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Urlaub 2013

Was kann man tun um einen wirklich hervorragenden Urlaub wie den in Kenya etwas folgen zu lassen, ohne dabei in dessen Schatten zu versinken? Die Auswahl des Zieles ist ja nur die eine Seite, es muss zu verwirklichen sein. Zu diesen Thema hatte der „Familienrat“ getagt. Das klingt so förmlich, ist es aber doch nicht. Was kommt nun also nach Kenya? In diesem Jahr leider nicht wieder Afrika 🙁 . Die Urlaubsplanung ist bei Astrid schon durch. Der Arbeitgeber ist da für „Plansicherheit“. Eine fragwürdige Angelegenheit, da kann man nicht flexibel reagieren. Das ist für Urlaubsregionen innerhalb Europas auch weniger ein Problem. Der Urlaub muss eben frühzeitig in einen Plan festgeschrieben werden, dann scheiden halt bestimmte Dinge aus. Das ist nicht die glücklichste Personalpolitik. Afrika ist aber im europäischen Sommer nicht wirklich attraktiv, denn dort ist Winter. Es muss zwar kein Schnee geschippt werden, aber es regnet überdurchschnittlich.

Eigentlich sind wir ja inzwischen wieder kinderlos. Der Junior ist am Abdocken und wird so langsam abgekoppelt. Mit einem Alter von 24 Jahren sollten die eigenen Beine eine größere Rolle spielen. Bei der Urlaubsplanung sind wir somit nicht mehr auf die Ferien angewiesen sind, im Gegenteil. In den Ferien gibt es daher kaum Urlaub, denn da machen Kollegen mit schulpflichtigen Kindern auch Ferien. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn das Wetter hält sich ja auch nicht so an den Kalender und außerhalb der Hauptsaison ist es vielleicht ein Stück günstiger. Das sind aber Spekulationen, die Ferien hier müssen nicht mit Saisonzeiten übereinstimmen.

Der Junior hatte vor einiger Zeit geäußert, er würde schon nochmals (einmalig und natürlich gerne) mit uns Urlaub machen wollen. Klar, er ist ja ziemlich schlau ;). Er formulierte auch gleich seine Bedingung, das Ziel müsste dann Norwegen heißen. Eine virtuelle Blase mit der Aufschrift Norwegen schwebte die vielen Jahre schon über uns. Das hat er auch bewusst einkalkuliert. Es sagte aber auch wenn es nicht klappen kann, er würde es machen demnächst. Als Ziel für eine Urlaubsreise ist Norwegen immer ein Thema, wenn auch nicht ganz billig.

Der „Familienrat“ hat nun also getagt und entschieden. Wir wollen die Sache also angehen als Familie gemeinsam. Da der Junior nun auch über eigene Einnahmen verfügen kann, darf er auch als Co-Sponsor auftreten ;). Es geht also nach Norden. Das heißt auch dass diesmal die Hunde mit dabei sein werden. Norwegen hat sich seit damals in Sachen Haustiere etwas geöffnet. Das ist zu begrüßen. Man muss nun „nur“ noch ein geeignetes Gefährt finden, wo 3 Erwachsene und 2 Hunde klar kommen können und es sogar müssen. Alles andere außer Wohnmobil macht in Norwegen auch nicht viel Sinn. Man kann so wesentlich mehr sehen und ist beweglicher. Dass es in Norwegen genug zu sehen gibt ist unstrittig, so wie ziemlich jedes Land seine Besonderheiten hat. So ist es im Norden Europas auch. Ich denke aber Norwegen hebt sich dabei  noch etwas ab. Hier ist die faszinierende Landschaft schon ein großer Trumpf. Einen kleinen wenn auch viel zu kleinen Einblick haben wir damals 1996 schon nehmen können. Der Wunsch auf der einen Seite muss allerdings auch mit den Möglichkeiten abgeglichen werden. Deswegen gilt es frühzeitig darüber nachzudenken und zu entscheiden. Wohnmobile sind nicht umsonst ab März nur noch ohne Frühbucher-Rabatt zu haben, wenn man noch etwas finden kann.

Diese Beweglichkeit und Flexibilität hat aber auch zur Folge dass es kein Luxusurlaub wird. Luxus im Sinne von Umfeld und Unterbringung. Das was erlebt werden kann ist auf jeden Fall Luxus und Augenweide. Es trifft uns aber nicht ungeschult. Die beiden Touren in Frankreich haben uns Erfahrungen gebracht. Es waren Gute und auch Schlechte aber keinesfalls unnütz auch wenn man nicht unbedingt Alles erlebt haben muss. Wir werden auf jeden Fall recht bald Anfragen an Vermieter starten und sehen was möglich wird. Reisen im Wohnmobil haben aber etwas Besonderes. Deswegen gehen wir gleich ans Werk. 😀

Gewichtige Dinge

Als Hundebesitzer hat man auch die Pflicht auf die Gesundheit der Tiere zu achten. Dazu gehört auch die Gewichtskontrolle auf der Waage neben der optischen Kontrolle. Wenn man die Hunde immer beobachtet, sollte man Entwicklungen rechtzeitig erkennen können. Oft sind es zwar nur Kleinigkeiten. Man sollte seine Hunde kennen 😉 .Die Kontrolle des Gewichtes ist dabei in losen Abständen ein notwendiges Übel. Solange sich bei uns jemand findet um die Waage mit Hund nicht zu überlasten und sich die Hunde mit Futterhappen nicht allzu heftig wehren, werden wir die Prozedur immer wieder durchziehen. Gut dass die Aussicht auf Futter viele Schranken öffnet

Die Werte haben wir auch hin und wieder notiert. Bei Bantu ohnehin öfter, weil wir ja die Rippen belegen wollen. Gerade in der Welpenentwicklung sollte man das Gewicht im Blick haben. Seit Juli hat sich bei Bashira recht wenig getan. Sie lag 2011 zwischen 33 und 35 kg. Das ist eine gute Spanne.  2012 schwankt es zwischen 35 und 36 kg. Sie ist ja auch schon etwas älter. Das haben wir gut im Griff auch wenn Bashira das nicht so sehen wird.

Bei Bantu haben wir schon Erfolge erzielen können. Im Juli brachte er 35,4 kg auf die Waage und im seit Januar kratzen wir an der 38-kg Marke, wir lagen schon bei 37,9 kg. Der Trend ist positiv, das ist wichtig. Auch in Sachen Gewicht haben Beide unterschiedliche Richtungen. Bei Bashira müssen wir schauen das sie nicht zulegt und bei Bantu haben wir zu tun das wir etwas auf die Rippen kriegen. Einen Mittelweg können wir hier leider nicht erreichen. Wir decken einen Großteil des Spektrums ab. Es ist auch nicht sonderlich schwer über das Futter auf das Gewicht einzuwirken. Bei Bashira, die ja kastriert ist, ist das besonders wichtig. Ich finde laufende Bockwürste nicht ansehnlich. Unabhängig von der Rasse tut man den Tieren keinen Gefallen damit. Ich habe auch schon richtig füllige Ridgebacks gesehen, vorsichtig ausgedrückt. Das muss nicht sein. Es hat auch nichts mit Geiz zu tun, denn ein schlanker Hund vermeidet allzu häufige Tierarzt-Audienzen. Das ist für alle Beteiligten einfach besser und sieht auch richtig gut aus.

Das nächste Wiegen war nun am 27.Januar angesetzt. Das ist schon immer etwas spannend, gibt es nun den Durchbruch oder nicht? Der optische Eindruck kann so mit Zahlen überprüft werden. Das  Ergebnis war diesmal aber wieder, ich will nicht sagen nieder schmetternd, eben nicht so gut. 36,6 kg brachte der Bursche auf die Waage. Keine Schallmauer, keine Zunahme aber das gleiche Bild wie sonst auch. Der Hund scheint topfit, immer hungrig und sieht gut aus, trotzdem. Ok, in manchen Stellungen kann man erkennen das er wirklich sehr lange Beine hat und dadurch hochbeinig wirkt, aber nicht unterernährt. Gakelig sagt man auch dazu. Dabei bekommt er doch schon mehr als eigentlich als Dosierung angegeben ist. Das Kleingedruckte auf dem Futter ist wohl dann doch maßgebend. Dort steht dass die angegebenen Futtermengen vom tatsächlichen Bedarf abweichen können. Schaut man sich den Burschen den ganzen Tag an, muss man am Ende doch feststellen, er kann ja nicht zunehmen :|. Immer in Bewegung, keinen Ruhezustand genießt er lange. Besonders wenn er Menschen um sich herum hat ist er immer sehr aktiv. Da wird er zum Stalker, dem braunen Schatten. Ganz zu schweigen wenn er draußen unterwegs ist. Bei den Hunderunden macht er immer das doppelte Pensum. Ständig quert er die Wege, geht seitlich in den Wald, läuft vor und zurück. Wie soll er da zunehmen? Selbst beim Toben im Garten, Bashira ist bei Verfolgungen sehr effektiv, ich will nicht sagen faul. Es erscheint aber so. Schade, wir hätten es begrüßt ihn jenseits der 38 Kilo zu sehen.

Genau dieses Ereignis werden wir nun wieder weiter verschieben müssen. Wir werden daher nicht die Bewegung einschränken sondern die Futterration weiter nach oben korrigieren. Er wird sich freuen aber trotzdem immer noch nicht satt werden können. Ich glaube das werden wir wohl nie schaffen können. Kann ja auch sein das die kalten Temperaturen auch mehr eingefordert haben, aber das wird sich ja die nächsten Tage ändern. Wir arbeiten weiter daran, versprochen. Bantu wird es freuen, er kann seinem Hobby frönen … futtern rund um die Uhr :mrgreen: .

Mal wieder richtiger Winter

Wir hatten nun tatsächlich auch in diesem Jahr wieder einen richtigen Winter, oder ein Winterchen. Immerhin dauerte er ja doch eine Weile an. Erst Frost und dann sogar noch so einiges an Schnee, so viel dass im Randgebiet zum Wald schon Skifahrer unterwegs waren. Die Temperaturen gingen in den Keller, nicht so tief wie im letzten Februar, aber doch ausdauernd und mit 16 Tagen Dauerfrost recht hartnäckig. Der Trend der letzen Jahre, dass wir nicht mehr unter Schneemangel „leiden“ müssen, setzte sich fort.

Tambach-Dietharz im Winter

... wenn auch kein wirklich blauer Himmel zu sehen ist

Sonnenstrahlen bringen einen gewissen Glanz mit sich

 

Die Vor- und Nachteile des Schnees haben wir genug beschrieben. Man kann sich auch nicht immer das Kaiserwetter dazu bestellen. Stabil war es ja, nur die Sonne zeigte sich nicht. Das macht auf Dauer nicht gerade Spaß und dann auch noch in Zeiten wo sich die Sonne ohnehin noch recht rar macht. Wir müssen da durch. Wenigstens macht es den Hunden weniger aus als man denken könnte. Sie bekommen die Gelegenheit im Garten ausgiebig zu toben. So lange kein Stillstand in den Bewegungen ist frieren sie auch nicht.  Außerdem sind bei schlechten Wetter weniger Leute unterwegs für die sich die Hunde im Freilauf interessieren könnten. Es bleibt dabei festzustellen, egal welche Jahreszeit und welches Wetter, man trifft meist immer dieselben Menschen die in der Natur unterwegs sind. Einer sagte einmal zu mir: „Bei dem Sauwetter trifft man nur Beklopfte oder Leute mit Hunden draußen.“ worauf ich antwortete: „Oder Beides zusammen.“

Bantu, hochbeinig, steht da wie ein Kran im Schnee

Macht dann Bashira mit, gibt's schon Mal "schreckliche" Schnappschüsse

Aber er kann auch schon richtig wie eine Rakete abgehen

 

Wir haben die Lage noch einmal ausgenutzt und die Beiden, auch unter einigen wenigen vorhandenen Sonnenstrahlen toben lassen. Wie wir es eigentlich wollen, nur zum Fotografieren taugt nicht jedes Wetter. Wenn Schnee liegt und der Boden gefroren ist, sind die Schäden am Rasen auch nicht so dramatisch. Wenn sie sich dann aber durch die Schneedecke arbeiten (buddeln 😉 ) ist es eben ein vorgezogenes Vertikutieren. Nach der Schneeschmelze sieht der Rasen ohnehin nicht sonderlich gut aus. Diese Schmelze wird kommen. Schon bald, es werden zweistellige Temperaturen angesagt um dann vielleicht wieder in den Keller zu gehen? Wir werden sehen und nehmen wie es kommt. Das eine oder andere Bild werden wir auch nach Kenia exportieren, für die Kenianer die keinen Schnee kennen. Das kann man sich hier nicht vorstellen. Der Schnee gehört für uns dazu. Aber auch nur weil wir hier aufgewachsen sind. Es ist alles eine Frage der Gewöhnung wie ich finde. So lange die Hunde auch noch Spaß finden können … 😉

Rennen ... Jagen ...

und Zuschnappen ... so geht halt Jagen

Fixieren

Wo ist der Geist?

„Man kann Afrika nicht einfach besuchen und dann wieder wegfahren. Man wird vielmehr ein Teil davon und das Land nimmt einen tiefen Platz in der eigenen Seele ein“

John Strelecky in seinem Buch „Safari des Lebens“

Ich möchte voran schieben, ich habe dieses Buch nicht gelesen und beabsichtige es auch nicht wirklich, jedenfalls im Moment. Zitate aus dem Zusammenhang heraus zu nehmen ist immer eine unsichere Sache. Ich kenne aber grob die Geschichte des Buches und denke dass es in diesem Fall möglich ist. Der Autor, ein erfolgreicher Geschäftsmann, schildert dort seine Erkenntnisse die es ihn ermöglichen das Leben neu zu betrachten. Es handelt davon wie er eine neue Einstellung und Lebensweise entwickelt hat. Es geht um die Findung seiner Lebensziele, die er mit Hilfe einer alten Afrikanerin während eines Aufenthaltes auf diesem Kontinent für sich entdeckt hat. Er bezeichnet sie als seine Big 5, in Anlehnung an die Großen 5 Afrikas.

Es ist ein Spruch der trefflicher nicht sein kann. Irgendwie ist es schade dass er nicht von mir ist. Es ist aber ein Glück ihn gefunden zu haben. In diesen beiden Sätzen, recht einfach und verständlich, steckt so viel Inhalt. Ein Inhalt den man wirklich erst begreift wenn man den Kontinent erleben konnte. Ich kann also John Strelecky auch wirklich gut verstehen. Er hat für sich den Sinn seines Lebens wohl gefunden. Wie gesagt kann man es in nun inzwischen schon mehreren seiner Bücher nachlesen und sogar Vorträge hält er ab. Da bin ich dann immer wieder skeptisch, weil das so wirkt wie ein Export von, wie in diesem Fall, Ideen und Vorstellungen. Ich denke dass jeder Mensch für sich seine Ziele bilden und verfolgen sollte. Der Eine wird sie früher finden, Andere wohl später. Manche suchen vergeblich und brauchen vielleicht einen Kick von Außen.

Für mich ist dieser Spruch zutreffend, weil ich ja immer noch meinen Geist vermisse. Ist er da geblieben wo es vielleicht schöner zu sein scheint? Ist es vielleicht sogar der Geist der mehrfach wöchentlich Nachrichten via Handy aus Kenia zu mir schickt? Nein, es ist kein Hexenwerk. Ich habe nur meine Prepaid-Karte, die ich in Kenia gekauft habe, noch im alten Handy. Mir war nicht wirklich klar was in Deutschland passieren würde. Plötzlich, eine SMS von Safaricom trudelte eines Tages ein. Haben die mich nicht vergessen? Siehe da, ich kann in Deutschland mit dieser Karte über Vodafon telefonieren. Das muss einfach mein Geist sein. Rufe ich eine Nummer an, erscheint wie es sich gehört die Nummer aus Kenia. :mrgreen: Geist und Körper gehören zusammen, daran werde ich wohl nun mehrfach die Woche erinnert. Es wird langsam Zeit dass eine Wiedervereinigung erfolgt. Es fällt aber schwer, vor allem und gerade wenn man aus dem Fenster blickt. Einerseits der Schnee und andererseits mit einem Auge auf dem Thermometer. Dann die Aufarbeitung des Urlaubes, die Bilder sortieren und zusammenstellen. Immer und immer wieder flattern dabei die Gedanken hinweg.

Neben den aktuellen Tarifen von Safaricom, die paar Schillinge bringen mich nicht weit, stehen da noch andere Kontakte. Egal ob SMS, Mail oder WhatsApp – eine durchaus sinnvolle Geschichte – wir tauschen ständig Neuigkeiten. Steffi und Micha sind da voll dabei mit durchaus seelischer Folter. Wir bekommen sonnige Fotos aus Nairobi 👿 , das ist manchmal nicht fair. Was heißt manchmal, es ist nicht fair. Es verstärkt die Sehnsucht und auch die Erinnerung an die schönen Tage. Noch können wir nicht herunter zählen wann wir wieder starten, eines Tages werden wir es tun. Sei es auch nur um nun-„endlich“ den Geist wieder einzufangen … wenn er sich fangen läßt. Der Aufenthalt in Afrika hat mir nun keinen neuen Ziele aufgezeigt, er hat mir aber eine andere Sichtweite gegeben. Kleinigkeiten die in unserer Gesellschaft hier völlig untergehen.Vermeindlich banale Dinge die schon wichtig sind aber für uns hier viel zu klein. Warum die Faszination aber am Ende doch so groß ist kann ich nicht sagen. Sie wird auch nicht jeden Besucher ereilen. Mich haben diese Tage dort in einen Bann gezogen und sie lassen mich nicht mehr los 😐