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Dieb oder Jäger

Ist das nun Diebstahl oder Kampf um Ressourcen? Oder fällt es dem Jagdtrieb zu? Hunde stammen vom Wolf ab und Wölfe sind nun mal Jäger. Auch wenn man zunächst nicht glauben kann dass ein Labrador, eine Dogge oder auch ein Jack Russel irgendetwas mit einem Wolf zu tun hat, es ist so. Jeder Hund hat also auch die Gene, oder sagen wir lieber Erbinformationen, der Wölfe in sich. Man darf nur nicht vergessen dass zwischen Wolf im Ursprung und den heute über 400 Hunderassen bestimmt 15000 Jahre liegen. Genauso darf man doch davon ausgehen das wohl jeder Hund irgendetwas Jagdliches in sich bewahrt hat. Auch der Drang nach Ressourcen ist eine überlebenswichtige Eigenschaft gewesen. Will man einen Hund heute erziehen so geht das bestimmt leichter wenn dieser Drang noch groß ist und die Hunde für „Kekse“ nahezu alles tun. 😀

Hunde studieren die Menschen, es ist ihr Rudel in dem sie aufwachsen und sich auf die Gegebenheiten einstellen. Das ist ein Aspekt der nicht zu unterschätzen ist. Man will oft etwas anderes kommunizieren gegenüber dem Hund, aber die Körpersprache spricht dem ziemlich oft entgegen. Der Mensch ist es eigentlich nicht (mehr) gewohnt mit dem Körper zu „sprechen“. Bei aller Mühe dem Hund ein guter Führer zu sein, hier passieren schon viele Fehler. Vor allem dann wenn man den Hund nicht als Hund sieht und behandelt. Der Hund wird uns nicht böse sein wenn wir es so machen, er wird auf seine Art reagieren (müssen). Das ist seine Berufung nur viele Menschen erkennen das nicht. Nein, ich bin nicht frei von Fehlern und auch nicht vor Fehlern sicher. Wenn ich perfekt wäre würden unsere Hunde nicht manchmal die Probleme verursachen die der Mensch erst gemacht hat aber dem Hund zuschreibt. Das nur mal so nebenbei. 🙂

 Neulich, Frühstückszeit, Bashira hat nach der Mahlzeit die Ruhestellung bezogen aus der sie sich am Vormittag nur ungern vertreiben lässt. Bantu, der es gewohnt ist weit ab vom Tisch zu liegen, beobachtet wie meist das Treiben seines Rudels. Florian war beim Frühstück und hatte sich ein Brötchen aufgeschnitten. Zwischendurch ging er für nicht mal eine Minute nach oben um etwas zu holen. Bantu lag nach wie vor auf seinem Pad, Frühstückstisch und Menschen im Visier, wie gesagt keine Minute war vergangen. Es schien alles unverändert. Die Brötchenhälfte aber gab es nicht mehr, jedenfalls nicht auf dem Teller so wie hinterlegt. Da es ja kein Einzelfall war wurde auch gleich die Fahndung eingeleitet und Schnauzenkontrolle angeordnet. Siehe da, Bantu hatte die Brötchenhälfte fein säuberlich in der Schnauze verpackt. Nein, er hat sie nicht gleich gefuttert. Dazu reichte wohl die Zeit nicht wirklich, also in Hamstermanier einpacken und verstauen. Irgendwann isser ja weg der Mensch  :mrgreen: . Dieses Mal hatte er Pech denn das Diebesgut wurde konfisziert und ihm entzogen. Das Gesicht kann ich mir gut vorstellen auch wenn ich es nicht sehen konnte. Ich kenne es aber. Die erste Nachricht von dem „Vorfall“ erhielt ich per Telefon und natürlich musste man Lachen. Florian war nicht so begeistert, hatte es aber trotzdem überlebt. Das Diebesgut hat er dann auf beide Hunde aufgeteilt, was unterm Strich für Bantu einer Belohnung gleich kam. Genauso belohnend wäre das Lächeln im Gesicht gewesen als mich die Geschichte amüsierte, das war diesmal nicht zu sehen für ihn.

Die Frage ob nun Diebstahl (Sicherung von Ressourcen) oder Jagd war stellt sich nicht. Brötchen haben kein Fell und bewegen sich gewöhnlich auch nicht. Rein aus der Beobachtung hat Bantu allzeit die Lage im Blick. Er weiß genau wann und wo eventuell etwas zu holen wäre. Diese Tatsache ist uns nach über einem Jahr mit dem Burschen bekannt. An uns liegt es ihm eine Chance zu geben, sie aber letztendlich nicht vollenden zu lassen. Oftmals sind es nur kleine Dinge die es verhindern würden, sei es auch nur einmal eine Tür mehr zu schließen. Der Hund tut das was im Erbgut gespeichert ist, wir müssen aber darauf reagieren. Es reicht auch nicht einen gefüllten Teller auf dem Tisch nur nach hinten zu schieben. Bantu ist nun mindestens 70 cm hoch und kann sich sooo lang machen. Und schon manchmal war er im Bereich der Durchreiche und er lernt auch dazu. Wenn nicht gerade das Behältnis der Beute lautstark zu Boden kommt … er ist ein stiller Dieb … und eben verdammt raffiniert 😉 .

Herzlichen Glückwunsch

Der Hamburger Sportverein wird heute 125 Jahre

So alt wird kein Mensch, aber 125 Jahre sind ein Zeichen der Tradition. Der Hamburger Sportverein wird 125 Jahre alt. Hierzu die besten Wünsche auch von meiner Seite. Das ist für einen echten Fan eine Pflichtübung, eine Herzenssache. Ich bin ja nun seit dem 1.Juni nun endlich auch HSV-Mitglied. Die Raute im Herzen haben derzeit über 70.000 Mitglieder und begehen diesen Anlass nun doch mit einem Lächeln. Kaum ein anderer Verein – insbesondere Fußballverein – hat so eine Tradition. Es ist nur allzu passend das der HSV der letzte Gründungsverein der Bundesliga ist der noch nie abgestiegen ist. Das es zum Geburtstag so ist kann man schon als Glücksfall bezeichnen. Lange sah es nicht so aus in der letzten Saison. Die Hoffnung auf Besserung wurde durch den aktuellen Saisonauftakt auch nicht gerade gefüttert. Gerade rechtzeitig scheint man aber die Spur wieder gefunden zu haben und die Party konnte mit 7 Punkten in der vergangenen Woche dekoriert werden, ein gutes Geschenk was hart erarbeitet wurde.

 

An diesem Tag kam es zum Zusammenschluss der drei Vereine SC Germania von 1887, Hamburger FC 1888, welcher sich seit dem 26. Februar 1914 Hamburger SV 1888 nannte und FC Falke 1906 aus Eppendorf. Da der HSV jedoch explizit die Tradition seiner drei Vorgängervereine fortsetzt, ist in der Satzung unter § 1, Absatz 2, Satz 2, festgelegt: „Als Gründungstag gilt der 29. September 1887.“ Wie in der Festschrift zum 125. Jahrestag nachzulesen ist, wurde die „Raute“ als Vereinswappen ausgewählt weil es einen maritimen Bezug geben sollte. Die Gestaltung ist an den „Blauen Peter“ – dem „P“ der Beflaggung von Schiffen – angelehnt und trägt die Farben der drei Gründervereine Schwarz – Weiß – Blau.
In der Festschrift steht auch geschrieben das die Raute des HSV das Einzigste Vereinswappen der Welt sei was ohne Zahlen oder Buchstaben auskommt. Eine interessante Geschichte von vielen Geschichten die sich in einer so langen Zeitreihe finden lassen. Es hat schon etwas wenn man auf so eine lange Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen blicken kann. Warum mein Herz gerade beim HSV gelandet ist kann ich irgendwie nicht erklären. Ich weiß nur dass es so ist und das finde ich in Ordnung ;).

 

Die Waage hat wieder gesprochen

Hin und wieder ist es erforderlich das man seine Hunde kontrolliert, vor allem in Sachen Gesundheit. Für uns bleiben nur die Sichtkontrollen und hin und wieder der Gang zur Waage. Vorher gibt man nun Tipps ab und man ist gespannt was die Waage so anzeigt. Dass der Akt nicht so einfach ist kann man sich vorstellen. Waage anschalten, Hund auf den Arm nehmen und dann noch versuchen einen sinnvollen Wert zu erhaschen. Die Hunde auf den Arm genommen sind ja nicht in ihrer Lieblingsposition, dementsprechend versuchen sie da raus zu kommen. Trotzdem geht es mit etwas Geschick und Leckerli’s die Hunde mit auf die Waage zu bringen. Selbst beim Tierarzt ist es schwer sie zu wiegen. Sie gehen nur mit gehörigen Unmut und großer Skepsis auf die Waagschale. Auch wenn wir keine große Waagschale haben, die Prozedur ist deswegen nicht einfacher.

Sie geben doch eine gute Figur ab

 Erwartungsgemäß (nach dem optischen Eindruck) bringt Bashira nun 36,2 kg auf die Waage. Das ist genau 1 kg mehr seit der letzten Gewichtskontrolle am 28.Juli und das auch noch im Sommer wo doch ein mehr an Bewegung zu verzeichnen ist. Das riecht förmlich nach einer Diät :mrgreen: . Das Kilo mehr Bashira ist aber nicht wirklich auffällig, sie hat trotzdem noch eine gute Figur. In der Rassebeschreibung stehen 32 kg „zulässiges“ Gewicht für Hündinnen. Das wäre uns allerdings zu wenig Bashira.

 Die Gefahr das Bantu einer Diät unterzogen werden muss ist äußerst gering. Sozusagen als Bashira’s  Gegengewicht kämpfen wir bei ihm um jedes Gramm mehr auf den Rippen. Er brachte 35,7 kg auf die Waage. Das sind mal wieder 300 Gramm mehr als im Juli. Das ist nun nicht der Brüller aber immerhin eine Steigerung und immer noch eine Folge der Bauchspeicheldrüsengeschichte. Obwohl wir schon sehr achten müssen das sich sein Jagdfieber nicht allzu oft auf unsere Speisekarte auswirkt war er hin und wieder erfolgreich. Eigentlich darf er nicht, andererseits kann er es ja gebrauchen. Irgendwie ist es schon belustigend auszuwerten wann, wie und warum er mal wieder erfolgreich war. Das sind aber schon wieder andere Geschichten …

Bantu - Schlank aber nicht Dünn

Das Ergebnis der Wiegerei sind nun 2 Diäten bei uns. Eine Minus-Diät bei Bashira und eine Plus-Diät bei Bantu. Das was Bashira weniger in der Schüssel hat bekommt Bantu als doppelten Zuschlag. Es wäre doch gelacht wenn wir seine Rippen nicht noch besser einpacken können.

Na endlich …

NUR DER HSV !!!

Es geht doch noch, in Hamburg kann man guten Fußball sehen und das nicht nur vom Gegner. Am Ende steht sogar etwas was die Fans schon länger nicht erleben durften – ein Sieg. Es war nun nicht irgendein Sieg was sich aus der Spielansetzung ergab, es ging gegen den amtierenden Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund. Da haben die meisten Gegner schon länger ziemlich schlecht ausgesehen. Dass es diesmal anders war lag zwar auch am BVB aber in erster Linie auch am HSV. Die Mannschaft war diesmal eine und jeder rannte und kämpfte für den Anderen. Durch die Mannschaft ging ein Ruck mit dem Namen Raffael van der Vaart. Kaum vorstellbar das ein Spieler so eine Wirkung auf ein Team haben kann. Ich gehörte auch zu den Skeptikern, die Zweifel am Sinn einer Rückkehr hatten. Auch jetzt nach 2 Spielen mit ihm und den ersten drei Punkten ist es ohnehin zu früh ein Fazit zu ziehen, allerdings glaube ich nun auch wieder an bessere Zeiten und einen Aufwärtstrend. Am Sonnabend war noch viel Glück dabei, aber das hat ja wohl meist nur der Tüchtige und tüchtig waren sie alle. Für die HSV Fans ist das ja inzwischen Tagesgeschäft, Zittern und Bangen bis zum Schluss. Nur diesmal war der Schluss wieder ein positiver und das macht froh.