Juni 2013
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Wieder auf unserer Route

Das erste große Highlight lag nun hinter uns. Etwas schlapp aber am Ende doch zufrieden. Die Hunde waren gut dabei und haben alles mitgemacht, wenn auch mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen. Hundebegegnungen auf diesem engen Raum in dem Gelände haben wir vermieden. Astrid hat gescoutet und wir sind dann lieber ausgewichen. Es ging dann doch ziemlich glatt. Die Wegebeschaffenheit war schon ziemlich urig. Man musste auf seine und die Hundebeine gut achten. In Deutschland hätten schon nach einhundert Metern jede Menge Vorschriften gegriffen und mit Sicherheit Einfluss auf die Strecke genommen. Es hätte gewimmelt von Geländern und Hilfskonstruktionen, was aus unserer Sicht das trotz allem Tourismus den natürlichen Anblick zerstört hätte. In Bezug auf Tourismus bleibt mir zu sagen, auch wenn es ein Sonntag war, der Menschenstrom der hier den ganzen Tag zwischen den Steinen unterwegs ist hat schon eine gewisse Grenze erreicht. Das ist aber eine subjektive Einschätzung und liegt im Auge des Betrachters wie ich finde. 😐

Diese Panorama-Blicke häufen sich nun

Das Wetter war am Ende auch perfekt. Sonnig und wohl 18 Grad die sich gefühlt bei einem solchen Aufstieg leicht steigern. Je weiter rauf um so mehr Haut war auch zu erkennen. Gut das sich hier keine Mücken amüsiert haben, sie würden immer satt werden. Da wir früh unterwegs waren hatten wir nur beim Abstieg viel Gegenverkehr. Ich will gar nicht darauf eingehen was sich da alles so nach oben bewegt. Auch die Frage ob alle auch oben ankommen bleibt unbeantwortet. Die Hinweise auf entsprechendes Schuhwerk, um nur ein Beispiel zu nennen, haben viele nicht gelesen. Das ist aber nicht unser Problem. Schaut man sich den Felsen an in seiner Größe und der „Belastung“ der er ausgesetzt wird, fragt man sich wann bricht ein Stück ab :mrgreen: ? Ein großer Spalt ist schon erkennbar, aber sicher noch lange nicht bedenklich. Wir werden dann auf keinen Fall dort oben sein wenn etwas abbrechen sollte, soviel steht fest ;).

Die Fähre im "Anflug"

14.30 Uhr sind wir dann weiter gefahren. Nochmals am Campingplatz vorbei in Richtung Hjelmeland zur Fähre. Das mit den Fähren ist hier eigentlich ziemlich entspannt zu sehen. Sie fahren recht häufig und im Normalfall sieht man auch wann die nächste ankommt. Die Bezahlung erfolgt entweder an Bord oder auch davor, je nachdem wie viel Zeit und Möglichkeiten gegeben sind. Hier habe ich einen Fehler in der Vorbereitung festgestellt. Der ermittelte Preis bezieht sich auf das Fahrzeug und den Fahrer, weitere Insassen zählen extra. Unterm Strich keine so billige Angelegenheit auf Dauer, aber immer noch besser als um einen Fjordarm herum zu fahren. Diese Fähre überquert ca. 3,1 km Wasser und dauert etwa eine Stunde. Unser Timing war nahezu perfekt, denn wir mussten nicht lange warten auf die nächste. Man stellt sich einfach im markierten Bereich auf und los geht’s.

Hier wird auf der Fähre kassiert

Laokfoss bei Odda, mit 165 Meter Höhe einer der ersten von unzähligen Wasserfällen die wir "gefunden" haben

16.45 Uhr waren wir in Nesvik und wir haben uns weiter auf der E 13 bewegt. Unser Ziel für heute, ein Campingplatz in Odda. Nach der Tagestour wollten wir uns ordentlich duschen. Gegen 20 Uhr erreichten wir den Platz. Bis man dann zur Ruhe kommt geht schon einige Zeit verloren. 220 NOK kostete der Platz. Er war nicht besonders schön und außerdem wurden wir zum ersten Mal mit der 10 Kronen-Problematik konfrontiert. Die braucht man nämlich zum Duschen. Später stellte sich heraus, das ist hier so üblich und wir hatten beim ersten Platz wohl eine Ausnahme erwischt. Die Betreiber waren Holländer, daran könnte es gelegen haben. Drei Mal Duschen für 10 Kronen geht nicht. Irgendwie haben wir es hinbekommen zu später Stunde (die Rezeption hatte 20 Uhr geschlossen – es war Sonntag) an „Dusch-Kronen“ zu kommen und alles war in Ordnung.

Der Standplatz in Odda, nicht wirklich ideal aber das war uns egal.

Am Abend gab es dann noch eine Lagebesprechung im Mobil. Der folgende Tag sah für uns die Trolltunga vor. Nach den heutigen über 500 Höhenmetern nochmals 900? Laut Prospekt 8 bis 10 Stunden schweres Gelände? Das Wetter drohte zu kippen. Es war nicht kalt aber es drohte Regen und mit Rücksicht auch auf die Hunde haben wir den Plan geändert. Das macht durchaus Sinn auf die aktuelle Situation zu reagieren. Die Reiseleitung war nicht erbaut davon, aber doch einsichtig. Die Trolltunga kann man beim nächsten Mal ins Auge fassen, die wird ja nicht abgebaut :mrgreen: .

Stimmung und Wetter waren gut!

Preikostolen

Tag 4, 30.Juni, Sonntag: Eintrag im Roadbook:

Heute sollte es zum Preikostolen hinauf gehen (eine spannende Geschichte). Gegen 15 Uhr wollten wir dann weiter nach Hjelmeland (50 km) zur Fähre über den Joessenfjord nach Nesvik und 145 km weiter nach Odda auf einen Campingplatz

Die Tagesaufgabe

Der Weg nach oben

Denkt man an Norwegen und sieht man Bilder von Norwegen, den Preikestolen kennt man mit Sicherheit. Jener Felsen der scheinbar irgendwie beschnitten wurde um so auszusehen. Am Rand sitzende Menschen, als ginge es mal nicht gerade über 600 Meter steil hinab. Das ist wohl nichts für schwache Nerven denke ich mir. Dieser Punkt am Lysefjorden war der erste große Punkt in Sachen Erkundung Norwegens. Gelegen an dem Fjord, da wo auch weit auf der anderen Seite der Kjerak ist (der in einer Spalte eingeklemmte Stein der leider aus dem Programm weichen musste) war hier der Startpunkt unserer Wandertouren.

Der Parkplatz wo der frühe Wanderer auch einen Platz findet

Eigentlich hatten wir gestern schon einen Versuch. Das hörte sich wirklich leicht an. Vom Campingplatz ca. 1 Stunde zum Ausgangspunkt, dann vielleicht eine Stunde nach oben, ein wenig umsehen und schauen und wieder runter. Könnte klappen in 5 bis 6 Stunden. Könnte, wir wissen es besser. Der erste Abschnitt musste auf der Straße bewältigt werden, ca. 4 km mit 2 Hunden und auf einer gut befahrenen teilweise engen Straße. Der Versuch dauerte nicht mal 1 ½ Kilometer. Nein, wir hielten uns dann doch an den Plan. Nach einen ausgiebigen Frühstück haben wir den Platz verlassen. Wasser getankt und Abwasser abgelassen und sind in Richtung Parkplatz aufgebrochen. Die Fahrt und das was wir sahen, hatte uns bestätigt. Große Parkplätze und bisher wenige Autos, gut wenn man früh dabei ist.

Das war noch ein leichter Abschnitt, nix für Sandalen. Das stand auch irgendwo!

Wir schnürten also die Schuhe, wählten die Kleidung und machten uns an den Aufstieg. Der frühe Tourist hat freie Wege, das kann man so sagen. Es war (noch) recht wenig Verkehr auf der Trasse. Es ging sofort ordentlich in den Berg hinein. Ein steiler Schotterweg führte uns zum Felsen. Schon nach 500 Metern hatten wir Norwegen pur unter den Sohlen, war es überhaupt so viel? Der verwöhnte deutsche Wandergeselle ist andere Dinge gewöhnt. Schnell konnte man das „Wandern“ streichen, es war ein klettern. Der Pfad war ziemlich rustikal und alles andere nur nicht Fußgerecht. Man merkte schon bald das die Knie hier großen Belastungen ausgesetzt werden. Wenn man viel radelt bewegt sich das Knie auch ziemlich intensiv, aber bekommt nicht diesen Druck.

Auf halber Strecke ein "Kiosk" - das werden einige wohl auch nutzen

Wir bergsteigerten uns nun nach oben. Die beiden Hunde meisterten das recht ordentlich und fanden immer einen festen Stand. Sie haben den Vorteil der 4 Beine, wenn da mal eins verrutscht steht die Standfestigkeit nicht gleich in Frage. Bei uns ist das wie ein 50-50 Joker. Schon beim Aufstieg macht man sich Gedanken. Wie sieht es oben aus und vor allem, wie kommen wir hier wieder herunter? Ich hatte keine Vorstellungen und habe wie so ziemilch alle die Ausblicke und die Natur genossen. Fotos wollte ich nur bergauf machen, das ist sicher einfacher weil nuch unten jede Hand gebraucht wird.

Der Parkplatz inzwischen gefüllt

auch unterwegs wurde das Auge satt

Der Aufstieg dauerte etwa knapp 2 Stunden, das sagte man auch voraus auf der Tafel. Es ging zügig und jeder der Ersteiger musste sein Tempo finden und halten. Prinzipiell kann es jeder schaffen der halbwegs gut laufen kann. Ist man dann oben entschädigt der Ausblick. Da denkt man nicht an die Strapazen, das was man dort sehen kann verwischt fast alles. Einzig die Beklemmung wegen der Höhe. Hat man sie unten schon im Rucksack, sie geht nicht verloren. Es gibt die unterschiedlichsten Typen. Auf der einen Seite solche wie ich, mit Respekt vor der Höhe, aber doch mit einem gewissen Frust sich nicht näher heran zu trauen. Dann gibt es Diejenigen die direkt am Rand stehen und vielleicht sogar sitzen. Die Beine über die Kante hängend als gäbe es die Höhe nicht.

deswegen wollten wir da hoch

da kann man wirklich nur staunen

Ridgebacks auf dem Preikestolen - nichts alltägliches

Wir haben uns gestärkt und nach einer fotografischen Erfassung wieder auf den Rückweg gemacht. Kaum vorstellbar, wir mussten gegen einen schier unaufhörlichen Menschenstrom „ankämpfen“. Die begehbare Trasse war im Regelfall ca 2,5 Meter breit und das Auf und das Ab auf der Trasse gestaltete sich recht schwer. Alle Schattierungen gab es zu sehen, viele unterschiedliche Sprachen, Sportliche Typen und Sonntagsausflügler. Es gab einige denen wir begegneten die wohl nicht die Optik hatten um oben anzukommen. Die Optik hat aber nichts zu sagen. Auh einige Hunde waren unterwegs. Astrid hatte gescoutet und Hunde rechtzeitig angekündigt. So konnten wir Begegnungen gut vorbereiten.

Was die Natur so bastelte

aber auch manche ohne Hemmungen

ein Blick nach unten macht weiche Knie, die ohnehin schon weich waren

 

Auf dem ersten "Gipfel" angekommen

Fix und Foxi kamen wir unten an. Der Abstieg ist meist belastender als der Aufstieg und dauerte auch eine halbe Stunde länger. Zum einen der Gegenverkehr und die Ausweichmanöver bei Hunden bremsten zusätzlich etwas. Die Hunde hatten dann auch genug, besonders Bashira lag gleich im Gras. Ich denke die nächsten Tage haben sie wenig Bewegungsdrang. Wir haben uns umgezogen und sind dann weiter getingelt.  

 

Bantu hatte eine Weile zu nix mehr Lust

Stavanger

Tag 3, 29.Juni, Sonnabend: Eintrag im Roadbook:

Fahrt nach Stavanger in den Hafen, Besichtigung Stavangers, 14 Uhr erste Innlandsfähre über den Idsefjorden nach Tau, Fahrt zum Preikestolen-Camping, hier hatten wir uns schon angedroht, aber nicht gebucht. Insgesamt waren heute nur 58 km Mobil und 15 km Fähre geplant, eine erste Ruhephase.

Stavanger ist die viertgrößte Stadt Norwegens und hat etwa 129.000 Einwohner. Wir haben die 42 km Anfahrt vom Übernachtungsplatz dessen Namen wir nicht wissen gemeister und unser Wohnmobil am Hafen geparkt. Die Hunde mitgenommen und einen Rundgang gemacht. Der Hafen mit dem Ölmuseum, Krabbenfischer, verschiedene Schiffe, Häuser und einen Park. Ein erster Einkauf stand an und so bummelten wir durch die Gegend. Wir nutzen diesen Gang zum Scouting in Sachen Fähre. Auch hier alles ziemlich leicht zu finden, wir haben aber immer das Navi in der Hinterhand ;). Schlendern durch die Stadt, die Geschäfte und das mit den Hunden, das roch nach Training. War es dann am Ende auch irgendwie. Ich will nicht von Stress sprechen, aber den 2.Teil haben wir dann ohne die Hunde absolviert. Das war auch gut so, denn Jagdszenen wurden und so erspart :mrgreen:

Blick auf das Hafenpanorama

 

alt und modern nebeneinander

typische Häuser



 

Das wäre etwas gewesen für die Hunde

Möven bedeuten Meernähe

ein schöner Park im Zentrum

 

Das Wetter stimmte auch, trotz Wind der wohl in Küstennähe immer dabei ist. Stavanger ist wohl eine relativ trockene Stadt an der Westküste. Es soll nur 156 Regentage geben, da hatten wir einen guten Griff beim Fifty-Fifty Joker ;). Anschließend ging es zum Hafen, Krabben kaufen direkt vom Boot. Nun, auch in Norwegen beim Erzeuger kein billiges Vergnügen. Ich hatte bis dahin auch noch nie Krabben gegessen, schaun wir mal.

Eine Kirche

Das Ölmuseum von Stavanger

Am Hafen in Pose, ja wir waren dort

Krabben - ich mach die nicht mundgerecht

Um 13.15 Uhr, also vorfristig, reihten wir uns in die Warteschlange zur Fähre ein. Die fahren in kurzen Abständen, immer hin und her :|, für die Fähre langweilig aber eigentlich auch egal. In Tau angekommen gab es auch schon die ersten tollen Ausblicke. Wir konnte relaxt heran gehen und lagen im Limit. Bald erreichten wir den ersten Campingplatz in Norwegen den wir ausgesucht haben. Natürlich von Holländern betrieben :mrgreen: . Das kann ja heiter werden wenn das immer so ist. War es am Ende auch nicht, auch gut. Die erste Stellplatzsuche, wählen wir am Ende richtig? So viel kann man nicht falsch machen bei einer Übernachtung. Wir müssen nur Acht geben das die beiden Hunde nicht unmittelbar die mögliche Nachbarschaft ebenfalls einen Hund dabei hat. Die Lage der Stromquelle und Windrichtung sowie der Abstand zu Sanitär sind die Prämissen. Bei uns haben sie zu Beginn nicht alle gestimmt, aber wir wurden besser. Immer dann wenn man es kann und es vielleicht am Schönsten ist, muss man aufhören. Die Erfahrungen bleiben aber und können abgespeichert werden.

der erste richtige Fjordblick

Endlich Norwegen

Es war nun so weit, der erste „Knackpunkt“ der Reise 🙄 . Die Fähre stand an. Es war sonnig aber ziemlich windig. Völlig frei von jeglichen Erfahrungen konnten wir nicht wissen wie ruhig oder nicht ruhig die See war. Genauso wenig konnte man wissen was die Hunde dazu sagen werden. Noch war ja alles recht neu für sie und noch hatten sie sich noch nicht sortiert. Genauso wie wir uns noch nicht sortiert hatten. Man schmeißt im Prinzip alles was man mitnehmen wollte in das Fahrzeug, verstaut es irgendwie und ist dann überrascht dass doch am Ende alles hinein geht. Das Eine oder Andere was man weggelassen hat hätte vielleicht doch noch gepasst. Man wird merken ob es fehlt oder nicht. Dann kann man es nicht mehr ändern :).

Wir haben die Hunde am Strand ausgeführt, Geschäftsspaziergang wenn man so will. Ganz in der Nähe des Fährhafens, das wir auch nichts verpassen und rechtzeitig einchecken können. Alles neu auch hier. Bantu ist als werdender Rüde neugierig und mitunter leicht skeptisch, er ist wie aufgezogen. Richtig flippig mitunter, das kennen wir aber. Bashira spielt nicht nur die Routinierte, sie ist es wohl auch. Sie strahlt Ruhe aus, die aber nicht auf Bantu wirkt. Er hat viel zu schnüffeln, das lenkt ab und macht vielleicht müde? 90 Minuten vor Abfahrt ging es zum Check-In. Wir hatten gebucht und so wusste man auch wer wir sind. Eine einfache Übung das Ganze. Wir bekamen unsere Reihe zugewiesen und es hieß wieder warten. Die See erschien nicht ruhig aber auch nicht bedenklich. Es gab wohl schon Fahrten bei Wetter wo die Brösel-Tüten nicht gereicht haben, das wollen wir doch nicht hoffen. Es war windig und der blaue Himmel blieb dann wohl auch in Dänemark zurück, egal denn mit Wetter kann man auf See nicht viel anfangen. 

Die Fähre war da, wirkt gar nicht so groß

Dann kam sie, die Fähre. Fjordcat :mrgreen: ein treffender Name für ein schnelles Gefährt. Drollig auch das unsere Hunde mit einer Katze fuhren. Dem Anlegen der Fähre folgte sofort das Ausfahren der Fahrzeuge. Alles wirkte eingespielt wobei die wenigsten wohl das alltäglich im Programm haben. Wir hatten nur ganze 8 Zentimeter Platz unter Deck, das macht mulmig. Es war aber am Ende unproblematisch, die Einfahrt ging glatt und recht schnell. Wir haben das Wichtigste mitgenommen, mit Ausnahme der Hunde. Ohne Tam-Tam haben wir sie im Wohnmobil gelassen, natürlich mit einer gewissen Spannung ….

Immer der Reihe oder dem Personal nach Wir hatten es geschafft, standen weit vorne und sahen zu

Es hat schon ein wenig geschwankt, aber eigentlich war es unbedenklich. Die Zeiten draußen auf Deck konnte man zwar nicht ausdehnen, es war recht windig und ungemütlich. Ein paar Bilder sollten aber schon gemacht werden, da musste ich durch. Wir haben uns lieber unter Deck aufgehalten, wobei allerdings Schlafversuche nicht von Erfolg gekrönt wurden. Ein Besuch um Duty-Free-Shop ist wohl immer Pflicht auf einem Schiff, gekauft haben wir allerdings nicht viel. Was machen die Hunde, was bringen die beiden Wochen. Zu viele Gedanken um vielleicht wirkliche Ruhe und Entspannung zu finden. Der Puls war immer noch recht hoch, ist ja logisch ;). Das Schiff dröhnte und die enorme Kraft war zu spüren und am Heck auch zu sehen. Dort war der einzige Platz wo man ohne Sorge um die Anbauteile (Ohren, Brillen, Trommelfelle etc.) fürchten zu müssen :D.

Mit Volldampf nach Norwegen

Kristiansand rückte näher

 Pünktlich gegen 19 Uhr kamen wir in Kristiansand an. Bestimmte Gebäude im Hafen waren mir noch in Erinnerung seit 1996. Wir haben die gemütliche Einfahrt von Deck beobachtet, mussten aber schnell unter Deck, wir standen vorne und wollten nicht bremsen. Die Treppe hinunter begleitete uns die Spannung, wie sieht es wohl im Mobil aus? Vorsichtig kamen wir heran, durch die Scheiben war nicht viel zu sehen. Keine Hunde und auch keine Einrichtungseinzelteile. Alles prima? Tür auf und … es war prima. Große Freude allerseits, nur hatten wir keine Zeit zum Ausleben, die Klappen öffneten sich bereits. Rein ins Auto und schon legten wir an. Runter von Bord und in Richtung Zoll. Alles lief wie geübt und schnell, wir hatten aber nicht geübt. Papiere klar zur Kontrolle, wir wurden durchgewunken, wir wollten nix Böses 😉 Dank Navi fanden wir schnell die richtige Straße und es ging gleich weiter auf der E 39 nach Nord-Westen. Stavanger war das Ziel.

Der Bereich vom Zoll, dieses Bild hatte ich gespeichert seit damals

Kurze Zeit später, so langsam legte sich die Aufregung, war Brotzeit. Pause und Essen und wir waren voll im Plan. Hunderunde und Anruf in der Heimat, das muss sein. Dann ging es weiter. Sicher im Überschwang haben wir uns dann etwas vertan. In der Stadt wollten wir nicht übernachten mit dem Mobil. Die Suche nach einer Gelegenheit gestaltete sich recht schwergängig. Es war doch ziemlich bewohnt und auf der weiteren Suche sammelten wir schon wieder Überkilometer. Hoffentlich spielt sich das dann besser ein. Ein Platz war dann gefunden, mit WC und dann ging alles schnell und die Lichter gingen nach 806 km Straße und 140 km Wasserüberfahrt schnell aus. Der nächtliche Regen war nur noch Nebensache …