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Harter Kampf

 Jeder Hund ist wohl ein Kampfhund. Bevor aber nun die Hände gehoben werden, nicht alle haben die gleichen Ziele wofür oder womit sie kämpfen. Bantu ist ein wirklicher Kämpfer, einer der es uns nicht leicht macht. Er kämpft mit seinem Gewicht, immer noch und immer noch mit der 30 kg-Marke. Die meisten kennen diesen Kampf allerdings aus einer anderen Richtung. Man will/muss sich zu oft von oben herunter an eine Marke herankämpfen. Bei Bantu ist es anders, wir hätten gerne ein paar Kilo mehr von ihm. So ein hübscher Kerl, aufgeweckt und frech, der einen fidelen und gesunden Eindruck macht. Viele denken er wäre ein Windhund. Ja schnell ist er, schnell wie der Wind, er ist aber ein Ridgeback. Diese Rasse muss eher eingebremst werden bei der Futterei. An Appetit mangelt es ja nicht nur bleibt eben nichts hängen. Die Waage steht weiter bei 29,5 kg. Das muss noch keine Sorgen bereiten. Wir haben nun Kontakte geknüpft um noch ein paar Tipps zu kriegen. Es geht darum Bantu trotz seine Bauchspeicheldrüsengeschichte sinnvoll zulegen kann.

In bestimmten Haltungen wirkt er irgendwie jämmerlich

Ein schöner Kerl ist er sowieso

und ein Kampfkuschler

Neu in den Speiseplan integriert wird nun Lachsöl (tierische Fette), Bierhefe (gut für das Fell), Schmand und Kokosflocken. Die Futterdosis haben wir auch noch etwas nach oben geschraubt. Es wäre doch gelacht wenn wir da nicht etwas bewegen können. Bantu’s Mithilfe ist uns gewiss, denn fressen und mobsen würde er im Minutentakt. Wir werden beim nächsten Tierarztbesuch vielleicht noch mal die Werte checken lassen. Wir wissen auch das Bauchspeicheldrüsengeschichten nicht von heute auf morgen abklingen. Teilweise dauerten solche Fälle bis zu 9 Monaten, wir sind gerade mal bei 4 Monaten. Wenn ich ehrlich bin, so unzufrieden stellt sich die Gesamtlage für mich nicht dar. Bantu hat noch genug Zeit sich zu stabilisieren und er wird mit Sicherheit noch kompakter werden. Wer weiß schon, vielleicht wünschen wir uns eines Tages die gut sichtbaren Rippen zurück?

Alte Freunde

Am 26. Februar konnte eine „alte Kameradschaft“ wieder belebt werden. Eine außergewöhnliche Beziehung auch wenn sie eigentlich keine echte Beziehung ist. Am 22.Juni 2011 – da hatten wir einen kleinen Tornado bei uns – habe ich zum letzten Mal auf dem Fahrrad gesessen. Das sind nun schon 8 Monate her, das gab es in diesem Jahrtausend noch nie. Die Gründe hierfür sind bekannt – sie haben insgesamt 8 Beine. Ich erinnere mich noch gut an die letzte Fahrt. Wohl wissend das so ein Wetter aufkommt wollte ich unbedingt ein paar Kilometer fahren, man weiß ja nie ob es so schnell wieder klappen kann. Damals war ja Bantu im „Anmarsch“ und es war nicht vorhersehbar wie sich die Abläufe ändern sollten. Teilweise wußte ich damals nicht ob ich unter oder über Wasser fuhr. Regen aus allen Richtungen und Sturm zum Glück von hinten. Bei diesem Unwetter war es nicht einfach das Rad und sich selber darauf zu halten, irgendwie konnte ich es schaffen. Bäume und Äste blockierten die Straße und insofern war ich mit dem Rad schwer im Vorteil, die Anderen mussten da auch die Feuerwehr warten um weiter zu kommen. Ich bin heil nach Hause gekommen und wusste allerdings damals noch nicht dass der Kilometerstand nach diesem Tag bei 2.599,29 km für lange Zeit stehen blieb.

Jetzt nachdem der Schnee sich nach oben verzogen hat um bald gänzlich zu verschwinden, gibt es wieder die Zeiten und Gelegenheiten zum Radeln. Das Wetter spielte mit und das Rad war noch nicht eingerostet. Der Winterspeck schreit förmlich nach Bearbeitung und das Rad protestierte nicht. Es gab sie schon, die mulmigen Gefühle. Was wird passieren? Noch nie hatte ich so eine Pause. Nur zu bekannt waren die Comeback-Versuche nach monatelangen Pausen nach einem Winter oder einer Krankheit. Das waren aber immer nur so 3 Monate. Wie wird es nun nach dieser Zeit wieder rollen. Rollt es überhaupt wieder gut? Was macht die Sitzfläche? Viele Fragen und die Antworten gab es auf dem Rad.

31,94 km sind es geworden, zunächst nach oben zum Rennsteig und dann hinunter in flache Gefilde. Die Gefahr des Übertreibens lauert immer. Was soll ich sagen, es ging recht gut und zum Auftakt hatte ich nicht viele bessere Tage, obwohl die 8 Monaten zu spüren waren. Ich habe mich recht gut gefühlt und merkte aber doch die noch fehlende Kraft, Ausdauer ist ja nicht so das Problem. „Nur“ 412 Höhenmeter wurden es, wie ich meine war das ausreichend und gut für die erste ‚Tour des Jahres. Damit bin ich noch weit weg von den einstigen Jahreswerten, aber das wird schon wieder werden. Ob die 9171 km aus 2008 jemals wieder erreicht werden können steht in den Sternen. Für mich ist wichtig dass es Spaß macht, dem Körper etwas bringt und ich wie früher das eine oder andere Kilo in den Wald „werfen“ kann. In diesem Sinne allzeit gute Fahrt.

Gehirn wegen Umbau geschlossen

Willkommen, da ist sie wohl nun, die Pubertät 👿 .

Pubertät kennt man auch vom Menschen. Jeder hat seine ganz persönlichen Erfahrungen damit. Die Welt wird in Frage gestellt und besonders Dinge die als Vorgaben herüber kommen, sind dann wohl nicht so willkommen. Als Pubertierender sieht man die Welt aus ganz anderen Augen. Die Welt der Kindheit wird verlassen, aber noch längst kommt man bei den Erwachsenen nicht an. So manch Einer/Eine schweben noch Jahre danach in dieser Grauzone. Einige kommen dann wohl auch nie wirklich an am erwachsenen Ende. 

Auch Hunde durchleben diese Phase. Althergebrachtes wird nicht mehr akzeptiert, Dinge werden hinterfragt und so etwas wie eine 68iger-Bewegung formiert sich, sozusagen eine vielbeinige Bewegung. Die Frage ist erst mal, kann man das merken? Gibt es da einen Startschuss? Ich glaube ich habe diesen Schuss erlebt und echt bewusst wahr genommen. Anzeichen gab es ja schon, die man aber nicht allesamt zuordnen kann.

„Tatort“ Hundeschule, der gewohnte Ablauf. Es werden Übungen gemacht, Situationen besprochen und den Umgang damit geübt. Begegnungen, Disziplin halten auf Abstand und so weiter. Natürlich werden auch meist Spielphasen eingeschoben, da hat man Zeit zur Beobachtung und Interpretation der Hundekommunikation. Das Bantu gewissermaßen rotzfrech ist kann Bashira bestätigen. Er wird mitunter zum Terrier wenn er die Tante in die Beine zwickt, sie lockt und mit ihr rangeln will nach Ridgebackart. Eines darf er nicht, da ist sie sehr empfindlich, seine Entwicklungsstufen an ihr zu testen. Jeder Versuch einen auf dicken Rüden zu machen wurde mit einem kurzen Benimmkorrekturkurs durch Bashira im Keime erstickt. In der Schule nun fand er eine Hündin recht interessant und hat sich intensiv mit dem Mädel befasst. Teilweise teilte er das Interesse auch mit anderen, seine Bemühungen waren sehr intensiv. Der Abruf nach der Spielrunde ging gerade mal so durch. OK … Training unter Ablenkung, soll ja sein. Nächste Übung – Abruf zwischen den Hunden. Ein Part den Bantu stets mit 1+ und großem Lob gemeistert hat. Wir waren an der Reihe und voller Selbstvertrauen … Bantuuu koooommm … es kam wie es kommen musste, er drehte ab zur Hündin – so eine Blamage 😥 . Ich hatte immer gehofft das so was nicht mit mir passiert, Pech gehabt. Die Trainerin wies mich darauf hin, dass unser Hund offensichtlich gerade beginnt zu pubertieren. Das war gar nicht nötig. Mit seinen 10 Monaten darf er das ja auch, aber wir hätten darüber reden können vorher :mrgreen: – oder?

Tja, das wird uns nun über die nächsten Monate richtig beschäftigen. Nun ist es auch zu erklären warum er gegenüber anderen Hunden immer so leidend fiept. Er ist auf den Geschmack der weiblichen Hormone gekommen. Die kommende Zeit wird also spannend werden. Wir stellen uns darauf ein, soweit man das überhaupt kann. Denken wir mal an unsere erste Rüdenbegegnung zurück, 15 Monate und mitten drinnen statt nur dabei. Ridgie, so heißt er, hat uns die Entscheidung Rüde oder Hündin leicht gemacht. Nun werden wir also auch hier unser Wissen erweitern können und hoffen natürlich dass wir gut auch durch diese Zeit kommen.

Wörterbuch des Hundes

Auch Hunde haben wohl Wörterbücher. Hund – Mensch oder Mensch – Hund. Nein, nicht die Rütter-Ausgabe, sie haben ihre Betrachtungsweise. Man spricht mit dem Hund, versucht ihm Dinge zu „erläutern“ – ich will sagen das man ihn überzeugen möchte bestimmte dinge zu tun – doch irgendwie beschleicht und das Gefühl das wir nicht auf der gleichen Ebene kommunizieren. Sozusagen hat man nicht den gleichen Empfängerhorizont oder nicht die gleiche Funkfrequenz. Auf den ersten Blick wirkt das ja gar nicht so. Der Hund schaut uns an (warum wohl?) und macht eine verständnisvolle Mine. Spätestens wenn er den Kopf zur Seite dreht und sein Gesicht mit Falten garniert, sollte man sich Gedanken machen. Kommen die Dinge die man übermitteln will auch so an? Oftmals besteht der Tag aus Missverständnissen. Diese müssen ja nicht schlecht sein. Manche könnte man ja gut nutzen. So gibt es die verschiedensten Geräusche die idealerweise als „Superschlachtruf“ genutzt werden könnten. Das Ganze noch mit 100 % Garantie. Ein Beispiel? Geht die Kühlschranktür auf, selbst bei größter Mühe ist ein Klappern immer drinnen, steht sofort der Hund, in unserem Fall Beide, neben oder zwischen den Beinen. Nur schön Unruhe stiften damit recht bald was runter fällt. Superschlachtruf bei 100% Erfolg? Also ich für meinen Teil nehme keinen Kühlschrank mit in den Wald :mrgreen: .

Nachfolgend ein paar Dinge wie sie vielleicht der Hund sehen und interpretieren könnte. Wir haben schon oft die Frage diskutiert was so bestimmte Geräusche im Hundehirn auslösen könnten. Es gibt da schon ein paar Erklärungen oder Deutungen. Der Nachteil ist … der Hund wird es uns nicht bestätigen können oder wollen? Das sind aber wohl reelle Möglichkeiten der Interpretation ….

Liebe: Ein Gefühl intensiver Zuneigung, freizügig verteilt und ohne Einschränkung. Der beste Weg deine Liebe zu zeigen, ist mit dem Schwanz zu wedeln. Wenn du Glück hast, wird dein Mensch dich lieben.

Leine: Ein Riemen, der an dein Halsband gebunden wird und dir ermöglicht, dein Herrchen/Frauchen überall dorthin zu führen, wo du es willst!

Sabbern: Ist das, was du tun musst, wenn deine Menschen etwas zu essen haben und du nicht. Um es richtig zu machen, musst du so nah wie möglich bei ihnen sitzen und traurig gucken, den „Sabber“ auf den Boden tropfen lassen, oder noch besser auf ihrem Schoß!

Schnüffeln: Eine soziale Geste, wenn du andere Hunde begrüßt

Fahrräder: Zweirädrige Trainingsmaschinen, erfunden für Hunde, um ihr Körpergewicht zu kontrollieren. Um maximalen Trainingserfolg zu erzielen, musst du dich hinter einem Busch verstecken und hervorschnellen, laut bellen und einige Meter neben dem Rad her rennen. Der Fahrer wird dann seitwärts schlingern und ins Gebüsch fallen, während du stolz davon weiter ziehst.

Mülleimer: Eine Tonne, die deine Nachbarn einmal in der Woche rausstellen, um deinen Scharfsinn zu prüfen. Du musst dich auf deine Hinterpfoten stellen und versuchen, den Deckel mit der Nase zu öffnen. Wenn du es richtig machst, wirst du belohnt mit Margarinepapier zum Zerreißen, Rinderknochen zum Fressen und schimmeligen Brotkrusten!

Taubheit: Dies ist eine Krankheit, die Hunde befällt, wenn ihre Herrchen/Frauchen möchten, dass sie drinnen bleiben, während sie draußen bleiben möchten. Symptome sind unter anderem ausdrucksloses Anstarren der Person, ferner Wegrennen in die entgegen gesetzte Richtung oder Hinlegen

Hundebett: Jede weiche, saubere Oberfläche, wie z.B. die weiße Tagesdecke im Gästezimmer oder das neu aufgepolsterte Sofa im Wohnzimmer!

Donner: Dies ist ein Signal dafür, dass die Welt untergeht. Menschen verhalten sich bewundernswert ruhig während eines Gewittersturms, so dass es nötig ist, sie vor der Gefahr zu warnen durch unkontrolliertes Trampeln, Schnaufen, wildes Augenrollen, und ihnen „auf den Fersen bleiben“.

Papierkorb: Dies ist ein Hundespielzeug, gefüllt mit Papier, Briefumschlägen und altem Bonbonpapier. Wenn dir langweilig ist, schmeiß den Papierkorb um und verstreu das Papier im ganzen Haus, bis deine „Leute“ nach Hause kommen.

Sofas: Sind für Hunde das gleiche wie Servietten für Menschen. Nach dem Essen ist es nett, vor dem Sofa auf und ab zu rennen und die Barthaare daran zu reinigen.

Baden: Dies ist ein Prozess, bei dem die Menschen den Boden, sich selber und die Wände durchnässen. Du kannst ihnen dabei helfen, wenn du dich häufig kräftig schüttelst.

Anspringen: Die Antwort eines jeden gut erzogenen Hundes auf den Befehl „Sitz!“. Besonders lohnend, wenn dein Mensch „ausgehfertig“ gekleidet ist. Unglaublich eindrucksvoll vor Veranstaltungen in Abendkleidung.

Anstupsen: Der beste Weg die Aufmerksamkeit deiner Menschen zu erregen, wenn sie gerade eine Tasse Kaffee oder Tee trinken.

Rempeln: Die letzte Möglichkeit, wenn das normale Anstupsen nicht den gewünschten Erfolg bringt – besonders wirkungsvoll in Kombination mit Schnüffeln (siehe oben).