März 2012
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Dienstwanderung

Das man so etwas noch erleben darf? Dienstwanderung – eine an sich gute Maßnahme zum Teambuilding, das Arbeitskollektiv kann gefestigt werden und man kann auch mal ohne „Dienstdruck“ Gespräche führen. Man kann … wenn man das auch will 😉 . Da muss man auch man die Bude dicht machen. Kein Sprechtag, da kann die Verwaltung auch schon mal ausflattern. Prinzipiell kann man das als geführte Flurbegehung werten, das hat auch was für das tägliche Arbeitsleben. So ganz ausblenden kann man das allerdings nie.

Generell habe ich festgestellt, dass relativ viele Ridgeback-Besitzer im öffentlichen Dienst tätig sind. Im Übrigen eine Arbeit wie jede Andere auch. Hier wird nicht mehr oder weniger „geschafft“ wie woanders auch. Der Unterschied ist halt, es ist schwer in Zahlen zu erfassen was an einem Tag so gemacht wird. Genauso schwer ist es manche Dinge zu verstehen, aber die Leute in den öffentlichen Sektor machen das was sie sollen und dürfen. Sie haben nur eben den Nachteil im Licht – im öffentlichen Licht –  zu stehen und sich da zu bewegen wo man es auch gut sehen kann. Jeder hat sicher schon mal eine Frust-Attacke nach einem Gang in die Amtszimmer gehabt, verständlich. Die Angestellten würden auch lieber jeden so zufrieden stellen das auch nicht hängen bleibt. Das geht nur nicht so einfach und passiert in der freien Wirtschaft und auf dem offenen Markt auch nicht. Da solche Dinge mitunter nicht richtig eingeordnet werden kann ich auch gut verstehen, denn ich bin auch im öffentlichen Dienst unterwegs. Ich kenne ja beide Seiten, denn auch wenn es manche nicht glauben, auch die Angestellten haben keine anderen Regeln und Gesetzte und einen Auslegungsspielraum lässt man uns so gut wie nicht. Ganz prekär wird es wenn man dann auch noch mehr Gehalt möchte. Keine Forderungen werden so offen „diskutiert“, aber das nur nebenbei.

Die Chefetage machte es möglich weil der Personalrat drängelte. Es ging also gegen 10 Uhr los- Alle waren nicht dabei, wann bekommt man schon alle unter einen Hut? Ziel die Gaststätte auf einem Campingplatz, ca. 5 1/2 Kilometer, erst durch den Ort, vorbei an den Wildgehegen und am Kesseltal sind wir dann in den Wald eingetaucht. Scheinbar sind es alles gute Seelen, denn das Wetter meinte es wirklich gut mit uns. Sonne pur und auch das Thermometer machte seine erste Bergwanderung, danke für diese Begleitung.

Boxen-Stopp auf nahezu halber Strecke

Ich habe dadurch auch unsere beiden Fellnasen mitnehmen können. Das ist immer eine gute Gelegenheit zum Training von Alltagssituationen. Das Gehen unter Menschen und auch das Verhalten in Gasträumen. Der Wald dazwischen bietet dann ohnehin genug Ablenkung und die Beiden waren meist ganz Ohr. Das Ganze dann an der relativ kurzen Leine obwohl ich die Schleppleinen (heißen vielleicht auch Schleppleinen weil man sie die ganze Zeit mit sich herum schleppen tut :mrgreen: )dabei hatte. Das wäre aber ein zu großes Gewusel geworden. Viele Beine zwischen den Leinen, das tut nicht Not. Bashira ist zwischendurch sogar fremd gegangen, mit anderen Leuten am Leinenende, alle Achtung. Sie hatte aber trotzdem alles im Blick wie es sich gehört.

die ganze Kolonne

Gegen 12 Uhr waren wir dann am Ziel. Einen kurzen Aufreger gab es dann am Streichelzoo des Campingplatzes, Bantu hatte noch nicht Lamas und Ponys gesehen und fragte lautstark nach einer Einladung. Die Tiere waren cool und nachdem Bantu’s Bürste auf Normalgröße geschrumpft war, zeigte er sich relativ gelassen. Wir werden so was bald wiederholen, nicht das er sich bei jedem Fell dann so aufregt.

Bantu bedankt sich auf seine Art für die Wanderung

Im Gästeraum angekommen wurden die Schleppdecken ( :mrgreen: ja ich habe sie mitgeschleppt) standesgemäß ausgebreitet. Madame legt sich nur selten ohne Decke irgendwo nieder, Bantu ist es fast egal. Sie bekamen eine Ecke für sich und es war wichtig hier zu üben sich ruhig zu verhalten. Ruhe zumindest das sie die Kellnerin nicht mit dem Essen „überfallen“, das sie nicht betteln und auch nicht Fremdversorgt wurden 😉 . Zu Hause haben sie auch am Tisch Pause, obwohl Bashira das eine oder andere Sonderrecht hat und fordert und wir es hin und wieder dulden. Futter gibt’s nur aus der Schüssel !!! Bashira hat schon eine gewisse Routine und Bantu ist ja noch jung. Eine große Konzentration war es für ihn und natürlich konnte er nicht so ausgeglichen sein wie Bashira. Er zeigte schon Unruhe, aber in einem verträglichen Rahmen. Gegen 13 Uhr dann ging es wieder Richtung Heimat und es war eine schöne Veranstaltung und wichtig war … die Hunde waren dabei und hatten auch etwas davon.

Das lagen sie nun - um fertig zu sein war die Strecke zu kurz

Schnappschuss beim Gähnen

Bantu und die Deko – die Dritte

Oft schon habe ich Bilder gesehen was passieren kann wenn die Hunde mit ihrem Umfeld nicht einverstanden sind. Das ist egal welche Rasse aber ich kann hier nur hauptsächlich von Ridgebacks berichten. Auch ob sie nun besonders „kreativ“ auf dieser Strecke sind kann ich nicht beurteilen, zumindest kenne ich genug Fälle in denen sie besonders (um)dekorativ waren. Wir haben ja auch zwei solcher Nasen und auch Benny war ja auf dieser Strecke schon tätig. Jeder Hund aber auf seine Weise 😉 .

So gibt es „schreckliche“ Zustände die mir so im Kopf verankert sind. Solche Bilder vergisst man nicht :mrgreen: und ein wenig Mitleid ist beim Betrachten dabei und vielleicht auch ein wenig Angst davor irgendwann in die Opferrolle gedrängelt zu werden. Nur zwei Beispiele möchte ich mal kurz andeuten. In der eigenen Vorstellungskraft liegt es nun diese Zustände gedanklich aufleben zu lassen.
 Einmal ist es ein großer geflochtener Weidenkorb – die Teile sind nicht billig – mit einem darin liegenden Ridgeback. Das ist nichts schreckliches, allerdings lag er ja nur noch auf dem Boden, denn außer den senkrechten Stäben in unterschiedlichen Längen war nichts geflochtenes mehr vorhanden. Ein weiteres Bild, zwei unschuldige Ridgeback-Brüder auf dem Boden liegend inmitten von hellen und braunen Flocken oder besser gesagt Stückchen garniert. Der größte Brocken hatte so ca. 3 cm und das Ursprungs Ridgi-Pad (auch nicht so billig – aber was ist schon noch billig) hatte die Abmessungen von 140 cm x 115 cm. Passen eigentlich zwei gut rein … auf den Flocken konnte man dann schon ein großes Rudel betten. Wir haben sowohl den Korb-Designer als auch die beiden „Pad-Zebröseler“ selber kennen gelernt. Was soll ich sagen KEINER kann ein Wässerchen trüben, alles die sprichwörtlichen Unschuldigen vom Lande :mrgreen: .

Wir haben auch so ein Unschuldslamm zu Hause

Es gibt genug Familien die von solchen Sachen berichten können. Eigentlich wollte ich auch mal eine – oder besser später zwei – Schadenslisten führen. Die Befürchtungen haben sich aber nicht bestätigt. Ganz ohne „Schäden“ ging es bei beiden Hunden nicht, aber auch nicht frei davon. Ein paar Fußabtreter oder Schrankknöpfe, vergessene Schuhsohlen oder auch Sofakissen, man musste halt in Sachen Ordnung zulegen. Bantu ist aber doch mehr der Spezialist für Dekorationen aller Art. Nach einer längeren Pause – der Weihnachtsschmuck war unangetastet – hatte er nun wieder ein Problem – ein Ostereierproblem. Wenn uns etwas nicht gefällt, nehmen wir es auch weg und Bantu wurde auch nicht um Erlaubnis gefragt als es aufgestellt wurde 😉 . Wenn er keine Eier mag die nur an Zweigen hängen, dann soll er es auch so haben. Wobei wir vermuten dass er durch den Gehirnumbau derzeit etwas uneins mit sich selber ist. Zudem hat er sich noch im Windfang quasi ausgesperrt wo wir noch nicht genau wissen ob die Tür vergessen wurde oder er sie selber geöffnet hat. Der Rückweg ist allerdings nicht so einfach und er hat es auch nicht alleine geschafft zurück zu kommen. Hier bleibt positiv zu vermerken, Bashira hatte das auch schon mal so erlebt. Sie hatte allerdings die Heizung auf 5 geregelt und das Thermostat musste dann getauscht werden. Sie wollte es wohl noch wärmer haben.

Der Eierlose Vasen-Inhalt - er war nicht Ziel der Aktion

Die Beute

Bantu wollte es eben nicht wärmer und er war auch froh als er aus der Situation befreit wurde. Er hatte gezielt die Eierchen vom Straus entnommen und auf seine Art bearbeitet. Wie so etwas abläuft kann man wirklich nur erahnen. Irgendwann hatten wir mal einen Gedanken das mit einer Kamera zu überwachen. Bei den beiden Ridgi-Pad-Zerbröselern wurde das übrigens gemacht. Dort war es ja wichtig zu erfahren wer der Auslöser war, wer den Unsinn im Kopf hat. Bei 2 Hunden bedarf es einen Auslöser aber beim Mitmachen lässt sich dann keiner lumpen. Hier greift dann wohl das Rudelverhalten und meist entwickelt sich eine Eigendynamik die als Ergebnis dann wirklich selten gute Sachen zu bieten hat. Wir haben nun rein dekorativ Ostern im Flur (bei Bantu) für beendet erklärt. Er hat halt Ostern vorgezogen, schlecht wenn man es nicht erwarten kann. Allerdings war es für ihn keine ergiebige Beute, was ihn wiederum nicht abhält im Garten auch dort herunter gefallene Dekorationseier inhaltlich zu prüfen, mit dem gleichen „Erfolg“. An einen dauerhaften Lerneffekt denke ich dabei nicht :mrgreen: so naiv sind wir nicht. Auch der außerplanmäßige „Eierverlust“ kann unsere Belustigung nicht trüben. Wir können inzwischen recht viel mit Humor nehmen, das ist gut so ….

Sommerzeit

Wenn die Sommerzeit auch ein Garant für viel Sonne wäre, ich wäre das ganze Jahr dafür. Dann würde sie aber wohl Sonnenzeit heißen denke ich mal.
Nun ist es man wieder so weit, die Zeiger rutschen leicht nach vorne und die Sonne kommt später. Das wirklich Gute daran ist, sie bleibt auch länger und sie bleibt also länger auf dem Feierabend. Das ist der wichtige Vorteil. Sicher gehen die Meinungen hier weit auseinander. Mag auch sein das der gewünschte Effekt der Energieeinsparung nicht gegeben ist und es wird heiß diskutiert. Nutzen oder Sinn stehen mal wieder auf dem Prüfstand. Müssen alle Dinge immer so materiell beleuchtet werden? In Zeiten der „Energiewende“ werden die Diskussionen noch schärfer geführt. Es kann auch sein das es z. B. für Schichtarbeiter eigentlich egal ist wann die Sonne scheint, sie arbeiten rund um die Uhr. Mal ist es dunkel und mal wieder hell, logisch. Ich betone es nochmals, ich finde es gut weil die Freizeit mehr Licht bekommt, also deutlich heller wird.
Es gibt ja Menschen die ein so feinen Rhythmus in sich haben das sie eben von dieser Stunde aus der Bahn geworfen werden, sagen sie. Manche davon fliegen aber um die Welt in den Urlaub, da verschiebt sich meist mehr als eine Stunde. Dann ist es ok so? Es ist vielleicht zu viel Einbildung dabei 🙂 -Ich glaube aber schon das es eine kleine Umstellung ist, das kann man auch gut bei Tieren bemerken. Nein, nicht die Tiere im Wald, die haben keine Uhren. Ich meine Hunde die an das Leben der Menschen angepasst sind und sich in ihren Tagesablauf einordnen müssen. Dazu gehören auch unsere Hunde, wobei ich das bei den Beiden nicht so dramatisch sehe. Denen ist es vollkommen egal ob die Fütterschüssel eine Stunde später oder früher klappert, Hauptsache sie klappert überhaupt. Diese Einschätzung ist allerdings wohl nicht ganz exakt, denn Hunde würden lieber früher als später futtern. Das heißt aber nicht zwangsläufig das sie Winterzeit – eigentlich die Normalzeit – mehr mögen. Irgendwer hat ja die „Normalzeit“ auch mal fest gelegt, warum das so kam weiß ja auch keiner mehr wirklich.
Ich finde die Sommerzeit wesentlich nützlicher als sie beschrieben wird. Das bringt mir eben mehr Raum meinen Hobbys nachzugehen. Ich kann auch nach langen Arbeitstagen ohne Stirnlampe noch eine Runde drehen und kann die Hunde dabei sehen. Man fühlt sich frischer und fitter auch weil man sich mehr und vor allem länger draußen bewegen kann.  Sollte man mich gerade mal fragen, ich bin dafür dass es so bleibt, basta!!

Zaunbau

Dem ersten Grenzsprung folgte der zweite. Ein Versuch dazwischen wurde zwar geblockt … schon im Ansatz … nur dann kann es klappen. Wer ist aber schon immer bereit zum Einschreiten? Das wäre sicher kein Genuss und artete auf Dauer in Arbeit aus. Am Ende ist Bantu dann der Schnellere und es ist auch nicht ratsam ihm zu viel selbst belohnendes, aber unerwünschtes Verhalten zu gestatten. Das geht dann wirklich ganz schnell und es sitzt im Gehirn genau an der falschen Position.

Der erste Überquerungsversuch war im Winter, gut – da lag auch Schnee. Nicht so viel, aber immerhin war der Zaun dadurch etwas niedriger und genauso ging die Hemmschwelle herunter. Beim Überqueren hätte er noch beinahe etwas mehr hängen lassen, es sah fast wie eine Selbstkastration aus. Es ging bis auf einen „schönen“ Kratzer doch gut. Wir hätten da vielleicht energischer einschreiten müssen? Bestimmt, aber im Endeffekt war für mich schon klar dass er ein anderes Kaliber Hund ist. Er ist erst mal ein Rüde und dann ziemlich selbstbewusst und manchmal frech und dreist. Schmerzfrei ist er ohnehin … manchmal tut auch das Zuschauen schon weh. Eingreifen hätten wir doch müssen, so hinterher betrachtet. Es ist gut wenn man Fehler selber enttarnt und beim nächsten Mal versucht einen anderen Fehler zu machen 😉 . Bantu ist aber trotzdem ein Lieber, die ganzen Dinge sind schon auch pubertäre Macken :mrgreen: . Auch Bashira hat im Winter einmal den Zaun überwunden, da lag aber der Schnee höher wie der Zaun, es blieb bisher bei diesem einen Versuch.

Schnell wurde beraten und festgelegt, ja es wird ein neuer Zaun gebaut. Genauso wie bei uns, ca. 6 Meter vom kleinen Zaun weg. Das hat mehrere Vorteile. Kommen z. B. auch mal „bellenswerte“ Objekte an Grundstück vorbei, sind die Hunde in sicheren Abstand. Egal ob die Objekte zwei oder vier Beine haben. Man kann das dann durchaus relaxter beobachten und eventuell eine Wirkung daraus erhoffen 😉 . Das ist Wunschdenken! Vielleicht schützt man dann den Hund auch vor Diebstahl? Der Zaun wird wie der andere schon 1,25 Meter hoch sein. So manchmal habe ich aber gesehen wie ein fliegender Ridgeback durchaus aus dem Stand große Höhen erreichen kann. Da ist schon mal der Kopf weit oben drüber. Das wäre es ja … der Supergau, wenn 1,25 Meter dann nicht ausreichen 😥 . In der Woche nach Ostern soll es dann los gehen. Das passt, da sind ein paar Tage Urlaub vorgesehen, man gönnt sich ja sonst nichts, ich meine den Urlaub mit Arbeit zu garnieren. Egal, was muss das muss eben.