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Probelauf

Am Wochenende startet nun der Pensions-Probelauf mit unseren beiden Hunden. Es ist schon komisch. Irgendwie ist es so als ob man seine Kinder in ein Ferienlager gibt. Die Frage ist allerdings ob es denn für die Beiden auch ein Ferienlager wird? Man macht sich im Vorfeld ja so seine Gedanken, in jede Richtung. Ideal wäre es ja wenn sie beide die Sache gut annehmen und auch dort Bedingungen vorfinden mit denen sie gut leben können, zumindest für die Zeit der Unterbringung. Wenn sie gut betreut werden und mit anderen Insassen nicht in Konflikt geraten. Daher ist es halt wichtig hier die richtige Wahl zu treffen. Was ist aber die richtige Wahl? Werden wir das erfahren können? Einen Fragebogen kann man ja nicht vorlegen wie in Hotels oder Gästebüchern zum Ausfüllen 😉 . Es ist schon ein komisches Gefühl auch wenn wir ja Bashira schon mal einen Tag in einer Pension unter gebracht haben. Die Unruhe ist dabei ständiger Begleiter. Diese Unruhe braucht man eigentlich im Urlaub nicht, deswegen haben wir einiges investiert um die richte Stelle zu finden. Wir denken wir haben sie gefunden. Dieser Probelauf ist dabei ein Test wie es die Beiden generell aufnehmen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Frage ob wir Plan B brauchen können wir vielleicht beantworten. Einen Plan B haben wir nämlich noch gar nicht und denken auch ihn nicht zu brauchen. Schaun wir mal.
Der Probelauf findet im Sachsenland statt :mrgreen: . Ist ja klar, denn die Pension ist ja auch dort. Wir haben uns kurzer Hand dort für das Wochenende eingeladen bei „unseren“ Sachsen. Das sind quasi die – unsere -„Haus-Sachsen“, (Hoffentlich lesen sie es nicht bevor wir kommen 😉 ). Als Entschädigung für unseren Besuch exportieren wir mal wieder Thüringer Wurst nach Sachsen. Hatten wir lange nicht mehr gemacht, können es aber auch gut verstehen. Die Thüringer Wurst ist halt die Beste wo gibt. Da kommt einfach nichts heran. Wir tun es ja gerne.  Sollten die beiden Fellnasen Probleme bereiten sind wir nicht weit weg, was wir aber nicht hoffen wollen. Schließlich will man die Grillparty auch irgendwie genießen. In der Hoffnung dass sie uns wohl gesonnen empfangen werden, starten wir am Sonnabend früh, holen die Wurst ab und werden gegen Mittag das sächsische Hoheitsgebiet betreten.

In diesem Sinne … Achtung Sachsen – wir kommen.

Umgeflaggt

Die englische Fahne - St. George's Cross

Das Halbfinale steht an und die englische Fahne im Garten war nicht mehr „zeitgemäß“. Ich habe so einige Flaggen in Petto und in Zeiten ohne Bundesliga – hier dominiert natürlich der HSV – kann man so schon etwas Abwechslung an den Mast bringen. Ich finde es auch immer lustig zu sehen wenn sich Leute dann den Kopf zerbrechen in Unwissenheit welche Fahne denn gerade weht. Schon die englische Fahne hat sicher einige Stirnfalten produziert, da es ja eigentlich keine offizielle Staatsfahne ist, denn England finden wir nicht so einfach auf der Karte. Die Fahne ist aber ein Teil des sogenannten „Union Jack“, der Fahne Großbritanniens. Der Union Jack besteht aus den Fahnen Englands, Schottlands und Irlands. Jede einzelne Fahne hat auch ihren speziellen Namen und oftmals kann man aus der Entwicklung der Fahnen auch die geschichtliche Entwicklung ablesen. Die Englische Fahne – als St. Georges Cross bezeichnet – ist bei Länderspielen der Engländer recht häufig zu sehen, ist ja auch logisch. Auch Fahnen unterliegen einer gewissen Evolution. Der Union Jack ist seit dem 1. Januar 1801 offiziell als Staatsfahne eingeführt worden. Letzte „Ergänzung“ war dabei das Einfügen der irischen Fahne, dem St. Patrick’s Cross (ein rotes Andreas Kreuz auf weißem Grund). Nachlesbar bei Wikipedia unter anderem.

Unser Urlaubsziel

Wir haben also nun unser Urlaubsziel am Mast hängen und es ist nur eine Frage der Zeit wenn dann wieder die eine oder andere gerunzelte Denkerstirn vorbei marschiert. Die Geschichte um deren Beschaffung ist auch ziemlich lustig gewesen. Ich habe also eine Fahne bei Amazon bestellt, dort findet man genug Auswahl und eine Mindestqualität die auch mitteleuropäischen Winden widerstehen kann. Geliefert wurde mir eine Fahne Kurdistans :mrgreen: . Den Lieferanten habe ich danach kontaktiert (Flaggs 4 you – 😀 gibt’s auch mehrfach, was die Regelung der Geschichte nicht einfacher gemacht hat) und nach dem 2.Telefonat war auch der Richtige am Apparat. Rücksendung? Nein, ich bekam eine neue geschickt und die Kurdische Fahne – ich durfte sie behalten – habe ich dann gleich zum hiesigen Döner geschafft, der Laden wir von Kurden betrieben. Da mir die Fahne nichts gekostet hat wollte ich sie verschenken. Das traf auf Widerstand der Jungs im Laden und ich wurde „genötigt“ einen kostenfreien Döner zu verzehren. Also … Fahnen können unter bestimmten Bedingungen auch satt machen. Die Döner dort schmecken übrigens vorzüglich und stellen somit eines der wenigen kulinarischen Highlights in Tambach-Dietharz dar 8) .
So einen kleinen Spleen habe ich da schon, aber der tut halt nicht weh und ich gönne jedem seinen Spleen wenn andere nicht genervt werden. Ich will mal hoffen dass ich niemanden nerve. Im Übrigen habe ich (fast) von jedem Land in dem wir waren eine Stockfahne gekauft. Einzig Andorra (2004 waren wir dort)fehlt mir noch, es ist eine schwierige Angelegenheit diese Flagge zu bekommen. Vor Ort damals gab es da nix zu holen und auch sonst ist ja Andorra nicht so im Vordergrund wie andere Länder. Bei Sportveranstaltungen in Oberhof konnte ich den Großteil erwerben. Andorra hat aber auf den ersten Blick nicht die Ausstrahlung wie andere Sportstaaten und war auch dort nicht zu kriegen. Ich werde schon noch eine „erwischen“ und die noch kommen werden sowieso.
In Zeiten von Fußball-Großturnieren ist ja auch in Mode gekommen mit Autofahnen auch seine Sympathie zu demonstrieren. Hier hat sich (bewusst gesteuert?) eine Marktlücke aufgetan und wird ja demnach auch bedient. Die Dinger halten allerdings nicht allzu viel Tempo aus und man findet sie schnell wieder an den Straßenrändern und in den Gräben. Das ist dann wieder weniger schön und man merkt das besonders wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, sonst hat man im Auto wegen der Geschwindigkeit kein Auge dafür. Da gehören sie aber wohl nicht hin, vermeiden kann man es wenn man darauf verzichten kann, ich kann es und nutze halt den Garten …

Sommer?

DENKSTE !!!

Der längste Tag des Jahres ist schon wieder Geschichte. Die Sonne hat wieder die Kehrtwendung gemacht – ja sie ist schon wieder auf dem Weg nach Süden. Mit dieser Wende erfolgt auch wieder ein Wechsel im Kalender der Jahreszeiten – es ist nun Sommer. Meteorologisch gesehen ist er schon seit 1.Juni da und kalendarisch wird es nun untermauert. Nur weiß der Herr Sommer nichts davon.
Der Verwöhngrad in Sachen Sommer ist in unserer Gegend ohnehin ziemlich niedrig. In Gebirgslagen ist es ja ohnehin immer etwas moderater und zu allem Übel haben die Begründer unserer Ansiedlung vor 758 Jahren kein gutes Gespür bewiesen bei der Platzwahl. Der Nordhang eines Mittelgebirges ist in Sachen Wetter das Dusseligste was man sich aussuchen konnte. Leider sind die anderen Gründe zur Ansiedlung an genau dieser Stelle zumindest mir nicht bekannt. Ich kann mir nicht vorstellen dass hier etwas so Besonderes vorlag, den „Rennsteig“ gab es zwar schon nur wusste keiner etwas davon.
Der Rennsteig hat wie jeder Kammweg so seine Sonnenseite und natürlich auch die Schattenseite und die ist nun mal am Nordhang. Rein zufällig ist das die einzige Seite ohne Sonne und auch das schlechte Wetter kommt hier meist aus dem Norden und bleibt am Hang hängen. Gleichzeitig wird der Übertritt des guten Wetters aus dem Süden zu uns sehr oft verhindert.
Die geographisch nicht einfache Lage kriegt dann auch noch Brisanz wenn die Schafskälte, Eisheiligen und sonstige üble „Wettergesellen“ meinen in Tambach-Dietharz länger bleiben zu wollen. Diese „Touristen“ brauchen wir ganz und gar nicht auch wenn wir hier ohnehin schwach besucht werden. Sie geben sich ständig die Klinke in die Hand.
Von Sommer kann man auch in diesem Jahr nicht reden. OK, wir sind erst am Anfang, ein Urteil zu fällen geht praktisch JETZT gar nicht. Vergleicht man aber zu den Vorjahren, wo wenigstens im April und Mai teilweise eine Art Vorsommer herrschte, sieht es eben 2012 nicht so gut aus. Bisher gab es in diesem Jahr nur 5 Tage (zwei im April, zwei im Mai und einen Tag im Juni bisher) mit einem Durchschnitt über 20 Grad. Auch wenn es keine wissenschaftliche Betrachtung ist, es sind Tatsachen. Insofern finde ich es nicht so prekär weil wir uns unseren Sommer dann im November abholen können in Kenia. Trotzdem wäre es hilfreich wenn endlich mal wieder eine positive und stabile Schönwetterlage Einzug halten könnte. In Sachen Regen haben wir die letzte Woche auch enorm aufgeholt. Ob es am Ende so ausreicht werden wir sehen. Alleine die Hoffnung wird uns weiter begleiten … Schaun wir mal!

Halbfinale perfekt

Es ist nun komplett, das EM-Halbfinale, besetzt mit den scheinbar besten Teams vom Kontinent. Die Ergebnisse lassen diesen Schluss zu und stimmen wird es auch. Ich habe mich mit Prognosen diesmal zurück gehalten weil meist – nein eigentlich immer – die Mannschaften die auf meiner Sympathie-Liste weit oben stehen eben nicht siegreich sind. Man bedenke nur das Abschneiden des HSV in der letzten Saison. Im Viertelfinale sind nun auch die Engländer ausgeschieden. Das Spiel war diesmal nicht so berauschend, aber sie haben nicht enttäuscht. Ich hatte sie eigentlich nicht auf der Rechnung fürs Weiterkommen, unverdient war es aber nicht. Schade dass es nun doch eine „Null-Nummer“ gegeben hat, aber dafür war es ja spannend. Die Engländer sollten wohl auch ihre Abneigung gegen das Elfmeterschießen therapieren lassen, die Nerven flatterten mächtig was man den geschossenen Bällen auch angesehen hat – teilweise. Ich erwähne das nur weil die englische Fahne den Fahnenmast im Garten weht 😉 .

Möge am Ende dann doch die Mannschaft gewinnen die es auch verdient hat. Auch wenn noch kein Team sich über die anderen abheben konnte, zählen die Italiener und die Portugiesen für mich als Überraschung. Italien weil sie ihr Defensiv-Spiel erfolgreich nach England exportieren konnten und sich erstaunlich spielstark zeigten und die Portugiesen, die eigentlich in jedem Spiel gut waren, aber manchmal erst den Weckruf in Form eines Gegentores nötig hatten. Absolute Gewinner sind die irischen Fans, die schon die Teilnahme als Erfolg sahen und trotzen immer gut gelaunt waren. Die Ansprüche sind eben grundverschieden. Spanien hat noch viele Reserven und man meint dass sie bisher nie mehr taten als erforderlich. Die Frage ob sie auch noch mehr können wird wohl im Halbfinale schon beantwortet werden. Das deutsche Team hinkt auch noch hinter den großen Erwartungen zurück. Erwartungen die sie selbst geweckt hatten und nun etwas den schönen Fußball der Qualifikation nachhecheln. Das kann ja alles noch kommen und wir nehmen es ja gerne in Kauf. Nach dem Endspiel haben wir ja dann erst mal eine Fußballarme Zeit zu überstehen, da wäre es schon gut wenn der Abschied in die Ruhepause recht glanzvoll wäre. Hoffen wir auf einen würdigen Europameister.