriegt man das dann am Ende gar nicht mit.

Dieser Winter wie er sich jetzt zeigt

Der Zufall wollte es dass wir auch in diesem Jahr am letzten Sonntag des Januars im Winterwald unterwegs gewesen sind. Ein „Fingerbruchgedächtnislauf“ kann man dazu sagen :mrgreen: , eine Runde mit gewissen Parallelen. Nach mehr als zwei Stunden bei unter null Grad waren wir wieder auf dem Heimweg. Gedanken an das Vorjahr? Ja die gab es, man war also auf der Hut. So einen Abschluss muss man nicht wieder haben. Trotzdem passierte es, na gut … in etwa wieder das Gleiche? Nicht ganz! Auf einer abschüssigen Strecke, die Kamera um den Hals hängend, landete ich wieder auf dem Boden. Diesmal mit Schreck aber ohne Schmerz. Puh … Glück gehabt. Weißt du noch? Ja ja … bloß nicht. Wir lächelten beide und die Hunde wollten mich retten. Das war dann die größere Gefahr dass bei ihrer Grobmotorik vielleicht doch etwas passiert? Es war irgendwie lustig und schön wenn man darüber lachen kann 🙂 . Auf dem weiteren Heimweg gab es dann noch eine weitere Begegnung, eine irgendwie alt bekannte . Fast genau an der gleichen Stelle wie damals … die gleiche Hündin im Gegenverkehr. Oh nein!!! Diesmal aber kein Problem, wir sind rechtzeitig ausgewichen, denn ich hatte ja nun zwei Zugmaschinen an der Leine, die Chancen für mich sind dadurch noch geringer. Also geht es mit dem Bogenlauf noch am Besten.

schöne Ansichten auch wenn man kein echter Fan ist

Gekonnt umgingen wir dieses „Bermuda-Dreieck“ mit unseren Rückenkämmen und steuerten auf sicheren Weg die warme Stube an. Die Hunde beruhigten sich dann schnell wieder ohne besonders aufgeregt gewesen zu sein. Man muss für eben solche Fälle genügend Raum belassen, weil wir nicht glauben das die Tiere noch Freunde werden können. Zumindest Bashira nicht, Bantu ist da „ungeschädigt“ und muss aber damit keine Bekanntschaft machen. Alleine mit ihm wäre es eine andere Geschichte gewesen. Wir denken aber meist im Rudel und wissen auch das es nicht viel Initiative von Bashira braucht um den „Kleinen“ zum mitmachen zu animieren. Dieses Januarende wird einmal keine Schlechten Erinnerungen aufweisen, gut so.

Kommt er noch oder nicht?

Kommt er oder kommt er nicht? Das war die Frage bisher. Wer ist wohl damit gemeint – na klar, der Winter!

Grundsätzlich so meine ich, gibt es drei Arten des Winters:

  1. Gar keinen Winter, oder nur auf dem (Kalender)Papier
  2. Den westlichen Winter – denn hatten wir die letzten beiden Perioden
  3. Den östlichen Winter – der sich gerade angemeldet hat

Natürlich gibt es auch wie bei Hunden verschiedene Mixe, grundsätzlich finde ich die Grundtypen schon zutreffend. Auch als „Nicht-Winter-Fan“ – hier gehe ich mit den Ridgebacks konform – kann man sagen dass die Variante 1 die Schlechteste ist. Temperaturen leicht über Null, gepaart mit viel Feuchtigkeit und akutem Sonnenmangel – das ist nicht das Wahre. Selbst die Tatsache dass die vom Himmel fallende Feuchtigkeit quasi alleine wegläuft und man es nicht wegschippen muss reicht nicht wirklich aus um Gutes daran zu finden.

Was noch gut in Erinnerung ist sind die Bilder des letzten Winters, Schnee bis an die Halskrause und so einige Gartenzäune waren verschwunden für eine Weile. Das Paradebeispiel eines , wie ich es nenne, „westlichen Winters“. Wenn sich die feuchten Luftmassen aus Amerika über den Teich geschoben haben und sich gegen die kalte Ostluft durchsetzen konnten, hat man uns in der Regel gut eingedeckt. Kann sich die Feuchte Seeluft nicht behaupten wird es oft bitter kalt und auch recht trocken, aber nur wenig Schnee.

Nachdem dieser Winter lange nicht wusste was er will, scheinbar gar nicht da war ist sie nun da die kalte Ostluft.  Und mit ihm auch das typische Bild und auch wenn es nicht so angenehm ist, es hat so seine Reize. Wie man aus den russischen Märchen kennt, hat wohl Väterchen Frost die Landschaft verzaubert. Es wirkt wie ein Überzug aus Zucker und die steif gefrorenen Wiesen sind auch leicht mit „Puderzucker“ überzogen worden. Nicht die klassische Winterlandschaft, aber durchaus mit optischen Reizen. Wenn sich dann noch ein klarer Himmel dazu gesellt, wird es dann auch recht frostig. Man kann draußen einigermaßen klar kommen wenn man sich ausreichend bewegt, hier wäre Schnee schippen wieder von Vorteil, ist aber keiner da. Das was da ist kann man mit einem Besen beseitigen.

Für uns als Hundebesitzer und besonders von Hunden mit kurzem Fell keine leichte Situation. Zumal Unsere ja afrikanisches Blut in den Adern haben und eher zu Wärme tendieren, muss man schon aufpassen dass bei Spaziergängen keine Langeweile aufkommt. Wir gehören nicht zu denen die gleich versuchen den Hunden mit Mäntelchen den Aufenthalt im Freien angenehmer zu gestalten. Auch Hunde können und dürfen sich gerne bewegen, schließlich haben wir für die intensivere Bewegung ja inzwischen zwei Vertreter. Bashira hat ja auch schon ihre Erfahrungen gemacht bei frostigen Wetterlagen verbunden mit längeren Hunderunden. Sie, so will ich mal sagen, ist relativ akklimatisiert. Selbst wenn am Start meist wenig Begeisterung an ihrer Körperhaltung zu erkennen ist. Sie wehrt sich nicht mehr und macht die Sache mit, wohl wissend dass am Ende durchaus die Couch oder gar die Fußbodenheizung zum Aufwärmen als Belohnung winkt. Auch ein Zudecken wird gerne in Kauf genommen, sie brauchen halt die Wärme. Bantu ist auch hier recht schmerzfrei, einfach unbekümmert und da er immer herumwuselt kann er nicht dicker werden und friert auch nicht gleich. Die Mäntelchen kann man wenn es sein muss immer noch beschaffen.

am Ende eines Spazierganges wird dieser Ort gerne genommen - Bashira's Privileg

Neun Monate

26. Januar, ich bin nun neuen ganze Monate und es wird Zeit das ich mal wieder meine Meinung sage. Mich zu Wort melde und Bilanz ziehe, denn hier in Thüringen bin ich ja nun schon auch volle 7 Monate – fast eine halbe Ewigkeit. Was soll ich sagen, es ist schon recht viel passiert in meinem Leben. Gerechnet in Menschenjahren – hierzu gibt es verschieden Ansichten – kann mein Alter mit dem eines 10-jährigen Menschen vergleichen, mit Abstrichen natürlich. Mit 10 Jahren hebt zwar kein Mensch beim Pullern das Bein und die Pubertät lässt noch auf sich warten. Ein Hund jedoch mit 9 Monaten ist schon an der Schwelle zur Pubertät, eine schwere Zeit für alle wie man so hört. Lassen wir uns mal überraschen was ich dann später darüber berichten kann.

das bin ich - Chimalsi Bantu - ein "Afrikaner" im Schnee

Dem Menschen gleich gehe ich noch regelmäßig in die Schule, das muss so sein sagen die Herrschaften. Bashira nimmt sich dann immer einen ruhigen Vormittag und ich habe Stress. Irgendwie ist es aber eine gute Methode um einen zusätzliche Futterration zu bekommen, da nimmt man schon etwas Gehorsam in Kauf. Irgendwie ist es aber auch schön zu sehen wenn sie (die Menschen) sich darüber freuen. Das macht einfach spendabler und offener – vor allem die gebenden Hände 🙂 . Auch ist so die eine oder andere Streicheleinheit mehr drinnen. Ich will ja nicht jammern, aber davon kann man nie genug bekommen 😉 .

Tante Bashira

Inzwischen habe ich nun meine Tante in Sachen Größe mindestens erreicht, wenn nicht schon überboten. Das so richtig Preis zu geben fällt mir schwer, ich lasse mich nicht gerne vermessen. Das hat so was wie Urin einfangen und dahinter kommt dann der Tierarzt, also bin ich da vorsichtig. Nicht das ich dann auch noch das karge Futter gekürzt bekomme. Überhaupt, Thema Futter. Ich weiß nicht ob meine Geschwister woanders genauso knapp wegkommen? Ich kriege zwar dreimal täglich (zum Glück immer noch), aber die Schüssel verträgt durchaus größere Mengen, wer sagt das meinen Leuten dann mal? Kann ja sein das ich deswegen eine so dürre Erscheinung bin. Von wegen Exokrine Pankreas Insuffizienz – alles faule Ausreden. Der Tierarzt macht das Spiel auch noch mit … der Tierarzt der mit immer Löcher ins Fell macht und wo ich immer auf die Wanne muss. Keiner versteht dass mir das keinen Spaß bereitet … trotzdem war ich schon zu oft dort. Ich hoffe das ändert sich auch mal. 

Ich will aber doch behaupten dass es mir nicht so schlecht geht. Ich habe keinen Vergleich mit anderen, das ist aber uninteressant. Schön finde ich dass ich nicht ganz alleine zu Hause bin. Tante Bashira ist zwar streng mit mir, aber man kann schon richtig toben und auch mal frech sein. Das muss ein Kind ja auch mal dürfen oder? Wird’s zu heftig dann verkrieche ich mich schon mal hinter den Zweibeinern. Dazu taugen sie auch, weniger wenn es um ihre blöden Regeln geht. Ich finde es auch nicht ganz fair wenn die olle Tante Sonderrechte hat, aber ich schau mir die Sachen gut an. Man weiß ja nie wozu man das mal braucht.

Ich weiß auch genau dass ich noch viel lernen muss, aber auch schon auf einigen Gebieten recht gut. Ich sage nur mal die Eier-Party, da war ich richtig erfolgreich. Inzwischen gibt es nur noch ganz selten Erfolge, aber das bekomme ich sicher wieder gebacken. Inzwischen kann ich ganz gut wie ein Großer pullern, nur an manchen Tagen wenn ich früh aufstehen muss (warum eigentlich? 😥 ) mach ich noch wie ein Mädchen. Was auch noch nicht so klappt, ich puller mir recht oft auf die Beine. Das ärgert mich schon ein wenig und Bashira merkt das auch gleich und schnuppert. Was im Moment blöde ist, es ist kalt und manchmal unangenehm. Ich versuche das gut zu überspielen und habe auch noch nicht gezittert. Ich bewege mich ja auch recht viel. Mama sagt dass ich nicht dicker werden kann so wie ich herum tobe. Aber das wird schon werden und eigentlich komme ich gut klar. Selbst im Winter bei der Kälte, ich komme auch unter jede Decke dahin wo es warm ist. Ich bin ein richtiger Kampfschmuser sagen meine Leute, was will man da noch erzählen? Ich werde mich wieder melden wenn ich mir nicht mehr auf die Füße Pinkel oder wenn ich vielleicht noch Freunde finde. Ich kann irgendwie nicht verstehen dass so wenige mit mir spielen wollen, auch in der Hundeschule? Das wird sich sicher einmal bessern … so hoffe ich mal. Bis bald Euer Bantu 😆

 

hier ist Mutti beim Entwirren der Leinen - sie stört uns nicht

Meine Leute scheinen aber zufrieden zu sein, ich denke mir das, weil sie oft lächeln, allerdings auch mal unverhältnismäßig laut werden – wie ich es meine. Lange Zeit war ich geduldig, habe alles Kontrolliert und gecheckt. Auch wenn ich nach den 15 Eiern damals genau beobachtet wurde, die eine oder andere kleine Beute gab’s schon mal. Aber pssst … man muss nicht alles verraten.

Was nicht so schön ist, ist derzeit das Wetter. Ob sie wissen dass ich afrikanisches Blut habe? Obwohl, Bashira hat sich zickig manchmal, mir macht das Wetter nicht so viel aus. Hauptsache ich kann flitzen und toben und auf dem Feld immer mal naschen. Da liegen duftende Haufen herum und da ich knapp gehalten werde muss ich sehen wo ich bleibe. Kein leichtes Los finde ich. Wen wundert es dann wenn meine Ohren dann den Dienst – naja – gewissermaßen verweigern. Man darf den Bogen nicht überspannen auch wenn sie mir nicht nachrennen … haben die mich nicht lieb?

Flitzen und Toben - da staubt der Schnee schon mal auf ...

Rennen ist überhaupt das Beste bei der Kälte

... aber auch Schnuppern ...

Unterm Strich bin ich nicht unzufrieden, es hätte wohl schlimmer kommen können. Ich habe weiche Betten und relativ viel Bewegung – manchmal laufen wir stundenlang durch den Wald mit all seinen Gerüchen. Eines Tages will ich wissen was so riecht, aber bisher hatte ich keine Chancen es zu prüfen. Gesehen hatte ich schon mal Schatten und große Felle aber wir sind im Wald angeleint und müssen dann auch gut hören. Naja … ob das so bleiben wird? Wir werden sehen 😉 .

Der Alte Fritz

 Am 24. Januar jährte sich zum 300. Mal der Geburtstag des Preußischen Königs Friedrich der Große. Ein großer Mann und seiner Zeit ziemlich voraus. Auf seine Initiativen wurden im alten Preußen einige Dinge verändert die wegweisend und damals sehr fortschrittlich waren. Ich denke da nur an die Story mit der Kartoffel. Dieses Gewächs wird wohl für immer mit dem Namen verknüpft bleiben. Er erkannte den Wert des Gemüses und förderte seine Verbreitung.

Weiterhin schaffte er die Folter als Methode zur „Wahrheitsfindung“ weitestgehend ab, er baute viele Schulen und hatte im gewissen Sinne die Pressefreiheit begründet, wenn auch nur teilweise. Nicht zuletzt verdankte Preußen seinem Wirken den gewachsenen Einfluss in Europa. Er lebte von 1712 bis 1786 und war insgesamt 46 Jahre lang König in und von Preußen.

Seinen Platz hier halte ich für angebracht weil es ein guter Hundekenner und Hundeliebhaber war. Viele Zitate und Sprüche von ihm zeugen auch auf diesem Gebiet von Weisheit und großem Wissen über die Hunde. Zeitlebens war er von Hunden begleitet und er hat in seinem Testament verfügt neben seinen Hunden begraben zu werden. Diesem Wunsch wurde zunächst nicht entsprochen. Erst am 17. August 1991 wurde der letzte Wille des Königs erfüllt und sein Sarg wieder nach Potsdam überführt, um dort in der noch vorhandenen Gruft beerdigt zu werden. „Seine“ Hunde waren übrigens Windhunde, „Italienisches Windspiel“, sehr edle Tiere die eine gewisse Würde ausstrahlen können und gut zu Herrschaften der damaligen Zweit gepasst haben.

Hier einige überlieferte Zitate über die Hunde, denen aus unserer Sicht nichts hinzuzufügen ist und die wir als Hundehalter nur bestätigen können.

Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.

Ich glaube, ein Mensch, der gegen ein treues Tier gleichgültig sein kann, wird gegen seinesgleichen nicht dankbarer sein, und wenn man vor die Wahl gestellt wird, ist es besser, zu empfindsam als zu hart zu sein.

Je mehr ich von den Menschen sehe, umso lieber habe ich meinen Hund.