September 2013
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Es wird kalt in Germany

Bodenfrost, das tut nicht Not. Ist aber in dieser Zeit kein Fremdvorgang mehr. Die Zeit der Sonnenstrahlen nimmt spürbar ab. wir sind an der Schwelle zum letzten Quartal des Jahres 2013. Eine dunkle Zeit wird nun kommen. An der Schwelle des Herbstes fühlt es sich immer an wie ein Gang in den Keller. Früher noch mehr gespenstiger wie heute. Viele haben gar keine Keller mehr. Ein Gang in den Keller deswegen weil dies immer meist spärlich beleuchtet waren. Warum auch mehr? Ging es doch nur darum Vorräte oder ganz früher die Kohlen aus dem Keller zu holen. Nicht das es in einen dunkleren Bereich ging, es waren teilweise unangenehme Aufgaben die damit verbunden waren.

die Herbstbotschafter, denen macht Kälte nicht viel aus

Unangenehm ist meist auch das letzte Quartal des Jahres, denn es ist die Zeit in der sich die Sonne von uns weg bewegt. Hochdruckgebiete bringen sodann nicht nur gute Dinge mit. Die fehlenden Wolken verhindern nicht den Abzug der eingeschränkten Wärme der und verlassenden Sonne. Die Stunden am Tag reichen nicht mehr aus das zu kompensieren. Es wird frostig. Vielerorts gibt’s es in der Morgendämmerung die typischen Geräusche die beim Entfernen des Eises auf den Autoscheiben verbunden sind. Gut wenn man sein Auto unter Dach stehen hat. Zumindest der morgendlich Start wird so doch erheblich erleichtert. 😐

Der Rasen am Morgen

Die Kälte hält sich zunächst in Bodennähe auf und färbt den Rasen weiß. Die Luft ist kühl, kommt nun meist aus Norden oder Osten. Die Bäume beginnen sich zu entsaften, was dann zu einem schönen Herbstbild führen kann. Die meisten Früchte sind reif und geerntet bzw. stehen kurz davor. Wir haben am Wochenende auch den Sommer endgültig verabschiedet. Der Grill wird nun beurlaubt und macht in der Garage dem Schneeschieber langsam Platz. Es fällt zwar schwer, ist aber notwendig. Bald schon werden die Sommerreifen dann neben dem Grill und den Terrassenmöbeln gemütlich einen Winterschlaf halten, der hoffentlich nicht zu lang sein wird. Nicht nochmal so lang wie der letzte, wenn es geht. Es war ja ein sogenannter Jahrhundertwinter. Bauernregeln und/oder Hundertjährige Kalender machen uns schon wieder wuschig. Kommt der nächste Jahrhundertwinter? Hat jetzt jeder Winter sein Jahrhundert? Wenn die Sonne zurück kehrt werden wir es dann auch wissen. 😉

Bei Kälte hilft das bestimmt ...

... aber auch das was Bashira macht

Oder man findet genug Sonnenstrahlen zum Wärmen wie Bantu

Am Anfang war eine Mail

Nur eine Mail aus England, gar nicht an mich gerichtet brachte Dinge in Gang die mich heute noch beschäftigen. Es ist schon erstaunlich was mit kleinen Dingen alles ausgelöst werden kann. Sei es eine zufällige Bekanntschaft im Netz die nach Jahren eine Reise nach Kenia beschert, oder nur eine kleine Notiz im Stadtkurier über eine Mail eines Engländers. In meinem Fall haben beide Ereignisse Spuren hinterlassen die sich dann wiederum in Kenia gekreuzt haben und im Moment noch lange nicht zu Ende sein werden. Die Geschichte um die Bekanntschaft mit Steffi und Micha habe ich hinreichend erklärt und erläutert. Ich möchte das auch nicht mehr missen. Wir haben so Freunde gewonnen auch in Kenia und hält die Sehnsucht nach diesem Land in mir ziemlich am Kochen. Das hatte schon eine neue Qualität mit unserem Besuch in Kenia erreicht. Die zweite kreuzende Spur war geplant als Beiwerk und so richtig geglaubt hatte ich vorher nicht dass es möglich werden könnte. 🙂

Eingebettet in diese tolle Reise war damals dieser doch unternommene Besuch in Tambach in Kenia. Der Fakt dass es in Afrika ein Tambach gibt ist einem Artikel im Stadtkurier geschuldet. Ein Engländer hatte nachgefragt ob eine namentliche Verbindung besteht zwischen den beiden Tambach’s.  Das war ja mein Grund einen Abstecher zu versuchen. Ich habe ausführlich davon berichtet http://www.meyerei-thueringen.de/?m=20121121. Seit dem ist viel Zeit vergangen und der Gedanke mit diesem Menschen Kontakt aufzunehmen begleitete mich seit dem. Tu ich es oder nicht? Ich bin ja nicht das Sprachwunder um völlig unfallfrei kommunizieren zu können. Ok, es gibt Hilfsmittel und vielleicht auch Leute die mir helfen konnten. Geübt habe ich ja mit den Texten aus dem Museum, ist es aber auch gelungen? Menschen mit denen ich darüber gesprochen hatte, haben mir zugeredet es zu versuchen. 😉

Nach einiger Bedenkzeit habe ich mich doch entschlossen mit Alan House Kontakt aufzunehmen. Alan House, so heißt der Engländer der den „Tambacher Stein“ in Rollen gebracht hat. Es ist für mich recht einfach, denn ich arbeite in der Stadtverwaltung und konnte mir die Ursprungsmail besorgen. Eine Übersetzung war zum Glück auch vorhanden, aber die Antwort musste ich dann wohl oder übel selber ins Englische bringen. So habe ich mich aufgeschwungen und Herrn House vom Besuch in Tambach im Rift Valley zu berichten. Es ist schwer eine Geschichte in einer fremden Sprache zu erzählen wenn man die nicht so beherrscht. Die Mühen etwas daran zu ändern hatte ich schon gesteigert, denn nach Kenia wollen wir wieder reisen. Es wäre schade unsere Erfahrungen und Eindrücke auf dem jetzigen Stand zu belassen. ❗

Es dauerte eine Weile bis irgendwann auch eine Antwort kam. Ich war schon angetan von dem Fakt auf diesem Weg weiter mit der großen weiten Welt Kontakt zu haben. Eine spannende Geschichte. Inzwischen waren schon mehrere Mails unterwegs und ich hoffe es wird noch nicht das Ende sein. Auch Bilder aus dem neuzeitlichen Tambach habe ich ihm geschickt. Er scheint sehr angetan zu sein von unserem Kontakt, mir geht es da nicht anders. Sogar eine Einladung nach England hat er uns gegenüber ausgesprochen. Alleine die Frage ob es für uns machbar ist und am Ende auch Sinn macht wird im Moment geklärt. Ich tendiere dazu ihn zu besuchen und es einfach zu wagen. 😀

Alan House als Person ist für mich irgendwie eine Faszination. Hinter dem Namen steht ein Mann mit 88 Jahren. Er war in der Royal Navy und diente über viele Jahre in der großen weiten Welt. Er war in Afrika stationiert und auf den Salomoninseln und lebt nun als Pensionär mit seiner Frau in einem kleinen Haus bei Bristol. Sein Aufenthalt in Tambach in Kenia war von 1956 bis 1959, also noch zu Kolonialzeiten. Als offenbar weltoffener Bürger hat er sich mit vielen Dingen befasst. Beim Lesen eines Buches in dem es um Ereignisse zum Ende des Krieges ging, gab es im Zusammenhang mit einem Tambach Vermutungen dass Dinge zum Ende des Nazi-Reiches Dinge versteckt wurden. Er forscht nach und stieß in diesem Zusammenhang auf Tambach-Dietharz. Das Tambach was im Buch erwähnt wurde war jedoch die Feste bei Coburg. Er hatte beim Lesen eines weiteren Tambach weiter geforscht und eben diese Mail an den damaligen Bürgermeister verfasst. Er hatte angefragt ob das hier bekannt ist und ob vielleicht sogar es namentliche Zusammenhänge gibt über die Distanz der vielen Kilometer.

Der damalige Bürgermeister, ein wahrlich schwarzes Kapitel der Tambach-Dietharzer Geschichte, hatte zwar reagiert aber so richtig aufgegriffen hat es damals auch niemand. Mehr außer belanglosem Blabla kam damals auch nicht aus dem Bürgermeisterbüro. Es reichte gerade so um im Stadtkurier diesem Fakt zu erwähnen, zum Glück. Nun ist es ja nicht so dass man gleich eine Reise organisiert um das heraus zu bekommen. Die Geschichte ging erst einmal wieder in den Ruhezustand. Dank Google Earth ist es ja möglich ziemlich jeden Winkel der Erde zumindest groß aus der Luft zu finden. Als dann kurze Zeit später unsere Reisepläne konkrete Gestalt annahmen, rückte das kenianische Tambach wieder in den Fokus. Da es keine „normale“ Reise sein würde, haben wir den Wunsch geäußert Tambach in Kenia zu besuchen wenn es nur irgendwie im Bereich des Machbaren sein würde. Die Namensfrage konnten wir glaube ich beantworten und das war auch mein Aufhänger doch Kontakt zu suchen mit ihm. Das es letztendlich geklappt hatte setzt der Geschichte um Tambach in Kenia ein weiteres Kapitel hinzu. Seine Frau hatte während ihres Aufenthaltes in Kenia in Tambach Gebäude gemalt. Diese Bilder möchte er wieder finden und uns zusenden. 🙂

Da ich ja weiß wie die Menschen dort bei unserem Erscheinen reagiert haben, kann man sich gut vorstellen wenn wir solche Bilder mitbringen können und vielleicht dem Museum übergeben könnten. Leider kenne wir auch die Mentalität der Kenianer, darauf kann man sich aber einstellen. Alan House ist der Meinung das beide Städte Kontakt haben müssen. Ich sehe mich hier auch wieder als Botschafter und habe beim nächsten Aufenthalt in Afrika schon so meine Vorstellungen. Ich muss einfach nochmal (mindestens einmal) nach Tambach in Kenia. Ich hoffe davon auch Herrn House Bericht erstatten zu können. 😉

Immer wieder HSV

Das Nordderby, am 21.September in Hamburg, es riecht nach Fisch in der Arena, die Grünen waren da.

Not gegen Elend, das ist eine zutreffende Titelzeile. So schlecht waren beide Teams seit Jahrzehnten nicht mehr vor einem Nordderby. Ein Nordderby nicht ausverkauft? Das sagt so ziemlich alles. Etwas wehmütig in doppelter Hinsicht kann man auf die Derby-Serie vor 4 Jahren zurückblicken. Da waren viele Derbys auf hohem Niveau, in Halbfinalhöhe oder an der Schwelle zur Championsleague. Es war einmal (das Niveau) und es war einmal die Papierkugel und die schmerzlichen Niederlagen. Alleine das sollte ausreichend Nährboden für die Motivation sein. Sollte, war es aber am Ende nicht. Eine bittere Niederlage gab es mal wieder. Dabei war B****n noch nie so (tabellarisch) schlecht als Gast in Hamburg. Der HSV machte das was er am besten kann, andere wieder aufbauen. Darüber kann man schon ein Buch schreiben. Am Ende hat man verdient verloren weil nichts ging und auch mit Interimstrainer Cardoso war noch kein Team auf dem Platz was alles geben wollte/konnte. Einerseits dachte man aber dass es gehen kann, andererseits wäre es ja dann zu einfach im Fußballgeschäft. Es war der seit langem bekannte Hühnerhaufen und es wird so langsam Zeit das alles zu ordnen, es braucht einen Hahn der das wieder zu ordnen vermag. Das Trainerangebot ist überschaubar aber nicht nur mit ungeeigneten Namen. Die Wahl muss sitzen, sonst gegen die Lichter aus. 💡

Trainer gefunden        

Was der HSV gut kann sind Schlagzeilen. Ganz besonders gut klappt das wenn es um Personalien geht. Natürlich werden nach Entlassungen die üblichen Trainer gehandelt, die die dann immer frei sind. Gute Trainer werden wohl nicht auf der Straße sitzen. Gute sind vielleicht auch schlau und könnten überlegen ob sie in das Leck geschlagene  im Hamburger Hafen einsteigen. Bert van Marwijk heißt der Neue. Der dritte Holländer in Diensten des HSV, sieht man in dieser Betrachtung von Ricardo Moniz ab der nur eine Zwischenlösung war. Ich glaube schon dass er weiß worauf er sich hier einlässt. Damals in Dortmund fand er die gleiche Situation vor und hatte es geschafft den BVB zu stabilisieren. Wenn das der Beginn eines solchen Weges in Hamburg wäre, ok – ich hätte nichts dagegen. Nach ihm würde erst Thomas Doll und dann Herr Klopp kommen :mrgreen:  und dann der Durchbruch. Hier ist der Wunsch (in Sachen Erfolg) der Vater der Gedanken. 🙁

DFB Pokal, 2. Runde am 24.September gegen Greuther Fürth

Man glaubt es kaum, Fürth abgestiegen und wider Erwarten oben dabei und der „große“ HSV auf Augenhöhe. Ist aber so. Wäre jetzt Saison-Schluss wäre Fürth aufgestiegen und der HSV müsste um seinen Verbleib in Liga 1 bangen. Das kann man auch nicht schön reden.
Es war kein Superspiel, aber der HSV war richtig willig auch wenn nicht alles funktionierte. Man spielte überlegen, hatte Chancen und ließ wenig zu. Alleine ein Tor fehlte für die Sicherheit. Heßl, ein Ex-HSVer wusste zu glänzen in Fürther Tor. In Halbzeit 2 fiel es dann doch, nach Fehler von Heßl. Das ist schon komisch. Die gewünschte Sicherheit konnte nicht wirklich kommen. Zum Ende wurde es mehrfach eng, das zittern kam zurück. Es war zu spüren aber man hat das Ergebnis über die Zeit gebracht. 1:0, nicht der Brüller aber eine Runde weiter. Das alleine zählte dabei. 😉

Ein gutes Training

Am Montag war es dann doch so weit. Das Wetter war gut und wir haben uns getroffen um zu trailen, als Gastgeber. Diesmal hatte ich die kleine Kamera dabei und war sehr willig auch Bilder einzufangen. Das ist wenn man selber Akteur ist ziemlich schwierig. Man ist vertieft, diskutiert und schließlich sind wir zum Arbeiten mit den Hunden hier. Wir haben uns 18 Uhr getroffen. Da ist auch nicht so viel Spielraum, wenn man nicht aufpasst geht es Ruckzuck und das Tageslicht ist schnell weg. Wir stehen an der Schwelle zum Oktober.

Leibhaftige Ablenkung am Wildgehege

Der Ablauf ist meist ähnlich. Zuerst eine kurze Motivation für die Tiere, wir müssen ja nicht motiviert werden ;). Der Hund soll ja wissen dass es nun Arbeit ist was von ihm verlangt wird. Ein kurzer Suchlauf eröffnet das Training. Die Vierbeiner sind auch sofort voll dabei. Je nach Temperament ergibt sich die Erwartungshaltung der Hunde. Bantu ist nicht mehr ganz so wild wie am Anfang. Wenn man aber nicht voll konzentriert ist packt  er schon mal den einen oder anderen Hundekuss aus. Das kann schon unangenehm sein wenn es überraschend kommt. Wir müssen immer von Anfang an online sein 😉 . Übrigens, das Wild hatte ich überhaupt nicht interessiert ;). 

Danach gehen jeweils abwechselnd die Hunde auf Suche. Jeder hat Geruchsproben dabei und so kann man abwechselnd gesucht werden. Wir sprechen uns ab wohin es gehen soll. Da hilft für Ortsfremde der Lageplan. Der Bromacker hat schon eine Menge zu bieten. Unter anderem geht es dabei direkt an einem Teil des Wildgeheges vorbei. Da ist schon interessant was die Hunde dann machen wenn Wildgeruch sie behindern kann. Das ist Ablenkung pur . Außerdem sind verschiedene Untergründe vorhanden, wir haben Wasser und auch Bitumen. Im Bedarfsfall kann man auch eine gut befahrene Straße einbeziehen. Die fahrenden Autos wirbeln die Geruchsträger sicher gehörig auseinander.

Mehr Geruch gibt es nicht ...

Die zu suchende Person geht unauffällig eine vorher besprochene Strecke entlang. Am Anfang wird die Geruchsprobe abgelegt, irgendetwas braucht der Hunde ja. Das Tier sieht dabei nun nicht mehr zu. Das Versteck ist auch nicht mehr in seinem Sichtkreis. Wir sprechen uns ab weil wir auch lernen müssen dem Hund zu vertrauen, ihn zu lesen. Richtungsänderungen deuten sich im Suchverhalten meist an, kennen wir die Abzweige kann der Hundeführer entsprechend reagieren und keinen falschen Weg vorgeben.

Wir holen Bantu aus dem Auto. Zuerst gehen wir kurz im Bereich eine Runde zur Entspannung, damit er die Umgebung auch kennen lernt. Die Vorbereitung ist schon irgendwie ein Ritual, das soll auch so sein. Er setzt sich und dann gibt es auch sofort die Arbeitskleidung, Geschirr und Schleppleine. Er muss wissen dass im Arbeitsanzug gearbeitet wird :mrgreen:. Ich nehme ihn zur Probe zum Aufnehmen des Geruches und wenn die Nase in der Tüte ist kommt das Kommando „Trailing“. Sofort hat Bantu umgestellt auf die Suche, die Nase geht nach unten und er setzt sich in Bewegung. Es gibt hier von Hund zu Hund doch Unterschiede. Der Eine rennt gleich los, Willi nimmt die Geruchsprobe oft ein paar Meter mit, und Bantu geht die Sache recht gemächlich an. Zur Ausrüstung gehören dabei für den Hundeführer Handschuhe, das ist ganz wichtig, denn man muss die Schleppleine in der Hand halten und wenn der Hunde dabei richtig los flitzt kann es schon mal heiß werden zwischen den Fingern. Verbrennungen durch Leinen gehören da wohl zum Alltag. Bantu ist der gemächliche Sucher, nicht langsam aber auch nicht zu schnell. So hat man eine gute Chance auch den Kopf oben behalten zu können. Es geht mitunter über Stock und Stein und quer durch den Wald. Ziemlich genau da wo die Person auch gelaufen ist. Nicht haargenau denn beim Mantrailing werden die Duftmoleküle der Zielperson gesucht, und nicht die Bodenverletzungen wie bei der Fährtenarbeit. Beim Mantrailing wird ein Geruchsträger mit dem Individualgeruch der zu suchenden Person verwendet, um den Hund auf die Spur anzusetzen. Ein Mensch verliert ständig Hautschuppen – in jeder Minute Tausende. Die Hautpartikel werden verwirbelt und verstreut, wenn der Mensch sich bewegt. Neben Hautzellen enthalten die Schuppen häufig weitere Bestandteile, beispielsweise Rückstände von Kosmetika. Eine verletzte Person verliert darüber hinaus Blut, das sich dann auf der Spur befindet. Auch verteilen sich die Partikel je nach Wind und Untergrund, as kann sein dass der Hund neben der gelaufenen Spur unterwegs ist.

Die Startphase ... zu mehr Bildern hat es nicht gereicht

Ich finde mit jedem Training arbeiten wir uns immer mehr zusammen. Bantu und der Hundeführer – das bin ich, bilden das Mantrailing Team. Es ist auch sinnvoll dass sich das Team genau kennt. Bantu kennt mich vielleicht mehr als ich ihn, ich bin aber am aufholen. Situationen in denen er scheinbar irritiert ist, oder einfach stehen bleibt weil etwas ihn ablenkt, muss man erkennen und reagieren können. Es macht in der Anfangsphase Sinn zu wissen wie die Person gelaufen ist. Auch kleine Show-Einlagen wie Bein heben oder Spuren von Hündinnen (die sind an der feuchten Schnauze danach gut zu erkennen :mrgreen: ) muss man deuten und sie eben auch zulassen. Zwang auszuüben ist nicht gut. Ist allerdings der Faden mal weg, das kann ja passieren, kann man dem Hund dann auch helfen.

Bantu zeigt sich konzentriert und arbeitet gut aber nicht hektisch. Er lässt mir meist auch die Zeit immer einen Fuß vor den nächsten zu bekommen. Selbst kleine und große Geschäfte fügt er in den Trail ein ohne jemals seine Aufgabe zu vergessen. Das ist schon beeindruckend und bringt ihm Lob ein. Genauso wichtig ist der Stolz vom Papa :mrgreen: das motiviert. Jede noch so kleine Pause wird dann beendet und die Suche fort gesetzt. Ist die Person gefunden sitzt er davor und erwartet nun seine Belohnung, die natürlich zuerst durch den Magen geht und im Schulterklopfen direkt auf ihn wirkt.

Der Unterschied zwischen einem Mantrailer und anderen Suchhunden besteht darin, dass der Mantrailer bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden kann und sich trotz vieler Verleitungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientiert. Mantrailer können nicht nur auf Spuren von Fußgängern eingesetzt werden, selbst die relative Abgeschlossenheit eines fahrenden Autos verhindert nicht, dass die Personen verfolgbare Spuren hinterlassen. Mantrailer können, im Unterschied zu Fährtenhunden, auch in Gebäuden und auf bebauten Flächen eingesetzt werden.

Es war ein gutes Training, mal wieder. Ich glaube Bantu hat großes Talent und das wollen wir weiter ausbauen. Wir sind so stolz auf ihn. 😉