Februar 2012
M D M D F S S
« Jan   Mrz »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Kategorien

Gehirn wegen Umbau geschlossen

Willkommen, da ist sie wohl nun, die Pubertät 👿 .

Pubertät kennt man auch vom Menschen. Jeder hat seine ganz persönlichen Erfahrungen damit. Die Welt wird in Frage gestellt und besonders Dinge die als Vorgaben herüber kommen, sind dann wohl nicht so willkommen. Als Pubertierender sieht man die Welt aus ganz anderen Augen. Die Welt der Kindheit wird verlassen, aber noch längst kommt man bei den Erwachsenen nicht an. So manch Einer/Eine schweben noch Jahre danach in dieser Grauzone. Einige kommen dann wohl auch nie wirklich an am erwachsenen Ende. 

Auch Hunde durchleben diese Phase. Althergebrachtes wird nicht mehr akzeptiert, Dinge werden hinterfragt und so etwas wie eine 68iger-Bewegung formiert sich, sozusagen eine vielbeinige Bewegung. Die Frage ist erst mal, kann man das merken? Gibt es da einen Startschuss? Ich glaube ich habe diesen Schuss erlebt und echt bewusst wahr genommen. Anzeichen gab es ja schon, die man aber nicht allesamt zuordnen kann.

„Tatort“ Hundeschule, der gewohnte Ablauf. Es werden Übungen gemacht, Situationen besprochen und den Umgang damit geübt. Begegnungen, Disziplin halten auf Abstand und so weiter. Natürlich werden auch meist Spielphasen eingeschoben, da hat man Zeit zur Beobachtung und Interpretation der Hundekommunikation. Das Bantu gewissermaßen rotzfrech ist kann Bashira bestätigen. Er wird mitunter zum Terrier wenn er die Tante in die Beine zwickt, sie lockt und mit ihr rangeln will nach Ridgebackart. Eines darf er nicht, da ist sie sehr empfindlich, seine Entwicklungsstufen an ihr zu testen. Jeder Versuch einen auf dicken Rüden zu machen wurde mit einem kurzen Benimmkorrekturkurs durch Bashira im Keime erstickt. In der Schule nun fand er eine Hündin recht interessant und hat sich intensiv mit dem Mädel befasst. Teilweise teilte er das Interesse auch mit anderen, seine Bemühungen waren sehr intensiv. Der Abruf nach der Spielrunde ging gerade mal so durch. OK … Training unter Ablenkung, soll ja sein. Nächste Übung – Abruf zwischen den Hunden. Ein Part den Bantu stets mit 1+ und großem Lob gemeistert hat. Wir waren an der Reihe und voller Selbstvertrauen … Bantuuu koooommm … es kam wie es kommen musste, er drehte ab zur Hündin – so eine Blamage 😥 . Ich hatte immer gehofft das so was nicht mit mir passiert, Pech gehabt. Die Trainerin wies mich darauf hin, dass unser Hund offensichtlich gerade beginnt zu pubertieren. Das war gar nicht nötig. Mit seinen 10 Monaten darf er das ja auch, aber wir hätten darüber reden können vorher :mrgreen: – oder?

Tja, das wird uns nun über die nächsten Monate richtig beschäftigen. Nun ist es auch zu erklären warum er gegenüber anderen Hunden immer so leidend fiept. Er ist auf den Geschmack der weiblichen Hormone gekommen. Die kommende Zeit wird also spannend werden. Wir stellen uns darauf ein, soweit man das überhaupt kann. Denken wir mal an unsere erste Rüdenbegegnung zurück, 15 Monate und mitten drinnen statt nur dabei. Ridgie, so heißt er, hat uns die Entscheidung Rüde oder Hündin leicht gemacht. Nun werden wir also auch hier unser Wissen erweitern können und hoffen natürlich dass wir gut auch durch diese Zeit kommen.