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Nun also doch

Lange haben wir Glück gehabt, nun also doch. Oder ist es Pech? Für mich eher kein Glück, ich bin aber nicht das Maß der Dinge. Es fing ja nun ganz langsam an und hat sich weiter entwickelt. Das alles im Laufe einer Woche und verschleiert mit Nebel. Dann kam die Kälte und es wurde weiß. Erst wie Puderzucker, dann ziemlich leichter Schnee und nun am Wochenanfang die größere Lieferung. Insgesamt wohl so ca. 15 cm. Alles Peanuts im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Es reicht aus um die Natur zu verschönern, das gebe ich ja zu. Am Ende nehme ich dann auch die guten Seiten des Winters an. Die Hunde werden nicht mehr so schmutzig und man „darf“ sich zusätzlich betätigen und Schaufel und Besen schwingen. Ich dachte schon die Geräte sind umsonst in Alarmstellung. Denkste! Aber wir haben ja erst Ende Januar. Kalendarisch kommen noch ein paar Tage und die Winter-Hochzeit ist sowieso meistens erst im Februar.

Blauer Himmel, Schnee und frische Luft

Die Winterzeit beschert dann immer ausgedehnte Winterwanderungen. Das ist mitunter so einfach hier nicht, denn im Wald ist dann oft wenig Platz für die Normalos. Skijäger und Ski Gejagte sind unterwegs auf einigen wenigen Strecken die für diese präpariert werden. Das Loipen-Spurgerät hatte sicher Entzugserscheinungen, ganz zu schweigen von den Fahrern. Kaum dass der Schnee die Felder am Rand weiß beträufelt hatte ging die Karre auch schon auf die Reise. Wen interessiert es wenn anschließend sich das Gras in den Spuren wieder aufgerichtet hatte. Egal, sollen sie machen. Dass durch das angelegte Heiligtum aber die Wandermöglichkeiten eingeschränkt werden sehen sie komplett anders. Mit Heiligtum meine ich die Loipen im Wald. Streng nach Plan und ausgeschildert liegen sie aber dann auch nicht Skigängern im Weg. Wehe dem, der eine Fußspur im Loipenbereich hinterlässt. Fliegen kann ich aber nicht und wer schimpft dann mit dem Wild was durch die Spuren herrscht oder gar die Waldbearbeitungsgeräte? Darüber lasse ich mich nicht mehr aus. Das wo die waren kann ich vielleicht gut laufen? ❓

Verträumte Landschaft

Solche Tage mit nahezu Kaiserwetter und einer schönen Schneelandschaft lassen auch genug Freude für mich übrig. Wenn man schon auf die Füße „gezwungen“ wird kann man immer hin mit den Hunden ausgedehnte Touren machen. Der Reiz liegt dann oft in der Tatsache zu versuchen Wege zu gehen die vorher (seit dem Schneefall natürlich nur) noch keiner gegangen ist. Das kann auch gut entspannend wirken. Kann es deswegen, weil der Winter die Spuren im Wald viel besser „fest hält“. Man sieht auch recht deutlich die Fährten in die die Hundenasen recht oft eintauchen. Das Wild ist ja auch in dieser Periode weiter unten unterwegs. Der Schnee verdeckt das Futter also müssen die Tiere auch suchen. Um Fütterungen und den Plätzen wo sie mit geringem Aufwand an Fressbares kommen. Es war nicht zu erwarten dass man doch noch einige Winterbilder machen konnte. Es sind schon ziemlich viele gemacht worden, aber es reizt doch immer wieder neue hinzuzufügen. 😉

Auch der Winter ist ja doch schön

 

Paul Panzer

Am Sonntag war es so weit, die Einlösung des Weihnachtsgeschenkes vom Junior. 😉

Klar kennen wir Paul Panzer und klar gefällt er uns. Bei Comedy ist das immer so eine Sache, es gibt ja genug davon und nicht jeder und alles trifft immer auf Gegenliebe. Das ist ja gut dass es so ist, die Vielfalt kann ja nicht schaden und man kann gut wählen wo man hingehen möchte. Am Paule (gut bürgerlich heißt er ja Dieter Tappert) gefällt mir seine Vielfalt. Er versteift sich nicht auf einen bestimmten Themenkreis. Wer es nicht weiß, früher hat er am Telefon „gearbeitet“ was man wohl eher veralbern nennen konnte. Oftmals hält er uns den Spiegel vor und das schon recht deutlich. Er zwingt uns über uns selber zu lachen und wird auch immer fündig. Der Mensch bietet ja im täglichen Leben genug Ansätze dazu 😉 .

Besucht man so einen Event – die Bezeichnung Event ist nicht ganz richtig, klingt zu vollmundig – soll es ja auch Spaß machen und man möchte ja am Ende auch etwas zu sehen kriegen. Die Comedian nennen so was auch Konzert, ist zwar nicht das was man sich mit einem Konzert vorstellt, denn Musik ist da eher selten dabei. Wobei die wirklich guten auch recht musikalisch bewandert sind. Mir fällt da auch nicht wirklich etwas anders ein, außer Event. Es gibt neben den großen ja auch kleine Events :P.

Die Thüringenhalle in Erfurt ist nach meiner Auffassung recht überschaubar in Sachen Größe und Erreichbarkeit. Ok, das Abfahren ist am Ende immer etwas kompliziert, der Parkplatz aber eher gering und schon oft beim Fußball nicht ausreichend. Keine Ahnung wie viele Gäste da waren. Es war ja eine zusätzliche Veranstaltung als Zugabe zum Sonnabend in der Messehalle, trotzdem war es wohl ziemlich gefüllt am Ende. Ich habe mal versucht zu überschlagen wie viele Zuschauer es waren. Das ist immer schwer und am Ende denke ich dass es so im Bereich 2000 bis 2500 waren. Das letzte Mal in der Halle waren wir 2006 zu einem Status Quo Konzert, meine Güte ist das schon wieder lange her ….

Alles auf Anfang … das Thema des aktuellen Bühnenprogrammes. Er befasst sich mit der Evolution des Menschen im Wandel der Zeiten. Das ist jedoch nur der Aufhänger, ein Einstieg und in den Abend. Natürlich schweift er auch ab, guckt aber immer mal wieder nach dem Anfang, damals war eh alles besser. Das hören wir seit vielen Jahren schon. Paul Panzer untermalt das mit knallharten Fakten. Die sind so hart das oft kein Auge Trocken bleibt. Bestechend seine Art, wie gesagt man muss ihn mögen. Ich kann mir nicht vorstellen dass man den Panzer Paul nicht kennt. Ich weiß es besser, es gibt welche. Arme Geschöpfe, sie wissen nicht was sie nicht wissen. Faszinierend auch seine Art auf das Publikum einzugehen und es auch einzubeziehen. Immer eine Antwort im Köcher, das kommt richtig gut an. Die Fülle der Auslöser von Lachlawinen ist so groß dass der Kauf der DVD ein MUSS wird. Das kann sich ja keiner merken. Für mich umso erstaunlicher dass er sich alles merken kann. Es ist ein neues Programm, das „Geheimnis“ hat er auch noch gelüftet. Das kann ja noch nicht perfekt sein. Echt? Für uns war es perfekt. Machen wir uns auch nichts vor, neben der Lust zu lachen über die Gags bietet ein Life-Besuch auch die Gelegenheit über andere Dinge zu lachen. Man ist so einer Dynamik ausgesetzt wo man auch sicher auf die Sitznachbarn oder andere im Saal reagiert. Garantiert gibt es eine „abnormale“ Lachsalbe, ja es gab sie tatsächlich, die er dann auch aufgreifen kann. Er nutzt sie zu seinem Gunsten und fast will man meinen das ist so im Programm geschrieben. Das macht er wirklich gut. :mrgreen:

Fest steht, der nächste Paul Panzer Abend ist schon im Visier. Zunächst sehen wir uns erst die DVD mit dem Vorgängerprogramm an und wenn er wieder auf Tour ist in Thüringen dann auch wieder live dabei. Ein gelungener Abend und danke Herr Meyer Junior, eine grandiose Idee. Natürlich auch ein Danke an Paul Panzer. 😀

 

Ein Hauch vom Winter

Nun also doch? Mit einer recht sparsamen Portion „Puderucker“ oder besser Puderschnee hatte sich der Winter(???) nun „endlich“ eingefunden? Könnten wir nun die angenehmen Seiten des Winters in Anspruch nehmen? Ja, es gibt die angenehmen Seiten, auch ich muss das feststellen. Nun hatte ich mich in den letzten Tagen „beschwert“ dass man seine Nachbarn nicht sieht die ganze Woche. Ob es immer eine Beschwerde ist kommt auch auf die Nachbarn an. Kaum fallen ein paar Flocken und liegen sie im Weg herum, muss man ja den Schnee beiseite räumen. Das ist zu Zeiten wo normal noch nicht so viel Bewegung draußen ist. Siehe, schon trifft man sich auch. Nicht wegen der Nachbarn, aber ich könnte mir um diese Zeit bessere Dinge vorstellen als mit dem Schneeschieber durch die Gegend zu fahren. Ein Gutes hat es aber trotzdem, die morgendliche Aufwachphase wird doch ziemlich verkürzt. Man kann dann offensichtlich etwas fitter an sein Tageswerk gehen? ❓

Einhergehend mit dem zarten Winter war es nun auch sinnvoll die ersten Fotos 2014 machen zu können. Der allseits liegende Unrat (nicht alles ist Dreck, nur der Anblick wirkt so) wird nun leicht überdeckt. Bleibt der Schnee aus ist die Optik nicht so prickelnd und gibt kaum Anlass und Antrieb ein Foto zu machen. Sobald die für mich nicht so geliebte weiße Pracht hinzu kommt, lockt der Finger am Abzug schon manchmal. Obwohl man schon unzählige dieser Bilder hat, man möchte trotzdem immer mehr ;).

 

Ohne Sonne wurde es richtig kalt

 

sieht aber trotzdem spannend aus

 

Sibirisch die Optik

auch wenn es (noch?) wenig ist

wenn sich dann noch die Sonne traut

 

trotzdem zugefroren

 

 

Mantrailing

Beim Mantrailing gibt es keine Saison, das muss zu jeder Jahreszeit und jedem Wetter funktionieren. Der Montag ist ja bei uns immer fest gebucht für diese Veranstaltung. Ausnahmen bilden eigentlich nur blöde Wettersituationen wo man keinen Hund vor die Tür schickt, da ist der Ridgeback auch nicht das Maß der Dinge. Im Sommer ist es sicher angenehmer und bietet auch mehr Möglichkeiten. Wir können aber daran nichts ändern und ziehen das im Winter auch durch. Im Winterhalbjahr ist es organisatorisch dann auch komplizierter, denn wenn das Tageslicht fehlt  muss man Plätze suchen wo man trotzdem gut trailen kann und auch etwas zu sehen ist. Beleuchtete Parkanlagen sind dazu wie geschaffen und auch für entsprechende Ablenkung ist automatisch gesorgt. Trainingsbeginn ist derzeit immer 17 Uhr mit wechselnden Orten.

Winnie, Benji, Simba, Gunda und Bantu trailen in unserer Gruppe. Natürlich sind die Zweibeiner immer dabei. Einer muss ja den Hund führen und andere dienen als Suchobjekt. Jeder bringt Geruchsproben mit und es geht Reih um. Je nach Situation und Teilnehmer schaffen wir auch schon mal 3 Trails. Ich gebe ja zu, wenn so eine Horde Menschen scheinbar ziellos durch Parkanlagen schlendern wirkt das schon komisch. Anwohner werden aufmerksam denn wer weiß schon wer da so am Grundstück herum streicht? Dunkle Gestalten sind wir dann irgendwie alle, oder?

Nach gut 4 Wochen „Zwangspause“ über den Jahreswechsel haben wir das Training wieder aufgenommen. Ein wenig Spannung war schon dabei, denn wir waren trainingsfaul. Gewollt hätten wir schon gerne, aber die Zeit verging so schnell und man muss ja auch Personen finden die das Spielchen auch mitmachen, möglichst aber keine aus dem eigenen Haushalt. Man plant zwar zu üben aber die Geschwindigkeit der Zeit überrollte uns förmlich. Wir haben Bantu dann auf die Suche geschickt, „trailing“ ist das Kommando und siehe da, Bantu lief los und es fühlte sich an dass er nichts vergessen hatte. Wir hatten eigentlich keinen Zweifel, er wusste was Sache war und arbeitete gewohnt in seiner eigenen Art, aber gewissenhaft und am Ende mit Erfolg. Die Belohnung für den Erfolg nimmt er auch gerne in Kauf. Es gibt Katzenfutter :mrgreen: !! Ja, richtig, Katzenfutter. Hunde scheinen das auch besonders zu mögen, die Info kam von Besitzern die es schon eingesetzt haben das Fremdfutter. Es hat zudem den Vorteil gegenüber Geflügel-Wienern (unsere bisherige Belohnung) das es abgepackt und länger haltbar ist. Hauptsache er miaunzt eines Tages nicht ;).

So ein Trail im Dunkeln birgt aber auch so einige Gefahren. Es ist ziemlich ratsam selbst gute Augen zu haben. Deswegen kommt es prima wenn für Menschen eine halbwegs ausreichende Beleuchtung am Ort ist. Man ist aber nicht sicher vor diversen Hindernissen die sich gerne ein wenig verstecken. Solche Poller, Papierkörbe ober auch Wegekanten und Steine sind schädlich wenn man sie nicht rechtzeitig erkennt. Hunde brauchen kein Licht, ihre Nase ist hell genug, heller als unsere Augen es jemals sein können. Ein schwacher Trost für den Menschen dass die Augen besser sind, die Hunde sind am Ende die Gewinner. Das zeigt uns immer wieder das Training.

Je mehr man selber dabei ist, den Hunde bei seiner Arbeit beobachtet und man mitlesen kann was er gerade tut umso sicherer wird das Team insgesamt. Die Signale die vom Hund ausgehen sind oftmals so gering dass nur geschulte Augen sie erkennen können. Das ist ohnehin ein Manko des Menschen gegenüber dem Hund. Die Vierbeiner sind geniale Beobachter und gut beobachtet ist mehr als nur die Hälfte kommuniziert. Versteht man die kleinen Gesten versteht man auch den Hund wesentlich besser als „Otto-Normal-Hundehalter“. Diesen Anspruch haben wir auch für uns entdeckt, das „Mehr“ Wissen und damit die Möglichkeit zu bekommen vielleicht besser zu reagieren auf das Tier. So eben Problem in ihrer Entstehung angehen zu können. Keine Angst, wir haben trotzdem genug Baustellen offen und selbst die größte Mühe bewahrt uns nicht vor Fehlern, kleinen aber auch großen. Ich finde es schon ein wenig schade wenn man bedenkt wie viele Erfahrungen man so im Laufe der Jahre anhäufen kann, diese aber irgendwann nicht mehr selber anwenden zu können. So viele Hunde werden unser Leben nicht mehr betreten können. Schade drum aber aus diesem Grund arbeiten wir mit unseren dann auch etwas intensiver. Das hat auch für den Menschen einen gesundheitsfördernden Aspekt. Das ist ja auch immer hin Bewegung an der frischen Lust. Vielleicht kann Bantu auch mal seine Nase zur echten Hilfe anwenden, wer weiß das heute schon. Wir wollen ihm und uns das Rüstzeug für eben diesen Ernstfall geben.