Oktober 2012
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Bantu

Unser „kleiner“ Bursche, Bantu – eigentlich Isanusi Chimalsi-Bantu – geboren am 24.April 2011 in Seegrehna im Kennel Isanusi, ein fescher Rüde.

Er war in seinem Wurf die Nummer 4 und verdankt seinen Einzug bei uns der Auswahlprozedur von Frau Meyer und Herrn Meyer Junior. JA wir haben ihn alle gewollt, nur das jetzt kein falscher Eindruck entsteht. Der Kandidatenkreis war klar und irgendwie schien er uns auch gewollt zu haben. Das denken wir weil er eben am Auswahl-Entscheidungstag alleine vorm Hundehaus auf einer Decke zu warten schien :mrgreen: . Inzwischen ist es auch so ziemlich egal wie und was da war, er ist bei uns mit Leib und Seele und meist mit vollem Körpereinsatz.

Bantu's Lieblingstätigkeit

Er hat sich zu einem – allerdings momentan stark pubertierenden – hübschen Burschen entwickelt. Das haben uns schon einige gesagt und natürlich ist der eigene Hund immer der schönste. Allerdings ist das ja schwierig bei uns, wir haben zwei schöne Hunde. Aus dem anfänglich zurückhaltenden ja fast stillen Burschen ist ein echter Wildfang geworden. Obwohl seine Bauchspeicheldrüse dem etwas entgegen stand, er hat sich stets weiterentwickelt. Aus dem stillen Beobachter, dem danach vorsichtigem Mitmacher ist ein Wirbelwind geworden. Bashira hat daran einen großen Anteil. Auch wenn sie am Anfang nicht vor Begeisterung explodiert ist, Bashira ist seine gute Tante. Sie hat ihm die Grenzen frühzeitig aufgezeigt und das hat ihm gut getan. Vielleicht lässt sie manchmal zu viel durchgehen, aber wir wissen wohl dass Hunde immer das tun was nötig ist. Selten wird es mehr, aber immer recht effektiv. Dass es nachhaltig bei ihm wirkt erkennt man in bestimmten Situationen täglich. Die Grenzen die Bashira ihm frühzeitig klar gemacht hat hält er auch ein. Unsere Grenzen haben wir da wohl mitunter (noch) nicht so eindeutig abstecken können. Ein Beispiel ist die äußerst verschwommene Grenze was wessen Futter ist und was nicht.

Bantu hat einen guten Gehorsam, der von perfekt noch weit entfernt ist, aber doch durch Training gereift ist. In seinem Alter ist es auch durchaus normal das die kleinste Ablenkung auf sein Verhalten auswirkt. Das muss und wird er noch lernen und dafür gehen wir ja in die Hundeschule. Der mitunter (rotz)freche Bursche ist eigentlich immer freundlich und zu jeder Dummheit bereit. Dankbar nimmt er an wenn man sich mit ihm befasst. Das birgt allerdings ein gewisses Risiko, denn nur der kleinste Stubser reicht um ihn ins Rollen zu bringen. Das verursacht mitunter Schmerzen und farbige Hautpartien, ganz zu schweigen von Prellungen und Verstauchungen, ja sogar Zerrungen sind gut möglich. Auch wenn er nicht kräftig gebaut ist … durch seine Dynamik kann er schon richtig weh tun, wenn man sich nicht vorbereitet. Bei Bantu muss man mit allem rechnen. Er ist auch immer bereit alles zu geben und verausgabt sich gerne bis die Zunge schleift.

Erschöpfung? Das hält nie lange an ...

... das gilt auch für Bashira

Er scheint auf der Nase auch ein richtiges Talent zu haben, mehr wie sonst üblich. Gepaart mit seinem scharfen Blick und seiner Neugier ist er jagdlich auch eine Granate. Sobald sich etwas bewegt ist er zu 150 % sofort „online“. Verstärkt wurde das auch noch als ihm eine „Klitschko-Katze“ Faust schwingend den Nasenschwamm eingeritzt hat. Seit dem stehen die Stubentiger auf seiner ganz persönlichen Roten Liste. Ich glaube kaum dass man das in einem überschaubarem Zeitraum „umdrehen“ könnte, zumal Bashira das gleiche Hobby hat. Sie ergänzen sich da wortlos ziemlich schnell und eindeutig. Da ist auch völlig egal wie groß ein „Beute“-Fell ist, wird es gesehen geht’s los. Ist man darauf nicht gefasst – muss man eigentlich zur Sicherheit immer – kann es böse ausgehen. Gut ist es wenn man mit seinem eigenen Sturz erreicht dass sie kurz über die Reihenfolge ihres Einsatzes nachdenken. Eigentlich das große Los wäre in „Rettungsmission“ zum anderen Leinenende (sofern man es noch halten konnte) zu laufen und vom Wild abzulassen. Man kann sich der Reaktion nie ganz sicher sein. Trainieren möchte ich den „Sturz-Rückholer“ auch nicht wirklich. Man kann, nein man muss versuchen immer mehr zu sehen wie die Ridgies. Was bei Bashira noch einfach war, Bantu ist das nicht gewillt nachzulassen. Wenn man sich darauf einstellen kann und dann auch weiterhin fleißig trainiert … kann man solche dinge beherrschen. Bei Bashira vielleicht eher möglich, Bantu ist aber nun mal eine Granate … :mrgreen:

Das war aber nicht nötig …

Am Ende des Oktobers ist nicht davon auszugehen dass man Super Wetter vorfindet. 2011 war das eher die Ausnahme. Aber auch das Wetter was wir derzeit haben – viel Schnee und das ziemlich hartnäckig und auch noch recht hoch – wäre nicht erforderlich gewesen. Wir müssen so nicht vertrieben werden in den Urlaub, wir wären auch bei Sonnenschein abgeflogen. Der 4. Tag mit Schneedecke und am Morgen heute mit Neuschnee, das ist halt noch nicht da gewesen. Meine Erinnerungen haben zwar Schnee im Oktober schon mal registriert, aber eben keine 15 cm und heftige Verwehungen und saukalte Nächte. Sogar die Zeitungen beschreiben es als einmalige Sache. Man greift halt dabei auch nur auf die bisher bekannten Werte zurück. Der Abschnitt der Aufzeichnungen ist allerdings verschwindend klein gegenüber den „Unaufgezeichneten“ Zeiten, weit zurück und noch lange vor dem Menschen. Diese Tatsache lässt mich Klimabewertungen heutzutage immer skeptisch beäugen.

Das was wir aber jetzt haben hier verstärkt die Vorfreude auf die kommende Zeit im warmen Süden weiter, wobei das wohl keiner Verstärkung braucht. Das liegt in der Natur der Sache. Vielleicht wird es ja wieder so ein November wie im letzten Jahr? Die Prognosen und Anzeichen in der Natur deuten auf andere Dinge. Es lohnt auch nicht darüber zu reden und zu spekulieren. Wir bekommen das Wetter sowieso und können es auch nicht ändern. Ehrlich gesagt, die nächsten 3 Wochen sind uns schon ziemlich egal. Es wäre aber nicht ungünstig wenn der Schnee noch warten kann bis wir wieder da sind. Nicht weil wir ihn mögen … nur wer macht ihn in der nächsten Zeit dann weg 😉 . So wie es auch aussieht wird die geplante (voraussichtlich) letzte Rasenmahd im Garten nicht mehr kommen. Schaun wir mal … 😀

Der erste Schnee

Letzte Woche noch über 20 Grad, rauchende Grills in den Gärten und strahlende Sonne. Heute, nach nur 5 Tagen, der volle Umschwung. Ein mächtiger Einschnitt und man hat ja kaum Zeit sich darauf einzustellen bei dem Tempo. Wer hat da schon an die Vorhersagen geglaubt die vom ersten Schnee berichtet haben und von Temperaturen im Minusbereich. Die Winterreifen sind zwar aufgezogen aber es hätte noch eine Weile Zeit. Heute ist es aber dann doch passiert. Nach der vorsichtigen Andeutung gestern beim Radeln hat der Winter nun schon seinen ersten Gruß gesandt. Die ganze Nacht hat es geschneit und mit reichlich Wind gab es schon richtige Verwehungen. Waren es heute Morgen noch 5 cm so sind es zum Abend hin doch ziemlich 12 bis 15 Zentimeter geworden. Es ist schwer zu schätzen weil der Schnee nicht gleichmäßig verteilt ist. Ziemlich heftige Nordluft verteile ihn ungleichmäßig im Gelände.

Blick in den Garten

Unser Schneeball mit Schnee bedeckt

Der Herbst hat ja noch gar nicht fertig :mrgreen: . Noch sind alle Blätter nicht abgeworfen auch wenn es die letzten Tage ziemlich schnell ging. Der goldene Oktober bekam glatt einen weißen Überzug. Selbst für die Bäume ist die Geschwindigkeit wohl zu schnell. Wir haben schon immer mal im Oktober so einen winterlichen Überfall erlebt jedoch ist das heutige Bild recht ungewöhnlich. Man hat gar keine Zeit sich an die Bewegungen hinterm Schneeschieber zu gewöhnen. Ich habe heut festgestellt das ich es auch noch beherrsche. Mehrfach war ein Angriff in Richtung Schneedecke nötig.

Der letzte Farbtupfer auf dem Feld

und im Wald

Skifahrer habe ich noch nicht gesehen, die waren wohl auch überrascht

Eine weitere Überraschung hatten unsere Hunde parat. Es ist immer spannend wie sie auf Schnee reagieren. Es sind ja Afrikaner und bei Schmuddelwetter (klammern wir Bantu auch hier mal aus) nicht erbaut sich das Fell nass machen zu lassen. Ich habe heute Mittag beide angeleint und mich in den Schneesturm gestürzt. Völlig überraschend waren die Beiden jedoch völlig begeistert von dem Aggregatzustand des Regens. Noch nie habe ich die beiden so intensiv und nahezu eine Stunde dauerhaft durch das Feld flitzen sehen :mrgreen: . Für Afrikaner kommen sie gut klar damit und es scheint ihnen richt Spaß zu machen. Von der Kälte bekommt am wenigsten mit wenn man sich ausreichend bewegt. Das haben die Beiden heute getan. Leider habe ich meine Kamera zum Reinigen wegen des anstehenden Urlaubes (man will ja auch in der Kamera klare Bilder sehen 😉 ) und konnte daher keine Bewegungsbilder machen.

Der ganze Tag blieb heute unter Null Grad, also bleibt der Schnee auch noch etwas liegen. So lassen wir uns gerne in den Urlauf vertreiben. In einer Woche sitzen wir schon im Flieger, hoffentlich im richtigen 😀 .

Tausender

Geschafft, die Ziele für 2012 sind buchstäblich eingefahren. Heute habe ich den 6000. Kilometer geschafft, den 100000. Höhenmeter überwunden und auch wenn es unterwegs stark in Richtung Null Grad ging und die ersten Schneeflocken mich begleitet haben. Es war zwar eine relativ kleine Tour mit knapp 56 Kilometern, aber immerhin. Wenn ich an den Jahresanfang denke, da wollte ich vielleicht 4000 Kilometer schaffen, ich bin wirklich hoch zufrieden. Das es vielleicht 5000 werden könnten habe ich als Kür angesehen und die 6000 … ich bin zufrieden. Mit den Kilometern habe ich auch wieder einige Kilo’s unterwegs „abgelegt“ und ich fühle mich besser und gleichzeitig auf Afrika gut vorbereitet. Wie in den Jahren vorher ist die beste Zeit immer zwischen 3000 bis 5000. Da stimmen die Temperaturen und das menschliche Getriebe ist warm gefahren und trotzt schon einigen Anstrengungen. Harte Touren werden leichter und es mach wirklich wieder Spaß die eigene Leistung zu erleben. Genauso mit der inneren Zufriedenheit kann man dann auch eine Reise angehen und ich glaube dass ich hier nicht viel verpassen kann. Der Herbst hat seine goldene Zeit schon hinter sich gebracht und mit den ersten Flocken drohen nun Wettersituationen denen man sich nicht freiwillig aussetzen muss. Das schon die Technik und den Körper 😉 . In der Beziehung bin ich wesentlich ausgeglichener und gelassener geworden. Das sorgt dafür dass der Spaß nicht den Rahmen sprengt und ins Gegenteil umschlägt. Diese Erfahrungen haben sich lange entwickelt bei mir. Ich muss keinem mehr etwas beweisen und werde auch die „Ruhephasen“ genießen können. Wirkliche Ruhephasen sind es ja nicht, denn unsere beiden Fellnasen bekommen nun dafür mehr von mir und das wird sie hoffentlich freuen. 😀