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Hoch im Norden

Eine Nachbetrachtung eines schönen Wochenendes in Schleswig-Holstein – im Ridgebackland

Wenn einer eine Reise tut – dann hat er einen nervösen Ridgeback

Eine Abwandlung eines bekannten Textes, die eben besser so passt wenn man auch einen Hund hat. Im Original heißt es … dann kann er was erzählen. Das Erzählen übernehmen ja immer wir, geht ja auch kaum anders.

Tiere spüren sehr gut wenn im täglichen Ablauf Änderungen auftreten, Änderungen die man nicht sehen kann. Ridgebacks, so sagte uns mal ein Züchter, haben einen 6.Sinn, sie spüren Gewitter wenn noch nicht mal eine Wolke am Himmel ist. Das haben wir allerdings noch nicht probiert 😀 . In unserem Fall war allerdings die Änderung auch sichtbar, wenn z.B. das Gepäck im Flur gestapelt wird. Es war ja auch ihre erste große Reise und auch bei uns die Premiere mit ihr in fremden Gefilde.

Wir hatten ein langes Wochenende in Schleswig-Holstein gebucht. Wir wollten in einer an Ridgebacks reichen Zone mit verschiedenen Menschen Erfahrungen tauschen und Bashira mit ihren Artgenossen Kontakt haben lassen. Sinn war es auch, Bashira mal einem Hundetrainer und erfahrenen Ridgeback-Besitzern vorzustellen, sie einzuschätzen und zu beurteilen. Na klar – geht’s noch? Hundeschule in fast 600 km Entfernung? Es gibt schon verrückte Leute, vor allem Hundebesitzer. Die Verrücktheiten sind auch irgendwie rassebezogen und teilweise auch sehr spezifisch. Aber auch ohne Hund, jeder ist auf seine Art irgendwie crazy 🙄 . Wenn es aber selber gefällt müssen wir anderen Menschen das wohl nicht mehr erklären.

Diese Reise verfolgte mehrere Ziele was bei der Entfernung durchaus Sinn macht.

  1. waren wir noch nie im Winter an der Küste (egal welche)
  2. ist der RBC e.V. in Schleswig-Holstein ansässig
  3. viele nette Ridgebacks und ihre Besitzer kann man so treffen und Bekanntschaften auffrischen
  4. Ja … die Schulung von Bashira von Kennern der Rasse
  5. Land und Leute kennen lernen, ich mag übrigens den nordischen Dialekt

Alles in allem schon eine Menge Gründe und zum verreisen reicht üblicher Weise meist nur einer, wir hatten genug 😉 .

Wir starteten schon früh kurz nach 7 Uhr mitten in der vormittaglichen Ruhephase von Bashira. Das macht die Reise zunächst einfacher, denn inzwischen kann sie schon das Auto fahren gut vertragen. Das war nicht immer so und der Einstieg trotz Kombi ist fast wie ein Ritual. Mit Überzeugungsarbeit geht da nicht viel, nur eine Pfote auf das Auto-Pad. Der Rest ist reine Hubkraft. Im Alter kann das dann nicht wirklich schlechter werden. Wir können damit umgehen ist nur immer wieder lustig anzusehen.

Unterwegs ein Stopp in der Wedemark. Wir haben uns mit Susanne und Frank (bisher immer Folgeglied in Sachen Fahrketten für Hunde) und ihren beiden Ridgebacks – Dino und Naya – getroffen. Eine Pause in Ehren und man hat Gelegenheit sich die Beine zu vertreten und die Hunde laufen zu lassen. Alles war entspannend und entspannt. Bei Kaffee und Kuchen wurden Stories erzählt, natürlich ging es immer um die Hunde.

Weiter in Richtung Norden. Wir hatten ja noch Gepäck auf dem Dach montiert. Bashira’s Hundehütte, ja sie wurde von ihr boykottiert und ging einfach nicht rein. Außer Leckerli, da konnte man sie rennen sehen, aber nur dann. Also habe ich die Hütte im Forum der BRC angeboten und siehe da, es gibt sogar Höhlen-Ridgies. Alex wollte sie nehmen für seine Hunde. Wir haben sie dann auch dort bei ihm in Lottorf abgeliefert.

Nur eine Stunde später hatten wir unser Quartier in Steinfeld erreicht. Etwas erstaunt waren wir schon, denn es war doch relativ viel Schnee zu sehen. Mehr als in den Ortslagen in Thüringen, das will schon mal was heißen. Uns konnte das aber nicht schocken, wen es sein muss kommen wir überall durch. Wir konnten auch bald unsere schöne Ferienwohnung beziehen. Sie war ziemlich groß und trotzdem preisgünstig, also durchaus weiter zu empfehlen. Es ist zwar ein ganzes Stück bis zum Strand der Ostsee, aber das war ja nicht primär notwendig. Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass im Garten eine HSV-Fahne wehte. Das war auch schon mal recht positiv …

Die Ostsee im Winter

hat auch ihre Reize

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