August 2013
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Typisch norwegisch

Nicht erst nach unserer Heimkehr aus Norwegen befasst man sich mit den Dingen die typisch sind für das tolle Land. Sylvester, der Guide aus Kenya, schrieb beim Betrachten der Bilder das es topografisch sehr schön ist in Norwegen. Dem kann man nur vorbehaltlos zustimmen, zumal Kenya auch eine Menge zu bieten hat, wie eigentlich nahezu jedes Land. Selbst Grönland soll ja seine Reize haben. Ich werde das nicht vor Ort überprüfen. 😛

Norwegen, das Land der Trolle. Trolle hier und Trolle da, Trolltunga und Trollstiegen. Ein Troll war ursprünglich ein Oberbegriff für plumpe und unheimliche Wesen, häufig auch Schaden bringende Riesen, der nordischen Mythologie. In vielen Märchen und Sagen kommen Trolle vor. Trolle gibt es auch in Schweden und Dänemark :mrgreen: . Als holzgeschnitzte Puppen gehören sie zum Kunsthandwerk und sind als Souvenir überall zu haben. Die Ausführungen und der Variantenreichtum ist schier unerschöpflich. Wir haben bei unserer ersten Reise bereits einen importiert ;).

Ein Troll

ganz klein und vielleicht lustig? Wer stand hier bloß Modell?

mittelgroß als Bewachung

dann auch mal grimmig

aber am Ende doch freundlich

In Sachen Essen merkt man schon die paar Kilometer deutlich. Man hat einige typische Essereien hier zu bieten. Da gibt’s Boller – Rosinenbrötchen oder auch Kuchenbrötchen, manchmal auch mit anderem Inhalt. Es gibt Smultringer, eine Backware so in der Art des Kräpfels also leicht frittiert, aber auch weich und ohne Inhalt. Oder auch Lefse godt, wieder etwas weiches, ein Fladenbrot mit Füllung aus Marmelade, Vanillecreme oder Zimt in der Art der Milchschnitte. Überhaupt, knusprige Dinge habe ich nicht finden können, das ist auf Dauer etwas gewöhnungsbedürftig. Selbst das Brot in Norwegen, hier gibt es zum Glück mehrere Varianten, ist alles, nur nicht knusprig. Da muss man vielleicht mit einem Toaster nachhelfen wenn es sein muss. Natürlich gibt es auch Smør, hier ist die gesalzene Ausgabe aber weiter verbreitet. Es gibt sie auch ungesalzen meist im 500 g Pack. Auch Brötchen kennt man, die heißen hier Rundstücke, wir hatten keine probiert. Auch Knäckebrot, hier Knekkebrød – Helsprøtt (wohl die Art oder Hersteller) geschrieben gibt es dort. Ist allerdings auch anders wie wir es kennen, das von uns probierte hatte eine gepresste Vollkornmischung (Rugog Speltkli war noch die Aufschrift).

Lefse godt - die restlichen "Proben" haben den Shooting-Termin nicht mehr "erlebt"

Typisch Norwegen auch die Lebensweise. In Norwegen gibt es das sogenannte Jedermannsrecht, “ Allemannsretten“. Es erlaubt jeden sich frei in der Natur zu bewegen, egal ob Wald, Wasser, Gebirge und egal von den Besitzverhältnissen. Es gibt natürlich gewisse Regeln im Umgang miteinander. Die Norweger sehen das alles ziemlich gelassen, man sollte aber nicht übertreiben und die Regeln entsprechend respektieren. Nur so kann diese gewisse Freiheit die nun auch einen Urlaub in Norwegen ausmacht erhalten werden. Dass inzwischen wesentlich mehr und vieles besser zu erreichen ist verdanken wir auch der norwegischen Baukünste. In Sachen Häuser und Bauwerke haben sie eine alte Tradition, aber wir teilweise im Straßen- und Brückenbau gesehen haben ist schon der Hammer. Ich dachte immer die Schweizer wären Spitze in Sachen Tunnelbau, die Norweger sind Weltmeister. Ich denke dass sie auch statistisch die meisten Tunnel haben. Sie liegen zwischen 200 Metern und über 20 Kilometer. Kreuzungen und Kreisverkehre aber auch Spiraltunnel, hier gibt es wirklich nichts was es nicht gibt.

Fjordstraße, Brücke in den Tunnel, Tunnel raus auf Fähre, es flutschte eigentlich immer

Als auch typisch norwegisch würde ich die durchaus beeindruckende Verkehrsdisziplin bezeichnen. Zumindest erscheint die Kultur auf den –Straßen in den nordischen Ländern auf einem wesentlich höheren Niveau zu stehen. Hier steht Paragraph 1 auch an erster Stelle, das geht auch gar nicht anders. Zu oft lassen die Bedingungen auch nicht viel Spielraum, man muss sich arrangieren können und tut es auch. Sicher gibt es einige die es eiliger haben, aber die „groben Dinge“ wie sie hier viel zu oft erlebbar sind. Auf norwegischen Straßen herrscht doch ziemliche Ruhe. Das liegt auch nicht daran das dort nur 0,2 ‰ erlaubt sind. 😉 Inzwischen ist jedoch das Fahren mit Tageslicht nicht mehr nur eine nordische Angelegenheit. Schon längst bewegen sich in Deutschland eine Menge Autos auch am Tage mit Licht. Es ist aber in Norge immer noch mit 1500 Kronen (ca. 190 Euronen) ein teures Vergehen es zu vergessen. Für Norweger mögen die empfindlichen „Erinnerungsgelder“ an Verkehrssünden vielleicht erschwinglich sein,  als Urlauber gehen da aber bei „kleinen Delikten“ schon einige Tagessätze in die Staatskasse. Das muss man nicht haben.

Es ist ja auch nicht so das es woanders keinen Käse gibt, aber der norwegische hat schon Besonderheiten in Sachen Geschmack und Art. Da gibt es den sogenannten Braunkäse. Das ist Käse aus Molke von Ziegen-, Schafs- und Kuhmilch der karamellisiert wird. Der Geschmack ist süßlich-herb und bedarf schon einer gewissen Eingewöhnung, ist aber geschmacklich doch gut. Das liegt auch darin, dass es für unsere Zungen fremdländisch daher kommt. Gudbrandsdalsost oder Ekte Geitost sind zwei Arten. Wobei Geitost Ziegenkäse bedeutet. Der Besuch in Unredal galt neben der kleinsten Stabkirche auch einem bekannten norwegischen „Käsezentrum“. Es ist aber nur ein Ort wo Käse gemacht und der aber auch ziemlich bekannt ist. Dort Leben ca. 80 Menschen und gut 300 Ziegen. Einmal im Jahr ist sogar ein 3tägiges Käsefestival. In Unredal selber kann man auch die heimischen Käsesorten probieren bevor man sie kaufen darf. Dass der Käse aber auch ein teures Vergnügen ist erwähne ich nur am Rand, denn richtig guter Käse ist überall nicht nebenher zu bekommen.

Der Braunkäse - noch steht er im Kühlschrank

 

Helly Hansen … ist noch etwas typisch Norwegisches. Es ist ein bekannter norwegischer Hersteller von Schlechtwetterkleidung und vor allem in Sachen Segeloutfit bekannt. Dass die Norweger genug Testmöglichkeiten haben konnten wir erleben. Es soll wohl die meistgekaufte Merke sein, allerdings haben wir so viele Norweger nicht damit gesehen. Das hat nichts zu sagen. Wir hatten ja unser eigenes Testfeld gehabt. Ziemlich am Beginn bei unserer Wanderung im Husedalen und teilweise auch in Richtung Hovdungo. Dort standen sich Tschibo :mrgreen: , Adidas-Kampfrichterjacke 😉 und Helly Hansen direkt auf dem „Regenfeld“ gegenüber. Dabei hat sich meine Helly Hansen Jacke frühzeitig der Feuchtigkeit ergeben. Sie war sicher froh endlich in der Heimat zu sein und war dem Regen gegen äußerst empfänglich. Von dem Adidas-Träger ist nicht wirklich überliefert ob die Feuchtigkeit mehr von Außen oder gar von Innen (der Anstrengungen geschuldet)kam. Die Tschibo-Testperson schwor auf ihr wasserresistentes „Billigprodukt“. Da haben wir wieder den Salat. Auch kann man sagen dass es nicht am Geld gelegen hat, Qualität ist anders messbar.

Wir haben in der Zeit bei weitem nicht alle norwegischen Spezialitäten erleben und verspeisen können. Es ist auch hier also genug Raum vorhanden um einen weiteren Urlaub hier zu begründen. Wenn es den Junior vielleicht doch irgendwann nach Norwegen ziehen sollte, haben wir gleich mit unserem Erscheinen zwecks Urlaubsgestaltung gedroht. Er wird dann vor Ort wieder die Reiseleitung übertragen bekommen, bis dahin kreiselt aber noch jede Menge Wasser über die Landschaften der Fjorde.

Zappenduster

Es wird dunkel über uns. Ja, man kann nur staunen wir genau nur zwei Tage an der Sonnenuhr drehen können. Es ist noch nicht lange her und man konnte die Kaffeemaschine ohne zusätzliches Licht finden. Die Hunde hat man früh beim Pullergang im Garten ohne Strahler sehen können. Es ist wie man so schön sagt, zappenduster geworden am Morgen. Die Sonne ist dabei uns zu verlassen, Sonnenstunden werden reduziert. Alles geht einmal zu Ende, so auch der schöne Sommer und … auch der August. Ein Monat wie jeder andere auch. Ok, er liegt im Sommer, das macht ihn sympathisch. Er dreht aber auch am Jahreszeiträdchen. Kommen doch im August die ersten dunklen Flecken auf die landschaftliche Umgebung. Zuerst in Form von mehr Gewittern und dunklen Wolken, dann haben wir dunkle Flecken auf dem benachbarten Feld und die hinterlassen auf die Wiese auch dunkle Stellen, gemeint sind die Kühe. Landwirtschaft ist ja bei uns weniger zu finden, wir haben Wiesen die zur Zucht von Rindern dienen.

Die vierbeinigen Herbstboten

Alljährlich ist der Zeitpunkt wenn sie hinter unseren Häusern weiden gleichbedeutend mit dem Sommerende. Ist der August am Ende, sind auch 2/3 des Jahres abgelaufen. Man stellt sich alle Jahre immer wieder die Frage wo die Zeit geblieben ist. Eine befriedigende Antwort gibt es nicht, sie ist einfach weg. Bleiben nicht vielleicht nachhaltige Ereignisse im Gedächtnis zurück, wird man nichts Gescheites von eben diesen August behalten können.

Es war eigentlich ein „guter“ August. Das Wetter war stimmig auch wenn es aus meiner Sicht schon mal etwas wärmer war. Das ist aber nur im „Millimeterbreich“ zu verzeichnen. Schreibt man solche Dinge nicht nieder, vergisst man auch diese. Fest steht wir sind auf dem absteigenden Ast. Erschreckend ist die Tatsache, dass in 4 Monaten um diese Zeit Weihnachten auch schon wieder vorbei sein wird. Das ist nur im Moment etwas beängstigend. Angst braucht man eigentlich nicht davor zu haben, aber die fehlenden Sonnenstunden drücken schon wieder aufs Gemüt. 🙁

Es ist auch schräg im August an Weihnachten zu denken. So wie jetzt die Sonne geht, wird sie aber nach Weihnachten wieder zurück kommen. Irgendwann halten wir sie vielleicht auch mal fest :mrgreen: oder man macht es sich „einfach“ … man fährt ihr einfach hinterher. Das ist sicherlich möglich, dagegen steht jedoch die Rente mit 67. Da liegt noch ein ziemlicher Brocken vor unseren Füßen. Bevor wir der Sonne ständig hinterher reisen können, „müssen“ wir die Rentenkasse füllen. Das ist so auch wenn wir sie dann leer vorfinden wenn wir sie gebrauchen können. Im Moment kann dazu keiner etwas sagen, das ist vielleicht auch gut so. Also bleibt uns nicht viel übrig einfach auf den nächsten August zu warten und das wird noch eine Weile so bleiben. 😐

Bald geschafft!

 Es ist fast vollbracht, inzwischen bin ich wieder auf der Heimreise. Die letzten beiden Norwegen-Tage gilt es zu beschreiben. Bilder sind dabei nicht mehr so häufig einzubauen, wir sind ja meist nur gefahren. Wir, ich natürlich :mrgreen: aber das ist ja auch kein Problem. Hinterher ohnehin nicht, denn wir sind ja schon eine Weile zu Hause. Gut dass ich eigentlich gerne fahre, jedenfalls solange die Bedingungen das erlauben. Wenn die Müdigkeit jedoch die Oberhand bekommt wird es grenzwertig. 😳

Die noch ausstehende Heimreise auf der HP ist zwar auch nicht so einfach, auch hier fallen die Augen schon mal zu nur das ist zu Hause nicht gefährlich. Höchstens kann es passieren dass die Stirn auf der Tastatur einrastet, dass die so entstehenden Eindrücke eine kurze Weile sichtbar bleiben, aber weiter keinen Schaden anrichten werden. Auch Tastaturen sind am Ende auch ersetzbar. Auch erste Beschwerden erreichen mich ganz vorsichtig. Ich bitte um Nachsicht und mache aber keine Nachtschicht. Die Tage werden wieder kürzer und die Arbeiten hier intensiver, allerdings hoffe ich ja wie schon erwähnt recht bald wieder aktuell … „up to date“ zu sein. 😉

Ich will mich nicht länger hiermit befassen und zur Tat schreiten. Zeit ist kostbar und neben den „Altlasten“ will ich auch nichts Alltägliches verpassen. Es gibt ja Bekannte die telefonieren kaum noch mit uns weil ich ja hier „alles“ erzähle, mag sein. Das ersetzt aber keine persönliche Unterhaltung und auf Entfernung gesehen sollte man schon hin und wieder kommunizieren miteinander, nicht nur einseitig über eine Homepage :mrgreen: 😉

Nicht schon wieder …

Der Tagesablauf bei uns ist geregelt, bis fast ins letzte Detail. Wenn man zwei Hunde zu Hause hat ist das auch irgendwie erforderlich. Ds ist nicht anders wie mit den Zweibeinigen Kindern, nur Hunde bleiben irgendwie immer Kind. Nicht nur die Menschen auch Hunde sind Gewohnheitstiere. Hier ist auch der Punkt den man Konsequenz bei der Erziehung nennt schnell erläutert. Bereits wenige Tage am Stück immer das Gleiche zu tun reicht schon aus das der Hund das aufnimmt und auch annimmt. Man kann somit Details kultartig abspeichern und oftmals denkt man danach auch nicht nach, es ist so und wird so gemacht.

Hier Beide ... eher ein seltenes Bild

Frühmorgens bin ich immer der Erste, egal welcher Wochentag. Ich kann es gar nicht leiden wenn es mal nicht so ist, aber zum Glück sind Versuche das zu ändern selten und mit wenig Durchhaltevermögen. Also, aufstehen, Bad und dann geht es an den Kaffeetisch. Während dieser Zeit gibt es kaum Lebenszeichen der anderen Insassen. Ablesen der Temperaturen und die News auf dem Computer kurz zur Kenntnis genommen. Gluckert dann die Kaffeemaschine, hole ich das Hundegeschirr. Das metallische Klappern animiert sofort die Vierbeiner. Bashira ist da sehr gewissenhaft, Bantu eher nicht so wild. Ich fülle ihre Rationen ein, spätestens da sie sie hellwach. Sie kommen die Treppe herunter, nur manchmal muss ich die Tür öffnen. Es bedarf keiner Worte, es geht zur Terrassentür, beide stürmen hinaus und machen ihre Pfütze, erst Bashira dann Bantu. Treppe hoch, Pfoten abwischen und sie gehen in Position. Bashira im Flur und Bantu in der Küche sitzen und erwarten das „friss“. ❗

Bantu nachdenklich

Seit geraumer Zeit, wir hatten von einer direkten Fütterung nebeneinander Abstand genommen,  hören wir jeweils zwei Kaugeräusche. Ja auch Bantu kaut inzwischen und ist ein ruhiger am Futternapf geworden. Nachdem die Schüsseln leer sind suchen sie wieder ihre Plätze, Bashira will noch mal in den Garten und Bantu nutzt die Gunst und hat zumeist freie Platzwahl. Nicht selten geht er wieder nach oben und zeigt sich als Kampfschmuser und beendet so die Nachtruhe von Frau Meyer. Das ist der normale Ablauf der am Wochenende nur leicht variiert wird, dann ist der Zeitpunkt später, aber sonst identisch.

in dieser Nase werden die Düfte gefangen

Neulich war es aber komisch, ein Kaugeräusch fehlte zunächst. Man kümmert sich ja nicht um Dinge die eigentlich laufen. Ich wurde stutzig da das zweite Kaugeräusch mit Verzögerung kam. Als ich meinen Kontrollblick in die Küche geworfen hatte, ein Aufschrei. Bashira war am zweiten und noch gefüllten Napf zu Gange. Da gab es gleich ein Stopp. Das geht gar nicht, Fremdfuttern. Bantu zeigte keine Lust am Futter und drehte den Kopf weg. Ok, wer nicht will der hat, wäre es nicht schon ein schmaler Bruder wäre es ohne Bedeutung. Am nächsten Tag fast das Gleiche, abends hatte er die Schüssel geleert. Hmm, es ist mal wieder so weit? Die nächsten Tage werden wir das beobachten müssen. Es ist wieder die Zeit in der die Hündinnen, egal wo sie wohnen, sehr interessant sind. Die gleiche Prozedur wie schon einmal. Vorbei die Hoffnung das sich das ändern könnte, vorerst. Wir werden das beobachten und verfolgen, es kann keinen anderen Grund geben, denn sonst ist er wie immer. 😐

Auch Abends ist er lange auf der "Lauer"

... da gibt es nur das, keine Hündin