Mai 2012
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Pfingstwanderung

Pfingstzeit ist Wanderzeit, das hat Tradition. Meist ist die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten die Hoch-Zeit des Jahres und nur Im Herbst trifft man ähnlich viele Wanderer hier im Thüringer Wald. Wobei dem Wald die Wanderer nie ganz ausgehen :mrgreen: . Das merkt man auch als Radler, weil Begegnungen von Pedalrittern und Wandergruppen selten ohne Stöhnen (beiderseits) abgeht. Einerseits ist es gut keine Holztransportautobahnen in der Natur zu haben, andererseits wünscht man sich hin und wieder mehr Platz. Der ist aber nicht zu kriegen ohne Schaden anzurichten. In diesem Jahr war das Wetter nahezu ideal zum Wandern, nicht zu warm aber trocken. Da kann man sich nicht beschweren. Der Sonntag gehörte mir und dem Rad und am Pfingstmontag hieß es auch für uns … auf in die Natur. Wir sind recht spät gestartet was den Vorteil hatte das wir zunächst niemanden trafen und die beiden Fellnasen erst mal auf dem Feld toben konnten.

Erste Toberunde im hohen Gras

Die Bäume treiben aus...

Vom Sportplatz ging es zur Talsperre, dem langen Stieg entlang bis zur trockenen Apfelstädt bis zum Wedelbacher Teich. Hier hatten wir ersten Kontakt mit anderen Wanderern. Es wurde gerastet und sogar gegrillt. Grenzwertig und wohl nicht erlaubt, aber geduldet und wenn nichts passiert ist das schon ok. Über die Höhenchausee, der Apfelstädtquelle ging es zur Wiedepfuhls Wiese. Der Wiese Suhl wie sie genannt wird zum traditionellen „Pfingstevent“. Da waren etwas über 7 km bewältigt und Zeit für eine Rast. Wie jedes Jahr waren viele Leute mit Kindern und Hunden unterwegs, zu Fuß, mit dem Rad und leider zu viel mit dem Auto. Das wirkt dann immer störend, wenn man auf dem Rennsteig unterwegs ist und ständig Fahrzeugen ausweichen muss. Es ist nicht unbedingt so das wir solche Treffen aufsuchen, aber es ist eine gute Gelegenheit unseren Hunden die Möglichkeit zu geben hier eine Art Routine zu erlangen. Das ist für uns alle wichtig dass die Hunde mit uns in solchen Ansammlungen nicht die Ruhe verlieren und unsicher reagieren. Hier ist eben die Gelegenheit dazu gewesen. „Nebenbei“ ist man ja in der Natur und kann am Frühlingserwachen teil haben. Wenn im Thüringer Wald auch nicht viel los ist, Natur gibt’s genug!!

Bantu war trotz Trubel und einigen Hunden doch gelassener als zu vermuten war

Bashira die ruhige Dame ist da noch cooler

Zurück sind wir dann über den Rennsteig zur Neuen Ausspanne gelaufen. Weiter ging es dann „quer Beet“ über den Nesselberg, hinunter zur Apfelstädt zurück nach Hause. Auch hier waren es 7 Kilometer. Manchmal glaubt man gar nicht dass es eigentlich zu wenig ist. Das GPS lügt aber eher nicht, ich habe mich davon überzeugt. Ein GPS als Thüringer? Nein, verlaufen tu ich mich nun wohl nicht mehr. Zu viele Kilometer habe ich nun durch die Hunde und auch das Fahrrad bewältigt. Ich finde es aber spannend im Nachgang am PC die Strecken virtuell nochmals zu erleben. Die Wanderstrecken sind da meist nicht so attraktiv, weil die paar Kilometer schnell „abgeflogen“ sind. Das ändert sich bei den Radstrecken. Insgesamt waren wir dann über 5 Stunden unterwegs, bei gutem Wetter und frischer Luft. Auch wenn es Laufhunde sind, als wir zu Hause waren eroberten sich die beiden Fellnasen jeweils ein Pad.

Der Kräutergarten an der Neuen Ausspanne

und nochmals ein Durchmarsch durch die Wiesen

Gartenspiele

Die warmen Jahreszeiten machen nicht nur den Menschen Spaß. Unsere Beiden sind aber wie schon erwähnt keine Lauf-Junkies. Es gibt Hunde die ihre tägliche Ration durchaus einfordern und auch danach drängeln. Der Ridgeback ist das nach unserer Erfahrung – wir haben ja nun schon zwei davon – eine Rasse die durchaus gerne läuft und auch viel laufen kann. Verdammt viel sogar und man sollte sich wirklich nicht vom äußeren Erscheinungsbild leiten lassen. Manchmal denkt man die schlafen gleich ein. Im nächsten Moment sind sie dann wieder hellwach. Sozusagen von 0 auf 100 innerhalb von (sind es überhaupt) Sekunden. Besonders wenn dabei sich bewegende Felle im Spiel sind 🙄 . Da muss man schon aufpassen, vor allem wenn man alleine alle Beide an den Leinen hat. Eine Einschränkung gibt es jedoch trotzdem. Bei der Wahl der Hunderasse dachten wir, afrikanische Hunde sind auch im Sommer oder wenn es warm ist fit. DENKSTE … auch oder gerade Hunde mit afrikanischen Wurzeln machen um Himmels willen nicht mehr als nötig.

Die Zungen weit heraus hängend ist so als wenn der Frosch auf der Leiter oben sitzt - es ist dann schön warm

Da wir ja nun zum Glück den Winter hinter uns haben, ihn aus dem Gedächtnis erst mal gestrichen haben, muss man sich auch erst wieder an die Temperaturen gewöhnen. Dass diese Richtung der Umgewöhnung besser ist wie im Herbst muss ich wohl nicht betonen. Irgendwie haben unsere beiden Ridgies auch erst eine Eingewöhnung nötig gehabt. Die ersten Tage mit 20 Grad schienen ihnen lästig zu sein. Sie machten schon nach Minuten einen schlappen Eindruck, was aber inzwischen gewichen ist. Bei großer Wärme jedoch wird man aus ihnen trotzdem nicht viel heraus holen können. Von wegen Flitzen und Jagen (sich selber „nur“ natürlich) … da wird getrottet. Dabei zeigt sich Bantu noch als der wesentlich agilere, was wohl in seiner Jugendlichen Art begründet ist. Er läuft bei einem Spaziergang wesentlich mehr. Wenn man das so beobachtet kann man sich denken warum er nicht so „stabil“ auf den Rippen ist.

Zwischen den Beiden geht es oft richtig zur Sache

Es gibt unterschiedliche Auffassungen zum „Spiel“ der Ridgebacks. Die einen meinen das Hunde über 2 Jahre nicht spielen, andere denken doch das es so ist. Auch gibt es Meinungen die behaupten das ist pure Erziehung und nichts weiter. Fakt ist das es zwischen unseren Beiden richtig zur Sache geht. Es sieht oft aus wie Wrestling und so manch Passant hat sicher schon böse Mutmaßungen gehabt. Was geht denn in diesen Garten wohl ab? Hat der Tag vielleicht nicht so viele Kilometer bereit gehabt für die beiden, ist im Garten immer die Gelegenheit sie toben zu lassen. Auch wenn sie nicht wirklich jeden Tag wollen, sie dürfen und sollen auch und sie machen es auch. Es bedarf manchmal einer Animation von uns, aber meist startet Bantu die Eröffnung. Er versucht mit Gesten, Stänkereien und recht vielen kleinen Frechheiten seine Tante zu animieren. Mit 3 1/2 ist man aber durchaus als reif zu bezeichnen und muss ja nicht alles mitmachen … jedenfalls nicht gleich.

lockende Blicke ... was macht Bashira und wie kann ich stänkern?

Wenn die Beiden dann Rennspiele, Zerrspiele und Bodenkämpfe machen kann man stundenlang zusehen. So lange tun es die Hunde zwar nicht, aber es ist hochinteressant. Der Übermütige Jungspund schafft es dann auch nach einer Weile das Bashira sich genötigt fühlt hin und wieder auch eine „Ansage“ zu machen und ihn in die Schranken zu weisen. Das ist am Ende ja doch auch viel Erziehungsarbeit. Ich denke das was sich da abspielt ist ein Mix aus allem, was man aber getrost unter den Mantel „Hundekommunikation“ stellen kann. Man müsste das Filmen und genau analysieren. Da kann man Körpersprache studieren und auswerten für den „täglichen“ Bedarf. Das Bantu auch hier der agilere ist muss ich wohl nicht erwähnen. Je nach Tagesform schafft er es auch immer wieder Bashira richtig zu reizen, dass die sonst so clevere und wohl überlegende Bashira die Fassung auf dem Rasen liegen lässt und den Bursch recht entschlossen „flach“ legt. DAS versteht der kleine Mann dann aber auch sehr genau, hindert ihn aber nicht wirklich an weiteren Provokationen und Animationen seinerseits … Hier bedarf es einer bequemen Bank, eines schnellen Fotoapparates und KEIN Fernsehre der Welt kann das frei Haus bieten 😉 .

Mit dem Tau versucht er Bashira zu locken

Frohes Pfingstfest

Die Familie Meyer wünscht allen Freunden und Bekannten und natürlich allen Lesern hier ein frohes Pfingstfest. Wir hoffen … nein wir wissen das Wetter wird es gut mit uns meinen. So kann man gut entspannen und sich auch in die Natur hinaus wagen. Ein ganz besonderer Gruß geht dabei in diesem Jahr nach Kenia zu Steffi und Micha. Wir stehen nun öfter in Kontakt und natürlich freuen wir uns auf den Besuch bei Euch. Es sind nur noch 163 Tage bis dahin, wir haben also noch keine Bandmaßlänge erreicht. Die Zeit rast jedoch nur so dahin,

In diesem Sinne, ein schönes langes Wochenende :mrgreen:

der 2000. Kilometer

Es gibt große und kleine Jubiläen. Am Sonntag hatte ich den 2000. Radkilometer 2012 geschafft. Das zählt zuerst zu den kleinen Jubiläen, vor allem wenn man bedenkt das früher pro Jahr im Schnitt zwischen 7000 bis 9000 Kilometer „gefallen“ sind mit dem Rad. Ich bin aber trotzdem ziemlich froh das es so früh und doch schon so gut läuft. Ob ich dabei jemals an alte Zeiten heran komme ist dabei gar nicht so wichtig. Man wird ja auch älter – ja auch ich tu das 😉  – und es geht manches nicht mehr so leicht. Alleine die Tatsache dass ich nach der „Babypause“ (wir hatten ja Bantu neu in die Familie aufgenommen, der seine Ansprüche ohne Rücksicht durchgesetzt hat), die ja immerhin 8 Monate dauerte, wieder so gut rein gefunden habe. Auch ist es inzwischen gelungen insgesamt fast 6 kg „Babyspeck“ abzuradeln. Man kann das auch getrost Winterspeck nennen, da aber Bantu eingezogen war ist es doch recht leicht ihm das „anzulasten“ 🙂 .

Es gibt im Leben gute und schlechte Tage, das wissen wir. Ich kann schon nach guten 1000 Metern grob sagen ob es ein guter „Radtag“ wird. 1000 Meter sind es in etwa zur ersten Entscheidungsstelle, dem Sportplatz. Dort wird die grobe Tourrichtung entschieden, es gibt 3 Grundrichtungen. Da kann man bei der Wahl der möglichen Strecke kurz entscheiden. Entweder geht es um Strecke, Berge oder eine Kombination daraus. Der Sonntag war ein guter Tag, der neben der 2000 noch andere Rekorde gebracht hat. Da es auch ein schöner Tag war – ich bin richtig zum Schönwetterradler geworden :mrgreen: – fällt alles leichter und macht einfach mehr Freude. Ich habe auch noch an der „100“ gekratzt und für dieses Jahr mit 95,52 km die längste Tour geschafft, die mit 1640 Höhenmetern gespickt war. Ok, es war auch viel Straße dabei, aber 5 Stunden sind es fast geworden. Nur im Wald und durch die Berge ist ein Schnitt jenseits der 20 wohl kaum machbar. So langsam kommt die Kraft auch wieder zurück und die Beinchen brennen danach nicht mehr so.

Insgesamt bin ich jedoch sehr zufrieden. Die Intensitäten der vergangenen Jahre werde ich wohl nicht wieder erreichen können. die beiden Fellnasen haben einen nicht unerheblichen Platz im Tagesablauf eingenommen. Es ist zwar nicht so das sie es permanent einfordern, aber Bewegung nehmen sie in der Regel doch gerne an. So passiert es dass entweder vor oder nach einer Radtour eine Hunderunde angesetzt wird. Nach einer Radtour bekommen diese „Einheiten“ sogar den Anstrich eines sinnvollen Auslaufens. Gut dass dadurch auch andere Muskeln bewegt werden. So manch vergessene Muskelgruppe kommt somit wieder in Erinnerung 😉 . Vielleicht schaffe ich ja in diesem Jahr die 5000 Kilometer-Grenze wieder. Ein MUSS steht da nicht dahinter, hat aber den Vorteil dass ja doch das eine oder andere Kilo im Wald oder auf der Straße liegen bleibt. Er fasst wird das Ganze, wie seit nunmehr gut 10 Jahren üblich, in dicken Ordnern … nachfolgend das Tour-Profil vom Sonntag.

Die Tour vom 20.Mai bei angenehmen 25 Grad und viel Sonne - so muss es sein